zu METROPOLIS21

Leserbrief an die StZ vom 18.9.08 (veröffentlicht unter „Oben Reichtum, unten Reisende“

Betr. Stadtbibliothek soll das neue Europaviertel beleben, Artikel vom 18.9.08

Das ist doch eine schöne Nachricht! Nach jahrzehntalter hässlicher Großbrache im Herzen Stuttgarts endlich die Bebauung. Als Beobachter fragt man sich allerdings, warum das so lang dauern musste, denn das Baugebiet A 1 ist doch von Stuttgart 21 gar nicht betroffen, die aktuellen Gleisfelder werden nicht tangiert. Die Nachricht, dass die Stuttgarter Straßenbahnen AG mit der neuen Stadtbibliothek eine neue Trasse durch das „Europaviertel“ baut, ist auch verwunderlich. Dieses Viertel ist doch schon jetzt durch den Hauptbahnhof, die U-Bahn-Station Türlenstraße und die Wolframstraße hervorragend verkehrlich angebunden. Die Architekturfotos vom neuen Viertel zeigen eine dichte Hochbebauung mit 6 Stockwerken aufwärts (zum Vergleich: die großen Stuttgarter Bürgerhäuser z.B. in der Olgastraße haben meist nur 4 Stockwerke und nach vorne und hinten viel Raum) und lässt stark bezweifeln, ob eine angenehme Aufenthaltsqualität entsteht. Ein Gang durch die seitherigen Bauproben des Viertels löst jedenfalls Bedrückungsgefühle aus. Wenn Stuttgart 21 kommt, erinnert das fatal an Metropolis: oben das Kapital und Reichtum, unterirdisch täglich etwa 300 000 Bahnreisende. Ist die Kapitalvernichtung durch den Abbruch funktionierender und relativ neuer Verkehrsstruktur wie den U-Bahn-Stationen Türlenstraße oder Staatsgalerie, S-Bahn-Station Nordbahnhof und andere samt Zulaufstrecken eigentlich in die Kalkulation von Stuttgart 21 eingegangen, das ist doch alles längst nicht veraltet und abgeschrieben! Wäre in heutiger Zeit mit den wenig rosigen Zukunftsperspektiven zum Beispiel bei der Bevölkerungsentwicklung nicht eine erneute Besinnung angebracht in Richtung Maß halten, bevor es zu spät ist?

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Anmerkung von Rainer Müller am 19.2.09:
Der Verfasser des Leserbriefes zum Artikel in der StZ vom 19.9.08 "Stadtbibliothek soll neues Europaviertel beleben" ist leider einem Irrtum unterlegen.

Der Trassenverlauf der neuen U12 durch die Brache A1 ist schon lange geplant und lässt sich auch ohne S 21 verwirklichen. Sie dient der sinnvollen, schnellsten Verbindung des Hallschlags und später Münsters mit der City durch die Nordbahnhofstraße. Also eine Auferstehung des alten "Zwölfers", der mühselig den Umweg über Bad Cannstatt nehmen musste.“




THEMEN DER WOCHE

20.02.2010 · 13:10 Uhr

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Ein Schild weist im Bereich des zerstörten Stadtarchivs in Köln auf den U-Bahnbau hin. (Bild: AP)
Der Kölner U-Bahn-Bau
Ein singulärer Skandal?
Von Peter Pauls, "Kölner Stadt-Anzeiger"


Schon lange vor dem neuen Skandal um den Bau der Kölner U-Bahn hatte Deutschlands viertgrößte Stadt einschlägig von sich reden gemacht. Und das nicht zu knapp.
Seit mehr als zehn Jahren führt das politische Personal realpolitische Gruselstücke in wechselnder Besetzung auf. Das geschieht in der Regel zu Gaudi und Entsetzen der Republik, denn stets kommt Saftiges auf die Bühne. Und geht es einmal nicht um den notorischen Kölner Klüngel, dann wird einfach die Rubrik "Pleiten, Pech und Pannen" bedient.

Alles begann damit, dass 1999 der Oberbürgermeisterkandidat der SPD mit einem illegalen Aktien-Insider-Geschäft Schlagzeilen machte. Erst nachdem die ganze Republik auf Köln schaute, gab der Kandidat entnervt auf. Köln verfeinert seither seinen Ruf, nördlichste Stadt Italiens zu sein. Zum Beispiel betrieb ein Müll-Entsorger politische Landschaftspflege mit viel Geld und Pöstchen.

Als alles aufflog, riss er sich und andere mit ins Verderben. Des Weiteren rankte sich um den Bau der Kölner Müllverbrennungsanlage ein Geflecht von illegalen Parteispenden und Korruptionsvorwürfen. In der Folge fegte es praktisch die gesamte lokale SPD-Spitze hinweg. Und kurz darauf schlug es bei der CDU ein. Schließlich vor knapp einem Jahr die Katastrophe: der Einsturz des bedeutenden historischen Stadtarchivs infolge des U-Bahn-Baus. Zwei Menschen starben. Köln ist in seinem Zentrum, dort, wo das Archiv stand, eine offene Wunde. Der Oberbürgermeister scheiterte an ihr. In seiner hilflosen Rechtschaffenheit verkörperte er für die überregionalen Medien das überforderte Köln. Fritz Schramma trat nicht mehr an.

Nun der neue Skandal um den Kölner U-Bahn-Bau. Eine Mischung aus Betrug, Leichtsinn, Verantwortungslosigkeit und Vertuschung. Wegen organisierten Diebstahls wurde weniger als jedes fünfte Stabilisierungseisen in Sicherungswände von U-Bahn-Baustellen eingebaut. Das hat dramatische Konsequenzen. Bei Rhein-Hochwasser muss befürchtet werden, dass eine U-Bahn-Baustelle wegen des Außendrucks einstürzt und benachbarte Häuser mit sich reißt. Nun wird fieberhaft an deren Stabilität gearbeitet. Aber zur Not muss die Baustelle geflutet werden. Mehr noch: In Köln wurden in hoher Zahl Bauprotokolle gefälscht und weniger Beton als zwingend notwendig verbaut. Eben dort, wo es auf Stabilität ankommt.

Ist das Stadtarchiv womöglich eingestürzt, weil an der angrenzenden Stützwand geschlampt wurde? Und sollten gefälschte Protokolle diesen Pfusch verdecken? In Köln regiert das Misstrauen. Ohnehin haben die Baukosten sich auf nahezu eine Milliarde Euro verdoppelt. Der U-Bahn-Bau ist zum Desaster verkommen. Ein Milliardengrab geworden. Vor fünf Jahren begann er. Wann die erste Bahn fährt, steht in den Sternen.

Die Frage ist naheliegend: Hat der notorische Kölner Klüngel zugeschlagen? Es ist zu früh freizusprechen. Und es ist auch zu früh zu verurteilen. Unstrittig ist, dass nicht ausreichend kontrolliert wurde. Vielleicht hat jemand bewusst die Augen zugemacht, der eigentlich fürs Hinschauen bezahlt wird. Aber warum? Diese Frage stellt man sich nicht nur in der Kölner Öffentlichkeit, sondern auch bei der Staatsanwaltschaft. Sie ermittelt auf Hochtouren. Denn wenn so systematisch belogen und betrogen wurde - wie steht es dann ganz allgemein um die Sicherheit dieses Bauprojekts? Muss Pfusch nicht noch an ganz anderer Stelle befürchtet werden? Wer soll noch Vertrauen in diesen U-Bahn-Bau haben, der dem Stadtbild allein durch seine Existenz Wunden geschlagen hat in Form von Giga-Baustellen, von Dreck, Chaos und Stau?

In einer Großstadt wie Köln, deren Wurzeln Tausende von Jahren zurückreichen, ist ein solches Großprojekt praktisch unzumutbar. Allein durch seine Existenz legt es eine Stadt lahm. Und dann die nächste Frage: Sind solche Bauwerke in ihrer Komplexität überhaupt noch beherrschbar? Kann kleiner Schlendrian bis zum Baustellendiebstahl schon die große Katastrophe auslösen?

Eigentlich sollte Köln der Republik eine Lehre geliefert haben: solche Riesenprojekte, die eine Stadt zerrütten, sind nicht mehr zeitgemäß. Aber gerade rüsten sich die Schwaben, mit dem Projekt "Stuttgart 21" gleich einen ganzen Bahnhof tiefer zu legen. 4,1 Milliarden Euro an Kosten sind veranschlagt. Über Jahre wird im Zentrum Stuttgarts gebaut. "Wir stehen mit dem Start von 'Stuttgart 21' am Anfang einer bundesdeutschen Erfolgsgeschichte", heißt es enthusiastisch. Ein wenig Köln ist also überall. Das muss man ganz nüchtern urteilen.

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Südwestpresse Ulm,  Nachrichten: Politik
16.06.2009

Begeisterung auf Schwäbisch
Nach den Wahlerfolgen der Stuttgart-21-Gegner machen die Befürworter mobil. 
Doch die Schwaben tun sich schwer mit dem Schwärmen.

Die gute Nachricht ist rasch erzählt: Seit gestern wirbt eine hübsch bemalte E-Lok für das Bahnprojekt "Stuttgart 21 ". Sie kutschiert Regionalzüge durchs Land, und ihre erste Tour führte nach Ulm, wo man besonders von der Schnellbahnstrecke profitiert, die das Land mit dem Ausbau des Bahnhofs der Landeshauptstadt verknüpft hat.

Und nun die schlechte Nachricht: Noch immer tun sich die Befürworter, also Land, Stadt Stuttgart, Regionalverband und die Bahn sehr schwer selbst mit solch kleinen, symbolischen Reklamegesten. Erst steht die Werbelok ganz hinten auf dem Bahnsteig, wo sie nur Eingeweihte sehen. Dann rauscht sie davon, ehe die Fotografen zur Kamera und die Honoratioren zum Filzmaler greifen können, um unter den Logos der Projektpartner zu unterschreiben.

Schließlich schwelgt der Regionalpräsident in Kindheitserinnerungen und schwadroniert davon, wie lästig seinerzeit die S-Bahn-Baustellen für die Landeshauptstadt waren und wie viele Läden pleitegingen - bis ihn Werner Klingberg, Bahnchef im Südwesten, endlich einfängt mit den beschwörenden Worten: "So schlimm wird es nicht. "

(fett markiert von Siegfried Busch, 
vergleiche Köberle in StZ: "Hier schlägt es - das neue Herz Europas" soll die Lokomotive, die vorzugsweise auf der Strecke Ulm-Stuttgart eingesetzt wird, nun die Botschaft ins Land hinaus tragen, dass das Projekt "für alle Vorteile bringt", so Köberle.)

Hernach rollt die Lokomotive in den Bahnhof zurück und wird, unter den Blitzlichtern der Fotografen, an einen Regionalzug gekoppelt - wiewohl an der falschen Seite - direkt vor dem eigentlichen Führerstand. Stuttgarts OB hat leider keine Zeit und schickt nur seine Sozialbürgermeisterin, die brav ein "in Vertretung " vor ihr Autogramm setzt.

Geschützt ist die Abordnung durch Sicherheitskräfte und Grenzbeamte, die aber diskret im Hintergrund stehen. Denn nicht ein einziger der zahlreichen Stuttgart-21-Gegner nimmt die Aktion so ernst, dass er sich hätte blicken lassen. So also sieht Begeisterung auf Schwäbisch aus . . .

Man hätte die Lok deshalb vielleicht gleich auf den geheimen Bahnsteig 9 ½ rangieren können. Der ist, wissen Harry-Potter-Leser, nur für Zauberlehrlinge einsichtig. Wenn das Vorhaben die Verkehrspolitik "der nächsten 100, 200 Jahre neu ordnet " wie Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle (sein Minister war auch verhindert) glauben machen will - dann braucht es schon eine ganze Menge mehr Zauber.

Text:
ANDREAS BÖHME 

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Schlagzeile der SWP Ulm „Stuttgart und seine Region“, 16.5.09:
In der Krise zusammenstehen


swp-16.5.09

Dazu Leserbrief vom 18.5.09
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Stuttgarter Zeitung

Rechnungshof bekräftigt Kritik an Stuttgart 21 Bundesverkehrsministerium spricht von konstruktiven Anregungen - Bahn verweigert Hilfe bei Baulogistik-Ausstellung Der Bundesrechnungshof bleibt bei seinen Vorbehalten gegenüber der Finanzierung des Bahnprojekts Stuttgart 21. Die Behörde will umfassende Prüfrechte in die Finanzierungsverträge aufgenommen wissen. Derweil gibt es massive Kritik an der Baulogistik.
Von Jörg Nauke und Thomas Braun

Letzter Absatz:
Auch bezüglich der Baulogistik hegen viele Bürger Zweifel. Die Bewohner des Nordbahnhofviertels würden OB Wolfgang Schuster (CDU) gerne beim Wort nehmen, der behauptet hatte, während der Bauzeit werde man "kaum einen Lastwagen zusätzlich in der Stadt sehen". Tatsächlich würden aber Laster in vierstelliger Zahl mit Abraum aus den Tunneln, mit Beton von den mobilen Mischanlagen und mit Baumaterialien täglich durchs Nordbahnhofviertel fahren, um zu ihrem Zielpunkt, der zentralen Logistikfläche, zu gelangen. Das berichtete gestern der ehemalige Bezirksvorsteher Josef Klegraf bei der Eröffnung der Dauerausstellung zum Thema Logistik im Infoladen des Vereins Stuttgart 21 auf der Prag. Der Vereinsvorsitzende Klegraf erklärte anhand einiger komplizierter älterer Detailpläne einem Dutzend interessierter Besucher, wo Entrauchungsbauwerke entstehen und "Zwischenangriffe" vorgesehen sind. Er erhob auch den Vorwurf, dass im Turm-Forum - dem zentralen Werbestandort für Stuttgart 21 - diesbezüglich Falschinformationen verteilt würden. Besseres Infomaterial sei leider nicht erhältlich, bedauert der Vereinschef, als eine Besucherin die schlechte Lesbarkeit beklagte: Die Bahn verweigere jede Zusammenarbeit mit dem Infoladen, der seit 1998 in dem am stärksten von Stuttgart 21 tangierten Gebiet Aufklärungsarbeit betreibt. Für Klegraf steht fest: "Wir werden viel Lebensqualität verlieren." Josef Klegraf hat interessierten Bürgern die Wegstrecken der Lastwagen gezeigt, die ihr Wohngebiet durchfahren werden. Foto factum/Wolschendorf  

©2009 Stuttgarter Zeitung

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Leserbrief an die SWP Ulm zum Banner im Bahnhof
„unser schönstes Geschenk“

Artikel vom 17.12.2009 „Bahn erhält keinen Pauschalbetrag“ von Elke Hauptmann, auf der Seite „Stuttgart und die Region“ 

Auf dem abgebildeten überdimensionalen Banner in der Schalterhalle des Stuttgarter Bahnhofs ist zu lesen „Unser schönstes Geschenk - Stuttgart 21 kommt. - Die Jahrhundertchance für Stuttgart“. 

Die Stuttgarter Bürgerschaft finden das „schönste Geschenk“ als „eine schöne Bescherung“ und lehnt es mit großer Mehrheit ab, auch weil sie die Kosten dafür selbst mit aufbringen muss. Die „Jahrhundertchance“ wird als „das dümmste Projekt in der Stadtgeschichte“ angeprangert. 

Es ist doch auffallend, dass trotz der landesweiten Werbeflut mit Plakaten, Ausstellungen, Radiospots und Inseraten 58% der Baden-Württemberger „Stuttgart 21 kommt“ nicht wollen. Zu offensichtlich sind die Mängel und Gefahren des Projekts, zu geschönt als „politische Zahlen“ erscheinen die Angaben zur Finanzierung. 

Wenn der „Stuttgart-21-Botschafter Wolfgang Drexler“ verkündet, dass das Projekt „unwiderruflich beschlossen“ sei, so bedarf es noch der Umsetzung. Die steht aber noch in den Sternen, nachdem sich die Zweifel an der Sinnhaftigkeit und der Finanzierung so überstark gemeldet haben. 

Siegfried Busch, Mössingen


Leserbrief Sonntag aktuell 29.11.09

Ergänzung zum Leserbrief Hopfenzitz:

Titel: Gewurstel 21
zu "Intensivst durchgepant"
veröffentlicht in Sonntag Aktuell vom 29.November

Den Stuttgarter Hauptbahnhof hat der Oberbürgermeister Wolfgang Schuster ein "Gleisgewirr" genannt. Schon im vergangenen Jahr mußte ich seiner Aussage widersprechen, der Tiefbahnhof sei leistungsfähiger als der Kopfbahnhof, weil im Tiefbahnhof auf 8 Gleisen gleichzeitig Zugverkehr stattfinden könne, während der Kopfbahnhof nur über 5 Einfahrgleise verfüge. Damals hat Schuster Äpfel mit Birnen verglichen. Im Kopfbahnhof können gleichzeitig auf 9 Gleisen Züge verkehren und zusätzlich noch 8 Züge kundenfreundlich zur Afahrt bereitgestellt sein.

Als ehemaliger Leiter des Stuttgarter Hauptbahnhofs muß ich Schuster leider erneut widersprechen. Das "Gleisgewurstel" besteht, klar getrennt, aus sinnvoll zu Einfahrgleisen, Ausfahrgleisen und Wartegleisen gebündelten Weichen und Gleisabschnitten. Die einzelnen Elemente Gleise und Weichen sind gegen Flankenfahrten und Gegenfahrten gesicherte Zugfahrstraßen zusammengefaßt. Sie werden mit einer Zweitastenbedienung im Zentralstellwerk in Sekundenschnelle eingestellt.

Als Nichtfachmann sollte sich Herr Schuster in eisenbahntechnischen Fragen vor solch negativen Aussagen besser informieren lassen; natürlich nicht vom selbsternannten "Mister Stuttgart 21"

Ich als in politischen Fragen weniger geschulter Bürger habe ja auch nie behauptet, die Olympiabewerbung und das Mobilitätszentrum seien ein politisches Gewurstel gewesen. Sehr gut paßt aber jetzt das oberbürgermeisterliche Wort Gewurstel zum ministerpräsidentlichen Ausdruck Hüttenkruscht für den einst denkmalgeschützten Bonatzbahnhof zusammen.

Abschließend darf ich bemerken, daß das Gleisgewurstel seit 77 Jahren im funktionierenden Hauptbahnhof der Landeshauptstadt nahezu unfallfrei funktioniert hat. Mir möge erspart bleiben, das Gewurstelt der Züge und Reisenden im unterdimensionierten Tiefbahnhof noch erleben zu müssen.

Egon Hopfenzitz, Stuttgart



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Leserkommentar vom 29.10.2009 17:05 in den
Stuttgarter Nachrichten

Autor:
Ein begeisterter Leser Ihrer informativen Zeitung
Ihr nicht vorhandener Bericht über die Großveranstaltung
Sehr geehrte Stuttgarter Nachrichten Online, hiermit möchte ich Sie darüber informieren, dass vorgestern eine große und sehr informative Veranstaltung im Rathaus zu Stuttgart stattgefunden hat. Diese Veranstaltung war so groß, dass sie per Monitor vom überfüllten Großen Sitzungssaal in benachbarte Sitzungssäle übertragen werden musste.

Inhaltlich ging es um Stuttgart 21. Es wurde darüber informiert, auf welche Art und Weise Herr OB Schuster versucht, seine nichtwissenden Bürger für das geplante Projekt Stuttgart 21, welches ein von der Neubautrasse Stuttgart-Ulm unabhängiges Projekt darstellt, zu gewinnen. Man konnte sehr eindrucksvoll erfahren, dass dieser Versuch auf Verzerrungen, Täuschungen und Lügen basiert.

Um nur eine einzige Lüge herauszugreifen: Herr Schuster möchte der Öffentlichkeit nahebringen, dass die Sanierung und Modernisierung des bewährten Bahnknotens Stuttgart und dessen bestehenden Anschlusses an die Strecke nach Karlsruhe bzw. Ulm/München (Projektname "Kopfbahnhof 21") nicht möglich, nicht sinnvoll, nicht machbar sei. Und zwar deshalb nicht, weil man * unter rollendem Rad * das gesamte Gleisvorfeld umbauen und sanieren müsste, * auch Gleise, Weichen, Stellwerke, die ganze Elektrik, * was jahrelange Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs und * enormen Lärm und Dreck bedeuten würde.

Stattdessen befiehlt, Verzeihung, plädiert Herr Schuster für die Variante "Stuttgart 21", weil hier ja unterirdisch gebaut wird, was man überhaupt nicht wahrnehmen würde.

Leider hat Herr Schuster vergessen zu erwähnen, dass eine vorbereitende Baumaßnahme für die Errichtung des Lochbahnhofs genau diese Maßnahme beinhaltet: Man muss * unter rollendem Rad * das gesamte Gleisvorfeld umbauen und sanieren, * auch Gleise, Weichen, Stellwerke, die ganze Elektrik, * und die Bahnsteige noch dazu.

Vielleicht, liebe Stuttgarter Nachrichten Online, können Sie uns erklären, warum dies in letzterem Falle * keine jahrelangen Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs und * keinen enormen Lärm und Dreck bedeuten würde und dies * nur unwesentlich teurer käme als die Variante "Kopfbahnhof 21", wo doch * noch 33 km Tunnel durch geologisch problematisches Gestein und * der Bau von 3 Bahnhöfen dazukommt, und * das neu errichtete Gleisfeld lediglich ein Provisorium darstellt, welches nach Errichtung des neuen Querbahnhofs wieder abgerissen werden soll, so dass * die Kosten hierfür nicht Teil des Endproduktes sein werden.

Sie können diese Antworten ja in Ihrem bislang noch nicht veröffentlichten Artikel zu o.g. Großveranstaltung geben.

Hochachtungsvoll, ein begeisterter Leser Ihrer informativen Zeitung

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Leserbrief zum Artikel
„Weniger Platz für neue Bäume“ vom 21.10.09 in den Stuttgart Nachrichten

Schrumpf-Park 21

Die „Parkerweiterung“ ist unter der Schlagzeile „Mehr Grün“ eines der Hauptargumente der Stadt für die Bewerbung von Stuttgart 21.

Geht es dabei redlich zu? Musste jetzt erst der BUND darauf hinweisen, dass das gar nicht stimmt?

Die übrig bleibende Fläche von 16,3 Hektar ist weitab vom Schuss am Rosensteinpark, etwa zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und so weit weg wie der Kräherwald oder der Waldbeginn Richtung Fernsehturm.
Es werden jedoch für den Ingenhoven-Bahnhof mitten in der Stadt im Schlossgarten mit seinem alten Baumbestand etwa 10 Hektar Park abgeräumt, das wird in der Flächenbilanz immer glatt unterschlagen!

Die Parkerweiterung ist also inzwischen auf real 6,3 Hektar zusammengeschrumpft - das wäre auch am gleichen Standort sehr gut ohne Stuttgart 21 möglich, denn die alte Paketpost und Teile des Abstellbahnhofs werden nicht mehr benötigt.
Siegfried Busch

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LESERBRIEF AN DIE SWP ULM
(12.08.09)

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Betreff: Südwestpresse Ulm, überregionaler Teil vom 12. August 09 „Südwestumschau“, 

Artikel „Große Vorbehalte - Noch nie fand Stuttgart 21 weniger Zustimmung“ von Bettina Wieselmann

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etwas zu Drexler

„Über 5000 Arbeitsplätze in Stuttgart während der Bauphase, 100 Hektar freie Fläche für innerstädtische Entwicklung, über 30 ha Parkerweiterung sowie künftig deutlich mehr und schnellere Verbindungen im Fern- und Regionalverkehr sprechen eindeutig für das bedeutenste Infrastrukturprojekt der Deutschen Bahn in den letzten Jahren“, sagte Drexler gestern (SWP  vom 12.08.09 "Südwestumschau")

A r b e i t s p l ä t z e :  Nach einer Anfrage der SPD im Stuttgarter Gemeinderat 2008 plante die Bauherrin Deutsche Bahn AG ein Containerdorf hinter dem Hauptbahnhof für 3.900 Arbeiter aus Osteuropa. Auch eine Generalsanierung des Hauptbahnhofs und schon gleich die Alternative Kopfbahnhof 21 schaffen Arbeitsplätze, allerdings mehr für regionale Firmen und Arbeitnehmer.

Freiwerdende   F l ä c h e n :  ca 75% der angegebenen 100 ha sind auch bei Erhalt des Kopfbahnhofes frei, schon heute die großen Flächen A1 und vor allem auch der Innere Nordbahnhof, der Jahrzehnt(e) für S 21-Baulogistik blockiert ist.

Die   P a r k e r w e i t e r u n g   findet   i n n e r h a l b   der genannten 100 ha statt (OB Schuster: „Durch den Durchgangsbahnhof werden mehr als 100 Hektar für Stadtentwicklung frei (Schuster-Folie 81), OB Schuster gibt auch nicht „über 30 ha Parkerweiterung“ an, sondern lediglich 20 ha: „ Stuttgart 21 eröffnet die historische Chance, den Schlossgarten und den Rosensteinpark um 20 Hektar zu erweitern…“ (Folie 83). Was stimmt jetzt eigentlich?

Wenn es um  „ m e h r   G r ü n “   geht, müssen der Parkerweiterung von 20 ha (zumeist am Rosensteinpark, etwa 2 km vom Bahnhof entfernt und frühestens wohl in 15 Jahren) aber die etwa 10 ha Parkvernichtung (Baugrube mit Anschluss-Nivellierung) abgezogen werden, die im zentralen Schlosspark geplant ist. Bei der Bürgerumfrage wurde diese Vorbedingung zur Parkerweiterung nicht genannt, sonst hätte das Kommunalbarometer auch hier wohl ganz im Keller angezeigt.

Deutlich   m e h r   und schnellere   V e r b i n d u n g e n :   beides stimmt ganz und gar nicht. Mehr dazu bei den „21 guten Gründen“ in http://www.s21.siegfried-busch.de  und vor allem bei http://www.kopfbahnhof-21.de/

Je mehr die Bürger in Stadt und Land über Stuttgart 21 erfahren, umso mehr wird ihre Zustimmung zurückgehen. Die andere Wahrheit zur neuen Messe wird ebenso unter den Tisch gekehrt, sonst wäre das Barometer auch hier im Keller gewesen. Die Interpretationen der Bürgerumfrage von BM Schairer sind erkennbar schön gefärbt.
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A. Leucht, Aspergstrasse 28, 70186 Stuttgart

an
Stuttgarter Zeitung
Leserforum, Herrn Ruess
Postfach 106032
70049 Stuttgart

Stuttgart, 12.6.2009

betrifft: "Es geht mir nicht nur um Stuttgart 21" vom 12.6.2009

Liebe Stuttgarter Zeitung,

dankeschön, das war´s. Das Interview in Ihrer heutigen Ausgabe mit OB Schuster hat mir den
Rest gegeben! Hier verabschiedet sich ein treuer Leser nach 25 Jahren. Ihre Berichterstattung zu Stuttgart 21 ist unerträglich einseitig. Über die Jahre wurde sie immer einseitiger und parteiischer. Wer über den tiefergelegten Bahnhof anders denkt findet in Ihrem Blatt kein demokratisches Forum im Sinne der 4. Gewalt. Ich habe keine Lust mehr die Hauspostille von Öttinger und Schuster zu lesen. Qualitätsjournalismus, den die Stuttgarter Zeitung immer für sich in Anspruch nimmt, würde souveräner aussehen.

Sparen Sie sich Ihr groß angekündigtes Relaunch.

Was die StZ braucht ist eine inhaltliche Erneuerung!

Grüße aus Gablenberg

Andreas Leucht

ande.leucht@web.de
0171-5374201
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Leserbrief an die SWP Ulm
zum Kommentar „Stuttgarter Paukenschlag“ von Wilhelm Hölkemeier vom 8. Juni 09

Tatsächlich ist das Ergebnis der Gemeinderatswahl in Stuttgart ein „Paukenschlag“. Die Überlegungen dazu im Kommentar von W. Hölkemeier sind informativ und richtig. Allerdings wäre das Scheitern von Stuttgart 21 keineswegs ein „Desaster für das Land“, weil die Schnellbahntrasse nach Ulm (fälschlicherweise „Waiblingen-Ulm“ bezeichnet) ohne den Stuttgarter Tiefbahnhof noch besser realisiert werden kann. Es wäre aber ein Desaster für Stuttgart durch die irreversible Stadtzerstörung. In allen Umfragen wird von der Bevölkerung in Stadt und Land das Projekt Stuttgart 21 mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Politik des Landes, der Region und Stadt Stuttgart hat sich bislang geweigert, darauf angemessen zu reagieren. Nun wird sie dazu gezwungen und kann sich auf zwielichtig zustande gekommenen Verträgen nicht ausruhen.
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Leserbrief an die Südwestpresse Ulm

Betrifft: Artikel „In der Krise zusammenstehen“ von Elke Hauptmann („Stuttgart und seine Region“), 16.5.09


Die Initiative „Pro Stuttgart 21“ wird es sehr schwer haben, die Bevölkerung für Stuttgart 21 zu gewinnen, zu viele Fehler sind in der Vergangenheit gemacht worden und so unglaubwürdig ist die Werbung, angefangen von den Reisezeiten bis hin zur Finanzierung.
Bis heute haben die Projektpartner „keine einheitliche Kommunikationsstrategie“ gefunden, jeder wurstelt vor sich hin wie jüngst die Stadt Stuttgart, die ihre Sonderausstellung im Rathaus auf städtebauliche Themen ausrichtet und die Bahn nur am Rande erwähnt.

Die Alternative mit Erhalt des Bahnhofs und seinen Vorteilen im Reisekomfort wie beim Umsteigen und bei Anschlüssen wurde beiseite geschoben. Die Reisenden wollen Stuttgart auch nicht ausschließlich im Tunnel und Tiefbahnhof erleben. Die beschworenen wirtschaftlichen Vorteile sind hier weit im Hintertreffen, schon weil sie mit der „weichen“ Alternative ganz ähnlich zu erwarten wären. Stuttgart 21 erscheint als Milliardengrab, wo mächtige wirtschaftliche Interessen den bedrohlichen Hintergrund bilden. Lothar Späth als Aufsichtsratsvorsitzender einer Tunnelbohrmaschinenfabrik ist ein ungeeigneter Fürsprecher.

So wird sich weiterhin der Widerstand regen, weil der Sinn des Großprojekts der Bevölkerung nicht vermittelt werden konnte, die Argumente der Gegner aber Herz und Verstand der Menschen unmittelbar erreichen. Stuttgart 21 muss wohl gegen den Willen und den Widerstand der großen Mehrheit in Stadt und Land gebaut werden und daraus kann nichts Gutes erwachsen.

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Leserbrief an die Stuttgarter Nachrichten von Rainer Müller zum Artikel vom 6. Mai 2009


Stadt baut für Bahn eine neue Straße - Stuttgart 21: 3,6 Millionen Euro für Erdabfuhr - Echsen ein Problem

„Nicht nur die für den Aushub der Erdmassen aufzugebende Bahntrasse in Wangen und die genannte Gäubahnstrecke bergen mannigfaltige Mauereidechsenpopulationen, auch die gesamten Böschungs- und Überwerfungsbauwerke Richtung Feuerbach und Bad Cannstatt sind einzigartiges Biotope dieser Spezies. Der Stadt drohen weitere unzählige Umsiedlungsaktionen.
Und dies nur weil hiesige begnadete Spitzenpolitiker die Bahnfahrer hierzulande, als Grottenolme verdingt, unbedingt in die Katakomben ausquartieren wollen und meinen, damit endlich das richtige Gelege für ihr Ei des Kolumbus gefunden zu haben.
Diese besondere, allerdings immer häufiger auftretende Gattung des Homo Sapiens, auch Erdmännchen genannt, steht mit beiden Beinen nicht auf, sondern lieber unter der Erde, zerpflügt wie fleißige Maulwürfe die Stadtlandschaft und wähnt sich auch noch stolz ob ihrer traurigen Hinterlassenschaften in Form von gewaltigem Ausraum und Dreck, der zum Himmel stinkt und erst sinnlos teuer entsorgt werden muss. Aller gängigen Naturgesetze zum Trotz.“
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Anmerkung S.B.: Die Umsiedelungsaktion kostet geschätzte 275.000 € plus Grunderwerb. Bei nur 10 Aktionen wären das geschätzte 3 Millionen, die Baustraße in Wangen („Zwischenangriff“) wird mit 3,6 Mill. Euro angegeben. Die Kosten für Stuttgart 21 steigen an unerwarteten Stellen.

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Leserbrief an die Stuttgarter Zeitung am 4.5.09

Artikel vom 30.4.09 in der Stuttgarter Zeitung
Neue Ausstellung zu S 21
„Die Lieblingsecke des OB im Rathaus“

Leserbrief Grüne Stadt

Die Präsentationen in der neuen Rathaus-Ausstellung unter dem Motto „Stuttgart 21 - Unsere grüne Stadt“ sind sehr mit Vorsicht zu genießen, denn sie halten kritischer Prüfung vielfach nicht stand. Zum Beispiel ist beim großen Stadtmodell zwischen der 7-spurigen Autopiste und dem unteren Schlossgarten ab der Schwabengarage die bestehende und auch dringend notwendige hohe Lärmschutzwand samt Baumann-Steg schlicht weggelassen, auch die Gebiete südlich der Cannstatter Straße sind nicht gegen Lärm geschützt. Oder ist die Zukunft der Elektroautos hier schon vorweggenommen?

Bei der Großprojektion der Sobekschen Vision einer neuen Philharmonie sind „Lichtaugen“ zwar beiderseits zu sehen, das Bahnhofsdach dazwischen ist aber ein flacher und nobler Platz, den es nach Architekt Ingenhoven nicht geben kann.

Neue Parkflächen sind nicht zu übersehen, die Werbung „grüne Stadt“ wird jedoch durch die Vernichtung stadtnaher Parkflächen und dichte Hochbebauung ad absurdum geführt. Stutzig wird man auch bei der Großprojektion der Stadt auf dem Fußboden, wenn ein Übermaß an Grün selbst die Fläche der Großbrache des Baugebiets an der Heilbronner Straße (A1) einfärbt und noch beim sterilen Bankenviertel der LBBW dominiert. Stuttgart ist bereits heute eine grüne Stadt, dazu genügt ein realer Blick auf die umgebenden Hänge und die ausgedehnten und zusammenhängenden Parkanlagen von den Schlossgärten über die Villa Berg und den Rosensteinpark bis hin zum Killesberg.

Immerhin sind die Modelle der Stadtplaner nicht so bedrohlich wie die Pläne der Bahn, alle Bahnreisenden (300 000 täglich) in ein für Störungen und Gefahren anfälliges riesiges Tunnelsystem unter Stuttgart zu schicken, in dem „unsere grüne Stadt“ dann überhaupt nicht mehr zu sehen ist. 

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Aus Urheberrechtsgründen sind die Fotos zu den Leserbriefen herausgenommen, um eine „vierstellige Abmahnung“ zu vermeiden. Die Fotos sind aber mit den entsprechenden Artikeln verlinkt.

Bildfälscher am Werk


Die Visualisierungen des projektierten Tiefbahnhofs zu Stuttgart 21 sind von den S 21- Planern oft so stark geschönt, dass es dem aufmerksamen Betrachter sofort auffällt. Da fährt zum Beispiel im Bild der Agentur Aldinger & Wolf (
Artikel in der StZ „Flughafen subventioniert die Bahn“ vom 20.8.) gerade neben einer Rolltreppe ein miniaturisierter ICE ein oder aus, der an Märklin Spur 00 erinnert. Bei anderen Bildern entsteht der Eindruck einer großen Halle von der Decke bis zu den Bahnsteigen (Artikel „1,5 Prozent Inflation absurd“, ebenfalls vom 20.8.), dabei fahren die Zgen doch auch ganz dicht unter einer Verteilerebene. Diese Zwischendecke wird aber einfach weggelassen. Verglichen mit den vom Bauherrn Deutsche Bahn AG bestellten Visualisierungen mit den realen Baumaßen (Fraunhofer) wirken manche Werbebilder von S 21 wie glatte Fälschungen.
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Anmerkung am 19.2.09: Auf der am 20.1. neu eingestellten
„Herz“-Seite der Projektoren kommt als erstes der oben quer eingeblendeten Großfotos der miniaturisierte ICE.
Man kann links oben die Nr. 1 auswählen und das Bild als Standbild betrachten.



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Zum Artikel in der SWP vom 22.11.08 ´Wichtiger Schritt für Stuttgart 21`
Leserbrief an die SWP Ulm

Landtagsvize Wolfgang Drexler bewertet das Gutachten des Bundesrechnungshof zu Stuttgart 21 als ´eines der schlampigsten` das er je gelesen hätte. Nun ist das ein gewaltiges Eigentor, denn die Karlsruher Fachleute sind von den offiziellen Zahlen der Bahn ausgegangen und haben im Grunde nur mit den Prognosen aus dem Bundes-Verkehrsministerium hoch gerechnet.
Drexler vergisst bei seiner Schelte, dass die aufmerksamen Bürger aus dem Land und der Stadt Stuttgart dem Bundesrechnungshof weit mehr Glauben schenken als den offiziellen Zahlen der S-21-Lobby, zumal andere Gutachten dadurch bestätigt worden sind. Merkt er eigentlich nicht, dass seine eigene Parteibasis zunehmend kritischer wird und den Schönreden und Jubelparolen sehr misstraut?

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05.01.2009

An die SWP Ulm

Leserbrief

Zum
Foto (Modell von Stuttgart 21) von Holger Knauf in der Ausgabe vom 5.1.09 „Südwestumschau“, Seite 8

Gefälschtes Foto

Das in der Ausgabe vom 5.1.2009 abgedruckte Modell-Foto zu „Stuttgart 21“ ist in mehrerer Hinsicht grob falsch. Dort, wo im Anschluss an die Kopfbahnsteighalle am Nordausgang ein schöner Park mit altem Baumbestand zu sehen ist, erhebt sich schon seit vielen Jahren das dicht bebaute Bankenviertel. Ein größerer Kontrast zu einem idyllischen Park ist nicht mehr denkbar. Auf dem Betondeckel des Bahnhof-Walls, genannt „Straßburger Platz“ mit den Lichtkuppeln sind Bäume abgebildet, die dort nie wachsen können! Es sind zudem 4 Reihen der sogenannten „Lichtaugen“ zu sehen, wovon eine Reihe inzwischen wegfallen soll. Völlig irreal sind die angedeuteten Hochbauten vor dem Bahnhof, denn sie stehen mitten auf dem Bahnhofsplatz und rücken dicht an die kleine Schalterhalle heran. Was soll dieses unstimmige „Foto“ in einer seriösen Zeitung?

Siegfried Busch, Mössingen

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17.03.2009

Leserbrief an die Stuttgarter Nachrichten
zum Artikel am 13.3.09 „Bahn nennt keine Termine mehr - Einsparungen“
(nicht veröffentlicht)

Es heißt am Anfang des Berichts von Konstantin Schwarz „Die Bahn hat das 3,1 Milliarden Euro teure Vorhaben … aufgeteilt.“ Wenn Herr Schwarz diese von den Projektoren genannte Summe selbst glaubt, ist dagegen nichts einzuwenden. Wenn er aber die Zahlen des Bundesrechnungshof mit mindestens 5,3 Mrd., also 2,2 Mrd. mehr eher für glaubwürdig hält, müsste er diese Abweichung von 2.200 Millionen zumindest erwähnen.
Die Mehrheit der informierten Bevölkerung glaubt dem Rechnungshof, vor allem auch deshalb, weil die Bahn als Bauherrin die Unterlagen ihrer Berechnungen geheim hält als „unternehmerisch geschützte Daten“. Die Bahn geht auch beim geplanten Bahnhof „auf Tauchstation“ und die interessierten Bürger werden auch hier an der Nase herum geführt. Es wäre Aufgabe der Presse, diese und andere Machenschaften („Logistikstraße“ zum Beispiel) aufzudecken.