Blogmotto:
Stuttgart 21 ist ein Wurmbau zu Babel und wird scheitern. Das Projekt ist einfach zu schlecht und hat Natur und Vernunft gegen sich.

Glasfenster in St. Laurentius Obrigheim, Foto Andreas Keller
wurmb-obrigheim

…und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen,
dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen.

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BLOG
= web-Logbuch = we blog buch = Internet-Tagebuch
täglich eine Meldung zu Stuttgart 21

INFO: Seit 15.7.2017 bis heute konnte der Blog nicht aktiviert werden, was jetzt (23.7., 23 Uhr) durch meinen Webmaster wieder repariert wurde.

Der Dichter spricht (50)
23 07. 17 14:37

Sei sanft, wenn du kannst,
das Leben ist sowieso hart und schwer.

Vielleicht hat es das früher gegeben,
jetzt gibt es das nicht mehr:
Leicht sein und einfach leben
ohne Nutzungs- und Musterungsschein.

Wenn wir uns nicht Liebe geben,
uns umfangen und uns erheben,
betonieren sie uns ein.


Eva Strittmatter


Bayreuth (3) GÖTTERDÄMMERUNG
22 07. 17 23:48
Die Götter im „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner (heute Besuch der Generalprobe im Festspielhaus Bayreuth) tragen deutlich menschliche Züge: Streben nach Macht (Ring), Geld (Gold), Immobilien (Walhall), Prestige. Sie schrecken nicht vor Ausbeutung und Vertragsbruch (Riesen), Betrug (Loge), Absetzung (Brünhilde), Baumfrevel (Wotan verletzt die Weltesche, sie verdorrt) und Mord (Wotan erschlägt Sigmund) zurück. Es gibt Neid (Mime, Alberich) und Eifersucht (Fricka). Den Göttern wird ihr Untergang vorher gesagt (Nornen, Erda), Machtverlust geschieht (Siegfried zerschlägt Wotans Speer). Zum Schluss scheitern sie, Walhall geht in Flammen auf.
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Aber in der Stuttgart-21-Saga geschieht wenigstens kein Mord. Oder geht die Gefährdung der Bahnkunden (
„Leib und Leben“) trotz vielfacher Warnung in diese Richtung? Doch die Stuttgart21-Dämmerung kündigt sich an


Bayreuth (2) DIE MEISTERSINGER
21 07. 17 09:20
Zweiter Akt, 2. Szene

Pogner
„Will einer Selt’nes wagen,
was ließ’ er sich dann sagen?
…..
Doch war’s vielleicht auch – Eitelkeit?“
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Ich denke an den optimistischen Aufbruch von Stuttgart 21, z.B. an Ex-OB Schuster…



Bayreuth (1) SIEGFRIED
20 07. 17 09:06
Hoho! Hoho! Hohei! Hohei! Hohei!

(Jauchzen kommt vor dem Fall.)



Bauruine Stuttgart 21
19 07. 17 18:03
 „Es häufen sich wieder die Anzeichen, dass Stuttgart 21 höchstens als Bauruine in die Geschichte eingehen wird.“
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Volker Lösch im heutigen
Artikel in Kontextwochenzeitung „Brennen für ein besseres Leben“


vom bestgeplanten Projekt
18 07. 17 23:27
Stuttgarter Zeitung: „Die verkorkste Planung wird für das Milliardenprojekt zur Hypothek“
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Januar 2012: In einem offenen Brief an Finanzminister Schmid schreiben einige SPD-Mitglieder: „Das Projekt, das ihr vor der Volksabstimmung noch als ,bestgeplant‘ und ,bestfinanziert‘ gerühmt habt, entpuppt sich kurz danach und immer offensichtlicher als fehlgeplant und falschgemünzt.“


langer Atem
17 07. 17 23:09

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„Das Leben ist nicht zum Zuschauen da, sondern zum Mitmachen.“
(erste weibliche Teilnehmerin an einem Marathonlauf 1967 -
Rede von Dr. Angelika Linckh ab Minute 33:10 auf der heutigen Demo über den langen Atem der Protestbewegung gegen Stuttgart 21 Text der Rede)


Verhöhnung
16 07. 17 18:46

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„Der größte grüne Sündenfall ist aber Stuttgart 21. Wer Klimaschutz ernst nimmt, muss – Koalitionsräson hin oder her - alles aufbieten, dieses Projekt zu stoppen - egal wie weit fortgeschritten es ist. S 21 ist mit seinem klimaschädlichen Betonverbrauch, mit dauerhaft hohen Energieverbräuchen von Zügen in 60 Kilometern Tunnel mit starken Anstiegen, mit einer dauerhaft Verkehrsverlagerung von ca. 30% von der umweltfreundlichen Schiene auf die Straße, und mit seinem Ausbremsen des ÖPNV-Ausbaus ein Schlag ins Gesicht jeden Klimaschutzes, geradezu eine Verhöhnung der klimaschutzpolitischen Ziele von Paris.“
Werner Sauerborn in seiner
aktuellen Rundmail.


Anzeigetafeln heute
15 07. 17 22:24
Am Nordbahnhof-Bahnsteig der S-Bahn Richtung Stuttgart eine Laufschrift: „Wegen einer Weichenstörung Verspätungen und Zugausfälle.“ (Siehe Blog gestern, Punkt 1)
Ich hatte noch 20 Minuten bis zur Abfahrt meines RE im Hauptbahnhof. So trug ich mein Klapprad und Gepäck wieder die Treppe herab und radelte über die Nordbahnhofstraße und die Stadtbibliothek zum Bahnhof. Eine der Anzeigetafeln:

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Statt der Züge eine Schrift „Bitte Aushangfahrplan beachten“


Zeitverluste durch Stuttgart 21
14 07. 17 17:40
Mit dem ICE künftig eine halbe Stunde schneller in Ulm!
„Schnell in alle Richtungen““ ist die Überschrift im
Kapitel 2 der „21 guten Gründe für Stuttgart“. Dazu die Stuttgarter Zeitung: „Brisante Studie der SMA: K21 schneidet bei den Reisezeiten gut ab Stuttgarter Zeitung"

Zeitverluste durch

  • Chaos mit Verspätungen und Zugausfällen im Regionalverkehr und der S-Bahn

  • Unregelmäßigkeiten im Fernverkehr, hauptsächlich durch Baumaßnahmen in Stuttgart (erinnert sei an die drei Entgleisungen im Gleisvorfeld)

  • Staus und Umleitungen im Autoverkehr, nicht nur in Stuttgart

  • Verlängerte Wegezeiten durch Vorverlegen der Bahnsteige

(Zitat aus den Brief an Bahnhofsverantwortlichen Sven Hantel (Memory 27) Werbeschrift: „Während der Bauarbeiten wird der Querbahnsteig um 110 Meter von der Empfangshalle in das Gleisvorfeld gelegt.“

„Diese vielleicht 10 Jahre (mindestens) dauernde Tatsache heißt, dass ein Bahnkunde, der fünf mal die Woche im Hbf an- und abreist, fünf mal 220 Meter, also 1,1 Kilometer zusätzlich zurücklegen muss. Multipliziert um die Zahl der Reisenden ergibt das jährlich viele Erdumrundungen, wenn nicht Wege zum Mond und zurück. Auf eine Bauzeit von 10 Jahren gerechnet sind das nach meiner überschlägigen Rechnung (mit 50% Abschlag!) 1.440 mal rund um den Äquator…“ Wieviel Jahre oder Menschenleben „zu Fuß“ wären das?

  • Verlängerte Wegzeiten für Fußgänger und Radler durch Umleitungen auf dem Baufeld (ehemals Oberer Schlossgarten)

  • Verlängerte Fahrzeiten durch Sperrung zentraler U-Bahnlinien (Straßenbahn) über einige Jahre hinweg (geplant waren 14 Tage)


Eine Zeitbilanz - z.B. über 30 Jahre wie bei der Umweltbilanz „Treibhausgas“ (siehe Blog von gestern) - dürfte katastrophal schlecht für das „Leuchtturmprojekt“ Stuttgart 21 ausfallen, auch ohne mögliche wochenlange Tunnelsperrungen wg. Anhydritschäden oder Hochwasserflutung des Tiefbahnhofs oder der Tunnels unter dem Neckar.



Karlheinz Rößler zur Klimasünderin S21
13 07. 17 23:16
Karlheinz Rößler bei der letzten Montagsdemo:
„Ein erstes Zwischenergebnis kann ich Ihnen heute schon mitteilen: Der Bau von S21 verursacht rund zwei Millionen Tonnen an Treibhausgas, vor allem Kohlendioxid, aber auch Stickoxide und Methan. Die Hauptursache f
ür diesen Treibhausgas-Ausstoß sind die beton- und stahlintensiven Tunnels, die eine Gesamtlänge von gut 60 km haben, wenn man auch die neuen Stadtbahntunnels unter der Heilbronner Straße und bei der Staatsgalerie berücksichtigt.“

Die unvorstellbar große Zahl wird von Rößler konkretisiert:

„Zwei Millionen Tonnen Treibhausgas – das ist eine abstrakte Gr
öße, unter der sich vermutlich kaum jemand etwas Konkretes vorstellen kann. Sie alle kennen den ICE der ersten Generation, der seit fast 30 Jahren im Stuttgarter Hauptbahnhof ankommt und abfährt. Ein solcher Zug hat eine Masse von knapp 800 Tonnen. Nun stellen Sie sich vor, von diesem Zug wären nicht nur 60 Stück, sondern 2.500 Exemplare gebaut worden. Dies wäre dann in der Summe dieselbe Masse wie zwei Millionen Tonnen Treibhausgas, die beim Bau von Stuttgart 21 freigesetzt werden. Da ein ICE rund 360 Meter lang ist, wären alle 2.500 Züge zusammen rund 900 Kilometer lang und würden von Stuttgart bis Neapel oder bis Warschau reichen.“


Tunnels umsonst gebaut?
12 07. 17 22:56
Karlheinz Rößler bei der letzten Montagsdemo:
„Manche von Ihnen werden nun vermutlich sagen: Was soll eine solche Studie über die Treibhausgas-Emissionen von Stuttgart 21 jetzt noch? Das kommt doch alles viel zu spät, denn die Tunnels sind ja schon im Bau. Aber zum einen darf die Verantwortung für das bisher Geschehene nicht unter den Tisch fallen, und heute diese Klimasünde zu beenden ist immer noch viel besser als weiter zu bauen.
Und zum anderen: selbst wenn die Tunnel je vollständig gebaut werden sollten, müssten sie nicht zwangsläufig dem unterirdischen Zugverkehr dienen. Im Gegenteil. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sie viel sinnvoller zu nutzen. So wie im Konzept ‚Umstieg 21‘ vorgeschlagen wurde, kann man die große Baugrube am Hauptbahnhof, also im Herzen von Stuttgart, auf vielfache viel nützlichere Weise verwenden.

Doch dadurch wäre der ungefähr 900 Meter lange und bis zu 80 Meter breite Hohlraum aber noch längst nicht ausgenutzt. Hier wäre noch ausreichend Raum für ein City-Logistik-Terminal: Waren und sonstige Güter, die im Stuttgarter Talkessel ausgeliefert oder auch eingesammelt werden, können hier zwischen großen Elektro-LKWs bzw. Güterwaggons auf der einen Seite und kleinen elektrischen Lieferwagen auf der anderen Seite umgeladen werden. Falls die Tunnel je fertig würden, könnten sie als An- und Abfahrtsrouten für große LKWs dienen, die dann auf den oberirdischen Straßen gar nicht mehr in Erscheinung treten würden.
Diese Tunnels kämen zugleich für elektrisch angetriebene Omnibusse in Frage, welche den im Umstiegskonzept vorgesehenen neuen ZOB ansteuern oder hier abfahren.

Ein noch weiter gehender Schritt wäre es, die Tunnelröhren auch für vollelektrisch angetriebene PKWs zu nutzen, die möglicherweise sogar automatisch gesteuert würden.“



Post an den ehemaligen OB (2009)
11 07. 17 23:10
Sehr geehrter Herr Dr. Schuster,

am 2. April 2009 ließen Sie im Amtsblatt verlauten:

„Die Landeshauptstadt beteiligt sich mit 31,6 Millionen Euro direkt an den Baukosten von Stuttgart 21. Zudem zahlt die Landeshauptstadt für mögliche Baukostensteigerungen maximal 131 Millionen Euro.“
Das sind also zusammen maximal 162,6 Millionen Euro.

Damals, am 18. April 2009, aber belegte der BUND schon ganz andere Zahlen: "Wenn man die direkten und indirekten Kosten zusammenzählt, ist die Stadt mit weit über einer Milliarde Euro an Stuttgart 21 beteiligt.“

Jetzt lese ich
in der Stuttgarter Zeitung:
„Stadt überweist 930.000 Euro an die Bahn“

Herr Dr. Schuster, das sind doch zumindest rund 1,1 Milliarden = 1100 Millionen! Über das 6-fache der von Ihnen genannten Kosten für die Stadt!


Mit Ihrer heftigen Werbung für Stuttgart 21 tragen auch Sie die Verantwortung dafür, dass die Stadt Stuttgart solche Summen beisteuern muss. Ein Ende der Kostensteigerung ist ja nicht abzusehen, vor allem wenn die Bahn vor Gericht auch die Stadt Stuttgart erfolgreich zur Kasse bittet.

Wie gehen Sie mit dieser Kostenentwicklung um? Müssten Sie nicht zur durchaus möglichen Beendigung des Fehlprojekts Stuttgart 21 Stellung nehmen, um den auch von Ihnen angerichteten Schaden für die Stadt Stuttgart zu begrenzen?

Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Busch

(Dieser Brief geht auch per Briefpost an OB Dr.Wolfgang Schuster c/o Rathaus Stuttgart)



HH
10 07. 17 23:49
Das erinnert stark an den Schwarzen Donnerstag in Stuttgart: friedliche Demonstranten werden kriminalisiert, von der Polizei kommt „Fake“=Lüge. Hier eine Wertung vom anwaltlichen Notdienst. Im Gegensatz zu Stuttgart flogen Pflastersteine… Doku


3. Anlauf an StZ
09 07. 17 22:29
Sehr geehrte Redaktion,
zum dritten mal meine Frage an Sie zu den 10 Fakten, ich wäre für kurze Antwort sehr dankbar! Meine Frage fett und groß:
Immer wieder erscheinen in der Stuttgarter Zeitung „10 Fakten“. Ist das eine bezahlte Werbung oder eine redaktionelle Idee?

Mit bestem Gruß
S. Busch metropolis21.de
(Eintrag am 10.7. in die Form der abgesandten Mail gebracht)



"symbolisch"
08 07. 17 23:59
Georg Brunnhuber, Interview in der Stuttgarter Zeitung:
…„So organisieren wir beispielsweise am 6. Oktober die große Feier zum symbolischen Andrehen der beiden Tunnelbohrmaschinen des Albvorlandtunnels zwischen Kirchheim und Wendlingen.“…
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„Symbolische“ Propagandaveranstaltungen gab es schon viele. Zum Beispiel der Baustart 2010 mit der Prellbock-Anhebung; es dauerte dann noch rund 6 Jahre bis zur Grundsteinlegung des neuen „Bahnhofs“ 2016. Dann die unsäglichen „Tunneltaufen“. Alle Symbolveranstaltungen wurden begleitet von Protesten engagierter und wissender Menschen, die z.B. den wirtschaftlichen und ökologischen
Unsinn der Neubaustrecke kennen und deshalb auch am 6. Oktober zur Stelle sind.


Schwarze Liste c

minus Azer plus Politiker (unten)
07 07. 17 16:55

(Personen aus Politik, Wirtschaft und Bahn-AG, die Stuttgart 21 erfunden und befördert haben; es geht um die Verantwortung für den „Wurmbau zu Babel“ = Stuttgart 21 in Bezug auf Stadtzerstörung, Schwarzer Donnerstag mit Klassenjustiz, Bahn-Schädigung, Milliarden-Veruntreuung, Lügenpropaganda u.a.)

Prof. Martin Stefan Mappus

Dr. Wolfgang Schuster Hartmut Mehdorn Dr. Rüdiger Grube Hany Azer (?) Wolfgang Drexler

Anette Sawade Prof. Heimerl Prof. Martin Wolfgang Schäuble Georg Brunnhuber

neu, von Edzard Reuter genannt:
Angela Merkel Roland Pofalla Claus Schmiedet Tanja Gönner

neu, aus der Unterstützerliste:

  • Dr. Peter Ramsauer

  • Prof. Dr. Lothar Späth +

  • Dr. Erwin Teufel

  • Dr. Manfred Rommel +

  • Dr. Joachim Gauck


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Aus Blogeintrag vom 29.6.’16 (Edzard Reuter – KONTEXT, 29.06.2016)
Wo sind sie geblieben, die Heizer auf der S-21-Lok? „Doch diejenigen Persönlichkeiten, die dafür im politischen Bereich verantwortlich waren, sind längst im Nebel verschwunden. Volker Kefer ist geblieben. Wer hingegen fragt nach Angela Merkel, nach Ronald Pofalla, nach Wolfgang Drexler, Claus Schmiedel, nach Stefan Mappus und Tanja Gönner und all den anderen, die uns dreist – und oft genug wider besseres Wissen – immer von neuem weisgemacht haben, alles sei in Ordnung, das geplante Geld werde mit Sicherheit ausreichen und das Projekt zeitgerecht realisiert?“


Im Fähnlein der Aufrechten
06 07. 17 17:22

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„Mac“ ist gestorben, er war sehr aktiv gegen S21. Weitere Infos folgen.


Der Dichter spricht (49)
05 07. 17 23:39

„Jede große Idee, sobald sie in die Erscheinung tritt, wirkt tyrannisch; daher die Vorteile, die sie hervorbringt, sich nur allzubald in Nachteile verwandeln.
Man kann deshalb eine jede Institution verteidigen und rühmen, wenn man an ihre Anfänge erinnert und darzutun weiß, dass alles, was von ihr im Anfange gegolten, auch jetzt noch gelte.“

J.W. v. Goethe, Sprüche in Prosa, Sämmtl. Werke Bd.3, Stuttgart und Tübingen 1853
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Wer kann die „große Idee“ Stuttgart 21 auch jetzt noch „verteidigen und rühmen“?

Siehe Rumpelstilzchen 21: Gold zu Stroh spinnen.

Mein Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden: "Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“



Propagandatrommelfeuer
04 07. 17 11:24
Heute wieder in der Stuttgarter Zeitung die „10 Fakten“, alle kritisch kommentiert hier lesen. Ist das eine bezahlte Werbung oder eine redaktionelle Idee? Die Fakten der Realität sehen ganz anders aus, zusammengestellt im TUNNELBLICK als „21 der größten Fehlplanungen, Mängel, Risiken und Absurditäten.


Azer gestrichen!
03 07. 17 22:18
Aus der Schwarzen Liste (Blog vom 24./27. Juni) wird Hany Azer gestrichen! Er gehört nicht mehr zu den „Heizern der S-21-Lok“. Grund: er ist ehrenhaft, wenn auch mit einer wenig glaubhaften Begründung von der S-21-Lok abgesprungen und seiner Verantwortung gerecht geworden, weil er „121 Chancen und Risiken“ aufgeführt hat, wobei einer einzigen „Chance“ 120 Risiken gegenüber standen, eine groteske Verdrehung der Reihenfolge von „Chancen und Risiken“. Details und eine Wertung hier.
Als 2013 die Azerliste von der Bahn endlich herausgegeben wurde (es gab Whistleblowers zuvor), schätzten die Ingenieure22 anhand dieser Liste Projektkosten bis zu 10 Mrd. €, eine Zahl, die Jahre später vom Bundesrechnungshof und von den Gutachtern Vieregg & Rössler bestätigt wurde! Das Lügengebäude der offiziellen Kosten wankt nicht nur, sondern fällt kläglich in sich zusammen.




neue Messlatte
02 07. 17 23:28
Seither waren die gebohrten Tunnel-Kilometer der Maßstab des Baufortschritts. Nachdem etwa 50% der Tunnels gebohrt waren (allerdings die weniger problematischen Abschnitte und ohne Ausbau), ist jetzt die Anzahl der fertiggestellten Kelchstützen augenfälliger:

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Foto 29. Juni 2017 S.B.
Bis heute fertig gebaut von insgesamt 28 Kelchstützen: 0 (null)



Lüge des Jahrhunderts
01 07. 17 22:41
Als noch Kommentare in den Stuttgarter Nachrichten möglich waren (das ist lange her, die Kommentarfunktion ist ganz abgeschafft!), schrieb EJR (2010):

„Die Fachplaner haben keine Mondpreise kalkuliert (sie sind in Wahrheit viel zu niedrig), sondern die Bahn propagiert „Mond-Einsparstrategien“ mit Kosten-Tricksereien, vorsätzlicher Täuschungsmanöver und Planungsbetrug auf Kosten der Baufirmen, auf Kosten der regionalen Mittelständler und auf Kosten der Steuerzahler –
ein monströser Kollateralschaden für unsere Stadt. Die DB wandelt sich offensichtlich vom Mobilitäts- zum Betrugskonzern - Stuttgart 21 ist die Lüge des Jahrhunderts!“


die Sollbruchstelle
30 06. 17 23:55
Stuttgarter Nachrichten am 10. Mai 2010
„Im Juli 2008 lag die Bausumme bei 2,8 Milliarden Euro. Innenminister Heribert Rech nannte da erstmals Kosten einzelner Abschnitte. Im August 2008 korrigierte die DB auf 3,1 Milliarden. Im Dezember 2009 legte Bahn-Chef Rüdiger Grube nach: 4,1 Milliarden. "Wir bleiben unterhalb der Sollbruchstelle von 4,5 Milliarden", verkündete ein angespannter Bahn-Chef. Jetzt werde gebaut.“
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Bahnchef Grube selbst hatte die Sollbruchstelle dann nicht mehr beachtet, als die Kosten um weitere Milliarden gestiegen waren und hat dann das sinkende Schiff Stuttgart 21 Ende 2016 bei Kosten von ca 10 Milliarden (Bundesrechnungshof) verlassen. Wortbrüchiges Verhalten auf Schwäbisch kommentiert: „Was goht mi mei saudomms Gschwätz von gestern a“.



gilt immer noch!
29 06. 17 19:11
Aus dem Blog vom Oktober 2014:

„Totgesagte leben länger“, das Projekt Stuttgart 21 hängt noch am Tropf der Verträge und der Politik; seine Sinnhaftigkeit ist längst dahin mit den
120 Risiken des Hany Azer als Damoklesschwert. Diese Risiken werden totgeschwiegen und die „21 guten Gründe für Stuttgart 21“ sind weg...


(
Prof. Hermann Knoflacher – Frontal 21, ZDF, 22.11.2011)

Frontal 21: „Sollte man Ihrer Ansicht nach Stuttgart 21 überhaupt bauen?“

„Also auf keinen Fall meiner Ansicht nach. Es dürfte überhaupt nicht zu dieser Diskussion kommen – unabhängig davon, ob diese Bürgerwiderstände entstanden sind oder nicht. Es zeigt sich, dass das Projekt – ich würde sagen: Im guten Glauben – vorbereitet worden ist, aber im Zuge der Überprüfung festgestellt wurde, dass es nicht mehr haltbar ist. Das heißt, man sollte das Projekt so schnell wie möglich vergessen um nicht noch zusätzlich Energie und Geld zu vergeuden, um sich meiner Ansicht nach der Verbesserung und Adaptierung des Kopfbahnhofes zuwenden, was besser für die Stadt und auch die Zukunft der DB wäre.“
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Seit dem ehrlichen Statement von Prof. Knoflacher 2011 sind hunderte Millionen Euro verbaut worden, aber immer noch ist der Umstieg zum modernisierten Kopfbahnhof um Milliarden günstiger.



Aufsichtsrat heute
28 06. 17 22:58
In schweren Karossen mit Chauffeur sind sie vorgefahren, die Aufsichtsräte der Bahn-AG zur Sitzung über Stuttgart 21 im Berliner Bahntower am Potsdamer Platz. Es waren nicht viel Stuttgart21-Gegner aus Stuttgart, die nach Berlin gekommen waren, um dort einige Großposter zu präsentieren.

Unbekannt

Eine Handvoll Großposter.


Schwarze Liste b
27 06. 17 20:47
(Personen aus Politik, Wirtschaft und Bahn-AG, die Stuttgart 21 erfunden und befördert haben; es geht um die Verantwortung für den „Wurmbau zu Babel“ = Stuttgart 21 in Bezug auf Stadtzerstörung, Schwarzer Donnerstag mit Klassenjustiz, Bahn-Schädigung, Milliarden-Veruntreuung, Lügenpropaganda u.a.)

Prof. Martin
Stefan Mappus

Dr. Wolfgang Schuster
Hartmut Mehdorn
Dr. Rüdiger Grube
Hany Azer (?)
Wolfgang Drexler

Anette Sawade
Prof. Heimerl
Prof. Martin
Wolfgang Schäuble
Georg Brunnhuber
neu, von Edzard Reuter genannt:
Angela Merkel
Roland Pofalla
Claus Schmiedet

Tanja Gönner

Aus Blogeintrag vom 29.6.’16
(Edzard Reuter – KONTEXT, 29.06.2016)
Wo sind sie geblieben, die Heizer auf der S-21-Lok? „…diejenigen Persönlichkeiten, die dafür im politischen Bereich verantwortlich waren, sind längst im Nebel verschwunden. Volker Kefer ist geblieben. Wer hingegen fragt nach Angela Merkel, nach Ronald Pofalla, nach Wolfgang Drexler, Claus Schmiedel, nach Stefan Mappus und Tanja Gönner und all den anderen, die uns dreist – und oft genug wider besseres Wissen – immer von neuem weisgemacht haben, alles sei in Ordnung, das geplante Geld werde mit Sicherheit ausreichen und das Projekt zeitgerecht realisiert?“ _____________________________________
Inzwischen sind auch der Heizer Volker Kefer und Lokführer Grube vom S21-Acker. Sind „die Heizer auf der S-21-Lok“ jetzt die Verantwortung für Stuttgart 21 los oder sind sie verantwortungslos? Heißt das Spiel „Schwarzer Peter 21“?



"Schläfer"
26 06. 17 21:49
Aus E-Mail von M.M. von heute: „Aus dem aktiven Widerstand gegen S21 habe ich mich zurückgezogen.“

.


Elend Bahn
25 06. 17 23:55
Heute Bahnreise Mössingen - Würzburg:
IRE in Mössingen hat 10 Minuten Verspätung (Problem am Zug)

unbekannt

Anschlusszug in Stuttgart verpasst (von 10 Zügen der Anzeigetafel in Stuttgart nur 2 regulär…)
Im RE nach Würzburg keine Steckdosen
Toilette defekt
Ankunft Würzburg eine Stunde später 19:21, Konzert in der Residenz 20:00 in letzter Minute erreicht.
____________________________________________
Hallo Bahn, statt Milliarden für Stuttgart 21 zu verschwenden besser in den Betrieb investieren!



Schwarze Liste a
24 06. 17 23:53
Personen aus Politik, Wirtschaft und Bahn-AG, die Stuttgart 21 erfunden oder befördert haben; es geht um die Verantwortung für den „Wurmbau zu Babel“ = Stuttgart 21 in Bezug auf Stadtzerstörung, Schwarzer Donnerstag mit Klassenjustiz, Bahn-Schädigung, Milliarden-Veruntreuung, Lügenpropaganda u.a.

Stefan Mappus
Dr. Wolfgang Schuster
Hartmut Mehdorn
Dr. Rüdiger Grube
Hany Azer (?)
Wolfgang Drexler
Anette Sawade
Prof. Heimerl
Prof. Martin
Wolfgang Schäuble
Georg Brunnhuber

Die Schwarze Liste soll von Zeit zu Zeit ergänzt werden, meine Blogleser mögen sehr gern daran mitwirken. Anrufe gerne unter 015164046822, ich freue mich. E-Mail und andere Kontaktdaten unter
Impressum.

INFO:
Der Mailwechsel zu den „Daten und Fakten zu Stuttgart 21“ ist anders formatiert al
s Memory 47 dokumentiert.)



S 21 zu StZ 21
23 06. 17 23:46
Hinweis von G.Cl. zu meinem Blogeintrag von gestern:
„…es war Adrian Zielke, damals Redakteur der Stuttgarter Zeitung, der geschrieben hat: Ohne die Stuttgarter Zeitungen wäre S 21 nicht gebaut worden…
Die Zeitungen wurden ja mit ins Boot (Weinberghäusle) genommen und haben nichts negatives oder wenigstens kritisches geschrieben.“
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„Wer die Medien steuert, steuert die Meinung der Bevölkerung. Deshalb ist es interessant zu wissen, warum die Zeitungen der Region hinter Stuttgart 21 stehen und dieses Projekt entsprechend verkauft haben. Gesteuert haben die Medien die oberste politische und unternehmerische Führung des Landes, an der Spitze Ministerpräsident Mappus. Das erklärt alles.

Laut
Stern hat der einstige Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, Uwe Vorkötter, der heute bei der "Berliner Zeitung" arbeitet, inzwischen ehrlicherweise zugegeben, es sei ein "Fehler gewesen S21 zu StZ 21 zu machen".

Quelle und weitere Angaben zu den Verflechtungen (Filzokratie) von Politik und Wirtschaft mit Stuttgart 21
hier.


Memory 47
22 06. 17 09:27
Post an die Stuttgarter Zeitung:
„…Ohne die StZ wäre Stuttgart 21 nicht zustande gekommen“, so oder ähnlich die Nachricht aus der Chefredaktion der StZ, oder stimmt das nicht?

Dann stehen aber auch die Folgen dieser Projektförderung in der Verantwortung der StZ, wenn das Projekt scheitern sollte (es ist praktisch schon gescheitert im Hinblick auf Kosten, Fertigstellung, Leistung, Sicherheit u.a.).

Die verantwortlichen Betreiber für den Projektstart, die Schuster, Oettinger, Schmiedel, Mappus, Mehdorn, Grube, Kefer, Azer, Nils Schmid, Drexler… sind allesamt von der Fahne gegangen oder gegangen worden und haben ein Chaos und einen Milliardenschaden ohnegleichen angerichtet. Wer trägt die Verantwortung?

Aktuell gibt die StZ dem Projekt S21 immer noch Deckung durch Veröffentlichung solcher verharmlosenden Artikel wie „Daten und Fakten“ und
vor allem durch den Ausschluss einer kompetenten Gegenöffentlichkeit durch Sperrung der Kommentarfunktion bei brisanten S21-Nachrichten…“ _________________________________________

Memory“ ist ein bekanntes Kinder- und Gesellschaftsspiel. Es geht dabei um „aufdecken und merken“. Aufdecken und auch für die Zukunft festhalten, was von den Planern und Befürwortern („Vorhabensträger“) bei Stuttgart 21 verschwiegen, geschönt oder falsch dargestellt wird. Der allererste Grund für meine persönliche Website www.siegfried-busch.de (später umbenannt in metropolis21.de) war der Wunsch zur weiteren Verbreitung meiner Offenen Briefe = Memorys. Das erste Memory an Baubürgermeister Hahn ist vom 19. März 2008. Der tägliche Blog kam später dazu, ab 1. Januar 2009.


Stadtbahn-Chaos in Stuttgart
21 06. 17 23:39
Schlagzeile StN: Drei Züge steckten stundenlang im Tunnel fest
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Die Rettung der Fahrgäste gestaltete sich langwierig, die Katastrophe blieb aus, weil kein Brand dabei war.
Der betroffene Stadtbahntunnel war kurz, wenige 100 Meter. Auch die Tunnels der Eisenbahn Prag- und Rosensteintunnel sind kurz. Stuttgart 21 hat 60 km Tunnelröhren, was dann?



Glückauf!
20 06. 17 22:38
Gestern, tief im Radberg in den Hohen Tauern, etwa 1000 Meter vom Stolleneingang des Bad Gasteiner Heilstollens. Im Grubenzug erkannte mich Mitstreiter R.R. vom Netzwerk Killesberg. Es ergaben sich hochinteressante Gespräche und Informationen über die Kriegsbergtunnel und bereits entstandene Bergschäden. Bericht im Netzwerk.



Mail an die Redaktion StZ
19 06. 17 22:19
Sehr geehrte Damen und Herren der redaktion@stz.zgs.de,

der Artikel
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-gruene-wollen-auskunft-ueber-zeitplan-und-kosten-page1.75590a92-96ed-455a-9b3e-00a7e686e4e4.html "Daten und Fakten zu Stuttgart 21" ist gezeichnet mit "red/dpa/lsw“. Wer ist nun eigentlich der Urheber? Können Sie mir bitte einen Namen nennen, z.B. von der Endredaktion?

Jedenfalls bitte ich Sie freundlich, an die Quellen des Artikels diese Mail weiterzuleiten mitsamt meinem Blog von heute, den ich unten angefügt habe.


Mit freundlichen Grüßen

Siegfried Busch


Titanic, Zahlen und Fakten
(Blog vom 18 06.)



Titanic, Zahlen und Fakten

18 06. 17 22:41

Der Ozeanriese
Titanic war von 1908 bis 1912 im Bau. Das Mega-Schiff in Zahlen und Fakten:

  • die Titanic war 1912 das größte Schiff der Welt

  • der Passagierdampfer war ein Linienschiff

  • das Bestelldatum war der 1. August 1908

  • die Länge war 269,04 m, die Breite 28,19 m

  • Maschinenleistung 51.000 PS

  • Dienstgeschwindigkeit 21 kn (39 km/h)

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War da noch was? Die Zahlen und Fakten stimmen! Das Wesentliche fehlt aber wie bei den aktuellen „Zahlen und Fakten“ in der Stuttgart-21-Propaganda, zusammengestellt auf einer neuen Seite in der Navigation rechts unter 6 "Daten und Fakten" (2017).



von wegen "bleiben erhalten"
17 06. 23:03

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Im „Schwindel-Plakat“, Blog vom Februar 2015 steht unter Nr.8, dass „die Hallen“ im Bonatzbahnhof erhalten blieben. Aktuell ist diese Versprechung vermehrt Makulatur:
„Vor allem im Inneren erfährt das Empfangsgebäude eine erhebliche gestalterische und funktionale Aufwertung. Das stadtbildprägende Äußere des Bahnhofsgebäudes bleibt dabei erhalten. Reisende und Besucher erwartet ein vielfältiger Branchenmix mit zahlreichen Einkaufs- und Verweilmöglichkeiten. Die oberen drei Ebenen beherbergen zukünftig das me and all hotel.“
(Zitiert aus der Rede von Dipl.-Ing. Peter Dübbers: „Der Bonatzbau und die Erbärmlichkeit des Denkmalschutzes“.)


neue Propagandakampagne (8 und Schluss)

16 06. 17 11:14
Etwa seit Anfang Juni 2017 ist eine neue Propagandaserie für Stuttgart 21 gestartet worden:

„Das umstrittene Bahnprojekt
Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten:
- Der bisherige Kopfbahnhof mit 16 Gleisen soll durch eine unterirdische Durchgangsstation mit 8 Gleisen ersetzt werden.
- Mit einem knapp 10 Kilometer langen Tunnel soll die City mit dem Flughafen und der geplanten Schnellbahnstrecke nach Ulm verbunden werden.
- Die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm wird von 54 auf 31 Minuten verringert.
- Stuttgart 21 ermöglicht den Lückenschluss in der europäischen Magistrale Paris-Budapest.
- Zu Stuttgart 21 gehört ein knapp 60 Kilometer langes Tunnelsystem.
- Mit Stuttgart 21 soll die Stadt Stuttgart durch den Wegfall der oberirdischen Gleisflächen Raum für städtebauliche Entwicklung und eine Erweiterung des Schlossgartens erhalten.“
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Es war mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.

Es ist sehr interessant, wie die werbenden „Fakten“ im Laufe der Jahre immer mehr geschrumpft sind und zuletzt nur noch sechs (6) Punkte genannt wurden:
a) Anfang 2009 waren es noch
21 gute Gründe in einer kleinen Broschüre von zuletzt 48 Seiten
b) 2014 sind 21
„Zahlen und Fakten“ auf ein Plakat eingedampft (und verändert)
c) April 2017 ist die Presseserie
10 Fakten zu Stuttgart 21 erschienen,
d) die bereits ein Viertel Jahr später von nur noch 6 „
Daten und Fakten“ abgelöst wurden, die einer kritischen Nachprüfung kaum standhalten und negativ beurteilt werden müssen.


neue Propagandakampagne (7)
15 06. 17 20:52
Überschrift: „Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten“
(Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)

- Mit Stuttgart 21 soll die Stadt Stuttgart durch den Wegfall der oberirdischen Gleisflächen Raum für städtebauliche Entwicklung und eine Erweiterung des Schlossgartens erhalten.
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Stuttgart 21 muss immer mehr als Immobilienprojekt herhalten, nachdem die Vorteile des Tiefbahnhofs mit Tunnelsystem kaum mehr vermittelbar sind und sich ins Negative verkehrt haben. Die Großgebäude im „Europaviertel“ gehören nicht zum „Wegfall der Gleisflächen“ und lassen angenehme Aufenthaltsqualität vermissen, z.B. am zentralen „Pariser Platz“.

Immer wieder wird die "Parkerweiterung" (Schlossgarten) pro Stuttgart 21 gerühmt. Dass diese Parkerweiterung eher ein Feigenblatt ist, das die Blöße der Parkvernichtung zudecken soll, wird dabei nicht gesagt:
Die versprochenen 30 Fußballfelder (20 ha) an neuer Grünfläche sind zumeist
weitab vom Schuss Nähe Rosensteinpark. Etwa zwei Kilometer vom Bahnhof/Zentrum entfernt und damit so weit weg wie der Kräherwald oder der Waldbeginn Richtung Fernsehturm.
Es wurden aber 15 „Fußballfelder“ (ca 10 ha)
mitten in der Stadt im Schlossgarten mit seinem alten Baumbestand abgeräumt, mit Beton versiegelt und werden später anstelle von großen Parkbäumen mit häusleshohen "Lichtaugen" garniert. Das wird in der Flächenbilanz glatt unterschlagen!


neue Propagandakampagne (6)
14 06. 17 23:03
Überschrift: „Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten“
(Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)

- Zu Stuttgart 21 gehört ein knapp 60 Kilometer langes Tunnelsystem.
_____________________________________________

Diese „Zahlen und Fakten“ sind der wichtigste Anlass meines Widerstandes gegen Stuttgart 21 und genannt gleich im ersten Beitrag auf dieser Website, dem „Memory 1“ an Baubürgermeister Hahn vom 19. März 2008:
„Fährt man mit der Bahn in Stuttgart ein, liegt die Stadt wie ein aufgeschlagenes Buch im Blick, jetzt soll dieses Buch zugeklappt werden. Zehntausende von Bahnfahrern gucken dann buchstäblich in die Röhre statt auf unsere schöne Stadt, Durchreisende bekommen gar nichts von Stuttgart zu sehen, die Stadt wird zu einem Haltepunkt, Reisequalität wird zu Reise-Fastfood. Das ist ein schlimmer Verrat an Stuttgart. Wo ist „Stuttgart“ für die Bahnreisenden geblieben? Auf das Ärmlichste reduziert in Tunnels und Tiefstationen?“


neue Propagandakampagne (5)
13 06. 17 08:16
Überschrift:
„Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten“
(Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)

- Stuttgart 21 ermöglicht den Lückenschluss in der europäischen Magistrale Paris-Budapest.
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Welche Werbefuzzis haben jetzt wieder die unsägliche „Magistrale“ aus der Klamottenkiste geholt? Das Werbeschlagwort „Magistrale“ wurde schon in der Schlichtung von der Bahn selbst (Bahnvorstand Dr. Kefer) als inhaltlich bedeutungslos erklärt. Der „Lückenschluss“ ist reines Werbesprech, denn die Strecke Ulm-Budapest enthält noch andere Strecken, die der „Hochgeschwindigkeit“ nicht standhalten. Wie schwer sich die Werbung für das „Jahrhundertprojekt“ inzwischen tut, kann man deutlich an den verbliebenen 6 „Zahlen und Fakten ablesen!



neue Propagandakampagne (4)
12 06. 17 20:33
Überschrift:
„Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten“
(Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)

- Die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm wird von 54 auf 31 Minuten verringert.
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Die „Zahlen und Fakten“ sind unter Stuttgart 21 aufgeführt. Tatsache ist jedoch, dass die Fahrzeitverkürzung allein durch die Neubaustrecke, nicht durch Stuttgart 21 erreicht wird.


neue Propagandakampagne (3)
11 06. 17 16:00
Überschrift: „Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten:“ (Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)

- „Mit einem knapp 10 Kilometer langen Tunnel soll die City mit dem Flughafen und der geplanten Schnellbahnstrecke nach Ulm verbunden werden.“

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Der Fildertunnel verläuft zu 54 Prozent durch unausgelaugten Gipskeuper, das „Betriebsrisiko“ nach Gutachten im Bahn-Auftrag ist „unüblich hoch“. Die Sperrung auch nur einer Röhre ließe den Bahnbetrieb in Stuttgart ziemlich zusammenbrechen. Eigentlich ein k.o.-Kriterium für Stuttgart 21…

Wenn es in zwölf von vierzehn Tunnels im Gipskeuper Probleme gab und gibt (Geologe Dr. Sierig, Video hier sehen), wie hoch ist dann das Risiko beim Fildertunnel Stuttgart 21?

Ursprünglich sollte die Bohrung der Fildertunnelröhren von unten, vom Bahnhof her erfolgen. Eine
Doline im Zugangsbereich des Fildertunells, Wasseraustritt bei Bohrloch 203 im Anhydrit direkt über dem Fildertunnel… So wich man diesen Problemen erst einmal aus und begann die Bohrung auf den Fildern. Fast die ganze Strecke im schwierigen Gipskeuper muss noch gebohrt werden.

Zur Tunnelbohrmaschine SUSE und zur Abraumentsorgung „Zahlen und Fakten“ bei
Zum Blog aktuell.

(Korrekturen durch meinen Leserkreis sind sehr erwünscht, mögliche Fehler werden korrigiert und hier im Blog bekannt gegeben.)


Blog wieder aktiv
10 06. 17 21:41
Täglicher Blog: wegen schwachem Internet im Hotel konnten die letzten 10 Blogs (ab 1.Juni 2017) nicht hochgeladen werden, was jetzt am 10.6. rückwirkend getätigt worden ist.


neue Propagandakampagne (2)
09 06. 17 20:51

- Der bisherige Kopfbahnhof mit 16 Gleisen soll durch eine unterirdische Durchgangsstation mit 8 Gleisen ersetzt werden.“
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Kopie des Blogs aus „10 Fakten“ von 2017:
Hier wird die Idee von „Stuttgart 21“ korrekt wiedergeben. Sie hieß zuerst „quer denken“. Was jedoch fehlt, ist die Begründung der Qualität dieser Idee. Die damals beschriebene Notwendigkeit mit Argumenten wie

  • „Der Kopfbahnhof ist an seine Kapazitätsgrenze gelangt. Die neue Station lässt als Durchgangsbahnhof deutlich mehr Bahnverkehr zu.“

  • „Im heutigen Gleisvorfeld kreuzen sich die Gleise vielfach, die Züge behindern sich daher gegenseitig bei der Ein- und Ausfahrt.“

  • „Die Beibehaltung des jetzigen Kopfbahnhofes könnte die bestehenden Kapazitätsengpässe nicht beheben.“

erwiesen sich alle als völlig falsch.

Mein Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden: "Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“
Statt der Prognose von 1997

  • „Denn Stuttgart braucht in jedem Fall eine grundlegende Verbesserung seiner Bahnverkehrsanbindung. Der jetzige Hauptbahnhof kann das Fahrgastaufkommen des Jahres 2010 in keiner Weise mehr bewältigen. „Stuttgart 21“ ist daher kein Prestigeprojekt, sondern die logische Konsequenz sachlicher Überlegungen und klarer Fakten. Nur der neue Bahnknoten bietet die Kapazitäten für ein attraktives Leistungsangebot der Bahn“

war der Kopfbahnhof im Jahr 2010 nach Stiftung Warentest der pünktlichste Großstadtbahnhof Deutschlands!


neue Propagandakampagne (1)
08 06. 17 09:01
„Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten:“

(Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)
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Schon die Überschrift der „Zahlen und Fakten“ ist irreführend: seit „Februar 2010“ war nichts im Bau, am 2. Februar war die
Show der „Prellbockanhebung“ mit 2000 wütenden Bürgern in der großen Bahnsteighalle und einem handverlesenen Publikum in der kleinen Schalterhalle. Der Oppositionsführer der Grünen,
W. Kretschmann war nicht geladen und wurde auch nicht eingelassen, i
ch war damals bei der Zurückweisung in nächster Nähe dabei…
Kretschmann: „Also ich frag Sie nochmal: Sie wollen einem Mitglied eines Verfassungsorgans, das für die Finanzierung dieses Projekts mit verantwortlich ist, den Zutritt hier verweigern?“ Sicherheitskontrolleur: „Jawohl“. Kretschmann: „Das muss ich zur Kenntnis nehmen, ja das ist ungeheuerlich.“
Bericht im ZDF vom Baubeginn, Minute 08:20 („Prellbockanhebung“ am 2.2.2010).

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Der skandalöse Baubeginn begann mit dem „Schwarzen Donnerstag“ am 30.9.2010 und dem Abholzen von alten Bäumen im oberen Schlossgarten Nähe Bahnhof. Darauf geschah im Baufeld des Tiefbahnhof über ein Jahr lang nichts!


Schuttgart
07 06. 17 22:03
Zitat aus heutiger E-Mail von E.R.:
Jetzt soll unser Wahrzeichen Hauptbahnhof weiter massakriert werden!
Stuttgart: Kaputtgart?

(zum Bericht in der Stuttgarter Zeitung)


Mailwechsel mit Dr. Engelhardt
05 06. 17 16:34
An: Dr. Christoph Engelhardt / WikiReal.org
Datum: 04.06.2017 21:26

Aus
Demorede Siegel: „Herr Sturm behauptete, die Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofs sei deutlich höher als die des Kopfbahnhofs, Christoph Engelhardt sei „komplett widerlegbar“. Seine Fachleute in Berlin hätten dies klar herausgearbeitet. „

Lieber Herr Engelhardt,


sind Sie widerlegt worden oder ist das nur eine Luftnummer?


Schönen Gruß

S. Busch   metropolis21.de


Dr. Chr. Engelhardt zu Peter Sturms Aussage, die Leistungskritik sei "komplett widerlegbar“:

Hier meine kurze Antwort:

Natürlich hat mich die DB bisher noch in keinem Verfahren widerlegt. Wenn der Projektvorstand Peter Sturm behauptet, die Kritik sei widerlegbar, dann sollten wir ihn beim Wort nehmen: Er möge das in einem professionell moderierten Faktencheck beweisen, damit die Leistungskritik ein für alle Mal ausgeräumt ist (s.u. Konzept vom 26.02.2016 und ganz unten meinen Vorschlag für eine öffentliche Konfrontation).

Hier die etwas längere Antwort (bei Zum Blog aktuell)


fundamentale Fehlanzeigen
04 06. 17 21:22

page12image1616
Aus dem neuen Buch „abgrundtief + bodenlos“ von Winfried Wolf (noch nicht erschienen):

„So erklärte Ende 2007 Peter Marquardt, der damalige Chefplaner von Stuttgart 21: „Die meisten Bürger in Stuttgart werden erstaunt sein, wie gering die Belastung [beim Bau von S21; W.W.] ist. Es dürfte wohl die erste Großbaustelle mitten in einer Großstadt sein, von der die Bürger kaum etwas mitbekommen. Denn gearbeitet wird entweder unterirdisch oder auf dem Gelände der Bahn. [...] Von den Tunnelbauten werden die Drüberwohner ebenso wenig etwas merken wie später vom Zugverkehr. Denn erstens funktioniert die dicke Erdschicht darüber wie ein Schallschutz. Und zweitens lässt ein Masse-Feder-System im Fahrweg die Züge wie auf Federn fahren. Da hört man nichts [...] Wegen des Neubaus gibt es keine Verzögerungen oder Zugausfälle, wie sie bei den alternativen Konzepten zu befürchten wären.“


Blogstottern
03 06. 17 20:19
========================================================
In
diesem Blog steht seit 01.09.2009 täglich eine

• Information,
• Glosse,
• Satire,
• Karikatur,
• Foto
• Zitat

als Information oder Kritik an Stuttgart 21 bzw. Argument
für den Erhalt des Kopfbahnhofs.
=========================================================

INFO: Momentan stockt der Blog wg. leistungsschwachem Internet im Hotel in Bad Gastein...


Umstieg überfällig
02 06. 17 21:55
Stuttgarter Zeitung: Bei Stuttgart 21 ist die Hälfte der knapp 59 Tunnelkilometer vorgetrieben. Eisenhart von Loeper, Sprecher vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart21, glaubt aber weiterhin unverdrossen an das Aus für das Milliardenvorhaben.

„Wir verweisen aber nochmals auf die schwerwiegenden Mängel für die

- Betriebssicherheit bei Tunneln durch den Anhydrit,

- durch den Kapazitätsabbau,

- durch gefährliches Gleis- und Bahnsteiggefälle sowie die

- Unwägbarkeiten bei den Kosten,

um vier zentrale Aspekte zu nennen. Da ist es überfällig und nie zu spät, in die Umsetzung eines Umstiegskonzepts einzusteigen. Da muss man die verlorenen Kosten hinnehmen, darf aber keinesfalls weitere Investitionen draufsatteln. Dem schlechten Geld darf kein Gutes hinterhergeworfen werden.“


Heute Blogpause wg. Kurlaub und lahmem Internet
01 06. 17 22:43


aus Mut-mach-Rundmail von Do.Sp.
31 05. 17 21:36
Es gibt sie noch, die S21-Gegner und Kopfbahnhofbefürworter.
Stand der Dinge ist, daß zwar allmählich sichtbar wird, daß weder Leistungsversprechen noch Kostenobergrenzen noch Zeitpläne eingehalten werden, aber trotzdem scheint der Zeitpunkt zur Umkehr noch nicht gekommen zu sein.
Hier ein Text, der an 2010 erinnert und gleichzeitig den Blick auf das Ende des Tunnels richtet.


Kriegserklärung...
30 05. 17 23:16
Aus der Rede von Steffen Siegel zum Filderabschnitt:
„Die jetzt nach unglaublichen 15 Jahren vorliegenden Pläne sind unheilbar schlecht, sie sind eine Kriegserklärung an die Vernunft.
Die Herren reiten sich immer tiefer hinein und im Zweifel wechselt man das Personal, zuletzt Kefer und Grube, aber die Neuen sind noch ahnungsloser.“


Taxi statt Zug
29 05. 17 18:21
Alle in Stuttgart gestrandet, aber die Bahn hilft!

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Der ICE aus Berlin/Mannheim hatte eine Dreiviertelstunde Verspätung, letzte Anschluss-Regionalzüge wurden verpasst. Am Reisecenter eine lange Schlange, dort wurden Taxen für die Weiterfahrt geordert. Zum Beispiel fuhren 7 Reisende in 2 Taxen nach Aalen und ich allein im Taxi nach Mössingen, das Taximeter zeigte über 115.- €, meine Fahrkarte kostete 74,50 €. Wieviel Millionen muss die Bahn bei den häufigen Störungen (Weichen, Signale, Oberleitungen u.a.) für Taxifahrten aufbringen? Für die Milliarden-Einsparungen durch „Umstieg 21“ statt Stuttgart 21 ließe sich eine Menge für die Verbesserung der Infrastruktur erreichen.


vom ICE aus Berlin
28 05. 17 22:44
Die Fahrt von Berlin nach Mössingen ist wegen großer Verspätung teuer für die Bahn, kein Anschlusszug in Tübingen, von dort nach Mössingen ist ein Taxi auf Bahnkosten vorgesehen. Verspätungsgrund ist ein Oberleitungsschaden zwischen Hanau und Frankfurt. Ist das noch eine Folge des Mehdorn-Sparkurses? Also ein „Leitungs“-Schaden?


Links inaktiv, Info
27 05. 17 23:56

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Metropolis 21 - Webseite von Siegfried Busch zum Thema Stuttgart 21 ScopeID: 1-1459571
Signatur: HSTAS J 126
Dokumentart: 03 Blog
Nächste Speicherung: 2017-10-08
Archiv-URL:
http://la.boa-bw.de/1-1459571.html
Archiv-URN: urn:nbn:de:bsz:boa-9-1-14595716
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In den
Spiegelungen dieses Blogs im Landesarchiv sind die Links generell inaktiv.
Die ersten 20 Blog von „Der Dichter spricht“ hatte ich aus Versehen gelöscht und sie mir wieder vom Landesarchiv kopiert, deshalb sind leider die gesetzten Links nicht abrufbar. Dafür sind die
Nummern 1 bis 47 jetzt angenehmer formatiert.


Evang. Kirchentag in Berlin
26 05. 17 23:37

Aus der Ansprache zum Parkgebet an Himmelfahrt 2017 von Pfr. i.R. Wolfgang Schiegg:

„Einst war der Kirchentag als kirchliche Laienbewegung kritisches Gegenüber der Amtskirche und zugleich das, was Jesus in einem Gleichnis so treffend fasst: Sauerteig der Gesellschaft. „Das Reich Gottes ist wie ein Sauerteig, den eine Frau unter das Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war“. Wäre übrigens auch ein schönes Bild für unsere Protestbewegung gegen S 21 und für den Ausstieg aus diesem desaströsen Projekt, wie ich finde: Sauerteig, der so lange agiert und wirkt, bis er den Teig ganz durchsäuert hat.

Inzwischen ist der Kirchentag nach meiner Einschätzung zur von der Amtskirche gelenkten, gesteuerten und zu einem großen Teil aus staatlichen Mitteln finanzierten Selbstinszenierung und Selbstdarstellung der Kirche geworden. Das lässt sich ganz einfach an den Personen des Kirchentagspräsidiums, am Auswahlverfahren der Themen und Foren, der Besetzung der Podien und
am Ausschluss von kirchenpolitisch und politisch unliebsamen christlichen Initiativen und Gruppen ablesen. Unter anderen bei den vergangenen Kirchentagen auch die „Christinnen und Christen gegen S21“.
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Die Worte von Pfarrer Schiegg mögen richtig sein. Ich selbst kann hier auf dem Kirchentag aber noch viel Honig saugen: Interessantes, Bedenkenswertes und Wichtiges und nicht zuletzt schöne Begegnungen, Freude und großartige Musik in wunderbaren Räumen wie dem Berliner Dom.



leere Worte
25 05. 17 23:41
Die „Linke Perspektive 2017“ der SPD fordert für die Verkehrspolitik „Schiene statt Straße“.
Von unnützen und schienen-schädlichen Großprojekten der Bahn ist nichts zu finden, Stuttgart 21 wird nicht erwähnt.


Der Dichter spricht (48)
24 05. 17 23:23

Die Schwächen und Fehler des Bahnprojekts Stuttgart 21 sind gekennzeichnet von Überheblichkeit, Frechheit, Gier, Frevel, Größenwahn, Unmöglichkeit, Risiko, Vermessenheit, Übermut, Täuschung, Unwahrheit, Verschwendung, Bevormundung, Unrecht…

Dichter aus allen Zeiten haben es treffend beschrieben und entlarvt.

Vokabeln, die auf den Widerstand gegen Stuttgart 21 zutreffen wären z.B.
Ehrlichkeit, Bescheidenheit, Ausdauer, Einsicht, Sparsamkeit. Auch dazu können die Dichter etwas sagen.

Die Blogs von 2009 bis 2017 sind jetzt zusammengetragen auf einer eigenen Seite
Der Dichter spricht (1 - 47)


"Beton-Kosmetik"
23 05. 17 23:06
Betonexperte P. K. zur möglichen Zukunft der Kelchstützen:

„Wenn sie den "Tatort" mit Planen verhängen, ist klar, dass sie dahinter mit Spachtel o.ä. murksen.“

„Die Stützen werden vermutlich später mit einer speziellen weißen Farbe angestrichen, als Begründung wird man z.B. Grafitti Schutz nennen.“



Baubeginn Kelchstützen
22 05. 17 20:14
Jeder Bauvorschrift von Stuttgart 21 wird in der Lokalpresse eifrig erwähnt. Derzeit ist es der Baubeginn der „Kelchstützen“, Bericht u.a. in der Stuttgart Zeitung. Nirgends liest man aber vom Schöpfer dieser futuristischen Architektur. Warum wohl?

Der 2015 verstorbene Konstrukteur der „Lichtaugen“, Stararchitekt Frei Otto, bezeichnete den S21-Bahnhof als seinen „schönsten Entwurf“. Aber er hatte gegen den Tiefbahnhof schließlich so große Bedenken, dass er bereits 2009 aus dem Projekt ausgestiegen ist. Seiner Forderung der Neuplanung wurde nicht entsprochen. Er ging schließlich an die Öffentlichkeit, der hoch brisante Bericht steht
h i e r .

Frankfurter Rundschau: Er konnte irren, und wie: Zu Ottos Temperament passte, dass er eines Tages den Protest gegen Stuttgart 21 unterstützte. Anders als bei seinem eminenten Leichbauweisen wurde er sehr pathetisch. Es gehe um „Leib und Leben“, warnte er, das Mammutprojekt berge große Gefahren, deshalb müsse man „die Notbremse ziehen“. Zusammen mit Christoph Ingenhoven hatte Frei Otto 1997 den Architekturwettbewerb für Stuttgart 21 gewonnen. Anfang 2009 schied er aus dem Projekt aus: „Mit dem Wissen von heute“, korrigierte er sich, „kann ich dieses Projekt nicht mehr verantworten.“ Dass er sich korrigierte, auch das sprach für ihn.“


Kanon von Thomas Felder
21 05. 17 22:13
„In Stuttgart fährt die Eisenbahn
ganz eben oben ein,
und oben bleiben werden wir
bei Licht und Sonnenschein.“



Die Großen lässt man laufen...
20 05. 17 22:27
„Ernest P. hatte eine Ladung zu zwei Tagen Erzwingungshaft erhalten und ist heute Mittag bei der Stuttgarter Polizei vorstellig geworden“ (mehr bei Zum Blog aktuell).
_______________________________________
Der Bürger als „kleiner Mann“ wird von der parteiischen Justiz unnachgiebig verfolgt, hat nicht einmal die Möglichkeit bekommen, sein angeblich kriminelles Verhalten zur rechtfertigen. Die „Großen“ a la Mappus, Mehdorn, Grube usw. werden - mit wenigen Ausnahmen - geschont.



Für schlechteren Bahnhof...
19 05. 17 15:25
… weniger Reisekomfort und eine öde Stadt-Modernität a la „Europaviertel“ ist nichts zu teuer, oder?

Man werfe jede Sekunde einen Euro aus dem Fenster. Immer! Tag und Nacht. Wann hat man 10 Milliarden rausgeworfen? Nach etwa DREIHUNDERT Jahren !!! oder jeden Tag 86400 Euro… (Quelle unbekannt, aus Blogvorrat)



„darauf einen Heuchelheimer Fiesling!“
18 05. 17 10:43
Post an den Oberkirchenrat von Thomas Felder:
„S21 aber ist und bleibt ein Symbol für den Dienst am Mammon. Wie die Evang. Landeskirche sich hier bislang eingebracht hat, empfinde ich als schiere Gotteslästerung.“ (Ganzer Brief bei
Zum Blog aktuell)
Die Überschrift „Heuchelheimer“ bezieht sich auf den Brief des Evang. OKR an Thomas Felder.



Post an Peter Wolf
17 05. 17 22:50
Sehr geehrter Herr Wolf,
Ihr Bericht „Zu Besuch auf der Stuttgart21-Baustelle“ im Schwarzwälder Boten enthält einige schwerwiegende Irrtümer. Der Baustellenexperte hat entweder wissentlich falsche Dinge behauptet oder ist der eigenen Propaganda auf dem Leim gegangen. Es würde mich freuen, wenn Sie die 5 Blogs meiner Internetseite metropolis21.de zu Ihrem Artikel zur Kenntnis nehmen (Überschrift „Alternative Fakten“) und sie dem Baustellenführer zuleiten würden. Eine Richtigstellung werde ich in meinem Blog aufnehmen.
Mit freundlichen Grüßen
(per E-Mail an Herrn Wolf weiter geleitet)



Propaganda-Serien
16 05. 17 23:04
Die Bahn-Projektbau-AG muss das stark umstrittene und unbeliebte Stuttgart 21 der Bevölkerung schmackhaft machen. Dazu hat sie bislang drei Kampagnen gestartet. Im Jahr 2009 gab es die „21 guten Gründe für Stuttgart 21“ in 5 Auflagen, die Ende 2013 stillschweigend aus dem Verkehr gezogen wurden. Dann 2014 das Plakat „Zahlen und Fakten“, auf dieser Website mit „Schwindel-Plakat“ in der Navigation eingestellt (im Bahnhof nicht mehr zu finden) und jetzt die in Zeitungsartikeln zu Stuttgart 21 platzierten „10 Fakten zu Stuttgart 21“.

Alle Propapganda-Kampagnen erweisen sich inhaltlich vielfach als fragwürdig, halbwahr oder falsch und geben berechtigten Anlass, vom „Lügenprojekt“ zu sprechen.



Alternative Fakten (5 und Schluss)
15 05. 17 13:19
Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Er unterstrich, dass von den Tunnelbauwerken bereits 50 Prozent im Bereich des S21-Baustellen und 60 Prozent im Bereich der Neubaustrecke nach Ulm fertiggestellt seien.
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  • Wenn es 50% der Strecken sind, so jedoch eher die unproblematischeren Abschnitte. Die heiklen Abschnitte wie Unterfahrung der alten Bahndirektion, Flughafenbahnhof, die längsten Strecken im Anhydrit und der untere Anfang des Fildertunnels mit der Wendekaverne u.a. sind nicht dabei. Vor allem nicht 50% der „Schräghalbtiefhaltestelle“ (keine einzige fertige Kelchstütze).

  • „fertiggestellt“ ist der Rohbau der Tunnels, der Ausbau mit Gleisen, Oberleitungen, Rettungsstollen u.a. muss dazu kommen.



Alternative Fakten (4)
14 05. 17
Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Wenn S
21 fertiggestellt sei, erhalte die Stadt Stuttgart die Möglichkeit, die gut 100 Hektar Fläche des alten Kopfbahnhofs als einen neuen Innenstadtbereich mit Bürogebäuden sowie sozial verträglichen Wohnungen (Europaviertel), zusätzlichen Parkanlagen und einem neuen urbanen Wohnviertel – dem neuen Rosenstein-Stadtquartier – zu gestalten. Das berichtete der Ingenieur.
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- „sozial verträgliche Mieten“? Gibt es die im Europaviertel? Die Realität sieht so aus: Im Baukomplex mit Wohnungen „Pariser Höfe“ werden für 80 qm Wohnraum über 2.000 € Miete verlangt. „Eingezogen sind fast ausschließlich Singles und Paare zwischen 25 und 45 Jahren“ (StZ). Im Hochhaus namens „Cloud Nr. 7“ kostet der Quadratmeter zwischen 8500 und 15.400 Euro.

- Aus Stuttgarter Zeitung, August 2014. Entlarvung der 100ha-Lüge:

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- A1: gehört nicht zu Stuttgart 21, ist schon seit Jahrzehnten frei und inzwischen fast bebaut
- C: ist heute schon „frei“, allerdings mit Baulogistik S21 belegt
- B: so gut wie bei S21 kann das Paketpostamt und zumindest Teile des Abstellbahnhofs frei gemacht werden.
Ergebnis: die 100 Hektar schrumpfen auf etwa ein Drittel
Zusätzliche Erläuterungen bei Grund 13. Jahrhundertchance


Alternative Fakten (3)
13 05. 17 00:04
Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
„Befürchtungen, dass auf längere Sicht Probleme mit den Tunneln entstehen würden, weil sie im Anhydrit-Gestein gebaut werden müssen, teile er nicht. "Es wissen nur wenige, dass es in Stuttgart schon seit geraumer Zeit 50 Kilometer Tunnel gibt. Die meisten führen durch Anhydrit. Mir ist nicht bekannt, dass ein Tunnel stark beschädigt worden oder gar vom Einsturz bedroht ist.“
_____________________________________________

Aus dem Auftragsgutachten für den Aufsichtsrat der Bahn-AG von KPMG / Ernst Basler + Partner):
„Insofern muss man sich bewusst sein, dass bei jedem Tunnel im Anhydrit inhärent ein
im Ingenieurbau unüblich großes Risiko für die Betriebstauglichkeit besteht.“ (Duden: inhärent bedeutet „einer Sache innewohnend“)

Bei den 9 Tunnels der letzten Jahre gibt es bei 7 starke Quellungsschäden (=78%) - und von den 4 modernsten Tunnels (Engelberg, Adler, Chienberg, Freudenstein) auch 3 Stück (=75%). Quelle: Dipl.-Geologe R. Laternser



Alternative Fakten (2)
12 05. 17 12:09
Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Er hält es durchaus für möglich, dass S21 trotz Verzögerungen Ende Dezember 2021 in Betrieb gehen könne. "Die Bahn hat bereits ein Jahr aufgeholt und setzt alles daran, den vorgegebenen Fertigstellungstermin einzuhalten.
_________________________________________________________
Überschrift mit nachfolgender Begründung in
Kontext:Wochenzeitung:
Nie und nimmer wird der Tiefbahnhof vor Ende 2023 fertig“


Alternative Fakten (1)
11 05. 17 14:59
Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Weitgehend fertig sind die drei Düker-Bauwerke, darunter der mächtige Nesenbachdüker, der in Kürze in Betrieb gehen soll.
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Kommentar S.B.:

  • „Weitgehend fertig“… ist Wunschdenken, nicht Realität.

  • „in Kürze“… es wird wohl noch mindestens 3 Jahre dauern: "Unter dem Ansatz der derzeitigen Terminpläne der Stuttgarter Straßenbahnen AG und der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH wird der neue Düker Nesenbach 2020 in Betrieb genommen." (Auskunft Bahn, Quelle)



"10 Fakten" (10)
10 05. 17 09:08
(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält und wesentliche Informationen vorenthält.)

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Textbausteine aus den Blogs metropolis21.de zur Volksabstimmung „gegen die Kündigung der Finanzierungsverträge“, also nur indirekt zu Stuttgart 21:

  • 2011 hatte sich „die Mehrheit der Abstimmenden für einen Bahnhof entschieden, der maximal 4,5 Milliarden kostet und 49 Züge in der Spitzenstunde unter Stress bewältigt. Beides hat sich inzwischen als unhaltbar erwiesen. Zudem hatte die Abstimmung nicht das gesetzlich vorgeschriebene Quorum von 1/3 der Stimmen erreicht. Es hatten nur 28 % der Wahlberechtigten mit Nein gestimmt. Laut Landeswahlleitung gilt damit der Rechtszustand von vor der Abstimmung unverändert.“


  • „Tief verfilzte politische und ökonomische Interessen haben es bisher geschafft, ein völlig absurdes Projekt mit Manipulationen und handfesten Lügen über die rechtliche, parlamentarische und mediale Hürden zu hieven, eine Volksabstimmung auf erstunkener und erlogener Geschäftsgrundlage inbegriffen.“


  • Thomas Felder in einem Offenen Brief an Staatsrätin Gisela Erler nach der Diskussion beim Kirchentag auf dem Stuttgarter Marktplatz am 5. Juni 2015 nachmittags (ganzer Brief = Memory 43): „Was Ihre derzeitige Arbeit betrifft, so sprechen Sie gern über »Befriedung«, die Sie von Amts wegen schaffen. Mir persönlich kommt es eher vor wie eine Friedhofsruhe, die sich in unserem Lande ausgebreitet hat seit der so genannten Volksabstimmung – einem uns folgenschwer von oben herab aufgezwungenen Schmierentheater. Es ist einer Demokratie unwürdig, wenn man die Bürger derart belügt, wenn man ihnen Sand in die Augen streut, ihnen entscheidende Tatsachen vorenthält, sie schlicht hinters Licht führt, besonders klar zu erkennen am so genannten Kostendeckel und an der Leistungslüge. Nachdem der Schwindel nun aufgeflogen ist, bleibt von der Legitimierungsfunktion dieser Volksabstimmung nur noch Schall und Rauch. Das Projekt weiterhin damit zu rechtfertigen, ist der große demokratische Sündenfall der Grünen. Nun mutiert in Ihrem Munde diese »Volks-Abstimmung« auch noch zum »Volks-Entscheid« – als ob da über irgend etwas entschieden worden wäre.“


  • Die Bezirksvorsteherin für Stuttgart-Mitte schreibt im grünen „Stadtblatt“ 2/16 in einem kritischen Artikel „Was bringt Stuttgart wieder aus Grubes Baugruben?“ den merkwürdigen Satz: „Und da kommt das nach wie vor unbeliebte aber vom Volk gewollte S 21 wieder mal ins Spiel.“ Hat die Dame vergessen, dass „das Volk“ erst in der windigen, amtlich ungültigen Volksabstimmung eine Mehrheit für die Finanzierung der Neubaustrecke (nicht S 21!) bekam? Zumindest die Stuttgarter waren in der Planungsphase immer eindeutig dagegen. Aus dem Blogeintrag von 29.7.2009: - in Meinungsumfragen sprechen sich stabile 65 Prozent der Stuttgarter gegen "Stuttgart 21" aus.“ (Welt-Online)



"10 Fakten" (9)
09 05. 17 22:58
(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält und wesentliche Informationen vorenthält.)

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  • „haben getroffen“, nein, treffen sich noch aktuell jeden Montag, zuletzt gestern auf der 368. Montagsdemo.
  • Die Räumung wurde gerichtlich als unrechtmäßig eingestuft, Schwerverletzten Entschädigung zugesprochen.



"10 Fakten" (8)
08 05. 17 11:20
(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält und wesentliche Informationen vorenthält.)

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  • „Neben S21“: korrekt! Die Neubaustrecke ist unabhängig von Stuttgart 21 realisierbar.

  • Die „alte Strecke“ wird für den Regionalverkehr zwingend gebraucht, denn Esslingen, Plochingen, Göppingen und Geislingen liegen nicht an der Neubaustrecke.

  • Die Fahrzeitverkürzung nach Ulm kommt nicht durch Stuttgart 21, sondern durch die Neubaustrecke zustande. Zur Fehlplanung (unsinniger Aufwand) dieses Großprojekts Neubaustrecke: 5 Milliarden Euro für keinen Nutzen.



"10 Fakten" (7)
07 05. 17 23:42

(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält und wesentliche Informationen vorenthält.)
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  • Ob „bestehende Gleise“ noch gebraucht werden, wird sich spätestens in der Probezeit des S21-Bahnhofs heraus stellen.
  • Der „100-Hektar-Schwindel“ ist längst aufgedeckt, siehe „Jahrhundertchance“.
  • Der Rosensteinpark kann nicht wachsen, er wird im Gegenteil angeknabbert, derzeit am Hang hinter dem Schluss Rosenstein Richtung Neckar und an der Ehmannstraße wegen dem Kreuzungsbauwerk.
  • Der Schlossgarten wurde im Baufeld neuer Bahnhof zerstört, ca 8 Hektar, das künftige Bahnhofsdach kann kaum als „Park“ qualifiziert werden. Der geplante Zuwachs liegt weit weg vom Zentrum in der Gegend des Paketpostamts. Dafür braucht es aber kein Stuttgart 21.



"10 Fakten" (6)
06 05. 17 23:34
(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält und wesentliche Informationen nicht mitteilt.)

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  • Die 2 Milliarden Erhöhung des Kostenrahmens sind noch nicht finanziert. Die Bahn-AG geht vor Gericht, da die anderen Projektpartner Land, Stadt Stuttgart und Flughafen eine Kostenbeteiligung ablehnen.

  • Die „Kritiker“ stützen sich vor allem auf den Bundesrechnungshof und auf ein realistisches Gutachten von Vieregg & Rössler

  • „Obwohl das von der DB beauftragte Gutachten unter dem Strich Mehrkosten in der Größenordnung der vom Bundesrechnungshof und anderen Gutachtern belegten ca. 10 Mrd. Euro bestätigt, beruft sich Pofalla auf ein aus dem Zusammenhang des unveröffentlichten Gutachtens gerissenes Zitat („6,3 bis 6,7 Milliarden Euro Mehrkosten“). Auf so eine zitierfähige Zahl war die Beauftragung des Gutachtens angelegt.“ (Zitat aus „Pofallas Probleme mit der Wahrheit“ auf der Website Kopfbahnhof-21.de)



"10 Fakten" (5)
05 05. 17 11:22
(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält.)

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„Damals“ (1994) war noch bei etwa 50% der Züge ein Lokwechsel notwendig,
einer der „damals“ einleuchtenden Gründe für einen Durchgangsbahnhof.
Bei notwendigem Lokwechsel ist ein Kopfbahnhof im Vergleich zu einem Durchgangsbahnhof stark im Nachteil, ein großer Aufwand an Material und Personal ist erforderlich und es geht viel Zeit verloren. Heute sind Lokwechsel nicht mehr erforderlich, aber sie waren es noch zu Beginn der Planungen für Stuttgart. Auskunft des damaligen Bahnhofsleiters Hopfenzitz: „Zu Beginn der Planung Stuttgart 21 in 1994 waren noch nicht alle Regionalzüge mit Steuerwagen ausgerüstet. Bei geschätzt 50 % der wendenden Regional-Züge war Lokwechsel noch erforderlich.“

Zu „womöglich“: „Dass schon die Fertigstellung Ende 2023 extrem unwahrscheinlich ist, weil der verfluchte Nesenbachdüker viel später als geplant fertig sein wird, hatte 
Kontext bereits vor einem Monat in Erinnerung gerufen."


"10 Fakten" (4)
04 05. 17 23:38

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Die unausgesetzte Propaganda, wonach der Flughafen durch „Stuttgart 21“ per ICE in acht (jetzt „knapp 10“) Minuten erreichbar sein würde, macht fast vergessen, dass dieser längst an das Schienennetz angeschlossen ist. Seit Jahren verkehren S-Bahnen im 20-Minuten-Takt binnen 27 Minuten vom Hauptbahnhof zum Flughafen und zurück.

Die zeit- und kostengünstige Alternative zu einem ICE-Flughafenanschluss wäre schon heute über die Gäubahn-“Panorama“-Trasse mit einer Express-S-Bahn einzurichten mit sensationellen 15, maximal 17 Minuten, dafür aber direkt am Flughafen als Start/Ziel und nicht an der Messe.

Die übersteile Tunnellstrecke zum Flughafen verläuft mehr als vier Kilometer durch quellfähigen Gipskeuper, das Bau- und Betriebsrisiko ist relativ hoch. Der Flughafenbahnhof liegt in 25 m Tiefe, der Weg zum Flughafen ist zeit- und kraftraubend und frisst den Zeitvorteil im Vergleich zur S-Bahn ziemlich auf.

Der Fernverkehr nach Zürich geht schneller über die schöne Panoramastrecke,
ICE-Halte sind im unattraktiven 2-Stunden-Takt geplant.

Blick in die Zukunft von Mark Pollmann und Markus Mauz:
„Wir sind tatsächlich in 8 Minuten am Fernbahnhof, Zug war heute pünktlich. Fahrt war ziemlich dunkel. Steigen aus und überlegen uns, ob wir uns in die große Schlange vor den Aufzügen stellen (sie funktionieren!). Entscheiden uns dann, die 26,4 Höhenmeter mithilfe der fünf langen Rolltreppen im Zickzack hinauf zu überwinden, sie funktionieren auch! Oben mit unserem ganzen Gepäck angekommen, (Minute 6 nach Ausstieg) stellen wir erstaunt fest, dass wir uns nicht am Flughafen befinden, sondern erst an der Messe. Zum Flughafen geht es über einen langen Gang noch knapp dreihundert Meter zu Fuß weiter...Nach weiteren 5 Minuten erreichen wir mit unserem Gepäck schwitzend den Flughafen. Geschafft!“



"10 Fakten" (3)
03 05. 17 15:07
Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält.

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Alle Linien des Netzes haben dann eine entsprechend längere Fahrzeit. Profitieren werden die Umsteiger aus Richtung Feuerbach nach Bad Cannstatt und umgekehrt - eine Minderheit. Und natürlich die Anwohner des Stadtviertels Nord, wenn die Haltestelle Nordbahnhof nicht näher liegt.


"10 Fakten" (2)
02 05. 17 11:54

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Dieser Text ist korrekt bis auf den Begriff „Bahnhof“; nach Aussagen von Bahnfachleuten müsste es „Haltepunkt“ heißen. Er verschweigt auch das Bau- und Betriebsrisiko wegen Anhydrit beim „Wurmbau zu Babel“ und die erheblichen Belastungen der Bevölkerung wegen Lärm, Transporten auf öffentlichen Straßen und Einschränkungen des Verkehrs.


"10 Fakten" (1)
01 05. 17 10:12

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Hier wird die Idee von „Stuttgart 21“ korrekt wiedergeben. Sie hieß zuerst „quer denken“. Was jedoch fehlt, ist die Begründung der Qualität dieser Idee. Die damals beschriebene Notwendigkeit mit Argumenten wie

  • „Der Kopfbahnhof ist an seine Kapazitätsgrenze gelangt. Die neue Station lässt als Durchgangsbahnhof deutlich mehr Bahnverkehr zu.“

  • „Im heutigen Gleisvorfeld kreuzen sich die Gleise vielfach, die Züge behindern sich daher gegenseitig bei der Ein- und Ausfahrt.“

  • „Die Beibehaltung des jetzigen Kopfbahnhofes könnte die bestehenden Kapazitätsengpässe nicht beheben.“

erwiesen sich alle als völlig falsch.

Mein Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden: "Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“

Statt der Prognose von 1997

  • „Denn Stuttgart braucht in jedem Fall eine grundlegende Verbesserung seiner Bahnverkehrsanbindung. Der jetzige Hauptbahnhof kann das Fahrgastaufkommen des Jahres 2010 in keiner Weise mehr bewältigen. „Stuttgart 21“ ist daher kein Prestigeprojekt, sondern die logische Konsequenz sachlicher Überlegungen und klarer Fakten. Nur der neue Bahnknoten bietet die Kapazitäten für ein attraktives Leistungsangebot der Bahn“

war der Kopfbahnhof im Jahr 2010 nach Stiftung Warentest der pünktlichste Großstadtbahnhof Deutschlands!



"10 Fakten" (0)
30 04. 17 22:30

Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, so auch im aktuellen Artikel Lenkungskreis, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält. Die „Fakten“ werden einzeln auf den Prüfstand gestellt.
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"weicher" Mangel (3)

29 04. 17 10:04






Die weichen Faktoren
Rede von Prof. apl. Dr. theol. habil. Ferdinand Rohrhirsch am Montag, 10. 10. 2011 Stuttgart Hbf vor dem Südflügel.

Die weichen und wirklich wichtigen Faktoren kommen hinzu und sind anderer Art. Sie sind im In-der-Welt-sein des Daseins, im Komfortbereich und in der Lebensqualität des Menschen angesiedelt. Komfort und Lebensqualität waren und sind noch im Stuttgarter Hauptbahnhof da vorhanden:

- Wo man theoretisch, von Karlsruhe her kommend, keinen Anschluss an den RE nach Tübingen hatte. Praktisch aber, durch die ebenerdige Verbindung von Gleis 15 zu Gleis 3, dieser Zug dann doch noch erreicht werden konnte, weil keine Treppen, keine Lifte, keine kaputten Gepäckbänder oder Rolltreppen benutzt werden müssen.

- Wo man, noch ziemlich müde, um 6:26 Uhr von Esslingen kommend, relativ sicher sein konnte, dass der RE nach Nürnberg (ab 06:40) schon auf seinem Gleis stand.

- Äußerst angenehm waren die die 27er (07:27; 09:27 etc.) ICEs nach Hamburg. Diese kamen vom BW (Betriebswerk) und standen manchmal bis zu 20 min vor der Abfahrt schon an ihrem Gleis. Eine Reise beginnt nicht schlecht, wenn man mit einigem Gepäck und doch in Ruhe einen Zug betreten kann.

- Äußerst angenehm war auch das Gefühl, nicht sofort aussteigen zu müssen. Denn der Zug konnte ja nicht mehr weiter fahren. Da ging es nur um Sekunden bzw. ganz wenige Minuten, aber sie haben eine Entzerrung und ein mehr an Ruhe und Gelassenheit in den Alltag gebracht.

Das alles wird mit S21 nicht mehr der Fall sein. Aber ich bezweifle, ob das die manischen Optimierer von Abläufen überhaupt verstehen, was ich da sage und schreibe. Ganz sicher werden sie auch nicht verstehen, dass ich mich für die Beibehaltung des Kopfbahnhofes und seiner Modernisierung ausspreche, weil, neben all den betrieblichen und technischen Argumenten, die samt und sonders für den Kopfbahnhof sprechen,das für mich Entscheidende des Stuttgarter Kopfbahnhofes darin zu sehen ist:
In einem Durchgangsbahnhof steigt man aus, in einem Kopfbahnhof kommt man an. Das ist kein kleiner Unterschied. Er beschreibt unterschiedliche Welten. Es ist der Unterschied zwischen einer technisch automatisierten Prozesswelt, in der der Mensch zum Element wird, zu funktionieren hat und in die technischen Abläufe eingepasst wird, und einer Welt, die sich an humanen Maßstäben orientiert; in der die Technik für den Menschen da ist und nicht die Menschen für die Technik. (Ganze Rede hier lesen.)

_____________________________________________

Thema ist die Reisequalität. Nicht genannt sind hier die Vorzüge des ebenen Zugangs zu den Gleisen mit bester Übersichtlichkeit. Der Gegensatz ist bei Stuttgart 21 das Umsteigen oder der Zu- und Abgang nur möglich mit Treppen, Rolltreppen und Aufzügen. Die kurzen Haltezeiten, die im Durchgangsbahnhof angesetzt sind, bringen Hektik und verpasste Anschlüsse.



"weicher" Mangel (2)

28 04. 17 15:18
Bei Stuttgart 21 geht es der Reisequalität an den Kragen; das sollte im aktuellen Kosten-, Bau- und Termin-Chaos nicht vergessen werden! Ergänzung des Blogeintrags von gestern durch zwei profilierte Bahn- und Stuttgartkenner:

- Aus einem Memorandum von Prof. Bodack vom August 2010: „Weite Strecken zukünftiger Bahnreisen verlaufen unterirdisch: Von den Schönheiten der Stadt und des Landes sehen die Reisenden dann nichts mehr!“

- Aus der Demo-Rede von Andreas Keller am 2.8. 2010 vor dem Nordflügel Hbf: „Wann, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sind Sie zuletzt Bahn gefahren. Als ganz normaler Kunde, der sein Ticket am Automaten hier am Hbf löst? Sehen Sie denn nicht die Schönheiten der Stadtzufahrten, sei es von Ludwigsburg oder durch das Fils- und Neckartal, sei es mit der Gäubahn – geradezu vergnügungssteuerpflichtig, wie man von Böblingen, Rohr die lange Hang-Querung bis zum Ehrenhalden-Tunnel und dann die große Kurve fährt?

Eine bessere Werbung für unser Stuttgart kann’s gar nicht geben...“



"weicher" Mangel (1)

27 04. 17 23:57
Zwar kein „zentraler Funktionsmangel“ (Blog gestern), aber für mich der wichtigste Kritikpunkt und genannt gleich im ersten Beitrag auf dieser Website, dem „Memory 1“ an Baubürgermeister Hahn vom 19. März 2008:
„Fährt man mit der Bahn in Stuttgart ein, liegt die Stadt wie ein aufgeschlagenes Buch im Blick, jetzt soll dieses Buch zugeklappt werden. Zehntausende von Bahnfahrern gucken dann buchstäblich in die Röhre statt auf unsere schöne Stadt, Durchreisende bekommen gar nichts von Stuttgart zu sehen, die Stadt wird zu einem Haltepunkt, Reisequalität wird zu Reise-Fastfood. Das ist ein schlimmer Verrat an Stuttgart. Wo ist „Stuttgart“ für die Bahnreisenden geblieben? Auf das Ärmlichste reduziert in Tunnels und Tiefstationen?“


drei unheilbare Funktionsmängel
26 04. 17 23:27
Aus einem Papier der „Kakteen“ = kritische Mitglieder der IHK Region Stuttgart:
„…drei zentrale Funktionsmängel des Bahnprojekts S 21, von denen jeder einzelne zum sofortigen Projektstop führen müsste, ginge es nach Recht und Gesetz:

1. Ein geleaktes Auftragsgutachten des Aufsichtsrates konstatiert, bei S 21 würde ein „im Ingenieurbau unüblich hohes Risiko für die Betriebstauglichkeit“ von S 21 eingegangen; 20 Tunnelkilometer führen durch unberechenbaren Anhydrit. Im Schadensfall wäre der Haltepunkt Stuttgart (bahnrechtlich kein Bahnhof (!), wegen der Schrägneigung, siehe 3.) nur eingleisig oder gar nicht erreichbar wegen notwendiger Tunnelsanierung. Dies ist für einen milliardenschweren Neubau eines Bahnknotens eine katastrophale Ansage, ein No-Go.

2. Die Halbierung auf unterirdische acht Gleise bringt statt der erhofften Leistungssteigerung einen Leistungsabbau um 30 %, wohlgemerkt im ungestörten Normalbetrieb und schädigt dadurch die DB AG und die Metropolregion Stuttgart dauerhaft.

3. Der sechsfach regelwidrig schräggeneigte Bahnhof mit 15 Promille Bahnsteiggefälle ist über seine gesamte Betriebszeit eine andauernde Gefährdung der Reisenden insbesondere beim Fahrgastwechsel. Wegrollvorgänge listet die Bundesregierung selbst beim weitaus weniger schräg geneigten Gleisen (3 - 6 Promille) im Kölner Hauptbahnhof auf. Durch die Inbetriebnahme von S 21 erzeugt der Staat über die gesamte Nutzungsdauer fahrlässige Verkehrsgefährdungen für Leib und Leben der Menschen. Somit ist der Weiterbau von S 21 unzulässig schädigend und strafrechtlich verboten.“



schließe mich vorbehaltlos an
25 04. 17 22:44
„Ich selbst war, bin und bleibe entschiedener Gegner dieses Nonsense-Projektes S 21“ (zitiert aus einer E-Mail, die mich heute erreicht hat).


Terrorgefahr
24 04. 17 15:52
Im riesigen Originalfoto ganz unten ein Zug:
29 04. 17 00:04

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„Wegen der erzielbaren maximalen Aufmerksamkeits-Wirkung und der ungeheuer großen Zahl an möglichen Opfern sind der Zweite S-Bahn-Tunnel in München wie auch

die beiden Prestige-Vorhaben Fehmarnbelt-Tunnel und Stuttgart 21 nach ihrer Fertigstellung willkommene Anriffsziele für zu allem entschlossenen Verbrecher. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis diese Terroristen zuschlagen.
…Diese Gefahrenlage müsste verantwortungsvolle Planer und Politiker, die es mit der Sicherheit der Reisenden ernst meinen, eigentlich dazu veranlassen, die drei genannten Projekte ganz fallenzulassen.“
(Aus einem Memorandum von Karl-Heinz Rößler über die Terrorgefahren bei Tunnelprojekten.)


Trauerspiel SPD
23 04. 17 20:06
„Augen zu und durch“ geht nicht, wie Werner Sauerborn in seinem letzten Rundbrief erklärt:
Wo sie (SPD) schon eine Wende in der Verteilungsfrage nicht hinzubekommen scheint, ist es vielleicht zu viel erwartet, auch noch eine Wende in der Bahnpolitik, gar bei Stuttgart 21 von der SPD zu erwarten. Soviel Gesichtsverlust geht nicht, werden sich die Parteistrategen denken. Sie bleiben lieber in Deckung und hoffen dass der S21- Kelch irgendwie an ihnen vorbei geht, sie drei Kreuze machen und alles vergessen können, was die SPD hier mit verbrochen hat. Das scheint auch die Devise der neuen SPD Landesvorsitzenden Leni Breymaier zu sein, gewissermaßen das hiesige Pendant zu Martin Schulz. Diese Rechnung wird aber nicht aufgehen, weil Stuttgart 21 nicht glimpflich über die Bühne gehen wird. Das kann nur glauben, wer nichts von dem Projekt verstanden hat, was vor lauter Verdrängen vielleicht bei vielen GenossInnen der Fall ist.“


"Die Wissenschaft hat festgestellt...
22 04. 17 20:36
… dass Marmelade Fett enthält…“ Blödellied aktuell zum heutigen „march for science“:
„Viele Wissenschaftler hingen über Drittmittel am Tropf der Industrie…“
____________________________________
„Die Wissenschaft hat festgestellt,
dass Grube Drittmittel enthält…“
Gibt es eine andere Erklärung für Bahnchef a.D. Grube als „Ehrensenator“? (Blog gestern)



"...aus welchen Gründen auch immer..."
21 04. 17 23:40
Gastblog von Prof. Dr..-Ing. Manfred Fischer zu „Kulturbanausen“ vom 18.1.17:

„Das angeschnittene Thema ist nicht veraltet. Im Gegenteil: Heute wurde in der StZ unter der Überschrift "DEMO für freie Forschung" und heute früh auch im Radio auf diese DEMO am Samstag hingewiesen, bei der die angeblich wissenschaftlichen, jedoch vermehrt postfaktischen Aussagen aufs Korn genommen werden.

Der UNI-Rektor W.Ressel  sagt in einem Grußwort: "Die Universität Stuttgart mit ihrer internationalen Ausrichtung in Forschung und Lehre wendet sich entschieden dagegen, wenn - wo und aus welchen Gründen auch immer - wissenschaftlich erwiesene Tatsachen geleugnet, relativiert oder sogenannte "alternativen Fakten" gleichgestellt werden. Konstruktiver Dialog setzt verlässliche Informationen voraus, sonst nimmt nicht nur die Wissenschaft Schaden, sondern auch die Gesellschaft insgesamt. Wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses sind nicht verhandelbar."
Ob der Herr Rektor auch die Aussagen von der doppelten Leistung des geplanten Stuttgarter Tiefbahnhofes gegenüber jener des Kopfbahnhofes kennt, die der Herr Direktor Martin des Stuttgarter  Instituts für  Verkehr, Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung längere Zeit verbreitet hat?  Herr Dr.  phil.Grube wurde in jener Zeit Ehrensenator an der Stuttgarter Universität! Aus welchen Gründen auch immer, um mit Herrn Ressels Worten zu sprechen.“



Quatsch mit alternativen Fakten

20 04. 17 12:05
Flughafen-Chef Walter Schoefer spricht: „Es wird vom Lande aus möglich sein, umsteigefrei am Flughafen aussteigen zu können", stellte Schoefer in Aussicht. Das Entscheidende des Projekts sei - und mit dieser Botschaft sei er "wie ein Wanderprediger herumgerannt" - das Umland schneller nach Stuttgart zu bringen. Teilweise drastische Fahrzeitverkürzungen im Regional- und Fernverkehr sollen dadurch erreicht werden. Ulm werde dadurch beispielsweise "ein Vorort von Stuttgart“….
_____________________________

Hallo Wanderprediger Schoefer, Ihre Verkündigungen sind ziemlicher Unsinn:

  1. „umsteigefrei“ wird im Regionalverkehr nur aus einer von 8 Richtungen des Regionalverkehrs sein (Quelle); mit dem ICE ist ein magerer 2-Stundentakt geplant.
  2. „Umland schneller nach Stuttgart“: diese Predigt missachtet die Tatsachen. Herr Schoefer, lesen Sie mal die Ergebnisse der entsprechenden SMA-Untersuchung!
  3. die Fahrzeitverkürzung nach Ulm kommt nicht durch Stuttgart 21, sondern durch die Neubaustrecke zustande. Zur Fehlplanung dieses Großprojekts Neubaustrecke: 5 Milliarden Euro für keinen Nutzen



rücksichtslos

19 04. 17 14:45
"Die Bahn ist so dermaßen hintendran mit ihrem Zeitplan, dass sie das Projekt jetzt umso rücksichtsloser vorantreiben muss.“ Quelle Kontext:Wochenzeitung, „Ein schlafloses Jahr“.
___________________________________

Diese Meinung ist von einem erklärten S-21-Gegner, entspricht aber den Tatsachen an verschiedenen Stellen.



Kulturbanausen
18 04. 17 22:19
Aus Memory 15, Post an Heinz Dürr, ehem. Chef der DB (von 2010, aber nicht veraltet).
„Sie schreiben immer wieder in Ihrem Artikel davon, dass die Gleisanlagen eine hässliche Wunde wären. Auch greifen Sie ein bereits mehrfach von mir gebrandmarktes Wort in gemilderter Form auf, nämlich „wild durcheinander gehende Gleise“. Sie sind mit Ihrer Aussage nicht alleine. Herr Dr. phil. Grube sprach von einem „Schandfleck“, Herr Dr. Schuster von Gleisgewurstel, Herr Oettinger von Hüttenkruscht und Herr Prof. Kussmaul von Schrotthaufen. Tatsache ist, dass es sich bei der Gleisanlage des Stuttgarter Hauptbahnhofes um eine sehr gut geplante und weiterentwickelte funktionierende Gleisanlage handelt, die sich der Natur der Sache nach in Rostfärbung präsentiert… Ich kann allen diesen Menschen, die solche Aussagen machen, nur empfehlen, machen Sie einmal die Motorhaube Ihres Autos auf und schauen hinein oder schauen Sie mal ein Saxophon genau an. Sehen Sie dort etwa auch Gewurstel? Alle hier genannten Personen – es tut mir leid das sagen zu müssen - outen sich als „Kulturbanausen“.



lapidar ( aus kopfbahnhof-21.de)
17 04. 17 22:16
STUTTGART 21 IST NICHT REALISIERBAR! DESHALB: UMSTIEG 21


Gelbe Karte @ Stuttgart
16 04. 17 17:54
Mail an: Gelbe Karten Stuttgart
Betreff* : Stuttgart 21 und das Sonn- und Feiertagsgesetz

Sehr geehrte Damen und Herren der Stadtverwaltung Stuttgart,

ich möchte hiermit einmal förmlich nachfragen, warum die Bahn eigentlich
sich herausnimmt, an Sonntagen Sprengungen im Tunnelbau durchzuführen.
Im Feiertagsgesetz §6 I des Landes Baden-Württemberg lese ich:
„An den Sonntagen und den gesetzlichen Feiertagen sind öffentlich
bemerkbare Arbeiten, die geeignet sind, die Ruhe des Tages zu
beeinträchtigen, verboten, soweit in gesetzlichen Vorschriften
nichts anderes bestimmt ist.“

Erfüllt die Bahn einen Ausnahmetatbestand nach §6 III oder IV?
Oder wann oder von welcher Stelle wurde §12 angewendet?
Oder habe ich etwas übersehen?

Mit freundlichen Grüßen
Michael Greiner
_______________________________________
Siehe auch Blog vom 12.4.2017. Eine Antwort auf diese Gelbe Karte wird im Blog dokumentiert.



Auf den Punkt gebracht
15 04. 17 23:11
„Um nur ein paar Stichworte zu nennen: Das Prinzip S21 steht für Machtmissbrauch und Menschenverachtung, es steht für Größenwahn und Verlogenheit, für Intransparenz und Skrupellosigkeit, für Ignoranz und Korruption.“ (Zitat aus einem Parkgebet)


Worte sind geduldig
14 04. 17 10:36
Die „Linke Perspektive 2017“ der SPD fordert für die Verkehrspolitik „Schiene statt Straße“.
Von unnützen und schädlichen Großprojekten der Bahn oder Flächenbahn statt Hochgeschwindigkeitsstrecken habe ich nichts gefunden.
„Mit Worten lässt sich trefflich streiten…
an Worte lässt sich trefflich glauben,
von einem Wort lässt sich kein Jota rauben.“
(Quelle)


Bravo, bravo?
13 04. 17 23:51

Bravo Kreisverband Stuttgart der SPD zum

Schreiben an die Adressaten SPD-Bundestagsfraktion, Landtagsfraktion und Gemeinderatsfraktion Stuttgart zum Thema „Stuttgart 21“:

„Wir fordern die o.g. zust
ändigen Gremien bzw. Funktions- und Amtsträger der SPD auf, die von Seiten der DB AG vorgelegten neuen Fakten in Sachen S 21 angemessen zu berücksichtigen und in ihrer Tragweite durch die zuständigen Projektpartner bewerten zu lassen.“

Wenn die angesprochenen „neuen Fakten“ wahrheitsgemäß beantwortet würden,
kann für Stuttgart 21 keine „Förderpflicht“ Bestand haben. Aber wie dürfte es wieder kommen? Wie praktiziert mit alternativen Wahrheiten, verschweigen, tricksen, abtauchen? Oder ist die Stunde der Wahrheit endlich gekommen?

Hallo Kreisverband, warum wird die Fundamentalkritik am immer noch von der SPD befürworteten Projekt verschwiegen? Warum kein Sterbenswörtchen zur verminderten Leistungsfähigkeit, zum „Schiefhaltepunkt“ (statt Großstadtbahnhof), zur ungelösten Entfluchtung im Brandfall? Dafür kein bravo!
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In diesem Blog steht seit 1. Januar 2009 täglich eine
-Information
-Glosse
-Satire
-Karikatur
-Foto
-Zitat
als Information oder Kritik an Stuttgart 21 bzw. Argument für den Erhalt des Kopfbahnhofs
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Kirchen geben Feiertagsschutz preis

12 04. 17 23:25
Aus „Christen sagen nein“:
„Kirchen einigen sich mit Bahn auf Selbstverständlichkeit
Kirchen und Bahn haben sich laut Pressemitteilung der Kirchen vom 7. April 2017 darauf geeinigt, dass die Bahn „an hohen kirchlichen Feiertagen die Tunnelbauarbeiten ruhen“ lässt. Von Gründonnerstagabend bis Ostermontag sowie von Weihnachten bis zum Neujahrstag würden „keine Tunnelbauarbeiten stattfinden“.

Die ökumenische Initiative „TheologInnen gegen Stuttgart 21“ kritisiert diese angebliche „pragmatische Lösung“ scharf: Es gibt für die Kirchen keine Veranlassung, auf eine solche Vereinbarung einzugehen, denn
die Bahn hat an diesen besonderen Feiertagen auch schon früher ohnehin nicht an Tunnels gearbeitet. Statt eine solche Selbstverständlichkeit zu feiern, hätten die Kirchen deutlich erklären müssen, dass es ein Skandal ist, dass die Bahn für S21-Bauarbeiten seit Jahren das Feiertagsgesetz bricht. Nicht nur die höchsten Feiertage, sondern jeder Sonn- und Feiertag ist grundgesetzlich geschützt.“...
____________________________________________

Es tut weh konstatieren zu müssen, dass die Kirchen auch bei der „Machtergreifung“ mit den damals Mächtigen paktiert haben. Die ev. Kirche hatte es beim „Stuttgarter Schuldbekenntnis“ zugegeben und bedauert, bei der kath. Kirche gab es nichts Vergleichbares (so ist es im
NS-Doko-Zentrum München dargestellt). Es waren einzelne Persönlichkeiten aus beiden Kirchen, die sich gegen die Nazi-Regierung gestellt haben bei der Judenverfolgung, der Euthanasie und der Kriegstreiberei.


fatale Ergebenheit
11 04. 17 20:59
Im Blog gestern: (die S21-Befürworter) „…schauen angestrengt weg oder schlagen sich in die Büsche.“
Heute in München im
NS-Dokuzentrum-München dasselbe Phänomen: der Großteil der Bevölkerung schaute damals weg, traute sich nicht die eigene Meinung zu sagen. Damals wäre offener Widerstand lebensbedrohlich oder tödlich gewesen. Aber warum nimmt man aktuell so fatale Tatsachen wie auf dem Demokplakat (vor dem Bahntower Berlin) so duckmäuserisch hin?

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nicht demoralisiert

10 04. 17 23:29
das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 lädt ein zu einer weiteren
bewegungsinternen
Infoveranstaltung:

Strategien gegen finstere Entschlossenheit und alternative Fakten

am 24. April 19.30h (nach der MoDemo) im FORUM 3

Nach der Aufsichtsratssitzung ist klarer denn je: die einen sind finster entschlossen das Projekt ohne Wenn und Aber durchzuziehen. Sie erklären offen, Argumente nicht mehr zu beachten. Andere neutralisieren Argumente mit alternativen Fakten, also Lügen, schauen angestrengt weg oder schlagen sich in die Büsche.

Den Rahmen der Berichte über Themen und Projekte des Aktionsbündnisses soll die Frage bilden: wie reagiert die Bürgerbewegung auf den ungebremsten Weiterbau und die finstere Entschlossenheit der Gegenseite. Neudefinition der Ziele? Neue oder weitere Strategien? Kräfte bündeln? Ein zweistündiger Abend ist zu kurz, um Antworten zu finden. Aber er kann ein Einstieg sein in die anstehenden Diskussionen und ein Austausch zwischen den vielen Gruppen und Strömungen der Bürgerbewegung. Mit bewegten Grüßen von den Sprechern des Aktionsbündnisses, Norbert Bongartz und Eisenhart von Loeper



falsches Werbesprech 1997 (7)

09 04. 17 22:16
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG:
Seite 4 „Durch die Umwandlung des alten Kopfbahnhofs in einen Durchgangsbahnhof werden überflüssige Fahrstrecken, komplizierte Rangiermanöver und zum Teil auch lästiges Umsteigen vermieden.“
_________________________________

„überflüssige Fahrstrecken“, was ist damit gemeint? Etwa die Gäubahn in Stuttgart, die inzwischen wieder unverzichtbar erscheint? Überflüssig aber scheint die Neubaustrecke zu sein mit der Flughafenanbindung an den ICE! (Nachweise finden sich reichlich

hier.), - „komplizierte Rangiermanöver“ sind im Kopfbahnhof längst entfallen durch 100% Wendezüge mit zwei Führerständen hinten und vorne ,- „lästiges Umsteigen“ wird bleiben, nur noch lästiger und kundenunfreundlicher werden (Nachweis hier).
Bessere Formatierung im
Blog.



wichtig

08 04. 17 23:11
Foto von meiner Pilgerfahrt Magdeburg-Gnesen (Polen)

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„Es gibt ein Leben außerhalb Stuttgart 21“




Abbruch Stuttgart
07 04. 17 13:10

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Auf der neuen Website

aufbruch-stuttgart.com habe ich vom „Abbruch Stuttgart 21“ nichts finden können. Immerhin hat Wieland Backes gestern in seinem Beitrag als Überraschungsgast der Mitgliederversammlung der Freunde des SWR-Sinfonieorchesters gesagt „Stuttgart ist nicht nur Stuttgart 21, Feinstaub und Stauhauptstadt…“

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Eine Arbeitsgruppe „Umstieg 21“ ist nicht eingerichtet, sie wäre die größte Wohltat eines Aufbruchs, von dem nicht nur ich träume.




ziemlich weit oben
06 04. 17 00:42

Auf dem Foto steht Grundwasser wenig (ca 3 Meter) unter der Oberfläche und gar nicht

„tief unten“: „23 Meter tief reicht der Schacht unter das Erdbodenniveau an der Schillerstraße, die an der Grube entlangführt. Ein Haus, das so hoch ist, hätte ungefähr acht Stockwerke.“ Foto S.B. Ende März 2017
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Post aus München
05 04. 17 20:00
„ kein neues Stuttgart 21-Debakel in München!

In Zeitungsnotiz aus Westfalen über Stuttgart 21
„skandalbehaftetes Großprojekt“
________________________
„Das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm ist deshalb eine einmalige Jahrhundertchance, um die uns viele Städte beneiden.“ (aus
21 gute Gründe für Stuttgart 21)


Bahn und Widerstand aktuell
04 04. 17 12:12
Gestern die 365. Montagsdemo. Auf dem Schlossplatz wie immer viele Demonstranten, 150+. Dr. Benhard Knieriem von „Bahn für alle“ kam verspätet, sein ICE hatte 2 Stunden Verspätung. Das Thema seiner Demorede zur aktuellen Situation der Bahn: „Finster entschlossen gegen die Wand.“ (Video der Rede ab Minute 34)
Foto von gestern S.B.

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03 04. 17 23:48

Silbe fehlt


Fehlt in der Wortmitte nicht die Silbe „-ver“?

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Foto Andreas Keller

obsolet
02 04. 17 22:32
stuttgarter-zeitung: „Nicht nur die Baulogistikfläche am Nordbahnhof wird vor Fertigstellung des neuen Bahnknotens aufgegeben, auch die dorthin führende Baustraße wird gekappt.“
_____________________________________

Das bedeutet: kein Aushubmaterial aus Tunnels und Bahnhof mehr auf der Schiene, die LKWs fahren über öffentliche Straßen in Stuttgart und quer durchs Land. Die vollmundigen Versprechungen zu Beginn sind Makulatur.



$21 tötet!
01 04. 17 23:57
Aus dem Blog von vorgestern mit Trommel und Kröte $21:
„Die S21-Baustellen rund um den Hauptbahnhof halten mit ihrem hohen Schüttgut-Umschlag, den BauMaschinen und Bau-Fahrzeugen die Luftverschmutzung (Feinstaubbelastung) im Stuttgarter Talkessel auf Rekordwerten.“
Feinstaub tötet mehr Menschen, als alle Kriege der Welt zusammen. Wieso juckt uns das eigentlich nicht?
Dazu ein zweieinhalbminütiges
Video.


von wegen kurz vorher
31 03. 17 23:10
http://www.westfalen-blatt.de/…Bürgermeister Michael Esken (CDU) fühlt sich angesichts dessen an ein skandalbehaftetes Großprojekt erinnert: »Ich komme mir vor wie bei Stuttgart 21.«

So ganz Unrecht hat Esken (50) da nicht: Beim baden-württembergischen Bahnhofsprojekt waren die Beschlüsse in den politischen – darunter auch öffentliche – Sitzungen gefällt worden.
Erst im Nachhinein, kurz vor Einleitung der Bauphase, regte sich Widerstand in der Bevölkerung.“
______________________________________

Die Sage vom zu späten Widerstandes gegen Stuttgart 21 kann leicht widerlegt werden. Auf einem
Video der sogenannten Bürgerbeteiligung von 1997 im Stuttgarter Rathaus ist ein entschiedener Widerstand der Bürgerschaft dokumentiert. Das war 13 Jahre vor dem offiziellen Baubeginn „Prellbockanhebung“ am 2.2.2010. Ist das etwa „kurz vor Einleitung der Bauphase“?

30 03. 17 23:44


ganz sachlich

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Feinstaub-Demo heute am Charlottenplatz. Rednerin Dr. Angelika Linckh wies ganz nüchtern und sachlich auf den Anteil von Stuttgart 21 am der Feinstaubmisere hin:

„Die S21-Baustellen rund um den Hauptbahnhof halten mit ihrem hohen Schüttgut-Umschlag, den BauMaschinen und Bau-Fahrzeugen die Luftverschmutzung im Stuttgarter Talkessel auf Rekordwerten. Die Landesanstalt LUBW hat auf den Staubfiltern einen erhöhten Anteil typischen Baustellen-Feinstaubs auf den Staubfiltern nachgewiesen. Als Ärztin, die sich der Gesundheitserhaltung verpflichtet fühlt, fordere ich seit Jahren den Baustopp von S21 und eine ernsthafte Prüfung der von der Bürgerbewegung entwickelten Alternative Umstieg 21 (was sich jetzt laut Umfrageergebnis von infratest dimap sogar eine Mehrheit der Projektbefürworter wünscht).“ (ganze Rede hier lesen)


sinnlos

29 03. 17 19:45

Demoposter aktuell von C. D.

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falsches Werbesprech 1997 (6)
28 03. 17 23:40
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG:
Seite 4 Denn Stuttgart braucht in jedem Fall eine grundlegende Verbesserung seiner Bahnverkehrsanbindung. Der jetzige Hauptbahnhof kann das Fahrgastaufkommen des Jahres 2010 in keiner Weise mehr bewältigen. (Markierung S.B.) „Stuttgart 21“ ist daher kein Prestigeprojekt, sondern die logische Konsequenz sachlicher Überlegungen und klarer Fakten. Nur der neue Bahnknoten bietet die Kapazitäten für ein attraktives Leistungsangebot der Bahn.
Das große Lalula
(Kommentar)



fast unglaublich
"21 gute Gründe für Stuttgart 21" ist immer noch im Netz auf der DB-Seite!
Im Vorspann ist zu lesen:
„Die Broschüre "21 gute Gründe für Stuttgart 21" arbeitet das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm umfassend auf und stellt seine Bestandteile kurz und prägnant vor. Mit zahlreichen Visualisierungen und Grafiken macht sie Zusammenhänge leicht verständlich und bietet einen einfachen Einstieg in das Bahnprojekt. Als Printausgabe ist die Broschüre im Turmforum erhältlich.“
________________________________
Richtig ist:
Die „21 guten Gründe“ erweisen sich bei kritischer Betrachtung vielfach als fragwürdig, halbwahr oder falsch. Die seit Ende des Jahres 2013 nicht mehr erhältliche Broschüre ist ein Produkt raffinierter Propaganda. Analyse der 21 guten Gründe
hier.

Mein Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden:
"Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“



jubelnd Applaus?

26 03. 17 23:17
Zum Blog von gestern, Kommentar von Bruno Ernst:
Es kann keine Rede mehr davon sein, dass „die Bevölkerung… jubelnd Applaus“ zu Stuttgart 21 gibt. Das Projekt wird allenfalls geduldig ertragen, ich höre meist nur ein Beseufzen und Ablehnung des Projekts. Tatsächlich gab es aber zunächst viel Zustimmung zu der angeblichen „
Jahrhundertchance“, zu der heute nur noch die Projektparteien und Profiteure stehen, auch naive Geister, die immer noch auf die raffinierte Propaganda hereinfallen.

Die Werbebroschüre

Gegenöffentlichkeit

Mein Dank per E-Mail an den SWR:
„Danke sehr für die Kommentarmöglichkeit beim Bericht zur Pressekonferenz des Aufsichtsrats "finster entschlossen". So gibt es doch die Möglichkeit zur Korrektur oder Ergänzung der Videos und der Texte, was ich mit meinem Kommentar „eine Handvoll" getan habe.
Mit Oben bleiben
S.Busch“
__________________________________
Aus dem Kommentar von Bruno Ernst „bestürzend“:
„…Dass aber eine Bevölkerung dazu noch jubelnd Applaus gibt, dass man ihr aus Gewinninteresse, den Bahnverkehr zerschlägt, eine Landeshauptstadt den Immobilien-Haien zum Fraß vorwirft und damit das Stadtklima und die Atemluft der „Feinstaub-Hauptstadt“ Deutschlands noch weiter zerstört, ihr nach und nach die Lebensgrundlage entzieht – das bestürzt mich.“...


finster
24 03. 17 08:20

25 03. 17 21:08

Aus E-Mail von Klaus Behrendt:
1 dunkel, düster erscheinend und dadurch unheimlich
2
anrüchig, zwielichtig
3
verdüstert, unfreundlich, feindselig wirkend
 
Synonyme zu finster
dunkel, düster, lichtlos, ohne Licht, [raben]schwarz; (umgangssprachlich) zappenduster; (umgangssprachlich emotional) pechschwarz; (umgangssprachlich emotional verstärkend) stockdunkel, stockduster
bedrohlich, beklemmend, gespenstisch, grausig, gruselig, schauerlich, schaurig, unheimlich; (norddeutsch) glupsch
anrüchig, berüchtigt, fragwürdig, nicht geheuer, rätselhaft, undurchsichtig, verdächtig, zweifelhaft, zwielichtig; (gehoben) dubios; (bildungssprachlich) obskur, ominös, sinister, suspekt; (umgangssprachlich abwertend) halbseiden
 
Finster ist ein Adjektiv, aber Lutz benutzt es wie ein Adverb.
Vermutlich ist die deutsche Sprache aber nicht seine schlimmste Schwachstelle.


gelogen
23 03. 17 21:13

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Demo gestern vor dem Bahntower, anschließend tagte der Aufsichtsrat und in der Pressekonferenz zeigt sich der neue Bahnchef Lutz „finster entschlossen“, Stuttgart 21 zu Ende zu bauen "Wir werden es machen, im Rahmen der Kosten und im Rahmen der Terminpläne, die wir vereinbart haben." Dass beides illusorisch ist (Fertigstellung 2021 und Kosten von 6,5 Milliarden) weiß er bestimmt (wenn er es nicht weiß, ist er miserabel informiert). Also hat er wie seine Vorgänger bewußt Propagandablasen abgesondert und die Unwahrheit gesagt (Bericht SWR aktuell). Die Vokabel „finster“ passt gut zu dem unterirdischen Projekt. Es ist kein freudiger Aufbruch, sondern bedeutet Scheitern auf Raten.


Stuttgarter Kehrwoche S21 in Berlin
22 03. 17 23:44
18 aufgesprühte Parolen vor dem Bahntower am Potsdamer Platz mussten vor der Sitzung des Aufsichtsrats entfernt werden…
Foto S..B.

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Zitat
21 03. 17 14:42
Prof. Dr. Wolfgang Hesse, Ludwig-Maximilians-Universität München; „Garantiert unterirdisch: Tunnel-Wahn in Stuttgart und München“, Rede auf der 363. Montagsdemo vom 20.3.2017 zu Stuttgart 21:

„Die Mutter aller zynischen, aberwitzigen,
pharaonischen Bahnrückbauprojekte“



alter Stiefel
20 03. 17 22:08
Aus der heutigen Rede (ab Minute 17:47) von Tom Adler, Fraktionsvorsitzender der Fraktionsgemeinschaft SÖS, LINKE, PluS; „Neuer Bahnchef – Alter Stiefel“:

„Wir wissen, dass die größten Probleme des Tunnelbahnhofprojekts ungelöst, verschleiert und in Zukunft verschoben werden…„Unummkehrbar zur schreien ist nichts als pfeifen im dunklen Wald.“


noch nicht ganz museumsreif
19 03. 17 23:51
Heute Besuch im neu aufgestellten Stadtmuseum Bad Cannstatt.
Von Stuttgart 21 habe ich nichts gesehen, aber in der Internetbeschreibung:

„Ein besonderer Sammlungsbereich der jüngsten Zeit waren die Ereignisse rund um »Stuttgart 21«. Seit Mitte 2010 dokumentierten die Fotografen der arge lola, Kai Loges und Andreas Langen, die Proteste für und gegen das Bahnhofsprojekt in Stuttgart und außerhalb. Gleichzeitig wurde aktiv gesammelt, und es kamen über 1200 Objekte in die Sammlung: Plakate und Buttons, Kunsthandwerk, Kreatives und Werbeartikel, einschließlich K21-Limo und »Resist«-Bier. Zu den Höhepunkten dieser Sammlung gehören ein Bahnhofsmodell aus Legosteinen, das den Moment festhält, in dem der Nordflügel abgerissen wird sowie ein 1,20 m tiefer Erdabstich aus dem Schlossgarten, der als Bodenprofil die historischen Schichten vom Mittelalter bis zur letzten Demonstration zeigt.“
_________________________________________
Es gibt noch viel zu sammeln, die Kuh ist noch nicht vom Eis, das Projekt geht nur zäh voran. Und überhaupt… siehe Blogmotto.



Die letzten 4 Blogeinträge erst nachträglich eingestellt


falsches Werbesprech 1997 (5)
18 03. 17 23:12
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG:
„Der zweite große Abschnitt, das Gebiet B, umfaßt 48 Hektar zwischen der Wolframstraße und dem Paketpostamt am Rosensteinpark. Hier kann gebaut werden, sobald (im Jahr 2008) der neue Bahnhof fertig ist.“



biblische Geschichte
17 03. 17 23:18
Relief am Mailänder Dom, selbsterklärend (hinten links Kefer, Grube…)

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Feigenblatt Rosenstein
16 03. 17 21:12
Aus einer E-Mail zu den Rosenstein-Aktivitätem der S21-Befürworterparteien im Stuttgarter Gemeinderat ((lesen bei Zum Blog aktuell):
„Die Motive der Antragsteller - die sich ja selber als die Koalition der S21-Befürworter der ersten Stunde kennzeichnen -  sind aber überdeutlich: es geht ihnen um genau dasselbe wie bei diesem "Gläsernen Büro Rosenstein" am Nordbahnhof, das BM Pätzold am kommenden Montag (!) um 18:00 (!) eröffnen will, oder dem Rosenstein-Ausstellungsraum gegenüber dem Rathaus, der heute in der StZ erwähnt wird: den Eindruck von der Unumkehrbarkeit von Stuttgart21 in den Köpfen zu verankern. Denn direkt über S21 gelingt ihnen das ja grad nicht wirklich, deshalb wird alle Propaganda am "Wohnungsbau-/Bürgerbeteiligungs-Projekt" Rosenstein festgemacht.“



Der Dichter spricht (47)
15 03. 17 23:04
J.W.v.Goethe
„Man lernt das Vortrefflichliche nur in dem Maße kennen, insofern man das Mangelhafte einzusehen imstande ist.“
___________________________________

Das Vortreffliche des Stuttgarter Hauptbahnhofs steht fest, ist vielfach bewiesen und bewährt (Pünktlichkeit, Sicherheit, ebener Zugang zu den Bahnsteigen, frische Luft…). Das Mangelhafte an Stuttgart 21 steht ebenso vielfach fest. Zum Beispiel der „unheilbare Mangel“ der fehlenden Betriebssicherheit, wie sie im
Vortrag von Dr. Sierig nüchtern und deutlich beschrieben wurde. Von den Befürworterparteien wollte es offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen werden, denn sie besuchten diese Veranstaltung gar nicht.


Kann es besser werden?
14 03. 17 22:51
Werner Sauerborn: „Was die Deutsche Bahn in den letzten Jahren geboten hat, ist ziemlich unrühmlich: Milliardenverluste – Tendenz steigend, keine Strategie gegen Fernbuskonkurrenz, Positionsverluste im Regionalverkehr,  Güterverkehr und Nachtzüge abgewirtschaftet, fragwürdige Großprojekte zulasten eines guten Flächennetzes. Mit dem Rücktritt von Bahnchef Grube wird die Krise offensichtlich.“
___________________________________
Aktuell: Finanzvorstand Lutz rückt in Kürze an die Spitze der Deutschen Bahn. Wird der „Mann der Zahlen“ das Fass ohne Boden Stuttgart 21 zumachen können? Aber auch er wird ein Stück weil am Tropf der Politik hängen, die ein völliges Desaster auf die Zukunft schiebt ohne Rücksicht auf Verluste und zu Lasten einer bürgerfreundlichen und funktionierenden Bahn.


zwei Lesarten
13 03. 17 20:12
Mit den Beschlussfassungen zur GRDrs 65/2017 soll die Verwaltung relativ unverbindlich mit weiteren Planungen zur Entwicklung des Rosensteinquartiers beauftragt. Die Fraktionen im Gemeinderat, die die mit dieser Entwicklung verbundenen Chancen der Stadtentwicklung ermöglicht haben, wollen konkreter werden und beantragen, dass die Verwaltung bis zur Sommerpause die folgenden Punkte erarbeitet und dem Gemeinderat vorlegt: (lesen bei Zum Blog aktuell)
_______________________________________
Meine Lesart: „Die Fraktionen im Gemeinderat für die „
Chancen“ von Stuttgart 21 sind auch verantwortlich für das entstandene Desaster des in mehrerer Hinsicht gescheiterten Bahnprojekts und für die entstandene Stadt- und Parkzerstörung mit all den Beschwernissen der Stadtbevölkerung im Hinblick auf den Verkehr und die U-Bahn-Unterbrechung der zentralen Linien für mehrere Jahre usw.



Der unheilbare Mangel
12 03. 17 19:20
Blog vom 30.11.15:
Kommentar zu
stuttgarter-zeitung.fuenf-jahre-nach-der-schlichtung-geisslers-umstrittener-schlichterspruch.

Der Konflikt um Stuttgart 21 wird andauern, weil das Projekt auf Täuschungen und politischem Irrglauben und Machtgehabe gebaut ist und nicht auf Vernunft, Realität und natürliche Gegebenheiten. Mit dem Verschwinden der „21 guten Gründe für Stuttgart 21“ ist die Sinnhaftigkeit und Planrechtfertigung des Großprojekts sichtbar verloren gegangen. Man mag nicht mehr an eine Fertigstellung glauben, zu groß sind die Ungereimtheiten und Mängel des Projekts. Die Reduzierung des immer noch funktionierenden Kopfbahnhofs auf halbierte Gleiszahl und gefährlichen Haltepunkt bleibt der unheilbare Mangel von S21.
______________________________________________________

Aktuell kommt als naturgegeben und nicht beherrschbar die Gefährdung durch die Geologie bei allen Stuttgart-21-Tunnels hinzu. Ganz sachlich wird dieser „unheilbarer Mangel“ von Dr. Jakob Sierig erklärt in seinem
Vortrag im Rathaus nach der letzten Montagsdemo. Unheilbar ist auch die verlorene Wirtschaftlichkeit.



falsches Werbesprech 1997 (4)
11 03. 17 23:14
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG:
Auf Basis der Planungen der Stadt Stuttgart werden diese Flächen von der Deutschen Bahn-AG entwickelt und veräußert. Dies trägt maßgeblich zur Finanzierung der neuen Bahnanlagen bei.“
__________________________________________
Was heißt „maßgeblich“? Es dürfte inzwischen eher ein geringer Anteil sein, unter 1/10 der Gesamtkosten von derzeit 10 Milliarden.



Sehr geehrter Herr Prof. Felcht...
10 03. 17 23:19
„…Wir haben uns deshalb veranlasst gesehen, wegen des Tatverdachts der Untreue gegen die ehemaligen Vorstandsmitglieder Dr. Grube und Dr. Kefer sowie gegen Sie – infolge Ihrer Verantwortung für die schadensursächliche Vertagung der Entscheidung – Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin zu erstatten.“
_______________________________________

Immer wieder haben die Aufsichtsräte den Kopf in den Sand gesteckt und sich vor Konsequenzen aus Kostenexplosionen und Risiken gedrückt. Es reicht jetzt! In der Aufsichtsratssitzung am 22.März muss bahnpolitisch, personell und bei S21 die Wende eingeleitet werden.

Der Brief an den Aufsichtsratsvorsitzenden Felcht (hier lesen) beschreibt das ganze Elend der Fehlplanung und der bedrohlichen Risiken von Stuttgart 21. Felcht dürfte einer der Nächsten sein, die von der Fahne gehen und einen Scherbenhaufen hinterlassen.


Abschieds-Leporello...
09 03. 17 22:56
...vom Rosenmontag

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Post aus München
08 03. 17 22:40

„Noch ist Zeit, das unterirdische Tieftunnel-Projekteine drohende Neuauflage vom jetzt schon gescheiterten Stuttgart 21 – zu stoppen, die Pläne zu revidieren und München zu einer zukunftsweisenden Nahverkehrs-Lösung und Stadtentwicklung zu verhelfen.“ ________________________________________

Wieso ist Stuttgart 21 schon gescheitert? Es wird doch noch sichtbar gebaut! Jedoch bereits gescheitert im Hinblick
- auf die Leistung
- auf die Bauzeit
- auf die Kosten
- auf die Betriebssicherheit
Es mehren sich die Zweifel, ob es je in Betrieb gehen kann.



zu gestern von vorgestern
07 03. 17 13:01
Zu Stuttgart-21-Befürwortern im gestrigen Blog:

Kuhn
OB Fritz Kuhn nach seiner Wahl: „Ich bin immer noch nicht überzeugt, ob es bei S21 richtig ist, für 5 bis 10 Mrd. einen Bahnhof unter die Erde zu legen, dessen Kapazität zu klein ist… Als OB werde ich die Bahn zu Transparenz zwingen. Bürgerbeteiligung wird künftig stattfinden, ehe die Entscheidungen getroffen sind.

Zuruf an Herrn Kuhn: Sind Sie jetzt davon überzeugt, obwohl die Kapazität zu klein ist? Sie wollten doch klären lassen, wie die
Pfahlgründung des Bahnhofturms ist, Holz oder Eisen. Dazu haben sie aber die Bahn nicht gezwungen, auch nicht zum Vergleich des Kopfbahnhofs mit Stuttgart 21. Sie haben die Seite gewechselt und mit „Wendehals“ müssen Sie leben!

Pätzold: Seit Peter Pätzold Baubürgermeister ist, ist er im Mainstream der Befürworter gelandet.

Zuruf: Herr Pätzold, haben Sie nicht schon auf der Demobühne gegen Stuttgart 21 gesprochen? Hat Sie der Mut verlassen, weil Sie um Amt und Würden Sorge tragen?

Föll:
Finanzbürgermeister Föll bei seinem Vortrag in Steinhaldenfeld über den Finanzierungsanteil der Stadt Stuttgart für Stuttgart 21: für Baukostensteigerungen bis maximal 161 Millionen zusätzlich zu den 31,6 Millionen. Ein CDU-Mitglied nannte das in der Diskussion - auf dem Hintergrund der Zusammenstellung des BUND (weit über eine Milliarde) - gelogen (aus Blog vom 24.9.2009).

Zuruf: Herr Föll, Sie waren einer der
„Heizer auf der S-21-Lok“ und sind verantwortlich für die Malaise Stuttgart 21 und die verlorenen hundertausende Millionen im Stadtsäckel.


NEIN!
06 03. 17 23:47

„Herr Kuhn, Herr Pätzold und Herr Föll: NEIN, wir geben unseren Widerstand gegen Stuttgart 21 nicht auf!“ ______________________________________________

Aus der Demorede von Stadtrat Luigi Pantisano (hier, ab Minute 38).


Schnee von 2010 (4) 2008
05 03. 17 23:00
Aus dem Memory Nr.3 an Prof. Heimerl vom7.4.2008: …“So kommt es auch, dass aufmerksame Bürger immer wieder Fehler und Schwindeleien entdecken, die Flecken auf die einseitige Darstellung werfen und damit das ganze Projekt verdunkeln. Sie, Herr Prof. Heimerl, haben beispielsweise das Umsteigen im künftigen Tiefbahnhof als schneller und komfortabler bezeichnet, weil drei Übergänge zwischen den Gleisen vorgesehen seien, während man im Kopfbahnhof ganz nach vorn gehen müsse. Im jetzigen Kopfbahnhof ist jedoch auf halbem Wege eine Unterführung (allerdings ohne Rolltreppen und Aufzüge, wie es heute Standard ist und vermutlich im Focus auf S 21 unterblieben ist) also zumindest zwei Übergänge, wovon der eine unübertroffen bequem ist, weil sich alles auf einer Ebene abspielt. Dann gibt es noch die Unterquerungen von Post und Paketpost, die vielleicht nutzbar gemacht werden könnten.“…


O wie gelungen!
04 03. 17 23:50
Im neuen 3-D-Modell ist die Abbruchkante am Nordflügel originell weiß verkleidet, daneben die Betonflachwurzler auf dem Bahnhofsdach.

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Statt der weißen Wände könnte man die originalen Muschelkalkquadern nehmen, es gibt sie noch im Natursteinpark Tübingen. Oder soll es zur Erinnerung sein an die Schändung des Bonatz-Bahnhofs, dem ehemaligen Kulturdenkmal oberster Kategorie ?


optische Schaumschlägerei
03 03. 17 23:08

Über das neue Modell des Bahnhofs mit Umgebung (Stuttgarter Zeitung): „Es wird Zeit, dass die Menschen den zukünftigen Bahnhof kennenlernen und sich darin umschauen. Der Verein bietet mit dem 3-D-Modell die Möglichkeit, sich quasi von zu Hause via Internet in die Zukunft zu zoomen“, sagt Georg Brunnhuber, Vorsitzender des Projektvereins. _______________________________________
G. Brunnhuber tönt von Zukunft, die dem „
3-D-Modell“ allerdings mit der gefakten Baumbepflanzung durch Großbäume von der Gattung der „Betonflachwurzler“ die Glaubwürdigkeit entzieht.
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Die virtuelle Welt von Stuttgart 21: ohne Leben und mit hohen Bäumen, die nie und nimmer dort wachsen könnten (neben der Bahnhofshalle, vor der Reichsbahndirektion im Hintergrund).



falsches Werbesprech 1997 (3)
02 03. 17 23:49
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG

„109 Hektar Gleisflächen werden umgewandelt in lebendige Stadtquartiere, Grünflächen und Parks im Herzen Stuttgarts.“
________________________________________
…und die Erde ist eine Scheibe.
(Zu Flächen und „Parks“
Informationen hier.)


Aschermittwoch
01 03. 17 10:52
„Immer wieder werde ich gefragt – von Stuttgartern und von solchen, die außerhalb und zum Teil weit weg wohnen: Warum demonstrieren die immer noch, das Projekt ist doch im Bau, ist weit fortgeschritten, lässt sich doch nicht mehr stoppen? Dann frage ich jedes Mal zurück: Na und? Sollen wir deshalb den Mund halten? Uns zurückziehen und schweigen? Wieso sollten wir das tun?

Wird das Projekt dadurch legitimer, dass Fakten geschaffen werden? Wird es dadurch richtiger, dass es mit allen Mitteln, trotz ungelöster bautechnischer Probleme, mit Tricks und Mauscheleien…vorangetrieben wird?“
_____________________________________________

Die großartige
Demorede von Pfarrerin und Stadträtin Guntrun Müller-Enßlin vom Rosenmontag hätte viel besser zum heutigen Aschermittwoch gepasst. Ich lag falsch mit meiner Prognose (Blog von vorgestern) „Statt normaler Rede eine Art Büttenrede, die die komischen und unsinnigen Aspekte des „Wurmbaus zu Babel“ aufs Korn nimmt.“
Frau Müller-Enßlin zog stattdessen eine Bilanz des Widerstands und beschrieb die machtpolitischen Mechanismen, warum der Wurmbau S 21 noch nicht gescheitert ist.
Die Projektbetreiber müssten eigentlich heute in Sack und Asche gehen, werden aber noch durch fette Abfindungen, Pensionen und lukrative Posten belohnt, die Mappus, Gönner, Mehdorn Kefer, Grube usw.



im Demozug gegen Stuttgart 21 gestern
28 02. 17 17:23
Capella rebella in Kleinbesetzung

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Personen, von links nach rechts:
Ingenieur, Trompete - Pensionist, Saxofon - Programmierer, Horn - Physiotherapeutin, Trompete
fehlt: Rentner (Trommel)

Gespielt wurde:

Eine Insel mit zwei Bergen
Bruder Jakob
Da sprach der alte Häuptling
Bella ciao
Wer soll das bezahlen
EL Pueblo
Bubamara
Luna Rossa
Freunde schöner Kopfbahnhöfe
Über immer Treu und Redlichkeit
Ein schöner Bahnhof für alle




Widerstand humorvoll, nicht verbissen!
27 02. 17 11:08

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Seit vielen Jahren (8?) gibt es einen farbigen Faschingsumzug mit Transparenten und Musik (Trommler der „Lokomotive Stuttgart“ und der „Capella rebella“ - ich bin mit dem Saxofon dabei). Er endet bei der Montagsdemo auf dem Schlossplatz. Statt normaler Rede eine Art Büttenrede, die die komischen und unsinnigen Aspekte des „Wurmbaus zu Babel“ aufs Korn nimmt.


kleinlaut geworden!
26 02. 17 23:15
Schluss und Fazit meiner Büttenrede (212. Montagsdemo Rosenmontag 3. März 2014 Schlossplatz Stuttgart):

„Die „21 guten Gründe für Stuttgart 21“ sind eine Sammlung von falschen Werbesprüchen, Halbwahrheiten und Luftnummern! Die Menschen aus dem Land und besonders die Stuttgarter werden zum Narren gehalten! Deshalb sind wir ja so narret!“
_________________________________________________

Die Befürworter des Schadprojekts Stuttgart 21 sind sehr kleinlaut geworden, wenn es um die Vorzüge des Projekts geht, denn seine Sinnhaftigkeit und damit die Planrechtfertigung sind längst dahin. Am letzten Tag der Filderanhörung konstatierte ich in meinem Redebeitrag:

„Mein Eindruck von den vielen hier verbrachten Stunden ist: Meine Herren von der Bahn  (ich sehe keine Frau) und speziell die Bahn-Anwälte Schütz und Kirchberg, an die Stelle der Sinnhaftigkeit, der Qualität des Projekts setzen Sie jetzt die vorhandenen Verträge, EU-Recht, Finanzierungsvereinbarung usw. und den bereits erfolgten Baufortschritt. Damit lassen wir Bürger uns aber nicht abspeisen!“
(Ganzer Redebeitrag bei
Zum Blog aktuell)


falsches Werbesprech 1997 (2)
25 02. 17 23:10
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG
„Stuttgart 21 ist das erste einer Reihe von „21-er-Projekten“ der Deutschen Bahn-AG“

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Inzwischen ist klar: das einzige „21-er Projekt“ war und bleibt Stuttgart 21.



infratest-dimap-Umfrage
24 02. 17 23:42
Aus der Rede von Martin Poguntke von der letzten Montagsdemo zur infratest-dimap-Umfrage:
„Die Sensation der Befragung war ja eindeutig das Ergebnis der dritten Frage, der nach „Umstieg 21“: Sage und schreibe 63 % der Bevölkerung fordern: Prüft den Vorschlag, auf die Modernisierung des Kopfbahnhofs umzusteigen! Fast zwei Drittel der Baden-Württemberger, quer über alle Parteien hinweg, wenden sich gegen ein stures Weiter-so.“
Ganze Rede
hier lesen.


Blaue Rohre
23 02. 17 18:00
Aus der Geschichte von Stuttgart 21
(Immer noch verschandeln Blaue Rohre die Stadt!)

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Rohrgedichte 1

Herr Grube schaute in sein Rohr,
doch stand am andern Ende
ein Parkschützer davor,
worauf den Durchblick er verlor.

Das Rohr misst siebzehn Kilometer,
von einem End zum andern,
sagt uns der Geometer,
genug zum Park-Verschandeln!

Das Rohr bald Wasser transportiert,
der Bahnchef aber transpiriert,
denn seine Hydrologen
haben ihn angelogen.

Eckart Schäffer
Stuttgart-17-08-11



Eiertanz statt Umstieg
22 02. 17 12:00
Aus der Demorede von Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischer von vorgestern:

„…denn alle diese Personen, Herr Wittke, Herr Leger, Herr Kuhn und Frau Schelling blenden nämlich die verheerenden Folgen eines, durch den Anhydrit verursachten Schadens, völlig aus. Bei der Beurteilung eines Risikos spielen nämlich nicht nur die Höhe der
Schadenswahrscheinlichkeit eine Rolle sondern auch die Folgen des Schadens. Das wäre ein Verkehrs-Chaos im Bahnknoten Stuttgart, wegen der erforderlichen Sperrung einer geschädigten Tunnelröhre. Genau das darf aber in Stuttgart nicht passieren.
 
Alle Personen, die hier zu Wort kamen, müssten das wissen. Sie blenden diese Gefahr jedoch einfach aus. Dazu zitiere ich wieder einmal den Satz von Altbürgermeister Rommel, der lautet: „Ist der Weg auch falsch und steinig, Hauptsache, wir sind uns einig.“ Jedem Einzelnen fehlt offensichtlich bislang noch der Mut, das einzig Richtige zu fordern, nämlich den UMSTIEG. Durch ihn kann das Anhydritrisiko im Stuttgarter Verkehrsknoten auf NULL gestellt werden. Aber sie alle machen derzeit um diese NULL einen Eiertanz mit den Worten: „bewältigen“, „beherrschen“, „minimieren“ Aber, das Risiko kann damit nicht vertrieben werden. Das sagt auch das Schweizer Gutachten aus. Und deshalb wird dieses Gutachten einfach ausgeblendet, obwohl ich bis heute keine technischen Gründe gegen dieses Gutachten gehört habe. Ohne den Umstieg wird aber Stuttgart zum Kaninchen vor der Schlange oder mit anderen Worten, zum Spielball des Anhydrit.“
Ganze Rede
hier lesen.


Pfui!
21 02. 17 17:48
E-Post an die Stuttgarter Zeitung:
„Guten Abend Herr Christian Milankovic (mil),
Ihr Artikel ist o.k., nicht aber, dass die StZ hier die Kommentarfunktion abgeschaltet und damit die kompetente Gegenöffentlichkeit ausgebremst hat. Pfui! (Das trifft nicht Sie, sondern die Chefredaktion und das dahinter stehende Kapital). Traurig, wie die StZ das falsche Projekt immer noch unterstützt.“
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Leserbriefe bzw. Kommentare zu Artikeln über das Skandalprojekt Stuttgart 21 werden von der Monopolpresse nur noch ausnahmsweise angenommen
: Die Südwestpresse Ulm hat Leserbriefe im überregionalen Teil ganz gestrichen, ebenso die Stuttgarter Nachrichten. In der Stuttgarter Zeitung wird nur cirka jeder fünfte Artikel mit Kommentarfunktion versehen = 80% haben keine Möglichkeit der Kommentierung und Richtigstellung. Die „Andersdenkenden" sind somit ausgebremst, das Lügenprojekt wird geschont.


falsches Werbesprech 1997 (1)
20 02. 17 21:14
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG Stuttgart 21

Die Umwandlung des veralteten Kopfbahnhofs in einen freundlichen, hellen Durchgangsbahnhof ist das Kernstück von „Stuttgart 21“
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Kommentar:
- „veraltet“ war der Kopfbahnhof keineswegs, nur mit Absicht heruntergewirtschaftet
- „freundlich“ ist der sog. Tiefbahnhof nur auf den Werbebildern, für die Reisenden ist er sehr unfreundlich!
- „hell“ ist es auf den Bahnsteigen des Kopfbahnhofs mit natürlichem Licht, der Tiefbahnhof wird nicht so hell sein können



einzigartig!
19 02. 17 21:12
Eine Schweizerin hatte 2013 getwittert:

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Quelle
Die Wurmbauruine S 21 wächst auch 2017 langsam, aber unsicher. Wann ist die Ruine fertig?



Schnee von 2010 (4)
18 02. 17 22:56
Einer der „Heizer auf der S21-Lok“ war SPD-Schmiedel, der inzwischen auch „im Nebel verschwunden“ ist. Er war aber einer der wenigen, die auf einen Offenen Brief (Memory 6) geantwortet hatten. Seine Antwort wimmelte jedoch von Fehlern und Missverständnissen. Krasse Fehler sind
- mehr Bäume würden bei K 21 gefällt
- wesentlich mehr Lärm, Dreck und Gestank bei K 21
- S 21 sei menschen- und umweltfreundlich
- S 21 sei alternativlos
- „Viele Häuser müssten abgerissen werden“ (im Neckartal)



Utopie, Vergänglichkeit, Hochmut
17 02. 17 23:44
Der Turmbau zu Babel. Heute im Louvre gesehen, Gemälde-Abteilung Nordeuropa, dazu zählt auch Deutschland.

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Der Turmbau wuchs zum Himmel, der Wurmbau strebt nach unten. Über die Fundamente ist der S21-Wurmbau noch kaum gewachsen.

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Übersetzungshilfe nach Duden:
d’utopie et de vanité: Utopie und Vergänglichkeit
orgueil: Stolz, Hochmut, Dünkel
de l’homme: des Menschen
refus: Ablehnung, Verweigerung
de Dieu: Gottes



Oper S 21 (2)
16 02. 17 23:48
Heute Abend Pariser Oper (Bastille) mit Mozarts Zauberflöte.

Papageno „Mein Kind, was werden wir nun sprechen?
Pamina „Die Wahrheit - die Wahrheit, sei sie auch Verbrechen!

Passt leider nicht ganz zu Stuttgart 21, dem
Lügenprojekt… oder doch?


Heute Gleis 6 in Stuttgart
15 02. 17 21:35
Abfahrt pünktlich! Nach wenigen Metern, noch am Bahnsteig, stopp. Mehrere Durchsagen, dass der Zug in wenigen Minuten weiterfährt (technische Probleme am Triebfahrzeug). Dann nach etwa 60 Minuten: „bitte den Zug räumen, ein Ersatzzug wird bereit gestellt“. Schließlich fährt ein Ersatz-ICE mit 90 Minuten Verspätung ab. Es gibt im Zug ein kostenloses Getränk; mir wird erlaubt, in der fast leeren 1.Klasse zu bleiben. In Paris schönstes Vorfrühlingswetter, alles ist gut.

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Außerdem an Gleis 6: Zug aus Rottweil fällt aus wegen technischer Probleme. Hat dieser Bericht etwas mit Stuttgart 21 zu tun?


Und noch'n (Schmäh-)Gedicht
14 02. 17 23:06
„Späth und Rommel, längst verschieden,
Öttinger hat Frau Merkel vertrieben,
Mappus stellt sich selbst ein Bein,
Und ließ den Rech im Park allein.
Selbst Gönner mit dem Silberblick,
Hatt‘ mit dem Bahnprojekt kein Glück.“
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Eckart Schäffer hat den Abgang von Bahnchef Grube mit einer langen Reihe von „Abgegangenen“ ehemaligen
„Heizern auf der S-21-Lok“ (Edzard Reutter) garniert. Alle zehn Strophen hier.


Hallo Herr Kuhn!
13 02. 17 23:52
Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischer:
„Hallo
Herr Kuhn, was die Bahn tut, wissen Sie doch. Sie verlässt sich unbegründet einseitig allein auf das Büro Wittke. Das können Sie in den Aussagen von Herrn Leger und den Hinweisen in meiner Anlage deutlich erkennen. Sie aber kennen hoffentlich die wesentlichen Aussagen des KPMG/WBE-Gutachtens zur Stuttgarter Anhydritsituation? Eine Entscheidung Ihrerseits steht JETZT an. Anstatt aber diese Entscheidung jetzt zu treffen, kündigen Sie einen hohlen Aktivismus an: Wir als Stadt werden den Prozess weiter kritisch begleiten und hinterfragen. Wir werden sehr genau darauf schauen, ob die Vorhersagen eintreffen und ob die Maßnahmen der Bahn funktionieren." Die Überschrift des Berichts im Stuttgarter Amtsblatt lautet: Stadt begleitet Prozess weiter kritisch. Da ich aber bislang von einer wesentlichen kritischen Begleitung der Stadt gar nichts bemerkt habe, heißt das für mich, dass die Stadt auch weiterhin die Bahn machen lässt, was sie will. Die Bahn zeigt das deutlich, indem sie das Schweizer Gutachten nicht in die Öffentlichkeit kommen lässt und selbst den Bahnaufsichtsrat einseitig informiert. Im Zusammenhang mit dem Anhydrit sind ihre obigen Aussagen, Herr Kuhn, ohnehin völlig irreal. Wenn sich nämlich der Anhydrit zur gegebenen Zeit unliebsam meldet, ist eine Gegensteuerung von Seiten der Stadt nicht mehr möglich. Mit einem Bild aus dem Fußball gesprochen, entspricht Ihr angekündigter Aktionismus etwa dem Verhalten von Verteidigern einer Fußball-mannschaft, die erst dann aktiv werden wollen, wenn sie bemerkt haben, dass der Ball gerade die Torlinie überschritten hat. Mit anderen Worten: Wenn Sie sich für den Umstieg jetzt nicht entscheiden, wird die Stadt zum Spielball des Anhydrit. Das ist die Realität.“
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Ganzes Schreiben an die Verantwortlichen hier.


Schnee von 2010 (3)
12 02. 17 23:32
Aus Memory 23, E. Hopfenzitz an Nils Schmid

„Auch die beabsichtigte Volksabstimmung in Baden-Württemberg ist wegen des bereits jetzt bekannten Ausgangs nur eine Scheinabstimmung und in Wahrheit eine Volksverdummung ohne Bürgernähe. Ist das Ihr neuer Regierungsstil?“ _______________________________________
Inzwischen ist auch Doppelminister Nils Schmid weg vom Fenster. Der Scheingrund Volksabstimmung dient noch heftig als Rechtfertigung zur Fortführung des Wackelprojekts Stuttgart 21.



Szenario GAU
11 02. 17 23:43
1. Durch die Spreng- und Meißelarbeiten beim Tunnelbau bilden sich Risse im Gebirge (wie an der Erdoberfläche am Kriegsberg zu sehen).
2. Es entstehen neue Wegsamkeiten für Wasser.
3. Anhydrit mit Wasser führt zur Gesteinsquellung.
4. Der Druck gegen die Tunnels ist nicht beherrschbar (Engelberg u.a.)
5. Die an sich wasserdichten Tunnelröhren (Wittke) werden beschädigt oder verschieben sich.
6. Bereits beim Bau treten Schäden ein mit Verlängerung der Bauzeit und hohen Kosten, oder
6. nach Inbetriebnahme sind die Tunnels für den Bahnverkehr nicht mehr tauglich.
7. Der Bahnverkehr im Knoten Stuttgart wird ganz oder teilweise lahm gelegt.
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Für diesen GAU ist nicht nur „die Bahn“ verantwortlich, sonder auch die Politik in Stadt und Land, die das Risiko zwar klar erkannt hatte (Lenkungskreis zu diesem Thema), aber den Karren Stuttgart 21 weiter laufen ließ.



zum umstrittenen "Tiefbahnhof" S 21
10 02. 17 22:18
Ein in „klassischen“ Musikkreisen sehr bekannter und prominenter Stuttgarter in einer E-mail an mich nach der Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie; er zitiert aus der Rede des Architekten Jacques Herzog am 11.01.2017 Hamburg:

„Entscheidend für mich (uns in Stgt) sind m.E. die Worte auf S. 3 seiner Rede:
Architektur muss also für die Menschen gemacht sein, von diesen Menschen gewollt und akzeptiert oder gar geliebt werden, sonst wird sie nie zur Identität eines Orts beitragen können.
Das sollten sich mal alle kritischen S21-Begleiter - heißen sie nun Fritz oder Winfried - zu Herzen nehmen!“


"Indizien"
09 02. 17 23:20
Südwestpresse nach der Sitzung des Lenkungskreises:
„Kritiker halten eine Steigerung der Kosten auf bis zu zehn Milliarden Euro für möglich. „Wir haben keine Indizien dafür bekommen, dass es zehn Milliarden Euro werden“, erklärte Verkehrsminister Hermann.“
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Herr Minister Hermann, ich glaube Ihnen gern, dass Sie von der Bahn keine „Indizien“ bekommen haben. Realistische Berechnungen auf ca 10 Mrd. gibt es aber mehrfach

Leider haben Sie das nicht erwähnt - oder die Zeitung hat es weggelassen.


Satire
08 02. 17 20:40
Satire-Video Stuttgarter Zeitung:
„Wir bauen keine Mauer, wir haben
Stuttgart 21 – und wir lassen die Bürger dafür bezahlen!“…


Mahnwache neu gestaltet
07 02. 17 23:24
Ununterbrochen ist die Mahnwache seit mehr als fünf Jahren mit freiwilligen Bürgern besetzt (auch ich war schon dabei), Sommer und Winter, Tag und Nacht, Werktag und Feiertag! Eine unglaubliche Leistung der engagierten Bürgerschaft.

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Kanon zur Aufsichtsrats-Konferenz
06 02. 17 20:43
Heute vor einer Woche Demo vor dem Bahntower Berlin. Am selben Vormittag war der Rücktritt von Bahnchef Dr. Grube im Aufsichtsrat! Video: bei Minute 28:40 der spontane Kanon von und mit Thomas Felder:
 
In Stuttgart fährt die Eisenbahn
ganz eben oben ein,
und oben bleiben werden wir
bei Licht und Sonnenschein.


Stuttgarter Presse
05 02. 17 13:29
„Was die StZ/StN angeht: die Blätter sind Auslaufmodelle, werden systematisch heruntergewirtschaftet. Unfähige Köpfe in Verlag und Redaktion - Katastrophe.“
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Für Stuttgart 21 war die Stuttgarter Zeitung jahrelang Befürworter und entscheidend für die Durchsetzung. Heute, wo das Projekt am Abgrund steht, gibt es gelegentlich moderate Kritik.



Schnee von 2010 (2)
04 02. 17 19:47
„Ihr Halleluja zu S 21, sehr geehrter Herr Stradinger, gerät zu einem ganz persönlichen „mea culpa“ an einem Desaster aus Ihrer Verantwortung, Mitläufer der Fraktion eingeschlossen.“
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Im Memory 11 (Offener Brief) war Fred-Jürgen Stradinger noch Fraktionsvorsitzender der CDU, er gehört heute dem Gremium an und ist in der Stadt vielfach vernetzt.
Er war einer der „Heizer auf der S-21-Lok“ z.B. im Stuttgarter Amtsblatt Nr. 1/2 vom 14. Januar auf Seite 2 (Zitate
hier) und heute auch „im Nebel verschwunden.“ (Blog gestern)


die Verantwortung los oder verantwortungslos?
03 02. 17 23:04
(Edzard Reuter – KONTEXT, 29.06.2016)
Wo sind sie geblieben, die Heizer auf der S-21-Lok?
„…So ist es, wie wir längst wissen, nämlich mit Stuttgart 21 geschehen. Doch diejenigen Persönlichkeiten, die dafür im politischen Bereich verantwortlich waren, sind längst im Nebel verschwunden. Volker Kefer ist geblieben. Wer hingegen fragt nach Angela Merkel, nach Ronald Pofalla, nach Wolfgang Drexler, Claus Schmiedel, nach Stefan Mappus und Tanja Gönner und all den anderen, die uns dreist – und oft genug wider besseres Wissen – immer von neuem weisgemacht haben, alles sei in Ordnung, das geplante Geld werde mit Sicherheit ausreichen und das Projekt zeitgerecht realisiert?“
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„Volker Kefer ist geblieben“, das war vor einem halben Jahr. Inzwischen ist er Knall auf Fall abgegangen und ganz aktuell noch knalliger Zugführer Grube. Sind „die Heizer auf der S-21-Lok“ jetzt die Verantwortung für Stuttgart 21 los oder sind sie verantwortungslos? Heißt das Spiel „Schwarzer Peter 21“?

Ehrenhaft, wenn auch mit einer wenig glaubhaften Begründung, ist Projektleiter Hany Azer von der S-21-Lok abgesprungen. Er ist seiner Verantwortung gerecht geworden, weil er
„121 Chancen und Risiken“ aufgeführt hat, wobei einer einzigen „Chance“ 120 Risiken gegenüber standen, eine groteske Verdrehung der Reihenfolge von „Chancen und Risiken“. Eine Wertung hier.


vom Prestigeprojekt zum Großdesaster
02 02. 17 11:31
manager-magazin.de: 30.01.2017 Erfolgloser Bahn-Chef. Die schlimme Pannenstatistik des Rüdiger Grube:
Stuttgart 21:
Der Bahnhofs-Neubau in der Schwaben-Metropole gerät vom Prestigeprojekt zum Großdesaster. Die Kosten explodieren, der Nutzen bleibt fragwürdig. (Pannenbilanz Nr.10)
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Bei Sperrung von Tunnels wegen Anhydrit-Quellung wird das „Großdesaster“ zum GAU. Ihr Herren Hermann und Kuhn: glauben Sie den Versprechungen der Bahn (die Ihnen wichtige Informationen und Gutachten dazu verwehrt hat) oder der Realität bei Tunnelbauten und den bahnunabhängigen Kennern der Materie? (Dipl.-Geol. Dr. Laternser: „Was ich aber ganz wichtig finde ist, dass von 9 Tunnel der letzten Jahre 7 starke Quellungsschäden zeigen - und von den modernsten 4 (Engelberg, Adler, Chienberg, Freudenstein) auch 3 Stück. Das wären 78 und 75%.“) Dann entscheiden SIE über die Zukunft des „Großdesasters“!



Herr G.
01 02. 17 11:40
Kontext:Wochenzeitung: Sieben Todsünden des Herrn G.
„Nein, dem Herrn G. als Bahnchef soll keine Träne nachgeweint werden. Dass er nun nur vier Wochen nach dem Abgang von Volker Kefer ebenfalls den Schienenkonzern verlässt, könnte auch damit zusammenhängen, dass dem größten Infrastrukturprojekt der Deutschen Bahn AG, Stuttgart 21, nach den weiterhin nicht öffentlichen Berichten des Bundesrechnungshofs und der Prüfgesellschaft KPMG, insgesamt das Scheitern droht.“



Augenwischerei der CDU
31 01. 17 16:20
Südwestpresse/DPA:
Die CDU-Fraktion im Stuttgarter Landtag hat den überraschenden Rücktritt von Bahnchef Rüdiger Grube am Montag mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Grube habe sich stets für das Bahnprojekt Stuttgart 21 eingesetzt und sei dabei ein verlässlicher Partner gewesen, lobte Fraktionschef Wolfgang Reinhart. Für Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart sei das Bahnprojekt von übergeordneter Bedeutung. „Wir gehen davon aus, dass auch der neue Bahn-Chef das für Land und Stadt so bedeutende Projekt vorantreibt und zu einem guten Ende bringt.“
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Herr Reinhart, Sie sind nicht auf dem Laufenden. Die „übergeordnete Bedeutung“ ist inzwischen negativ und ein „gutes Ende“ nirgendwo zu sehen, eher ein Ende mit Schrecken wegen Kosten, Leistung, Betriebssicherheit, Zeitplan und Realisierung. Wo sind die
„guten Gründe für Stuttgart 21“ geblieben, mit denen man Politik und Bevölkerung übertölpelt und belogen hat? Mit der Verkürzung auf „bedeutendes Projekt“ betreiben Sie nur Augenwischerei.


Heuchelei oder Größenwahn
30 01. 17 19:04
Warum ist Bahnchef Grube heute Knall auf Fall zurückgetreten? Die Rede ist in den Berichten, z.B. Stuttgarter Zeitung vom Gehalt und der Vertragsverlängerung. Das Gehalt von zuletzt 2,434 Millionen Euro sollte nicht erhöht werden. Dieser Grund dürfte vorgeschoben (geheuchelt) sein oder zeugt von Maßlosigkeit und Größenwahn. Die Bahn hat unter Grube nicht floriert, war defizitär, blieb unpünktlich und überteuert und chaotisch im Preissystem.

Seine vielen Lügen und falschen Versprechungen im Zusammenhang mit Stuttgart 21 führte das Projekt an den Abgrund, zuletzt durch seine positive Beurteilung des
Auftragsgutachtens für den Aufsichtsrat der Bahn-AG von KPMG / Ernst Basler + Partner, das jedoch eine versteckte Warnung vor dem Projekt war wegen Kostenrisiken und Gefährlichkeit (Anhydrit).



Schnee von 2010 (1)
29 01. 17 21:54
Der Südkurier berichtete 2010 von einer offenen Versammlung in Oberschwaben, zu der die SPD eingeladen hatte: „…Drexler stellte zunächst den europäischen Kontext her. Die Strecke Stuttgart-Ulm ist Teil des Transeuropäischen Netzes (TEN 17) zwischen Paris und Budapest. In Stuttgart kreuzt zudem die europäische Nord-Süd-Verbindung Amsterdam-Rom. Der bestehende Hauptbahnhof in Stuttgart ist an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit.“... _______________________________
Mail / Offener Brief /
Memory 14 an Herrn Drexler:

Stuttgart, den 11. Juli 2010

Sehr geehrter Herr Drexler,

darf ich Sie freundlich darauf hinweisen, dass die Verbindung Amsterdam-Rom nicht über Stuttgart führt, sondern entweder über Brüssel/Paris-Lyon-Mailand oder Frankfurt-Basel-Bern-Mailand. Keine einzige der im Internet von der Bahn vorgeschlagenen Routen führt über Stuttgart. Das habe ich schon beim Grund Nr.2 „Schnell in alle Richtungen“ angemerkt.
Darf ich außerdem feststellen, dass die Behauptung „Grenze seiner Leistungsfähigkeit“ bloßes Propaganda-Wunschdenken ist? So führen erstrangige Experten das Gegenteil ins Spiel: der ertüchtigte Kopfbahnhof hätte eine um etwa 50 Prozent höhere Leistungsfähigkeit als der geplante Tiefbahnhof (Vieregg & Rössler). Die Expertenmeinung von Herrn
Hopfenzitz, fundiert belegt, wischen Sie einfach beiseite… __________________________________________
Die Werbesprüche vom damaligen Bahnsprecher Drexler und anderen sind ebenso wie die
„21 guten Gründe für Stuttgart 21“ als „fragwürdig, halbwahr oder falsch“ entlarvt. Trotzdem wird das Lügenprojekt hartnäckig weiter verfolgt. Es gerät aber zunehmend unter Druck!



spricht Bände!
28 01. 17 21:51
Zum dritten Mal in einem halben Jahr entzieht sich der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG einer Beschäftigung mit den sich zuspitzenden Problemen von Stuttgart 21. Kurzfristig hat er das Thema S21 von der Tagesordnung der für den 30. Januar anberaumten Sondersitzung genommen.“ Ganze Pressemitteilung hier.
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Sind das Vorboten des Grabgesangs? Der Aufsichtsrat scheint ratlos und faktenresistent…



Dinosaurierprojekt
27 01. 17 21:57
Die Entstehung des Anhydrit= Gipskeuper begann etwa vor 235 Millionen Jahren, als auch die Dinosaurier auftauchten. Passt zum Dionosaurier-Projekt Stuttgart 21. Soll heißen: passt nicht mehr in unsere Zeit, ist zum Aussterben verurteilt…


Kuhniana (10 und Ende)
26 01. 17 09:57

Wie Kopfbahnhof-Verfechter ticken

Die oft Stuttgart 21 beschönigende und selektiv berichtende Stuttgarter Nachrichten hat wieder einen typischen Beitrag zu Rechtfertigung von Stuttgart 21 geleistet. OB Kuhns Verlautbarungen sind in der Serie „Kuhniana“ 1 bis 10 kommentiert und korrigiert aus meiner Sicht als S21-Kritiker. Mit einem Anschreiben werde ich OB Kuhn die Kuhniana per Post und elektronisch (wegen den Links) zuleiten und ihn als Stuttgarter Bürger um ein Gespräch bitten.
Für uns Stuttgart-21-Gegner und Befürworter des Kopfbahnhofs mit dem Ziel des Aus- und Umstieg ist OB Kuhn zur großen Enttäuschung geworden. Das hat Stadtrat Tom Adler auf der letzten Montagsdemo thematisiert unter dem Titel
„Kuhns Halb(werts)zeit“.

Ausschnitt: „Ich habe im Wahlkampf versprochen, dass ich als OB im Rahmen des Rechts (…) für Transparenz sorgen werde und auch der Bahn, wenn es notwendig ist, auf die Finger schauen werde“, sagte er bei seiner Amtseinführung wörtlich
„…
Die lange Liste des Verschleppens und der Desinformation kennt ihr in und auswendig, heute haben wir Ausnahmezustand, wohin man schaut, und statt endlich mal ‚Stopp‘ zu sagen werden sämtliche Augen zugedrückt! …ein aktuelles Beispiel ist der jahrelange vorsätzliche Verstoß der Bahn gegen die Sonntags- und Feiertagsgesetze, um trotz der allgegenwärtigen Murksplanung schneller bauen zu können. Die Stadtverwaltung behauptet penetrant, sie könne leider nichts tun, das Eisenbahnbundesamt hat dagegen klargestellt: „Die Überwachung der Einhaltung dieser gesetzlichen Regeln liegt beim Amt für öffentliche Ordnung der Landeshauptstadt Stuttgart.“ _______________________________________________

Wie kann man sich die Verhaltensänderung des OB Kuhn erklären? Aus einer E-Mail von vorgestern:

„….wie genau funktioniert diese Korrumpierung? Ich glaube nämlich, dass das nicht immer simpel via Korruption durch Geld läuft, sondern dadurch, dass man sich als in hohe Funktionen Gewählter anfängt, im Umfeld und in den Kreisen derer zu bewegen, die die wirklich Mächtigen in der Gesellschaft sind. Die Nähe zur Macht korrumpiert m.E. genauso wie Geld und beeinflusst das eigene Denken. Deshalb ist es für Gewählte, die das nicht wollen, existentiell wichtig, einen lebendige Verbindung, einen "Stoffwechsel" mit denen zu organisieren, für die und deren Belange sie einmal angetreten sind. Nur wenn man sich von solchen Korrektiven nicht abnabelt,  kann dem "Abheben" entgegengewirkt werden.“



falsch informierter Aufsichtsrat
25 01. 17 16:15

  • Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischer in einer E-Mail: „Zur Information sende ich Ihnen/Euch einen Antwortbrief von Brigitte Zypries, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Sie ist auch Mitglied im Bahn-Aufsichtsrat. In dieser Eigenschaft habe ich sie angeschrieben und zum Anhydrit-Problem befragt. Aus ihrer Antwort geht klar hervor, dass sie bislang falsch informiert ist.

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Briefwechsel steht
hier. (Brief Zypries, Antwort Fischer)


Kuhniana (9)
24 01. 17 11:44
(Die oft Stuttgart 21 beschönigende und selektiv berichtende Stuttgarter Presse hat wieder einen typischen Beitrag zu Rechtfertigung von Stuttgart 21 geleistet. OB Kuhns Verlautbarungen sollen in einer Serie „Kuhniana“ kommentiert und korrigiert werden aus meiner Sicht als S21-Kritiker.)

Stuttgarter Nachrichten: „Ein Umschwenken auf eine Alternative ist aus Sicht Kuhns völlig unrealistisch. „Das Projekt ist entschieden, vertraglich besiegelt und durch einen Volksentscheid bestätigt.“ Er fügte hinzu: „Stellen Sie sich vor, wir würden es stoppen - Deutschland würde sich schief lachen - erst bauen sie Riesenlöcher, dann machen sie sie wieder zu.“ Ein Zurück wäre Wahnsinn. Kuhn: „Uns blieben ein zerstörter Bahnhof, immense zusätzliche Kosten, keine verkehrlichen Verbesserungen und keine Möglichkeit zur innerstädtischen Entwicklung.“
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„Stuttgart 21 ist ein Fehler, aber den müssen wir jetzt machen.“ So oder ähnlich OB Palmer. Warum eigentlich? Kuhns Gründe sind sehr fragwürdig:
  • „ist entschieden“: ja, aber mit nachweisbar gezinkten Karten zu Kosten, Leistung und Durchführbarkeit. Wieso kann eine falsche Entscheidung nicht korrigiert werden?

  • „vertraglich besiegelt“: ja, aber auch diese Verträge sind kündbar

  • „Volksentscheid“: er war nach Auskunft der Wahlleiterin ohne gültiges Ergebnis und mit Lügen gepflastert (Ausstiegskosten)


Der mögliche Spott wäre berechtigt, aber er trifft nicht das Land und die Stadt, sondern die Hybris der Befürworter. Mit dem Ausstiegsgrund Gipskeuper wäre eine gewisse Gesichtswahrung möglich, weil der Weiterbau unverantwortbarer „Wahnsinn“ ist.

Kuhns Schlussfolgerung ist völlig falsch:
  • der Bahnhof kann renoviert werden; es bliebe der leistungsfähige und kundenfreundliche Kopfbahnhof, die Löcher kann man umnutzen,

  • es wäre eine milliardenschwere Kostenersparung, vor allem für die Stadt!

  • Eine „verkehrliche Verbesserung“ würde sehr schnell eintreten bei U- und S-Bahn und durch Verbesserung der Zulaufstrecken für Nah- und Fernverkehr.



Kuhniana (8)
23 01. 17 12:24
(Die oft Stuttgart 21 beschönigende und selektiv berichtende Stuttgarter Presse hat wieder einen typischen Beitrag zu Rechtfertigung von Stuttgart 21 geleistet. OB Kuhns Verlautbarungen sollen in einer Serie „Kuhniana“ kommentiert und korrigiert werden aus meiner Sicht als S21-Kritiker.)

Stuttgarter Nachrichten: Der Nachfolger Kefers müsste spätestens zur Sondersitzung des Lenkungskreises zu Stuttgart 21 feststehen, der auf Wunsch von Land und Stadt im Februar außerplanmäßig zusammenkommt. Dort will Kuhn sich über die Schwierigkeiten des Tunnelbaus im Anhydrit informieren, die in einem vom Bahn-Aufsichtsrat in Auftrag gegebenen Gutachten genannt sind. Es sei ein „Hammer“, dass weder Land noch Stadt als Betroffene die Expertise vom Aufsichtsrat selbst, sondern nur auf sonstigen Wegen bekommen haben. Die dort erwähnten möglichen Langfrist-Schäden interessierten ihn besonders. „Hebungen infolge aufgequollenen Anhydrits könnten verheerende Folgen für den Schienenverkehr haben.“
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Herr Kuhn, Sie könnten sich schon vorab persönlich bei bahn-unabhängigen geologischen Experten informieren, bei Dr. Sierig aus Tübingen, Dipl.-Geologe Dr. Laternser, Dr. Behmel ehem. Uni Stuttgart u.a. Auch im Internet werden Sie vielfach fündig.
Was im Gutachten für den Bahn-Aufsichtsrat inhaltlich steht, ist auch ein „Hammer“. SIE sind ein wichtiger Entscheidungsträger und können Ihre Persönlichkeit einbringen, indem Sie NEIN zum Fertigbau von Stuttgart 21 sagen wegen der hohen Risiken für den Bahnverkehr in Stuttgart und damit zum „Wohl der Stadt“ handeln.



Kuhniana (7)
22 01. 17 11:39
(Die oft Stuttgart 21 beschönigende und selektiv berichtende Stuttgarter Presse hat wieder einen typischen Beitrag zu Rechtfertigung von Stuttgart 21 geleistet. OB Kuhns Verlautbarungen sollen in einer Serie „Kuhniana“ kommentiert und korrigiert werden aus meiner Sicht als S21-Kritiker.)

Stuttgarter Nachrichten: „Kuhn verlangt von der Bahn Aufklärung über die Zuständigkeit für das Projekt im Konzernvorstand. „Ich wüsste gerne, wer nach dem Ausscheiden von Volker Kefer aus dem Gremium für das Vorhaben verantwortlich zeichnet.“ Neu im Bahnvorstand ist der frühere Kanzleramtschef Ronald Pofalla; ob er aber von Kefer die Betreuung des Vorhabens übernehmen wird, ist unklar.“
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So werden die zahlenden „Projektpartner“ von der Bahn mit wesentlichen Informationen bedient. Auch das brisante Gutachten für den Aufsichtsrat wurde ihnen (Stadt und Verkehrsministerium BW) nicht zugeleitet, es wurde vermutlich von einem mutigen Insider der Presse (SWR) zugespielt. Wer ist nun zuständig? Bis heute hat man darüber nichts erfahren, oder?


Kuhniana (6)
21 01. 17 14:48
(Die oft Stuttgart 21 beschönigende und selektiv berichtende Stuttgarter Presse hat wieder einen typischen Beitrag zu Rechtfertigung von Stuttgart 21 geleistet. OB Kuhns Verlautbarungen sollen in einer Serie „Kuhniana“ kommentiert und korrigiert werden aus meiner Sicht als S21-Kritiker.)

Stuttgarter Nachrichten: Die Bahn habe sich im Finanzierungsvertrag verpflichtet, den Tiefbahnhof samt Anbindung zur Neubaustrecke nach Ulm 2021 fertigzustellen, erläuterte Kuhn. Es mache einen signifikanten Unterschied für die Lebensqualität der feinstaubgeplagten Stuttgarter, ob das Vorhaben in vier oder in zehn Jahren fertig werde. „Als Oberbürgermeister, der durch Amtseid für das Wohl der Stadt verantwortlich ist, muss ich mich auch um den Zeitplan kümmern.“ Zuletzt waren auch im Konzern selbst Zweifel aufgekommen, ob das Projekt wirklich zeitgerecht beendet werden kann.
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War im Finanzierungsvertrag tatsächlich als Termin 2021 genannt? Der damalige OB Schuster am 10.7.09 in der Stuttgarter Zeitung „…Fertigstellung von Stuttgart21 in rund zehn Jahren…“ also 2019.
Bahnsprecher W. Drexler zur Fertigstellung von Stuttgart 21 im Jahr 2019/2020 in „Eisenbahnromantik“ vom 8. August 2010 im SWR-Fernsehen:
„… ja das wird eingehalten, die Bahn sagt, sie wird es einhalten… gehe ich davon aus, dass der Zeitplan der Bahn auch eingehalten wird.“
Wenn selbst im DB-Konzern Zweifel am Zeitplan bestehen, erhärtet durch das“streng geheime“ Gutachten für den Aufsichtsrat, so ist die Verpflichtung im Finanzierungsvertrag schon heute Makulatur.


Uhren in Bahnhöfen der DB-AG (7)
20 01. 17 23:48
Heute 20. Januar 2017, Hbf Stuttgart, große Schalterhalle 21:00 Uhr

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Kuhniana (5)
19 01. 17 11:38
(Die oft Stuttgart 21 beschönigende und selektiv berichtende Stuttgarter Presse hat wieder einen typischen Beitrag zu Rechtfertigung von Stuttgart 21 geleistet. OB Kuhns Verlautbarungen sollen in einer Serie „Kuhniana“ kommentiert und korrigiert werden aus meiner Sicht als S21-Kritiker.)

StN vom 09. Januar 2017: „Es sei ein Skandal, dass der Bund nicht interveniere und Geschwindigkeit anmahne. Immerhin sei das Eisenbahnbundesamt als Genehmigungsbehörde für das Projekt dem Bund unterstellt, der immer wieder die nationale und europäische Bedeutung des Projektes hervorhebe. „Auch die Klage gegen die Projektpartner entbindet die Bahn nicht davon, dass Vorhaben fristgerecht zu realisieren“, sagte Kuhn mit Blick auf die Forderung der Bauherrin Bahn, dass die Projektpartner sich an möglichen Mehrkosten von zwei Milliarden Euro beteiligen sollen. Die Stadt trägt knapp 300 Millionen zum Projekt bei und lehnt ein weiteres finanzielles Engagement ab.“

____________________________________
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. So auch Stuttgart 21, da helfen keine Mahnungen. Momentan stockt es mal wieder auf den Fildern und bei der U-Bahn Haltestelle Staatsgalerie. Dazu hört man von Kuhn nichts, immerhin Aufsichtsratsvorsitzender der Straßenbahn. Wo war sein Aufschrei, als aus 14 Tagen wie geplant dann Jahre wurden? „Fristgerecht realisieren“ spricht aller Erfahrung mit dem Bauverlauf von S21 Hohn. Kuhn spricht von 300 Mio als Beitrag für die Stadt. Wie war es unter seinem Vorgänger?
OB Schuster im Amtsblatt, Rede vom 2.4. im Rathaus nach der Finanzierungsvereinbarung: „Die Landeshauptstadt beteiligt sich mit 31,6 Millionen Euro direkt an den Baukosten von Stuttgart 21. Zudem zahlt die Landeshauptstadt für mögliche Baukostensteigerungen maximal 131 Millionen Euro.“
Tatsächlich wurden die Kosten in dieser Zeit vom BUND realistischer addiert:
"Wenn man die direkten und indirekten Kosten zusammenzählt, ist die Stadt mit weit über einer Milliarde Euro an Stuttgart 21 beteiligt."
Was sagen Sie dazu, Herr OB Kuhn? Wie wäre „kritisches Begleiten“? Auch zur angeblichen „nationalen und europäischen Bedeutung“...


Kuhniana
(4)
18 01. 17 00:23
(Die oft Stuttgart 21 beschönigende und selektiv berichtende Stuttgarter Presse hat wieder einen typischen Beitrag zur Rechtfertigung von Stuttgart 21 gegeben. OB Kuhns Verlautbarungen sollen in einer Serie „Kuhniana“ kommentiert und korrigiert werden aus meiner Sicht als S21-Kritiker.)

StN vom 09. Januar 2017: „Er sei kein Wendehals, wie ihn Kritiker nach seinem Auftritt bei der Durchschlagsfeier für den ersten Stuttgart-21-Tunnel nennen, sondern drücke im Interesse der Bürger aufs Tempo. Er werde das bis zu 6,5 Milliarden Euro teure Projekt weiter kritisch begleiten, sagte Kuhn.“
__________________________________
Man muss OB Kuhn sehr zugute halten, dass er 2013 vor dem Weiterbau-Beschluss aktiv geworden ist: Der Aufsichtsrat stimmte für den Weiterbau wegen eines vermeintlichen Kostenvorteils von 77 Mio. Euro. „Dies geschah trotz eines kritischen „Dossiers“ aus dem Kreis der Staatssekretäre im Aufsichtsrat der DB AG sowie entgegen der Aufklärung durch Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn über mindestens 210 Mio. Euro günstigere Ausstiegskosten.“
Dies wurde dann vom Aufsichtsrat nicht berücksichtigt und die Bilanz zum Weiterbau grob gefälscht.

Sind die von Kuhn genannten Zahlen 85 Hektar Bauland (siehe Kuhniana (3),
6,5 Mrd Projektkosten und Fertigstellungstermin 2021 nicht alle nachweislich falsch oder zumindest fragwürdig und geschönt? Ist das „kritisches Begleiten“? Leider besteht der Eindruck, dass Kuhn im Rathaus eher wie ein Wendehals agiert.



Feinstaub-Rössle
17 01. 17 00:30
Derzeit wieder Feinstaub-Alarm in Stuttgart. Gibt es Ursachen von Stuttgart 21?

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Quelle: /myartschool.de/stuttgarter-feinstaub-rossle


Kuhniana
(3)
16 01. 17 12:09
(Die oft Stuttgart 21 beschönigende und selektiv berichtende Stuttgarter Presse hat wieder einen typischen Beitrag zur Rechtfertigung von Stuttgart 21 gegeben. OB Kuhns Verlautbarungen sollen in einer Serie „Kuhniana“ kommentiert und korrigiert werden aus meiner Sicht als S21-Kritiker.)

StN vom 09. Januar 2017: „Für Projekte auf dem freiwerdenden Gleisvorfeld gebe es viele Ideen. So habe er den Neubau des Linden-Museums vorgeschlagen; auch ein Konzerthaus sei denkbar. Stuttgart brauche aber vor allem Flächen für sozialen Wohnungsbau.“

___________________________
Planungen für das ehemalige Gleisvorfeld braucht es noch nicht, der Bär ist noch lange nicht erlegt. Vor 2025 ist der Bahnhof kaum - wenn überhaupt irgendwann - fertig, dann kommt das Probejahr für die neue Verkehrsstruktur, dann muss das Gleisfeld rückgebaut werden. Die Bedeutung der Flächen zeigt sich beim Blick auf das "nachhaltige Bauflächenmanagement der Stadt Stuttgart" (NBS - Lagebericht 2008). Dort werden auch ohne S21 mehr als 200 Hektar Brachflächen für den Wohnungsbau ausgewiesen (ein aktualisierter Stand ist beim Hochbauamt von mir erbeten worden). „Sozialer Wohnungsbau“ hört sich natürlich gut an, aber taugen die teuren Bauplätze dazu? S21 ein soziales Mäntelchen umhängen?
Im Europaviertel gibt’s wenigstens nur Wohnungen für Reiche und Superreiche... (
zum Blog aktuell).


Kuhniana (2)
15 01. 17 23:56

Die oft Stuttgart 21 beschönigende und selektiv berichtende Stuttgarter Zeitung und - Nachrichten hat wieder einen typischen Beitrag zur Rechtfertigung von Stuttgart 21 gegeben. OB Kuhns Verlautbarungen sollen in einer Serie „Kuhniana“ kommentiert und korrigiert werden aus meiner Sicht als S21-Kritiker.

StN vom 09. Januar 2017: Stuttgart - Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hat die Bahn zu einer pünktlichen Fertigstellung des umstrittenen Bauprojektes Stuttgart 21 aufgefordert. „Denn das Vorhaben wird der Stadt erst dann gut tun, wenn es fertig ist“, sagte Kuhn der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Nach der Tieferlegung des Bahnhofs, deren Abschluss 2021 geplant ist, könne die wegen ihrer Kessellage an der Expansion gehinderte Stadt eine Fläche von zusätzlichen 85 Hektar nutzen.
________________________________________
Hier ist sie wieder, die Werbelüge mit den 100 Hektar, scheinbar reduziert auf 85 Hektar (das schon bebaute „Europaviertel“ mit etwa 15 Hektar gehörte auch zu den 100 Hektar!). OB Kuhn macht sich für die altbekannte „Jahrhundertchance für die Stadtentwicklung“ stark, die längst als Schönrednerei entlarvt ist, siehe „21 gute Gründe für Stuttgart 21“, Grund Nr.13. Und: ist Stuttgart 21 nicht vor allem ein Bahnprojekt von „überragender Verkehrsbedeutung …mit überwiegend öffentlichem Belang“? Stattdessen wird von OB Kuhn nur auf die Stadtentwicklung gezielt. Und wieder wird der gänzlich illusorische „Abschluss 2021“ genannt.



PUA
14 01. 17 17:03

Aus einer aktuellen E-Mail:
PS: Und sicherlich wird es bei S21 früher oder später auch einen PUA geben. Gab es ja bei der Elphi auch erst später.

_____________________________________________
PUA = Parlamentarischer Untersuchungs-Ausschuss



Elphi und S21
13 01. 17 19:22

Vergleich Elbphilharmonie - Stuttgart 21
Aus der Rundmail von Werner Sauerborn, ganzes Schreiben
hier lesen.
„Was Kostenexplosion, Zeitverzögerungen, Planungschaos, Faktenschaffen und Täuschungsmanöver von Politik und beteiligten Unternehmen betraf, standen sie sich in nichts nach…
anders als in Hamburg, wo es viel berechtigte Kritik, im Gegensatz zu S21 auch einen Untersuchungsausschuss gab, aber keine
Bürgerbewegung gegen das Projekt und keine Forderungen nach Ausstieg gab, gibt es beides in Stuttgart, aus gutem Grund und unübersehbar.“

_____________________________________________

Anders war in Stuttgart auch die spektakuläre Schlichtung mit dem fragwürdigen Schlichterspruch und vor allem gab es keine 350 Montagsdemos und auch keinen „Schwarzen Donnerstag“, wo der erbitterte Widerstand gewaltsam weggeprügelt und - gespült wurde!



Wer wird dabei sein?
12 01. 17 23:21
Prof.Dr.-Ing. Manfred Fischer an das Verkehrsministerium BW:

„Ich weiß nicht welche Personen und welche Kompetenzen im nächsten Lenkungskreis vertreten sind. Deshalb weiß ich auch nicht, was dort sachgerecht und verantwortungsvoll beschlossen werden kann“ (ganzes Schreiben
hier).
___________________________________
Es wäre höchst fahrlässig und unsinnig, den Lenkungskreis ohne bahnunhabhänge externe Fachleute aus Geologie, Tunnelbau und Verkehrsplanung abzuhalten. Deshalb erfrage ich die personelle Besetzung beim Ministerium; es darf keine Geheimniskrämerei geben.



Au S21 sitzen
11 01. 17 23:07
Aus der Einladung zur Fahrt nach Berlin zum Aufsichtsrat der DB am 30. Januar:

„Die Problemberge des Projekts werden immer höher. Nachdem bahnbeauftragte Gutachter auf die Dramatik des Anhydrits hingewiesen haben, besteht ein „hohes Risiko für die Betriebstauglichkeit“ der Tunnel und damit des ganzen Projekts Stuttgart 21.
Was machen die Verantwortlichen? Was macht der DB-Aufsichtsrat?
Ablenken,
Kopf in den Sand,
verdrängen,
vertagen
Au S21 sitzen
... und einfach weiterbauen!“


Kuhniana (1)
10 01. 17 18:25

Die oft Stuttgart 21 beschönigende und selektiv berichtende Stuttgarter Zeitung und - Nachrichten hat wieder einen typischen Beitrag zur Rechtfertigung von Stuttgart 21 gegeben. OB Kuhns Verlautbarungen sollen in einer Serie „Kuhniana“ kommentiert und korrigiert werden aus meiner Sicht als S21-Kritiker.

StN vom 09. Januar 2017: „Die Rede von Oberbürgermeister Kuhn bei der ersten Durchschlagsfeier für einen Stuttgart-21-Tunnel hat die Kritiker des Bahnprojektes überrascht. Der grüne Rathauschef will, dass das Vorhaben rasch fertig wird und seine städtebaulichen Vorteile entfalten kann.“
_____________________________________
Das hätte OB Kuhn aber sagen müssen
ZDF, dass er mit „Stuttgart 21 tut der Stadt gut“ die städtebaulichen Vorteile meint. So waren die Kritiker nicht nur „überrascht“, sondern empört angesichts des stadtzerstörerischen und die Bürgerschaft und Verkehrsteilnehmer, insbesondere in U- und S-Bahn, aber auch in Regional und Fernbahnen, belästigenden Projekts über vielleicht 15 Jahre und länger hinweg. Die städtebaulichen Nachteile wie Parkverlust im zentralen Schlossgarten mit Unterbrechung des „grünen U“, Abriss des Kulturdenkmals Bonatz-Bahnhof (Verlust der Schutzwürdigkeit), Verschlechterung des Stadtklimas durch Fehlen ausgleichender Gleisflächen u.a. werden von OB Kuhn nicht genannt.


von wegen Bahnhof...
09 01. 17 23:06
Demoposter von heutiger Montagsdemo Schlossplatz

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Morgen auf der Demo
08 01. 17 22:09
Hinweis auf die folgende Rede auf der morgigen Montagsdemo ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart:
Dr. Christoph Engelhardt und Joris Schoeller,
WikiReal.org:
"
Postfaktische Politik zum 4. Bürgerbegehren: OB Kuhn trägt grüne Bürgerbeteiligung zu Grabe"
Die Rede beginnt gegen 18:21 Uhr und wird mit verteilten Rollen vorgetragen. Joris Schoeller übernimmt den Part von OB Kuhn.
________________________________________
Die Rede wird aufgenommen und im Netz zur Verfügung gestellt. Den Link werde ich dann hier bekannt geben:
Text als .pdf
und
Video der Demo


Beton-Württemberg
07 01. 17 23:03
Retro-Blog vom 28. 01. 2016 als Ergänzung von gestern (Buchtitel von Gerhard Raff):
Beton 21
Überschlagsrechnung der Ingenieure 22: „In Summe kommt man also auf rd. 11,35 Mio. to Beton entspr. etwa 2,2 Mio. to Zement sowie etwa 1,12 Mio to Stahl , was eine Freisetzung von rd. 2,95 Mio. to CO2 allein durch den Zement- und Stahl-Verbrauch beim S-21-Vorhaben zur Folge hat, den Einsatz der Baumaschinen und der LKW-Transporte nicht mitgerechnet! Werden diese mitberücksichtigt, würde das eine Gesamt-CO2-Freisetzung von etwa 6 Mio. to durch den Bau von S-21 bedeuten! Daraus folgt: Auch in Bezug auf den Klimawandel ist S-21 nicht zu verantworten!“


Arms Stuegert!
06 01. 17 23:05

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Aus „Gerhard Raff kann auch Hochdeutsch, Beton-Württemberg“ S.215


Oper S 21
05 01. 17 21:10
G.F. Händel „Il Trionfo del Tempo“

„Sehr töricht ist der Steuermann,
der seinen Kurs nicht ändern will
und dem launischen Wind begegnet.

O Schiff, auch wenn du gut gerüstet bist,
kehre um, kehre um,
solange du Zeit hast, kehre ans Ufer zurück.“
______________________________________
Steuermann = Vorhabensträger
Wind = Anhydrit
Schiff = Tunnelbauer
Ufer = Kopfbahnhof, Umstieg

Obigen Operntext von einer Aufführung in der Stuttgarter Oper 2011 zitiere ich bereits das fünfte Mal in diesem Blog. Erstmals aber im Zusammenhang mit dem Anhydrit-Risiko.



13 Minuten zum Fehl-Projekt 21
04 01. 17 20:17
Video mit Argumenten gegen Stuttgart 21 hier.

„Aber hüte dich vor Zügen
In die Herrschaft des Verstandes…“ (
W. Busch, ganzes Gedicht hier)

Das gilt für alle S21-Gläubigen!



nüchterne Gesamt-Schadens-Bilanz
03 01. 17 20:39
Thomas Felder schreibt an den Landesbischof wegen der ständigen Übertretung des Feiertaggesetzes durch die Bahn:
„Wenn so massiv gegen das FTG verstoßen wird und die Behörden sich weg ducken, dann sind Sie, lieber Herr Dr. July als Bischof gefordert, direkt mit dem Ministerpräsidenten Kontakt aufzunehmen – von Mann zu Mann. Dabei kann die relativ geringfügige Ordnungswidrigkeit nur der Aufhänger sein für eine nüchterne Gesamt-Schadens-Bilanz, welche das Monster S21 für jedermann sichtbar inzwischen vorweist: Mittels einer gigantischen Veruntreuung öffentlicher Gelder wird funktionierende Infrastruktur zerschlagen…“ (ganzer Brief
hier)


Doppelblog zum Neuen Jahr
02 01. 17 22:47
Der Neujahrswunsch heißt natürlich

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=====================================

Die Bahn ließ immer wieder verlauten...

• S21-Projektmagazin der DB, 1998, S. 1: „... kann die Zahl der Ankünfte und Abfahrten
in der Hauptverkehrszeit mehr als verdoppelt werden.“

• S21-Projektmagazin er DB, Frühjahr 2002: „
Mehr als doppelt so viel Züge wie bisher können den neuen Durchgangsbahnhof anfahren“.

Broschüre DB Infrastruktur ProjektBau, Oktober 2007, „Neubauprojekt Stuttgart – Ulm, Fragen und Antworten zum neuen Verkehrskonzept für Stuttgart und die Region“ Seite 3: „
Der neue Hauptbahnhof ist doppelt so leistungsfähig wie der bisherige. Und er ist sogar auf Zuwachs geplant und könnte in einigen Jahrzehnten bei Bedarf weiter ausgebaut werden.“

S. 4: „Stichwort Zukunftsfähigkeit: Der Durchgangsbahnhof wird schon bei seiner Eröffnung die doppelte Leistungsfähigkeit des heutigen Hauptbahnhofs haben.“
____________________________________________________
Geschätzter Verkehrsminister Hermann, Sie sind auf die Informationen der Bahn angewiesen. Von dort kommt aber leider Desinformation Marke „Lügenpack“ siehe die Werbung zur Leistungsfähigkeit. Können Sie nicht Ihre eigenen Erkenntnisse vertreten und dem Unheil Stuttgart 21 jetzt ein Ende machen? Die Gelegenheit ist günstig, wo selbst das Gutachten der Bahn das Risiko für Bau und Betrieb von Stuttgart 21
klar beschreibt.


Spruch zu Neujahr 2017
31 12. 16 20:43
E-Mail aus Reutlingen: „…und hier das Motto für 2017“:

Warum denn in die Tiefe steigen?
Wir werden schließlich "Oben Bleiben!"



Stillstand auf der Strecke
30 12. 16 19:36
„Unsere Motoren laufen nicht mehr.“
Ansage im IR nach Mössingen (Aulendorf) auf freier Strecke in Nürtingen.
_______________________________________
Chaos bereits in Stuttgart: Statt wie angezeigt um 18:16 musste ich den Zug nach Lindau um 18:01 nehmen und in Plochingen umsteigen. Planmäßige Ankunft in Mössingen wäre 19:11 gewesen. Jetzt ist es 19:45 und wir stehen in schon lange in Nürtingen unweit des Bahnhofs.

Fortsetzung der Berichts nach Ankunft in Mössingen:
Umsteigen in Nürtingen und Tübingen. Ankunft 21:12: statt Direktfahrt Stuttgart - Mössingen mit 55 Minuten war dreimaliges Umsteigen mit zusammen
3 Stunden und 11 Minuten… Statt mehr in rollendes Material und das Schienennetz zu investieren, verpulvert die Bahn-AG Milliarden in das Katastrophenprojekt Stuttgart 21.


Es wird schon alles gut gehen?
29 12. 16 22:38

  • Blog Monday 01. March 2010

  • Erinnerung in Bild und Wort an eine unaufgeklärte Geschichte: Bohrloch 203

  • Hallo Stadt und Bahn, darf ich mal nachbohren, was jetzt eigentlich die Erkenntnisse beim Bohrloch 203 sind? Schwamm drüber? Es wird schon alles gut gehen?

____________________________________________
BUND: „Fest steht, dass die Einstellung der Bohrung 203 auf erhebliche Schwierigkeiten hindeutet. Der Spülwasseraustritt am Hang birgt im Zusammenhang mit dem im Untergrund liegenden Gipskeuper vielfältige Gefahren.“ (Das Bohrloch 203 liegt direkt über den Filder-Tunnels!)

Das war vor 6 Jahren und ganz aktuell ist das Thema Anhydrit nicht abgehakt, sondern vom Bundesrechnungshof und vom Gutachten von KPMG / Ernst Basler + Partner für den Aufsichtsrat wieder ganz im Vordergrund. Ob sich Stadt und Land wieder beschwichtigen und dem Unheil freien Lauf lassen? Wer sagt hier das fällige STOP?

OB Kuhns Wandlung
28 12. 16 11:11
Journalist Thomas Braun zur Halbzeitbilanz von OB Kuhn in den Stuttgarter Nachrichten

„Und Stuttgart 21? Unter Kuhn hat das Thema an politischem Gewicht verloren. Wie sein Parteifreund Kretschmann hat der frühere Projektkritiker inzwischen mit dem Tiefbahnhof seinen Frieden gemacht. Noch bei seiner Antrittsrede hatte er der Bahn zum Entsetzen der Projektbefürworter attestiert, sie habe „den Karren an die Wand gefahren“. Mittlerweile entsetzt er die verbliebenen Projektgegner, wenn er die Leistungsfähigkeit des Tunnelbahnhofs rühmt. Neuerdings findet er sogar, Stuttgart 21 tue der Stadt gut. Nach der Volksabstimmung und dem Aufsichtsratsbeschluss der Bahn zum Weiterbau richtet der Pragmatiker den Blick auf die städtebaulichen Perspektiven…“
________________________________________
S.B.: Die Grundlügen zu Stuttgart 21, nämlich die angeblich „überragende Verkehrsbedeutung“ mit „doppelter Leistungsfähigkeit“ sind längst entlarvt, auch das „Städtebauprojekt“ hat seinen Glanz verloren, zu viel Zerstörung ist geschehen und zu fragwürdig ist der Flächengewinn. Im Rathaus liegen die von der Stadt Stuttgart begonnenen
„21 gute Gründe für Stuttgart 21“ schon seit Ende 2013 nicht mehr aus, klammheimlich wurde die langjährige Rechtfertigung zu S21 aus dem Verkehr gezogen!


Demoplakat Dezember 2016
27 12. 16 18:45
Foto: Ulli Fetzer

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"zuquellen" in 2017
26 12. 16 16:58
Post von U.E. für die Capella Rebella:
„So wünsche ich uns ein "finales" 2017, in dem die Erkenntnis auch bei den Unverbesserlichen Einzug halten möge, die Erkenntnis, "es wird nix".
Wir jedenfall haben unseren Spaß an der Musik und an unserer Gemeinschaft und das bewahren wir uns, was auch immer auf uns zuquellen mag.“



Demoplakat 350.Demo
25 12. 16 23:53

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keine Weihnachtsmusik
24 12. 16 11:27
Mit Titeln wie „Wer soll das bezahlen“ oder „Kriminal-Tango“ begleitet die Capella Rebella montags die Demozüge. Ich mache gerade Winterpause (aber keine Blog-Pause) und bin auf dem Bild einer älteren Aufnahme mit Saxofon zu sehen. Allen meinen Bloglesern und insbesondere der Capella wünsche ich frohe Festtage!

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Der Dichter spricht (46)
23 12. 16 14:50
Bertold Brecht, aus „Das Lied von der Moldau“:
„Es wechseln die Zeiten. Die riesigen Pläne
Der Mächtigen kommen am Ende zum Halt.“



eine Frage der Zeit
22 12. 16 22:47
Noch einmal aus der Demorede vom Montag von Martin Poguntke mit dem Titel „Blick nach vorn, nicht ohne Zorn…“:
„In einer solchen sich zuspitzenden Situation scheint es mir nur noch eine Frage der Zeit, bis irgendein Politiker sich Vorteile davon verspricht, sich gegen S21 zu stellen. Und das kann der entscheidende Domino-Stein sein, der dazu führt, dass sich immer mehr von ihnen vom sinkenden S21-Schiff zu retten versuchen, indem sie ihm die Unterstützung versagen.“



Blick zurück
21 12. 16 23:16
Aus der Demorede vom Montag von Martin Poguntke mit dem Titel „Blick nach vorn, nicht ohne Zorn…“:
„Aber es überkommt mich auch Glück beim Blick zurück. Denn im vergangenen Jahr ist S21 auf eine Weise in die Enge getrieben worden, wie in kaum einem Jahr zuvor:

  • Da spricht ausgerechnet der S21-Vater Heimerl davon, dass Ergänzungen nötig seien, um das Zukunfts-Projekt S21 zukunftsfest zu machen.

  • Da hat der Bahn-Aufsichtsrat nun schon zum dritten Mal die Entscheidung aufgeschoben, ob die Bahn S21 weiterbauen darf.

  • Da spricht ein Gutachten, das die Bahn selbst in Auftrag gegeben hat, von „unüblich großen Risiken“ und davon, dass es für das Bauen im Anhydrit „keine bautechnische Lösung“ für eine risiko- und unterhaltsfreie Nutzung gibt.

  • Da fordern selbst Kretschmann und Kuhn eine Sondersitzung des sogenannten „Lenkungskreises“, bei der die Risiken durch Anhydrit besprochen werden.

Es ist mit Händen zu greifen, wie dünn das Eis ist, auf dem sie sich inzwischen bewegen, wie sehr wir sie mit Fakten und Klageandrohungen in die Enge getrieben haben, wie sehr sie uns S21-Gegner inzwischen wirklich ernst nehmen müssen.“


weltbekannt und berühmt mit S21
20 12. 16 23:29
Demoposter 350.Demo

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Wendehals Kuhn
19 12. 16 23:26
Schlagzeile im ZDF zur heutigen Feier der Bahn
„Grüner OB Kuhn: Stuttgart 21 tut Stadt gut.“
___________________________________________
Wen meint OB Kuhn nur mit „Stadt“? Wohl kaum die Einwohner, die jahrzehntelang mit ärgerlichen Einschränkungen leben müssen, auch nicht die Bahnfahrer im Kaputt-Bahnhof der langen Wege.



Probleme totgeschwiegen
18 12. 16 20:40
Ein Redakteur der Südwestpresse, Dieter Keller, hat das Kunststück fertig gebracht, in seinem Bericht über die AR-Sitzung anderntags (15.12.) ein zentrales Thema der Sitzung gar nicht zu erwähnen: Stuttgart 21. Dabei geht es immerhin um einige Milliarden, die die hochverschuldete Bahn-AG weniger belasten würde , wenn sie das Looser-Projekt schon jetzt aufgeben würde. .
Der Bericht im überregionalen Teil der Südwestpresse liegt auf der bekannten Linie dieser Zeitung: meist penetrant parteiisch pro Stuttgart 21. Mit dem Totschweigen der Probleme werden diese aber nicht behoben und dem sinkenden Schiff Titanic21 kann es auch nicht helfen.



Lügen-Bahnhof

17 12. 16 22:38
Demoposter 350.Demo

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erneut vertagt...
16 12. 16 20:22
Zum Aufsichtsrat vorgestern: „Weil es kaum Medienresonanz gab, sind unsere Aktionen und Demos etwas unter gegangen, obwohl sie uns gut gelungen sind. Das ZDF, das uns ausgiebig gefilmt und interviewt hatte, hat uns per Anruf erläutert: zum einen war am Mittwoch das Aleppo-Drama prioritär und zum zweiten hat die Entscheidung des AR, S21 erneut zu vertagen, dem Ganzen das Spektakuläre genommen.“

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gesehen bei der 350. Montagsdemo diese Woche


wie erwartet
15 12. 16 13:33
BUND in der Stuttgarter Zeitung:
„Die Bahn lügt sich beim Zeitplan weiter in die Tasche. Sie sollte dazu stehen, dass es länger dauert und mehr kostet…“
_____________________________________
Murks 21 geht weiter, Risiken werden ausgeblendet, Warnungen beiseite geschoben.



Wie wird der Aufsichtsrat entscheiden?
14 12. 16 22:03
Blogeintrag vom 8.2.2013:
Das ist der vorgezeichnete Weg zum Ausstieg:
1. Die Wirtschaftlichkeit von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke wird mit den neuen Zahlen (Kosten, Termin der Fertigstellung, Leistungsfähigkeit) erneut geprüft.
2. Die Bilanz wird stark negativ ausfallen, auch unter Einrechnung der tatsächlichen Ausstiegskosten.
3. Der Aufsichtsrat verfügt Baustop mit Billigung von Merkel, Schäuble, Ramsauer und den seitherigen Befürworterparteien im Bund. ________________________________________
Es kam dann anders: mit der nachweislich falschen Begründung von 77 Millionen höheren Ausstiegskosten hatte der Aufsichtsrat den Weiterbau beschlossen. Welche Scheingründe werden uns diesmal serviert?



ABC des Alptraum-Projekts
13 12. 16 21:16
Schluss der Demorede von Volker Lösch gestern:
LAST APELL
„Liebe CDUler, SPDler und GRÜNE! Gute Politik zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie Fehler eingesteht. Und ihr kennt die Wahrheit: Das Beenden von S21 ist überfällig, und es ist machbar. Für einen Ausstieg aus diesem fatalen Projekt ist es immer noch nicht zu spät. Verweigert euch!
Verweigert endlich diesem abartigen, abschreckenden, absurden, alptraumhaften, anachronistischen, antidemokratischen, antiquierten, armseligen, asozialen, banalen, behindertenfeindlichen, bekloppten, belanglosen, bescheuerten, beschissenen, blöden, chaotischen, dämlichen, depperten, desaströsen, dilettantischen, dreisten, dummen, einfältigen, elenden, falschen, fehlerhaften, fürchterlichen, geldhungrigen, gesetzeswidrigen, größenwahnsinnigen, grotesken, hässlichen, indiskutablen, irrelevanten, jämmerlichen, kafkaesken, kannibalisierenden, korrupten, lebensgefährlichen, lügnerischen, mafiösen, minderwertigen, mitleiderregenden, mittelalterlichen, nutzlosen, öden, peinlichen, raffgierigen, regelwidrigen, schaurigen, schwachsinnigen, schweineteuren, selbstgerechten, strunzdummen, überflüssigen, uncoolen, undurchsichtigen, unnötigen, unsinnigen, unsozialen, unsympathischen, unverschämten, unwichtigen, verantwortungslosen, verhassten, verlogenen, vorsintflutlichen, wahnsinnigen, widerlichen und zynischen Alptraum-Projekt – verweigert ihm endlich eure Zustimmung!“

Am Beginn seiner Rede sagte Volker Lösch: „… denn wir kommen unserem Ziel immer näher: Stuttgart21 wird scheitern, es wird so krachend scheitern, dass nichts außer ein paar grotesker Anekdoten davon übrigbleiben wird!“
_________________________________________
S.B.: „krachend scheitern“ wird Stuttgart 21 morgen nicht, aber es könnte vom Aufsichtsrat eine Umkehr mit Baustopp überlegt und gefordert werden, wenn er nicht „postfaktisch“ argumentiert und beschließt.


350
12 12. 16 23:36
Heute 350.Montagsdemo

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Murphologie
11 12. 16 20:29
Zum Anhydrit-Risiko:

„Wasser hat einen kleinen Kopf.“ (sprichwörtlich)
_______________________________________
Murphy's Gesetz:
Wenn etwas schiefgehen kann, dann wird es auch schiefgehen. Folgerungen:

  1. Nichts ist so leicht, wie es aussieht.

  2. Alles dauert länger, als man glaubt.

  3. Wenn es eine Möglichkeit gibt, dass Dinge schiefgehen, so wird das schiefgehen, das den grössten Schaden anrichtet.

  4. Wenn man feststellt, dass es vier Möglichkeiten gibt, die einen Vorgang schiefgehen lassen können, und man diese ausschaltet, wird sich bestimmt noch eine fünfte finden lassen.

  5. Dinge sich selbst zu überlassen, führt vom Regen in die Traufe.

  6. Immer, wenn man etwas ernsthaft machen möchte, kommt etwas anderes dazwischen.

  7. Jede Lösung bringt neue Probleme.

  8. Es ist unmöglich, etwas ganz sicher zu machen, denn Dummköpfe sind zu erfinderisch.

  9. Die Natur ergreift immer die Partei des versteckten Fehlers.

  10. Mutter Natur ist ein böses Weib.



350. Demo am Montag
10 12. 16 22:36

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gewisse Unsicherheiten
09 12. 16 23:17
Bahnexperte Prof. Wittke in der StZ:
„Wir werden sehen, ob noch gewisse Unsicherheiten in der Prognose sein werden, sagt Wittke. Und: „Unsere Berechnungen machen uns sehr sicher.“
___________________________________________________
Aha! „Das Wasser hat einen kleinen Kopf“ (alte Bau-Weisheit).



EINSCHREIBEN MIT RÜCKSCHEIN
08 12. 16 20:52
An die Mitglieder des Aufsichtsrats der Bahn-AG

Aus dem Gutachten von KPMG / Ernst Basler + Partner (Langform), auch Bundesrechnungshof und dem Gutachten Dr. Vieregg wird deutlich:

• die Projektkosten erhöhen sich um weitere Milliarden

• Die Fertigstellung von Stuttgart 21 verzögert sich um Jahre

• das Betriebsrisiko der Tunnels im Anhydrit (ca 15 Kilometer) ist hoch
(bei den 9 Tunnels der letzten Jahre gibt es bei 7 starke Quellungsschäden (=78%) - und von den 4 modernsten Tunnels (Engelberg, Adler, Chienberg, Freudenstein) auch 3 Stück (=75%). Quelle: Dipl.-Geologe R. Laternser

Damit kann ein Baustopp mit Ausstieg aus dem Projekt Stuttgart 21 vom Aufsichtsrat begründet und gefordert werden.

Bahnchef Dr. Grube sollte für das Scheitern von Stuttgart 21 und den desolaten Zustand der Bahn zur Rechenschaft gezogen und sein Vertrag nicht verlängert werden. Kanzlerin Merkel hatte die (inzwischen verloren gegangene) Wirtschaftlichkeit von S 21 eingefordert, sie brauchte deshalb das Projekt S21 nicht weiter befürworten.



unzulässig
07 12. 16 19:54
Aus dem Kommentar von Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischer zur Fernsehsendung "S21 könnte Dauersanierungsfall werden“:

„Spätestens seitdem die Kenntnis vorhanden war, dass alle Tunnel im Stuttgarter Verkehrsknoten durch den Gipskeuper führen, ist S21 eine unzulässige Verkehrslösung.“ Ganzer Kommentar


Notbremse
06 12. 16 21:25
Meine nicht unbegründete Vermutung:
Der Aufsichtsrat könnte das
Gutachten von KPMG / Ernst Basler + Partner so beeinflusst haben oder wenigstens nicht verhindert haben, dass ganz klar geworden ist

  • die Kosten steigen um Milliarden nach oben

  • Die Fertigstellung von Stuttgart 21 erfolgt Jahre später als geplant

  • das Betriebsrisiko der Tunnelbauten im Anhydrit (15 km!) ist unverantwortbar hoch

Damit könnte der Baustopp mit Ausstieg aus dem Unheilprojekt Stuttgart 21 ohne größeren Gesichtsverlust begründet werden. Nach Dr. Kefer wird Bahnchef Dr. Grube für das Desaster zur Rechenschaft gezogen, sein Vertrag wird nicht verlängert. Kanzlerin Merkel hatte die (inzwischen verloren gegangene) Wirtschaftlichkeit eingefordert, brauchte also das Projekt S21 nicht weiter befürworten. Dasselbe gilt für die Befürworterparteien und natürlich die konstruktiven Kräfte der Bahn-AG.



"inhärent"
05 12. 16 23:30

Duden: inhärent bedeutet „einer Sache innewohnend“
„Insofern muss man sich bewusst sein, dass bei jedem Tunnel im Anhydrit inhärent ein im Ingenieurbau unüblich großes Risiko für die Betriebstauglichkeit besteht.“
(aus dem Auftragsgutachten für den Aufsichtsrat der Bahn-AG von KPMG / Ernst Basler + Partner)

_________________________________
Anhydrit gehört zum Komplex „Natur“ des Blogmottos „Stuttgart 21 ist ein Wurmbau zu Babel und wird scheitern. Das Projekt ist einfach zu schlecht und hat Natur und Vernunft gegen sich.“
Ob der Aufsichtsrat gegen jede Vernunft an Stuttgart 21 festhält?



Blogmotto seit 2009
04 12. 16 11:13
Kommentar zum Fernsehbericht über Anhydrit-Risiken im Tunnelbau Stuttgart 21:

„Es ist von Beginn an ein zum Scheitern verurteiltes Projekt.“

Unter dem Titel „organisiertes Verbrechen in Politik und Wirtschaft“ zählt H.H. die bestimmenden Fakten des verunglückten Projekts S21 auf, hier lesen.


Risiko kleingeredet
03 12. 16 23:01

Zum Blog von gestern:
Die von der Bahn genannten „relevanten Anhydritlinsen“ sind nur von der Bahn selbst gewichtete besonders kritische Abschnitte an den Übergangszonen.
Dipl.-Geologe Dr. Laternser: „Den Rest mit 10 km durch Anhydrit und mindestens 3 schwierigen "Anyhdritspiegeldurchbrechungen" unter Kernerviertel und in Degerloch hat  er (Pressesprecher der Bahn Hamann) somit einfach verschwiegen. Sind ja keine Linsen - und schon 10 km Anhydritstrecke kleingeredet!… „Was ich aber ganz wichtig finde ist, dass von 9 Tunnel der letzten Jahre 7 starke Quellungsschäden zeigen - und von den modernsten 4 (Engelberg, Adler, Chienberg, Freudenstein) auch 3 Stück. Das wären 78 und 75%.“




kleine Differenz...
02 12. 16 22:31

Bericht in der Stuttgarter Zeitung
Aus einer Stellungnahme Laternser vom 30.11.2016
Die bisher bewältige Strecke im AGK (anhydritführenden Gipskeuper) beträgt nur 0,33% der geplanten Gesamtstrecke im AGK für das Projekt Stuttgart 21. 

Bahn: Bereits „über die Hälfte (= über 50%) der relevanten Anhydritlinsen“ sei erfolgreich durchfahren worden, sagt Sprecher Jörg Hamann. (
Landesschau von heute
"Im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 sind bereits über die Hälfte der relevanten Anhydritlinsen erfolgreich durchfahren worden. Sämtliche Hebungen liegen deutlich unterhalb der Toleranzschwelle", so die Bahn.




selbst erklärend
01 12. 16 23:55
Quelle unbekannt

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kein Denkverbot
30 11. 16 21:25
Zeit online:
„Der Streit darüber, wer die Mehrkosten trägt, zieht sich schon lange hin. Darum ist es gut, dass sich endlich Richter damit befassen. Alle Seiten sollten das Verfahren auch dazu nutzen, den Kostenplan genau zu prüfen – und dabei kein Denkverbot über den Tod des Projekts verhängen. Selbst von den 6,53 Milliarden Euro ist bisher der deutlich größere Teil noch nicht ausgegeben. Ökonomisch ist also der Point of no Return noch nicht erreicht und mit der Baugrube ließen sich andere Dinge anstellen, wie S-21-Gegner schon im Sommer in ihrem Gegenentwurf Umstieg 21 dargelegt haben.


selbst weiterdenken
29 11. 16 23:38

Foto S.B. eines Instruments, das gestern bei einem Konzert in der Stuttgarter Schlosskirche (Altes Schloss) erklungen ist. Der gleiche Sinnspruch steht auf einem ähnlichen Instrument (Virginal) aus dem 17. Jhd. in der Instrumentensammlung des Landesmuseums im Fruchtkasten neben der Stiftskirche.
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„Höre, sieh und schweige,
wenn du in Frieden leben willst.“ (Korrektur am 30.11.)
____________________________________
Wer die Gefahren, Mängel, Widersprüche und Fehlinformationen (vulgo Lügen) bei Stuttgart 21 kennt und sich dazu in Schweigen hüllt, (Der vorige Satz ist unvollständig, meine Blogleser mögen ihn selbst ergänzen. Ich freue mich sehr über Ihre/Eure Ergänzung, gern einige Sätze, und werde dies bei Erlaubnis mit oder ohne Namen hier im Blog mitteilen. Kontakt)


Jauchzet, frohlocket...
28 11. 16 23:42
… nicht zu früh!
„Stuttgart 21 wird auf den letzten Metern noch gestoppt werden! Denn selbst die Bahn will diesen GAS (größten anzunehmenden Schildbürgerstreich) und VSS (völlig sinnlosen Schwachsinn) dummer schwäbischer Provinzpolitiker nicht! Herrlich! Das Projekt zerlegt sich zusehends selbst!“
(aus einer aktuellen E-Mail)



Vom sinkenden Schiff…
28 11. 16 10:59
SWR-Landesschau:
SPD-Fraktionschef Andreas Stoch kommentierte Grubes Aussagen gegenüber dem SWR lapidar: "Bauen und Gosch halten wäre besser“.
___________________________
Herr Stoch, dazu passt „Augen zu und durch“. Vielleicht erinnern Sie sich an die verschwundenen
„21 gute Gründe für Stuttgart 21“ und machen die Augen auf für das Scheitern des Fehl- und Schadprojekts Stuttgart 21.


Der Dichter spricht (45)
27 11. 16 23:34

Thomas Mann 1939:
„Demokratie ist nichts anderes als der politische Aspekt des Geistes ... Ich sehe heute, dass sich der deutsche Bürger im Irrtum befand als er glaubte, der Mensch könne kultiviert und unpolitisch sein“.

_________________________________

Ausnahmsweise ganz persönlich und wird hoffentlich nicht als peinliche Angeberei abqualifiziert: Heute morgen hörte ich im Radio swr2 die Bach-Kantate 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“, um 9:30 schaute ich zusammen mit meiner Frau im ZDF den Ökumenischen Gottesdienst aus Linz, war abends im Ballett der Stuttgarter Oper „Der Widerspenstigen Zähmung“ und lernte vorhin noch ein paar Takte von Bachs Orgel-Passacaglia am Cembalo auswendig.
Unpolitisch möchte ich aber nicht sein! Mein Engagement bestand u.a. aus einem Beitrag aus dem Stuttgart-21-Widerstand
„Was ist Umstieg 21?“ (Veranstaltung im Theaterhaus Stuttgart) und meinem täglichen Blogeintrag.


JETZT!

26 11. 16 11:36
Die konkrete Frage lautet: „Welche Verkehrsleistung hat der Stuttgarter Tiefbahnhof in der Zeit, in der ein Tunnel A,B,C oder D von S21 zeitweilig gesperrt werden muss.
…Für den ungünstigen Tiefbahnhaltepunkt in Stuttgart muss diese Frage, so sie noch nicht beantwortet ist,
JETZT beantwortet und öffentlich gemacht werden.“
______________________________________
Den ganzen Brief von Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischer an Minister W.Herrmann
hier lesen.


Die Pläne sehen vor...
25 11. 16 14:15
Aus der Stuttgarter Zeitung: Die Neubaustrecke nach Ulm und der umgebaute Bahnknoten von Stuttgart 21 werden gleichzeitig in Betrieb gehen. Das hat der Bahn-Chef Rüdiger Grube am Rande der Feier des Tunneldurchbruchs in Ulm im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung bekräftigt. Es habe aus seiner Sicht wenig Sinn, die beiden Projekte zeitlich voneinander zu trennen. Die aktuellen Pläne sehen vor, dass Ende 2021 die ersten Züge fahren. „Wir müssen dazu in Stuttgart zwei Jahre aufholen. Wir tun unser Möglichstes. Ich lege aber meine Hand nicht dafür ins Feuer, dass es ganz gelingt“, so Grube.
____________________________________________
Wo bleibt die Recherche der Stuttgarter Zeitung über den Fertigstellungstermin? Kann man diesen Satz von Schönredner Grube einfach so stehen lassen?



schräge Lobeshymnen
24 11. 16 13:42
Bei der Feier zum Tunnel-Durchschlag:
Bahnchef Grube
„Baden-Württemberg, Deutschland und Europa profitieren stark vom Bahnprojekt Stuttgart-Ulm“

Gerlinde Kretschmann
„Ich freue mich an der prächtigen Entwicklung meines Patenkinds, des Albabstiegstunnels.“

Auch Baden-Württembergs
Verkehrsminister Winfried Hermann betonte die „extreme Beschleunigung“ durch die neue Trasse, schließlich verkehrten die Züge künftig mit Tempo 250 zwischen Stuttgart und Ulm: „Die Menschen in Ulm und Oberschwaben profitieren am allermeisten von unseren Investitionen.“

Staatssekretär Norbert Barthle, der Grüße von Verkehrsminister Alexander Dobrindt überbrachte. Dieser Tunnel, so der CDU-Politiker, sei Teil der Magistrale Paris-Bratislava. „Wir sollten der ganzen Welt erzählen, dass dieses Projekt schneller als geplant umgesetzt wurde – und das auch noch im Kostenrahmen.“
___________________________________________
Natürlich kein Wort davon, dass Stuttgart 21 der Klotz am Bein der Neubaustrecke ist und nichts zur Fahrzeitverkürzung beiträgt. Und die genannte Inbetriebnahme der Neubaustrecke 2021 völlig illusorisch ist.
Natürlich nichts von der Verminderung der Reisequalität durch überlange Tunnelfahrten.
Natürlich nichts davon, dass die genannte „Magistrale“ ein reiner Werbespruch ist.
Natürlich nichts davon, dass die Strecke für Güterzüge untauglich ist.
Natürlich nichts von der Energieverschwendung durch den hohen Scheitelpunkt und den erhöhten Luftwiderstand in den Tunnels.
Der planerische Unsinn der Neubaustrecke wird detailliert beschrieben im
Memorandum von Prof. Bodack.


Verspätungsruine
23 11. 16 17:04
Aus der Demorede von Manfred Niels:
„Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist mit der einstmals zweithöchsten Pünktlichkeit Deutschlands heute eine Verspätungsruine. Die S-Bahn wankt im Dauerchaos von einem Krisengipfel zum nächsten und jetzt ist auch noch die direkte Stadtbahnlinie zum Charlottenplatz unterbrochen.“



sinnlose Verschwendung
22 11. 16 22:59
Die Tunnelbohrmaschine im Fildertunnel heißt Suse.
Lesart Laternser: SUSE = Sinnlos Unter Stuttgart Euros verschwenden.
______________________________________
…und Energie, Beispiel Gotthard-Bohrwerk:
- Anz. Motoren: 10
- Anz. Rollenmeissel: 62
- Gesamtleistung: 3500 kW
- Energieeinsatz: max. 63 MWh elektrischer Strom im Wert von CHF 10'000 (9307 Euro, Kurs von heute) täglich je TBM, entspricht dem täglichen Verbrauch von 4.200 Einfamilienhäusern
- Vortriebsleistung: max. 35–40 m/Tag (abhängig von Gesteinsart und -beschaffenheit, wird kaum je erreicht)

Eine Megawattstunde (MWh) ist das Tausendfache einer kWh.

Ein Privathaushalt mit zwei Personen verbraucht ca. 3,1 MWh pro Jahr. Üblicherweise wird  der Verbrauch hier aber in kWh angegeben (3.100 kWh).
Quelle: Blog vom 7.9.09



Heimatverlust
21 11. 16 14:22
Stuttgarter Zeitung: „Die Reste der Holzbrücke, die 1977 zur Bundesgartenschau entstand, werden abgebaut – Pfeiler der neuen Eisenbahnbrücke für Stuttgart21 wachsen derweil am Westufer des Neckars empor. Für Radfahrer und Fußgänger bleibt es aber noch eine ganze Weile bei den Umwegen.“
________________________________________________
Die überdachte Holzbrücke gehört zur liebenswerten „Heimat“ und ihr Verlust zu den negativen „weichen Faktoren“ des zerstörerischen Bahnprojekts Stuttgart 21. Die zwei Fußgängerbrücken (Leuzesteg, Holzbrücke) von Cannstatt zum Rosensteinpark sind schon lange gesperrt und bis zum Ersatz dauert es noch viele Jahre; „eine ganze Weile“ verniedlicht die Zumutung der Umwege.



Alles klar?
20 11. 16 22:55

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13,5 Minuten
19 11. 16 23:06
Aus dem Bericht in der Stuttgarter Zeitung:

„Wir haben unsere Haken gemacht“, sagte Frank Knödler, Leiter der Stuttgarter Feuerwehr. Er habe erst Bedenken zum Konzept gehabt, bekannte Knödler, aber alle Reisenden könnten in 13,5 Minuten im sicheren Bereich sein. _____________________________________________
Das verstehe ich nicht, Herr Knödler: kann ein Mensch denn 13,5 Minuten giftigen Rauch überleben? Und: ist die Gefahr bei „oben bleiben“ nicht gegen Null? Ist der ganze Brandschutz mit seinen teuren Maßnahmen wie Rettungsstollen zwischen den Tunnels, Fluchttreppen, Wasserröhren usw. nicht ganz entbehrlich bei einem natürlichen Bahnsystem über Tage? Auch deshalb
Umstieg 21!



klare Worte
18 11. 16 22:30
Stadtrat Hannes Rockenbauch findet im Rathaus klare Worte: „Kein Bauzeitplan, keine Analyse, eine Frechheit“. Die Kosten von S21 werden „künstlich klein gerechnet, die Bahn verarscht uns hier nach Strich und Faden“. Bericht i.d. Stuttgarter Zeitung
________________________________________
„verarschen“ = auf den Arm nehmen (elaborierter Code für politisch korrekte Krawattenträger). Aber nicht nur im Lutherjahr 2017 muss man „dem Volk aufs Maul schauen“; beim Unsinn Stuttgart 21 darf die Wortwahl auch mal drastisch und volkstümlich sein.


unverfrorene Lüge!
17 11. 16 15:32
Dr. Ralf Laternser, Dipl. Geologe auf der 346. Montagsdemo am 14.11.2016:
„...Was sagte die Bahn, in Person von Projektvorstand Volker Kefer aktuell zum Problem Anhydrit bei der letzten Lenkungskreissitzung vor einer Woche: „Der Bau der Tunnel ist so weit fortgeschritten, dass größere Risiken durch schwieriges Gestein weitgehend ausgeschlossen werden können“.
Was für eine unverfrorene Lüge!“...
__________________________________________

Die Rede ist ein weiterer Beleg für das „postfaktische Zeitalter“: die Projektbetreiber machen trotz aller Warnungen einfach weiter..



im postfaktischen Zeitalter
16 11. 16 22:46
Schluss der Rede von Dr. Eisenhart von Loeper über die Kosten von Stuttgart 21 gestern im Stuttgarter Rathaus vor dem S-21-Ausschuss des Gemeinderats:

„Dafür sind die Ihnen übermittelten Fakten zu den Projektkosten wesentlich, damit Sie sich von der Lage überzeugen und Konsequenzen ziehen können. Bewegen sich die nächsten Wochen weder die Projektpartner noch der Bahn-Aufsichtsrat, hätte dies vermutlich schwerwiegende Folgen.“

__________________________________________
Natürlich wird der Aufsichtsrat wie auch
die Befürworter der Stadt Stuttgart die vorhandene Alternative abstreiten, nur die geschönten Kosten würdigen und zum Weiterbau blasen.

Absurdistan 21
15 11. 16 22:50
Kontext-Wochenzeitung: „Wer auf der Suche nach haarsträubenden Absurditäten ist, verqueren Argumenten und politischen Winkelzügen ist, für den ist Stuttgart 21 eine tolle Sache.“


Auf der schwäb’schen Eisebahna…
14 11. 16 23:36
…gestern von Stuttgart nach Mössingen:
(Der letzte Zug Stuttgart ab 21.22 (Dauer 1:28) nach Tübingen konnte nach einem Konzert nicht mehr erreicht werden.)
Die letzte Möglichkeit Stuttgart ab 21:31 (Dauer 2:25)

  1. Stuttgart - Plochingen

  2. Plochingen - Wendlingen

  3. Wendlingen - Metzingen (Bus, Schienenersatzverkehr)

  4. Metzingen - Tübingen

  5. Tübingen - Mössingen

Fahrpreis 18,30 Euro. Natürlich waren die Wartesäle alle geschlossen, bei ziemlicher Kälte… Keine Angabe und Ansage (anderer Bahnsteig) in Metzingen führte zu panikartiger Hektik.
____________________________________________
Die Kundenfreundlichkeit der Bahn-AG leidet unter dem Sparzwang der Bahn, auch verursacht durch verfehlte milliardenschwere Ausgaben bei Schnellfahrstrecken und Stuttgart 21.



Feinstaub und S21
13 11. 16 11:53
Außerdem steigen immer mehr Menschen auf das Auto um, weil das S-Bahn-System im Großraum Stuttgart durch S21 an die Wand gefahren wurde.
▪ Und S21 selbst (sollte es jemals in Betrieb gehen) bedeutet Rückbau von Schienenkapazität, also bleibt nur das Feinstaub-verursachende Auto.



nie und nimmer
12 11. 16 23:16
„Sollte der neue Stuttgarter Tiefbahnhof jemals in Betrieb gehen, könnte er die Verheißungen seiner Befürworter nie und nimmer erfüllen.“
Quelle:
Kontext-Wochenzeitung


Zweierlei Maß
11 11. 16 22:05
Aus einer Rundmail von Pit Främke:
„Dr. Martin Vieregg hat die Kosten für das Projekt Stuttgart 21 mehrfach berechnet, in seinem jüngsten Gutachten vom November 2015 geht der Experte davon aus, dass sich die Projektkosten auf knapp zehn Milliarden Euro belaufen werden. Im Pressegespräch wird der promovierte Betriebswirt erklären, wie seine Zahlen zustande kommen und wie sich seine Methodik von der der Beratungsgesellschaft KPMG unterscheidet. Im Kern bedeutet das: Vieregg und Rössler orientieren sich an bereits abgerechneten Projekten und kalkulieren mit realen Kosten, die bei vergleichbaren Bautätigkeiten angefallen sind. KPMG hingegen kalkuliert mit Zahlen, die ihnen die Bahn zur Verfügung stellt.“



abgewählt!
10 11. 16 16:02
Hillary Clinton sei eine Figur der „korrupten Oligarchie“ von Amerika. (Oskar Lafontaine bei Anne Will).
Wer wählt die korrupte Oligarchie bei uns ab?



Ist es nicht so?
09 11. 16 23:58
J.K. per Einschreiben an Min. Hermann und OB Kuhn nach der Sitzung des Lenkungskreises:
„Alle Entscheidungsträger laufen den beiden Lügnern und Betrügern in Sachen S21, Grube und Kefer, mit ihrem gezinkten Gutachten wie die Lemminge blindlings direkt in den Abgrund hinterher. Unfähig, den eigenen Verstand zu gebrauchen. Zu feige, SCHLUSS JETZT zu sagen.“



"schildaesk"
08 11. 16 15:31
Kaum wird ausnahmsweise ein brisanter Artikel in der Stuttgarter Zeitung zur Kommentierung freigegeben, hagelt es wichtige und berechtigte Kritik:
„Und ich dachte immer, dass man für die doch äußerst hohen Kosten von 6,5 Mrd Euro einen fertigen und vor allem auch zukunftsfähigen Bahnknoten bekommt. Aber wahrscheinlich geht es nur um die Banknoten einzelner.“

Anderer Kommentar bei Zum Blog aktuell.



Durchschaut: Maulkorb!
07 11. 16 23:08
Die Stuttgarter Zeitung lässt bei eher harmlosen Themen eine Kommentierung gelegentlich zu:

  • Neuer Anlauf für den Bau des Abstellbahnhofs

  • Tunnelfeier mit Hermann statt Kretschmann

  • Im Park ist Baum nicht gleich Baum


Bei brisanten Artikeln werden Kommentare nicht mehr zugelassen:
  • Der Terminplan unter der Lupe

  • Minister Hermann warnt Bahn vor Gerichtsverfahren

  • Planung für Zeit nach Stuttgart21 beginnt

Quelle


Außerdem entfallen...
06 11. 16 23:41
Wegen Bauarbeiten für Stuttgart 21: S4 und S5 halten nicht in Feuerbach
Stuttgarter Nachrichten 4.11.16
Wegen Bauarbeiten für
Stuttgart 21 halten die S-Bahnen der Linien S4 und S5 an diesem Wochenende nicht in Feuerbach. Außerdem entfallen ...
_____________________________________
Auch die jahr(zehnt)elange Störung nicht nur des S-Bahnverkehrs sind ein zu hoher Preis für den minimalen (wenn überhaupt) Zeitgewinn der Bahnreisenden.



Kopf raus aus dem Sand!
05 11. 16 23:55
Im Vorfeld der Lenkungskreissitzung am 7. November hat das Aktionsbündnis die Landesregierung aufgefordert, nicht länger die Augen vor den Fakten zu verschließen…

In einem Schreiben an Ministerpräsident Kretschmann, Innenminister Strobl und Verkehrsminister Herrmann fordert das Bündnis eine Neupositionierung des Landes in der bevor stehenden  Lenkungskreissitzung als Konsequenz aus der neuen Faktenlage.

___________________________________
Wie wird es kommen?
Die Bahn wird alles herunter spielen nach gewohnter Kefer-Art; vielleicht wird eine nötige Entscheidung mal wieder vertagt und das Murksprojekt geht einfach weiter.



"So ging es, so geht es noch heute."
04 11. 16 16:47
Bauzaun in der Schwabenausstellung im Landesmuseum:

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Das war 2009, die markigen Sprüche gelten aber noch!


Verdun
03 11. 16 19:45
Heute ein Besuch der Schlachtfelder von Verdun, Museen, Monumente u.a.

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Was hat das mit Stuttgart 21 zu tun? Zum einen: „Es gibt ein (Er-)Leben außerhalb S 21“, zum andern verbietet sich ein Vergleich wegen den völlig verschiedenen Dimensionen.


Treue Rebellen
02 11. 16 20:50
In der neuen „Schwabenausstellung“ im Landesmuseum wird gleich am Beginn der „Rebellen“ gegen Stuttgart 21 gedacht mit Bauzaun und Text zur „Spaltung der Stadtgesellschaft…“ 2010. Das ist sehr verkürzt, denn 2010 war zwar mit dem „Schwarzen Donnerstag“ und den anschließenden Großdemos der sichtbare Höhepunkt, die Spaltung erfolgte aber schon Jahre vorher und sie dauert an (meine Website metropolis21.de existiert seit 2008).

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Zusammengefasst:
01 11. 16 20:57
Ende der Rede von Dr. Christoph Engelhardt auf der Montagsdemo gestern, Rückblick auf die Erörterung im S-21-Ausschuss am 26.11.2016:
„Wir haben reiche Ernte eingefahren. Die Betreiberseite bestätigte ihre argumentative Schwäche mit dem extrem unfairen Verfahren inklusive Maulkorb-Erlass und mit umfassender Wahrnehmungsverweigerung.Es ist noch deutlicher geworden, dass dem Tiefbahnhof die Rechtfertigung durch eine Leistungserhöhung fehlt. Lasst uns nun umso nachdrücklicher Antworten auf die offenen Fragen einfordern, wie wir sie in unserem
am Mittwoch verteilten Fragenkatalog formuliert haben!“


Protest hat gewirkt
31 10. 16 20:24
Foto: BAA, dort auch Kommentar

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Die nächste Runde im Rathaus findet im Großen Saal statt.


Eben reingeflattert,
30 10. 16 23:45
die E-Mail einer bis jetzt Unermüdlichen:

…„Ich bin so müde bezüglich S21 und fragte mich wieder einmal, ob unser Bemühen irgendwie noch Erfolg versprechend ist.“

…“Ja, ich habe die Schnauze gestrichen voll, von so viel Irrsinn der über die Mehrheit der Menschen geschüttet wird.“

...„Mir geht langsam die Puste aus.“
_______________________________
Hallo liebe Carola, mir und sehr Vielen geht es ähnlich. Bleib dran, so gut Du eben kannst.



Macht und Vernunft
29 10. 16 23:23
Aus dem Antrag der Linken an den Deutschen Bundestag, Drucksache 18/100060 vom 19.10.2016:
„Ein Weiterbau des Projektes „Stuttgart 21“ ist unter diesen Umständen nicht mehr zu rechtfertigen, und der Bund als Alleineigentümer der DB AG steht in der Verantwortung, auf einen sofortigen Baustopp hinzuwirken, um erheblichen Schaden von dem Unternehmen abzuwenden.“
________________________________
S.B.: Die Befürworter-Parteien (Regierung) werden alle Anträge der Linken abschmettern, denn es geht um Machterhaltung, nicht um Vernunft. Deshalb wäre ein anderes Vorgehen vielleicht erfolgreicher:
„Ein Abbruch von Stuttgart 21 ist auch unter den Umständen der völligen Unwirtschaftlichkeit zum Schaden der Bahn nicht zur rechtfertigen, und der Bund als Alleineigentümer der DB AG steht in der Verantwortung, das Projekt bis zum Ende zu fördern und den Schaden von dem Unternehmen auszugleichen.“



Umsteigepraxis S 21 / K 21:
28 10. 16 21:41
Bei der Erörterung der Leistungsfähigkeit von S21 im Rathaus kam zur Sprache, dass künftig Züge weiterfahren, das Gleis frei machen müssen und sie deshalb nicht auf Anschlüsse warten können wie es heute im Kopfbahnhof ständige Praxis ist. Das wurde verharmlost: künftig seien die Zugfolgen so dicht, dass man dann eben auf den nächsten Zug warten müsse!
So tief ist die sprichwörtlich „pünktliche“ Eisenbahn bei Stuttgart 21 in Anspruch und Praxis gesunken…



Alte Argumente (b)
27 10. 16 10:22
Bei der gestrigen Erörterung im Rathaus (Kurzbericht der Kopfbahnhoffreunde hier) tauchte ein mir besonders wichtiges Argument der „weichen“ Faktoren gar nicht auf, nämlich das optische Ausradieren des Stadtbildes durch ausschließlich unterirdische Fahrten in Tunnels.

In meinem
Memory 1 „Der Wall“ an Baubürgermeister Hahn vom 19.3.2008 ist das geschildert, mit Fotos illustriert:
„Fährt man mit der Bahn in Stuttgart ein, liegt die Stadt wie ein aufgeschlagenes Buch im Blick, jetzt soll dieses Buch zugeklappt werden. Zehntausende von Bahnfahrern gucken dann buchstäblich in die Röhre statt auf unsere schöne Stadt, Durchreisende bekommen gar nichts von Stuttgart zu sehen, die Stadt wird zu einem Haltepunkt, Reisequalität wird zu Reise-Fastfood. Das ist ein schlimmer Verrat an Stuttgart.
Wo ist „Stuttgart“ für die Bahnreisenden geblieben? Auf das Ärmlichste reduziert in Tunnels und Tiefstationen?“


ausgeschlossen
26 10. 16 22:57
Als erster „Bürger“ war ich schon eine Stunde vor Beginn im Kleinen Sitzungssaal, wurde aber wieder hinausgebeten.

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Allmählich versammelten sich etwa 80 Leute, die auf Einlass warteten. 40 wurden nicht mehr eingelassen, Rufchöre von draußen „wir wollen rein“ und ein Antrag auf Saalwechsel hatte Erfolg: es wurde in den mittleren Sitzungssaal verlegt, aber auch dort kamen nicht alle Interessenten rein. Ob nächstes Mal nicht gleich der einzig richtige große Saal zur Verfügung steht?


Faktencheckle
25 10. 16 23:33
Morgen kommt im Rathaus Stuttgart 21 auf den Prüfstand.
„Die Sitzung gilt zwar als öffentlich, wurde aber in einen so kleinen Raum verlegt, dass sie nur im Foyer per Videoübertragung verfolgt werden kann.“
_________________________________
Videoaufzeichnung ist nicht zugelassen. Ich werde morgen früh aus dem Sitzungssaal berichten.



Höhenrausch - Planungsdesaster
24 10. 16 21:35
Grafik von Klaus Gebhard

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Hier kann man die entlarvende Grafik vergrößern.


Alte Argumente (a)
23 10. 16 21:59
Stuttgart 21 - Gegner oder lieber Kopfbahnhof-Befürworter werden gern bespöttelt, dass sie immer die alten Argumente vorbringen. Ja! Stimmt! Was nämlich seit 2008 und früher schon als falsch und verhängnisvoll vorgebracht wurde, kann, sofern es nicht widerlegt wurde, immer noch stichhaltig und wichtig sein.

Meine Themen waren und sind hauptsächlich
a) die Vorteile des Kopfbahnhofs im Hinblick auf frische Luft, leichter und barrierefreier Zugang und Kundenfreundlichkeit beim Warten und Umsteigen. Natürlich auch der architektonisch einmalige Bonatzbau, auch mit seinen Seitenflügeln. Das alles hat heute noch Bestand und ist nicht Schnee von gestern!



Verschwendung und kein Ende!
22 10. 16 22:44
Kommentar zu einem SWR-Bericht von Rudolf Rhuba:
„S21 ist nachweislich verkehrlich nicht zukunftsfähig! Wozu auch noch trotz völliger Unwirtschaftlichkeit weiterbauen? Fertigbauen, weil schon viel Geld drinnen steckt? Ein Unternehmen, dass so agieren würde, gibt es morgen nicht mehr! Schluss mit dem Blödsinn!“…



auch das Bahnprojekt S21?
21 10. 16 19:23
Aus der WELT: Die „Bahn soll unrentable Strecken einstellen.“
...Die Haushaltspolitiker wollen dabei direkt Einfluss auf den Kurs des Konzerns nehmen. „Wir müssen sicherstellen, dass betriebliche Aufwendungen ebenso wie Investitionen der Bahn stärker daraufhin hinterfragt werden, inwieweit sie sich in Zukunft rechnen“, sagt CDU-Politiker Brackmann. Es müsse alles auf den Prüfstand: „Unrentable Strecken, Werke, die sich nicht rechnen, Auslandsbeteiligungen, die nicht genug einbringen.“
_______________________
Gut gebrüllt, CDU! Kommt auch Stuttgart 21 auf den Prüfstand, da es sich mit Sicherheit nicht „rechnet“?


neue Debatte
20 10. 16 23:08
Nachdem nach längerer Zeit (10 Artikel zu S21 ohne Kommentarmöglichkeit!) wieder Kommentare frei geschaltet wurden, kommen auch die alten Schönsprecher zu Wort (Zitate aus der Stuttgarter Zeitung):
Dr. Horst Kevin: „…Die letzten S21 Gegner haben sich doch längst schon selbst kaltgestellt. Sie haben keine neuen Inhalte zu berichten, sondern reiten auf alten Themen herum, um die Zeit zurückzudrehen.“
Frieder Maier: „...Die Gegner werden die immer gleichen längst widerlegten Argumente zum soundsovielten Male vorlegen und bekommen dafür eben einmal mehr eine Bühne. Von ihren Dauerirrtümern werden sie sowieso nicht abweichen.“
(Zitate aus der
Stuttgarter Zeitung)
_____________________________________

Das ist ganz unangemessen und so verkehrt, dass es sich wie schon vermutet um
Astroturfing handeln dürfte, denn

  • neue Argumente sind die Kosten nach Bundesrechnungshof und Gutachten Vieregg

  • alte Argumente wie zur Bauzeit und zum Schrägbahnhof sind nicht „längst widerlegt“, sondern sehr aktuell!

  • außerdem: was schon immer falsch war (21 gute Gründe) bleibt falsch und darf wieder auf den Tisch.



Eiertanz im Rathaus
19 10. 16 18:11

KontextWochenzeitung: „Zu den Terminen würden selbstverständlich auch Vertreter der Bahn eingeladen und "Personen, die projektkritische Positionen vertreten". Der Ältestenrat des Gemeinderats soll am heutigen Mittwoch entscheiden, welche Themen zur Sprache kommen. Als gesetzt gelten Kosten, Kapazität und Brandschutz des neuen Bahnhofs. Zu besprechen gäbe es reichlich. Sechs Jahre nach der Geißler'schen Schlichtung sind die Fragezeichen zum Bahnhofsprojekt kaum kleiner geworden.“ _____________________________
Außer alten Fragezeichen gibt es inzwischen Gewissheiten: S21 ist
„durchgefallen, schöngerechnet“, die „21 guten Gründe für Stuttgart 21“ sind seit Ende 2013 in der Werbung verschwunden, sie haben sich nämlich als „fragwürdig, halbwahr oder falsch“ heraus gestellt. Warum die Befürworter im Rathaus trotzdem eisern an ihrer offensichtlichen Fehlentscheidung festhalten?



Also doch!

18 10. 16 21:58
Leserkommentare boten die Möglichkeit, kritische und korrigierende Stimmen zu den Artikeln zu äußern im Sinne einer Gegenöffentlichkeit. Die letzten 10 Artikel zu Stuttgart 21 in der Stuttgarter Zeitung waren ohne Kommentarfunktion! Ist das eine Vorgabe der Chefredaktion oder der Herausgeber?
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Unter der Überschrift
„parteiische Stuttgarter Presse“ schrieb ich im Blog vom 28.8.2016:
E-Mail an die Stuttgarter Zeitung: „Sehr geehrte Redaktion, gibt es seit Kurzem keine Kommentarfunktion mehr bei der Stuttgarter Zeitung?
Danke für freundliche Antwort und mit besten Grüßen
Siegfried Busch“

Die Antwort war ein Formbrief zu Leserbriefen, die Nachfrage nach der Kommentarfunktion blieb unbeantwortet.
Inzwischen gibt es für ausgewählte Artikel eine zeitlich eingeschränkte Kommentarmöglichkeit. Nachdem die Stuttgarter Nachrichten schon lange keine Kommentarmöglichkeit mehr haben und damit Korrekturen und entlarvende Informationen im Sinne einer Gegendarstellung nicht mehr möglich sind, folgt jetzt die Stuttgarter Zeitung dieser Praxis bei
brisanten Artikeln wie der zur „Grundsteinlegung“. Scheu vor Hohn und Spott oder auch nur vor Aufklärung durch wissende Leser?
(Dieser Blogeintrag ist an die Redaktion der StZ geschickt worden.)



fehlte im Blog gestern...
17 10. 16 16:28
nämlich die Schlussfolgerung und alte Weisheit:

„Des Brot ich ess’, des Lied ich sing.“



unabhängig?
16 10. 16 23:56
Offizielle Verlautbarung der Bahn-AG (Bahnprojekt Stuttgart 21):
„Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG hatte im Mai 2016 ein
unabhängiges Gutachten zur aktuellen Kosten- und Terminsituation des Projekts Stuttgart 21 in Auftrag gegeben. Ausgewählt wurden die Ernst Basler und Partner AG sowie die KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG. In seiner heutigen Sitzung am 13. Oktober in Berlin hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit den Ergebnissen des Gutachtens beschäftigt und stellt anschließend fest: Bei der Überprüfung der aktuellen Termin- und Kostensituation sind die bisherigen Feststellungen des DB-Vorstandes bezüglich Stuttgart 21 im Wesentlichen bestätigt worden.“
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  • den Gutachtern wurden die Berechnungsgrundlagen der Bahn gegeben

  • die Gutachter sind Kunden der Bahn-AG

  • die Gutachten kam auf dasselbe Ergebnis wie die Bahn

  • die Gutachten liegen um ca 3 Milliarden günstiger als andere




  • keine Schwarzmaler

15 10. 16 21:33

Die Sprecherin zum Einstieg in den ARD-Tagesthemen gestern: „Stuttgart 21: Wird der Bahnhof immer mehr zum Milliardengrab?“: „Jetzt sagt der Bundesrechnungshof, dass alles noch viel schlimmer kommen könnte, als selbst die größten Schwarzmaler dachten.“

Jens Hamer, stellv. Sprecher des Bundesrechnungshofs am Schluss des kritischen Berichts: „Die optimistische Einschätzung der Deutschen-Bahn-AG hinsichtlich der verschieden Chancen und Risiken der Projektes Stuttgart 21 teilen wir nicht.“



Schwindelwerbung
14 10. 16 23:05
„Mehr Grün“ ist auf Visualisierungen nirgends so absurd herbeigezaubert wie hier auf einem alten Werbebild:

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wie erwartet, aber nicht erwünscht...
13 10. 16 23:36

Wie bereits bei „Zukunft erraten“ vermutet:
landesschau-aktuell/bw/bahn-aufsichtsrat-beraet-ueber-s21-risiken-db-haelt-an-ihrem-zeitplan-fest
Titanic 21 steuert weiter auf die Katastrophe zu, SOS ist aber deutlich vernehmbar!

Aus der Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21:

„Angesichts der bisher verhärteten Positionen hält das Aktionsbündnis das Ergebnis der heutigen Sondersitzung des Bahn-Aufsichtsrates zu Stuttgart 21 für einen wichtigen Teilerfolg. Offensichtlich haben die beiden Auftragsgutachten mit ihren von der Deutschen Bahn AG definierten Vorgaben nicht vollends oder nicht alle Aufsichtsratsmitglieder überzeugen können. Die erneut verschobene Beschlussfassung über die Zukunft des Projekts eröffne die Möglichkeit zu einer transparenten Diskussion vor allem im Abgleich mit den vom Bundesrechnungshof vorgelegten kritischen Berichten zur Kostenentwicklung des Projekts und dem haushalterischen Kontrollverlust des Bundes.“



Großkapital und Zahnlose

12 10. 16 21:58

KontextWochenzeitung: „Wenn die Vertreter der Arbeitnehmer sich jedoch dafür hergeben, die Politik des Großkapitals - der Bauindustrie und der Banken - zu betreiben und das Projekt Stuttgart 21 ein weiteres Mal durchwinken, obgleich es definitiv, mit BRH-Siegel versehen, unwirtschaftlich ist, so ist dies moralisch verwerflich. Dann ist von Gewerkschaftsvertretern eine Politik mit zu verantworten, die sich gegen die Interessen der Bahnbeschäftigten, der Fahrgäste und der Stuttgarter Bevölkerung richtet.“ ____________________________

Morgen kommt’s im Aufsichtsrat zum Schwur. „Meineide“ sind zu erwarten; die eigentlich gegen das Projekt eingestellten Aufsichtsräte werden kuschen. Es geht vorrangig um Machterhalt, Geld (Banken, Wirtschaft), Gesichtswahrung und berufliche Vorteile, nicht etwa um das Wohl einer Bürgerbahn mit ihrer Kundschaft. Das Ergebnis wird mit durchschaubaren Lügen begründet wie 2013 mit den angeblich höheren Ausstiegskosten, diesmal vielleicht mit dem bahngefälligen Gutachten. Eine Entscheidung zum Baustopp und Umstieg wäre sensationell, so zwingend sie ist.

Wie der Aufsichtsrat mit dem Großkapital verflochten ist, wird im
Artikel von Dr. Winfried Wolf in der KontextWochenzeitung sehr deutlich. „Aber was will man von einem Gremium erwarten, in dem das Großkapital und zahnlose Gewerkschafter vertreten sind?“


Kosten visuell
11 10. 16 09:21

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Kann alles nicht helfen, Aufsichtsrat?
10 10. 16 23:24
Aus dem Offenen Brief des Aktionsbündnisses K21 an den Aufsichtsrat:
„Das Ihnen vorliegende Gutachten von Dr. Vieregg vom 10. Februar 2016 ergibt, dass der Ausstieg aus Stuttgart 21 um 5,9 bis 7,9 Milliarden Euro günstiger kommt als der Weiterbau…“

Gutachten Dr. Vieregg Zusammenfassung zu Ausstiegs- und Umstiegskosten:
Ein Weiterbau kostet 9,8 Mrd EUR (Gesamtsumme VR-Studie Dezember 2015) minus 1,8 Mrd EUR (schon investiert), das ergibt genau 8 Mrd EUR. "Umstieg 21" kostet ab jetzt incl. der in den nächsten 20 Jahren erforderlichen Sanierungsmaßnahmen, aber ohne die nur aus der Sicht der DB AG anfallenden Kosten für die Rückabwicklung der Grundstücksverträge rund 1,5 Mrd EUR. Somit kostet der Weiterbau ca. 6,5 Mrd EUR mehr als der "Umstieg 21".


Grohe-Foto von gestern
09 10. 16 20:31
Realität und Fake (Blog vom 5.10. „Schwindelbilder“): alle Großbäume im Vorder- und Hintergrund stehen auf dem Bahnhofsdach (ca 40 cm Beton), vergleiche auch die Eisenbahndirektion hinten nach Größe und Lage.

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Info zum Blog
9.10.16
Die letzten drei Blogeinträge wurden erst jetzt hochgeladen, weil das Programm nicht funktionierte.
Heute Abend gibt es noch ein aktuelles Foto der Baustelle S21 von Manfred Grohe.


täglich 100 000 Euro
08 10. 16 09:54
„Inzwischen gehen seriöse Gutachter und der BRH von 10 Milliarden Euro Kosten für S21 aus. Um diese bis heute abzahlen zu können, hätte man vor 274 Jahren, also im Jahr 1742 mit dem Sparen von täglich 100 000 € beginnen müssen.  Das war 7 Jahre vor Goethes Geburt.“ Steffen Siegel Oktober 2016


Zukunft erraten (4)
07 10. 16 23:07
Wie wird der Aufsichtsrat am 13. Oktober in Berlin über Stuttgart 21 entscheiden?

Aus meinem Blog „Zukunft erraten“ (3) vom 4.10.2016: „Der Aufsichtsrat könnte sich auf das von ihm beauftragte Gutachten der KPMG zurückziehen, das vermutlich nicht viel über 6,5 Milliarden liegen dürfte im Sinne der Auftraggeber, jedenfalls sehr weit unter den Schätzungen von Vieregg & Rößler und dem Bundesrechnungshof, beide gegen 10 Milliarden.“

Stuttgarter Zeitung heute: „Das neue Gutachten von Wirtschaftsprüfern zu den Kosten und Bauzeiten des Projekts Stuttgart 21 zeigt auf den ersten Blick Entwarnung. Die Kosten werden mit 6,3 bis 6,7 Milliarden Euro nahezu im Finanzierungsrahmen liegen.“
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Es ist derselbe Trick wie beim getürkten Stresstest und dem bestandenen „Audit“ durch SMA: die Berechnungsgrundlagen sind Unterlagen der Bahn.
StZ: „Wirtschaftsprüfer untersuchen, was man ihnen auf den Tisch legt. Sie werden von Aufsichtsräten manchmal auch zur eigenen Absicherung beauftragt. Die externe Nachschau könne kaum andere Ergebnisse erbringen als die eigene Rechnung, hatte Bahn-Vorstand Volker Kefer im Juni 2016 vorausgesagt, da sie auf den Zahlen der Bahn beruhe. So ist das. Aber stimmen die Zahlen, die Annahmen? Auf ihren von der Bahn begrenzten Auftrag, den begrenzten Einblick und damit begrenzten Wert ihrer Expertisen hatten schon bei der Schlichtung 2010 Prüfer hingewiesen.“


S21-Bauruine?
06 10. 16 23:34
Zitat aus E-Mail:
„…oder wenn ich mal zufällig an der S21-Bauruine vorbeikomme und auch hier erlebe wie die ehemals schöne Stadt Stuttgart rigoros einer vollkommen spekulativ orientierten Investorenwirtschaft in den Rachen geschmissen wird…“



Schwindelbilder "Plan B"
05 10. 16 19:12
Obwohl Stuttgart 21 am Abgrund steht, startet mal wieder eine neue Werbekampagne, diesmal mit „Virtuelle Tour de Tiefbahnhof“ (Schlagzeile des Großartikels heute in der „Südwestumschau“ der Südwestpresse. „Ein virtuelles Bild sagt mehr als tausend Worte“ heißt es im Artikel. Allerdings handelt es sich bei diesen Animationen um den Typus des „Schwindelbilds“, gefälschte und geschönte Realität, ganz deutlich zu erkennen am Großbild der Titelseite (Ausschnitt):

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  • die Distanzhalterringe der „Lichtaugen“, in früheren Bildern freischwebend, stehen jetzt auf einer Rundumverglasung, die schräg aus dem Rasen auftaucht. Sieht nobel aus, ist aber kaum realistisch.

  • der Großbaum vor dem Turm steht auf der dünnen Bahnhofsdecke (dahinter der Eingang), weitere Großbäume so hoch wie die Bahnhofsquerhalle im Hintergrund, ebenfalls ohne den nötigen Wurzelgrund.

  • Das Gebäude der ehemaligen Reichsbahndirektion im Hintergrund ist viel zu groß und zu nah abgebildet.

  • Wenn man weiß, dass im Vordergrund der historische Schlossgarten für das neue Bahnhofsdach weichen musste, wird der Heimatverlust deutlich. „Straßburger Garten“ nannte Architekt Ingenhoven diesen unwirtlichen Platz.



Zukunft erraten (3)
04 10. 16 22:15
Wie wird der Aufsichtsrat am 13. Oktober in Berlin über Stuttgart 21 entscheiden?

Der Aufsichtsrat könnte sich auf das von ihm beauftragte Gutachten der
KPMG zurückziehen, das vermutlich nicht viel über 6,5 Milliarden liegen dürfte im Sinne der Auftraggeber, jedenfalls sehr weit unter den Schätzungen von Vieregg & Rößler und dem Bundesrechnungshof, beide gegen 10 Milliarden.

Info Werner Sauerborn: „Die KPMG ist eine in Deutschland nicht gut beleumundete Wirtschafts- und Unternehmensberatungsgesellschaft. Sie war im Flowtex Skandal involviert und hat offensichtlich die Mainzer Landesregierung schlecht beraten beim gescheiterten Verkauf des bankrotten Flughafens Hahn an eine chinesische Briefkastenfirma.
KPMG erhielt 2005 den Negativpreis Public Eye Award.


Zukunft erraten (2)
03 10. 16 16:56
Wie wird der Aufsichtsrat am 13. Oktober in Berlin über Stuttgart 21 entscheiden?

Werner Sauerborns Prognose: „Wie geht es jetzt weiter? Ausstieg und Aufnahme von Gesprächen über einen Umstieg oder über Kombivarianten? Unter „normalen“ Bedingungen die wahrscheinlichste Lösung. Aber nicht bei S21. Durchlügen und einfach weitermachen? Auch nicht sehr wahrscheinlich. Dazu sind die Schwierigkeiten zu groß, die finanziellen Risiken zu hoch, die Widersprüche zu offensichtlich. Am wahrscheinlichsten: Entscheidung vertagen, nochmal begutachten und derweil weiter Fakten schaffen…"
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Zukunft erraten (1): S. Busch im Blog vom 25.09.2016



Astroturfing?
02 10. 16 23:08
Mailpost von der Stuttgarter Zeitung auf meine Anfrage wegen vermuteten Decknamen von Kommentatoren wie Paul Peters und Ewald Moses:
„ ….wir haben uns die von Ihnen benannten Mitkommentatoren angeschaut – ihre Angaben bei uns im System geben keinen Anlass, uns eine Kopie ihrer Personalausweise senden zu lassen. Generell stellen wir unsere Leser bei der Anmeldung nicht unter einen Generalverdacht…“

Das ist ein edler Grundsatz! Aber bei Ewald Moses zum Beispiel scheint es sich doch um Astroturfing zu handeln. („Unter Astroturfing versteht man das künstliche Nachahmen einer Bürgerbewegung oder Bürgerinitiative im Auftrag von Unternehmen, PR-Firmen oder politischen Institutionen.“
Quelle
Details bei
Zum Blog aktuell.


Neueste schwäbische Kunde
01 10. 16 20:58
Eckart Schäffer hat im Laufe der S-21-Jahre immer wieder bissig-treffende-humorige Gedichte geschrieben, einige stehen gesammelt hier. Auch die „neueste schwäbische Kunde“, u.a. zu der „Einmaligkeit einer deutschen Großstadt ohne innerstädtischen ZOB“:

Kapazitäten man verringert,
was den Bahnverkehr verschlimmert,
Busse, weit weg von Stadtesmitte,
welch Esel macht solch Planerschritte?

„Gefährliche Deutsche! Sie ziehen plötzlich ein Gedicht aus der Tasche…“ (Heinrich Heine)


heute Schwarzer Donnerstag!
30 09. 16 08:13
Neue Broschüre des AK Bürgertribunal zum Schwarzen Donnerstag 30. 9. 2010:

5 Jahre Schwarzer Donnerstag, 5 Jahre Strafvereitelung im Amt

Eine Dokumentation des 2. Bürgertribunals zum 30.9.2010
Aus der Einleitung:
„So stellt sich auch die sogenannte Juristische Aufarbeitung als Teil des „System Stuttgart 21“ dar: Tricksen, Täuschen, Vertuschen und bei Bedarf – Gewalteinsatz. Mit einem Wechselspiel aus Betrug (Schlichtung, Volksabstimmung, Filderdialog), Medieneinfluss, Falschinformation und Gewalt (Polizeieinsatz, strafrechtliche Verfolgung geringster „Vergehen“) sichern der Staat und seine staats- und systemtragenden bürgerlichen Politiker die Interessen der Automobil-, Finanz-, Immobilien- und Baubranche an S21 ab. Die angeblich in Deutschland so vorbildliche Rechtsstaatlichkeit stößt an Grenzen. Dies fordert uns heraus, für demokratische Rechte und Freiheiten auf allen Ebenen einzutreten. Wir lassen uns unserer Überzeugung nicht berauben und den Widerstand kleinmachen.“



Erst ein paar Tage alt!
29 09. 16 22:44
Foto von Manfred Grohe: „hier das neueste Luftbild von der wahnsinnigsten Baustelle Deutschlands“

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_________________________
Die Baugrube unterbricht
auf Dauer den historischen Schlossgarten, bislang nur von der Schiller- und Wolframstraße durchschnitten.


schlicht unterirdisch
28 09. 16 20:10
O-Ton Winfried Hermann:
„…
dieses Projekt rechnet sich nicht. Es ist nicht wirtschaftlich. Es schadet dem Schienenverkehr und den Kunden. Es ist schlicht und einfach unterirdisch. Stuttgart 21 ist das größte, unsinnigste und teuerste Projekt der Bahngeschichte in Deutschland. Nehmen Sie Abstand davon! Denken Sie nach! Wir fordern ein Moratorium. Dann können Sie auch nachrechnen."

Das war im Dezember 2009 im Bundestag, ein paar Tage nachdem im Neuen Schloss das bestgerechnete Projekt aller Zeiten endgültig auf die Schiene gesetzt worden war. Der heutige Verkehrsminister versuchte kurz vor knapp und vor dem Verfall der Ausstiegsklausel am 31. Dezember die Befürworter doch noch zur Umkehr zu bewegen.
(KontextWochenzeitung aktuell)
______________________________________________
Der heutige Verkehrsminister Hermann kann sich bestätigt fühlen. Bitter für ihn, jetzt dieses Katastrophenprojekt von Amts wegen fördern zu müssen gegen seine Überzeugung.



drei Maultäschchen gegen Milliarden
27 09. 16 16:19
Jobst Knoblauch mailt mir heute:
„Auf den beigefügten Brief, den ich auf intensiv-rotem, 120 g schwerem Papier an die angegebenen Namen (u.a. an Staatsanwälte, Oberstaatsanwälte, Generalstaatsanwälte, Justizminister und deren Staatssekretäre in BW und Berlin) versandt habe, wird es vermutlich keine Reaktion geben. Es geht ja nach dem Prinzip der drei Äffchen.“

Anfang des Briefes:
„Wenn eine Altenpflegerin vom abgeräumten Teller
drei Maultäschchen herunternimmt und isst, wenn ein Müllwerker ein Kinderbettchen vor dem Verbrennungsofen "rettet", werden beide von Staatsanwälten wie Verbrecher behandelt und fristlos entlassen.

Da finden sich Staatsanwälte, die Klage erheben, und Richter, die urteilen; denn es handelt sich ja "nur" um eine Altenpflegerin und "nur" um einen Müllwerker - und dazu noch um einen mit türkischen Wurzeln.

Wenn aber ein Dr. Rüdiger Grube
Geld - milliardenweise - aus der gemeinsamen Kasse der Steuerzahler für ein Projekt entnimmt, das sich für seine Aktiengesellschaft inzwischen schon längst als unwirtschaftlich erwiesen hat…“
Ganzer Brief als
Memory 46


Ganoven?
26 09. 16 11:33
Kommentar von G.C. zum gestrigen Blog „Zukunft erraten“:
„…was machbar ist wird gemacht, Fertigstellung 2030?  Geld spielt überhaupt keine Rolle und die Ganoven werden ganz bestimmt wunderbare Erklärungen finden um eine Haftung der Vorstandsmitglieder wegen nicht vorhandener Wirtschaftlichkeit  ab zu wenden. Die "Gesichtswahrung" wird teurer - aber was soll's, Geld ist ja da!“
____________________________________
„Ganoven“ sind eher Kleinkriminelle aus der Unterwelt. Wer Milliarden Steuergelder veruntreut und dabei Volk und Bahn schädigt, kann da nicht gemeint sein. Es sind ja Krawattenträger aus der Oberschicht, die nicht frei sind in ihren Entscheidungen, wenn sie ihre beruflichen Positionen nicht gefährden wollen. „Führer befiehl, wir folgen dir“, so ein Refrain aus dem tausendjährigen Reich - makaber, auch wenn es Mappus, Grube und andere „ehrbare“ Führer sind. Die nach dem Führerprinzip politisch erreichten 75% Befürworter in Stadt und Land lassen sich nicht anders erklären.

Blogeintrag von 2.10.2010:
Im Landtag BW lief aktuell etwas schief bei der CDU. Das „Abstimmungsverhalten“ war die Ursache. Denn beileibe nicht stimmt jeder Abgeordnete nach seiner Überzeugung ab, sondern es werden Mehrheiten gesucht und hergestellt durch Blockabstimmungen und Fraktionsdisziplin. Das steht im Widerspruch zur Unabhängigkeit von gewählten Volksvertretern und gibt ein gefälschtes Bild der tatsächlichen Meinungen.
Nur so ist es auch zu erklären, dass alle Stadträte der CDU und SPD für Stuttgart 21 gestimmt haben. Diese 100% sind so verräterisch wie die 99,9% Zustimmung zu den Einheitslisten der DDR. Die „demokratische Legitimation“ von Stuttgart 21 hat diesen großen Schwachpunkt.
Für die Prellbock-Anheber aber wird es zum Totschlagargument gegen den Protest einer Mehrheit in Stadt und Land.



Zukunft erraten
25 09. 16 20:51
Wie wird der Aufsichtsrat am 12. Oktober in Berlin über Stuttgart 21 entscheiden?
Vermutung: Weiter grünes Licht für Stuttgart 21.
Mögliche Begründungen

  1. Das Projekt sei zu weit fortgeschritten, es sei deshalb unumkehrbar.

  2. Die Kosten werden durch das selbst beauftragte Gutachten klein gehalten.

  3. Die Ausstiegkosten seien höher als der Weiterbau.

____________________________________
Alle drei Gründe sind nicht stichhaltig! Ob es Aufsichtsräte gibt, die das Dilemma Stuttgart 21 benennen und für sofortigen Abbruch und Umstieg plädieren, auch weil sie in Haftung wegen Unwirtschaftlichkeit geraten könnten? Dringend wäre die Ablösung des Bahnvorstands, der das schlechte Image der Bahn verursacht hat.


Blogmotto veraltet
24 09. 16 23:31
Blogmotto : Stuttgart 21…wird scheitern.
Das ist nur nur halb richtig, denn Stuttgart 21
ist schon gescheitert gemessen an
Termin Fertigstellung
Kosten
Planung
Stresstest
Leistung
Details bei
KontextWochenzeitung


"Wir haben es satt" (3)
23 09. 16 09:11
(Zitate aus dem Flugblatt zur „Grundsteinlegung“ am 16.9.2016 mit Kommentaren.)

„Wir haben es satt, dass der öffentliche Nah- und Fernverkehr sowie der Güterverkehr auf der Schiene gravierend verschlechtert wird.“
____________________________________
„Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte bei der Grundsteinlegung, Stuttgart werde optimal in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz der Zukunft eingebunden. "Eine Infrastruktur, die solche Qualitätssprünge ermöglicht, macht Baden-Württemberg für ansässige Betriebe, aber auch für potenziell neue Investoren noch attraktiver", sagte sie.“

Frau Wirtschaftsministerin, wer hat Ihnen denn die fragwürdigen Propagandaparolen vorgelegt? Lassen Sie sich doch einmal von kritischen Stuttgart-21-Kennern wie Prof. Bodack, Dr. Werner Sauerborn oder Dr. Norbert Bongartz oder von Ihrem Ministerkollegen Winfried Hermann, die nicht zur Befürworter-Lobby gehören, informieren, wie es wirklich um die von Ihnen angeführten „Qualitätssprünge“ bestellt ist. Wir haben nämlich die verlogene Propaganda satt, vor deren Karren Sie offensichtlich gespannt worden sind!



Ausgabe 65!
22 09. 16 21:57
Tunnelblick: Neues vom dümmsten Bahnprojekt der Welt.


Olle Kamellen?
21 09. 16 23:50
Mail an die Stuttgarter Zeitung heute:
„…bis jetzt habe ich keine Antwort auf meine wiederholte Frage bekommen, ob Paul Peter, Ewald Moses oder Frieder Maier Klarnamen oder Decknamen sind. Wird das von der StZ nachgeprüft?
_________________________________________
Anmerkung in meinem Blogeintrag vom
3.9.2014:  „Kaum ist ein Bericht über Stuttgart 21 in der StZ oder den StN erschienen, gibt es von einem „Ewald Moses“ Positives zu S21 oder Kritik an den Projektgegnern. Auch bei diesem Artikel ist er mal wieder ganz vornedran. Wird er von einer Werbeagentur beauftragt oder von der DB Projektbau-AG? Im Internet ist Ewald Moses schon gestorben, nämlich „1979 im Alter von 80 Jahren… in Baltimore“.  Immer wahrscheinlicher wird, dass es nicht sein Klarname, sondern ein Deckname ist, was die StZ eigentlich vermeiden wollte. Ist er Nachfolger von "Klartext" in Personalunion mit Paul Peter und anderen? Bitte mal nachprüfen, liebe Zeitung, sonst leidet die gemachte Flurbereinigung der Kommentarspalten.“



Weißt du wieviel Gegner stehen?
20 09. 16 17:26
Wörtliche Zitate zur „Grundsteinlegung“:

Andreas Böhme in der SWP: „Mit kaum 100 Leuten…“ (Blog vom 17.9.)

E.Sch.: „…auch ich war unter den 100 bis 150 (SWR Spätzlessender !!!) Protestanten und habe mich über (Franz) Schuberts Unvollendete genauso gefreut wie über die Unermüdlichen (ca. 2-300).“

T.R.: „wenn man die Demonstranten auf den beiden Stegen ("Tigerkäfig") und dem Ferdinand-Leitner-Steg mitzählt - die ja ohne Zweifel gekommen waren, um gegen diese Show zu demonstrieren - kommt man auf mindestens 200.  Außerdem war außer Sichtweite auf der Zufahrt eine Gruppe von Blockierern.“



alles ist hin!
19 09. 16 22:44
Bei der Politshow „Grundsteinlegung“ spielte ich im „Tigerkäfig“ (Aufgang aus dem Schlossgarten zum Querbahnsteig) auf meiner Oktavschalmei (Bild 9 von 19 Stuttgarter Zeitung) sehr oft die Melodie „O du lieber Augustin“: alles ist hin!
Aus meiner
Büttenrede am Rosenmontag 2014:
Tuba
O du lieber Augustin“, Melodram: ,,,alles ist hin - Nordflügel weg, Südflügel weg, Park ist weg, alles wegalles ist hin!“


die und das Unvollendete
18 09. 16 23:26
Detail aus dem Bericht der Südwestpresse von Andreas Böhme (Blog gestern): „… und spielt ein paar Takte Trauermusik.“
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Es waren viele Takte, zweimal und über einige Minuten, aus der „Unvollendeten“, der bekanntesten Sinfonie von Franz Schubert. Natürlich eine deutliche Anspielung auf das vielleicht für immer unvollendete Projekt Stuttgart 21.



SWP und Andreas Böhme
17 09. 16 22:32
Anfang des Artikels zur „Grundsteinlegung“ in der Südwestpresse Ulm:
„Es ist fast wie an der nordkoreanischen Grenze: Mit Lautsprechern und allerlei Krawall gilt es, möglichst tief das gegnerische Lager zu beschallen, es zu stören, zu verunsichern. Der Gegner sitzt in diesem Fall unten in der Grube, der Baugrube für Stuttgart
21. Der Lärm kommt von deren Rand, dort hat sich die Hundertschaft S-21-Kritiker versammelt, ruft wie immer „Lügenpack“ und „Oben bleiben“ und spielt ein paar Takte Trauermusik. Aber niemanden stört es: Mit kaum 100 Leuten kann man oben nicht richtig Krach machen, und unten ist die Freude über die Symbolik einer Grundsteinlegung zu groß, um sich die Feierlaune verderben zu lassen.“
Schluss des Artikels:
„Da mutet es brachial an, wenn die Berliner „Tageszeitung“ gestern titelt: „Stuttgart-21-Gegner haben in der Debatte wieder die Oberhand.“ In Korea jedenfalls käme man kaum plumper an der Wirklichkeit vorbei.“
_____________________________________
Tja Herr Böhme, die TAZ hat wohl mehr recht als Sie und „Lügenbaron“ Grube: „Ich habe nicht immer so schöne Tage wie heute“, sagt Grube im zweiten Anlauf und verspricht zwei ganz wesentliche Dinge: Zum einen, den Zeitplan einhalten zu wollen. Der eigentliche Bahnhof, ein architektonisch preisgekröntes, aber hochkomplexes und schwer zu genehmigendes Bauwerk, liegt zwei Jahre im Verzug. Dies aufzuholen sei „außerordentlich ambitioniert, aber zu schaffen“. Und zum andern verspricht der Bahnchef, den Finanzierungsrahmen einzuhalten: „Selbst wenn alle Risiken eintreten, bleibt Stuttgart
21 im Kostenplan von 6,5 Milliarden.“ Die sich anschließende Neubaustrecke über die Schwäbische Alb bis nach Ulm komme sogar billiger als die vorgesehenen 3,4 Milliarden Euro.“
Kein Fachmann glaubt doch mehr an den „Zeitplan“ (2021) und den Kostenplan von 6,5 Milliarden. Das ist Wolkenkuckucksheim a la Nordkorea und keinesfalls „Wirklichkeit“. Wo bleibt Ihre Recherche zu den utopischen Versprechungen von Grube?

(Über Andreas Böhme informiert auf meiner Website u.a. das
Memory 38 und der aktuelle Leserbrief von Thomas Felder.)


"Wir haben es satt" (2)
16 09. 16 22:59
Zitate aus dem Flugblatt zur „Grundsteinlegung“ am 16.9.2016 mit Kommentaren.

„…wir haben es satt, dass immer wieder medienwirksame, völlig verlogene Propagandaveranstaltungen der S-21-Mafia durchgeführt werden.“
_______________________________________________
„Lügenbaron“ (zitiert aus E-Mail) Grube tönte heute laut
Stuttgarter Zeitung, dass Stuttgart 21 ein „großes Geschenk an die Stadt“ sei: „Millionen Fahrgäste werden von kürzeren Reisezeiten, neuen Direktverbindungen und erweiterten Angeboten profitieren - und die ganze Stadt von 100 Hektar Stadtentwicklungsfläche mitten im Zentrum.“

Die
100 Hektar-Masche ist so verlogen wie die kürzeren Reisezeiten und die Direktverbindungen. Haltlose Propaganda!

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Zitat der Woche
15 09. 16 22:50
„Ich glaube ja in meiner politischen Naivität, dass man für politisch Mehrheiten kämpfen und auch falsche Entscheidungen zurücknehmen kann“ Leni Breymaier, designierte SPD-Landesvorsitzende zur Haltung der SPD bei (TTIP/) CETA. Könnte doch auch für S21 gelten? (Aus Rundbrief von Werner Sauerborn)


"Wir haben es satt" (1)
14 09. 16 09:40
Zitate aus dem Flugblatt zur „Grundsteinlegung“ am 16.9.2016 mit Kommentaren.

1.
„Wir haben es satt, dass der sogenannte Volksentscheid - wir nennen ihn Volksbetrug - zur Legitimation für den Bau von S 21 herhalten muss.“
_____________________________________________________
Thomas Felder schreibt dazu an Staatsrätin Gisela Erler (aus
Memory 43):
Was Ihre derzeitige Arbeit betrifft, so sprechen Sie gern über »Befriedung«, die Sie von Amts wegen schaffen. Mir persönlich kommt es eher vor wie eine Friedhofsruhe, die sich in unserem Lande ausgebreitet hat seit der so genannten Volksabstimmung – einem uns folgenschwer von oben herab aufgezwungenen Schmierentheater. Es ist einer Demokratie unwürdig, wenn man die Bürger derart belügt, wenn man ihnen Sand in die Augen streut, ihnen entscheidende Tatsachen vorenthält, sie schlicht hinters Licht führt, besonders klar zu erkennen am so genannten Kostendeckel und an der Leistungslüge. Nachdem der Schwindel nun aufgeflogen ist, bleibt von der Legitimierungsfunktion dieser VA nur noch Schall und Rauch. Das Projekt weiterhin damit zu rechtfertigen, ist der große demokratische Sündenfall der Grünen. Nun mutiert in Ihrem Munde diese »Volks-Abstimmung« auch noch zum »Volks-Entscheid« – als ob da über irgend etwas entschieden worden wäre.

Die Landesabstimmungsleiterin, Frau Christiane Friedrich erklärte am 13. 2. 2012: »Gegenstand der Volksabstimmung war ausschließlich das S21-Kündigungsgesetz... Anders lautende Medienberichte sind rechtlich irrelevant. Nachdem die Gesetzesvorlage die erforderliche Stimmenmehrheit nicht erreicht hat, hat sich insoweit auch keine Änderung der Rechtslage ergeben.«

Eine derart missglückte Veranstaltung, deren Grundlagen weggebrochen sind, durch plumpe Sprachmanipulation zu einem »Volks-Entscheid« hochzustilisieren ist reine Propaganda zum Schaden der Demokratie. Der fälschliche Begriff suggeriert nämlich, das Volk habe über ein Gesetz oder gar über das Bauprojekt selbst entschieden, was definitiv nicht stimmt. Mit so einer Wortfälschung stellen Sie geltendes Recht und Gesetz in den Schatten einer neuen »Lex S21«.


Halbtief-Schräg-Haltepunkt
13 09. 16 19:14
Aus der Rede von Wolfgang Kuebart, Ingenieure22, Rede gestern auf der Montagsdemo „Und immer wieder die Bodenplatte des Stuttgarter Halb-Tief-Schräg-Haltepunktes“:
„Im Moment müssen wir daher feststellen, dass man, „um keine Zeit zu verlieren“, auf Sicht baut… Insofern sind unsere Rufe nach einem Baustopp so berechtigt wie nie zuvor. Und bei dieser Gelegenheit sollte man dann auch eingehend überlegen, ob unser Konzept für einen Umstieg ein möglicher Ausweg aus der Sackgasse ist. Der Gewinn für die ganze Region ist enorm, die Leistungsfähigkeit unseres Bahnknotens bliebe uns erhalten und viele Milliarden Euro auch.“
_________________________________________

Die Rede von Wolfgang Kuebart war weitgehend frei gehalten, Video hier. Die Vorlage mit der ausführlichen Darstellung
der „unendlichen“ Baugeschichte bald bei
Ingenieure 22, Rundbrief vom Jahresanfang „Wo, bitte, geht es zur Bodenplatte?“


S 21 und TTIP
12 09. 16 11:26
Aus einer Rundmail von Sabine Schmidt:
„Seit wir gegen S 21 kämpfen, ist uns immer deutlicher geworden, dass der Tiefbahnhof nicht gebaut werden soll, um irgendwelche realen Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen (etwa funktionierenden Bahnverkehr oder bezahlbaren Wohnraum), sondern einzig aus dem geistlosen Grund, öffentliche Gelder in die Wirtschaft (und in die Hände derer, die daran verdienen) zu pumpen. Wir haben früh begonnen, dieses Prinzip, das alle Lebensbedingungen einzig der Wirtschaft, ihrem Wachstum und dem Profit unterwirft, „Prinzip 21“ oder „System 21“ zu nennen. TTIP ist der Vertragstext gewordene Ausdruck dieses „Systems 21“ (mehr zu dieser Position
hier lesen).
__________________________________________
Nachdem die
„21 guten Gründe für Stuttgart 21“ nicht mehr als Begründung und Propaganda für das Fehlprojekt S 21 dienen können, wird obige Schlussfolgerung immer wahrscheinlicher.



Information für meine Blogbesucher

Die letzten 4 Tage konnte ich meine Blogeinträge nicht hochladen, der Blog musste erst wieder hergestellt werden.
IHK - Kaktusse
11 09. 16 21:17

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Cannstatter gegen S 21 (2)
10 09. 16 21:53
„Um Stuttgart 21 als "gutes öffentliches Investitionsprojekt" zu bezeichnen, das durch Genehmigungsverfahren und "teilweise auch durch Widerstand von Bürgerinitiativen oft lange verzögert" wurde - so Clemens Fues, vom Ifo-Institut in München in der vergangenen Woche im Deutschland Radio Kultur, dafür bedarf es schon einiger Ahnungslosigkeit und Chuzpe. Oder eben einer bestimmten Interessenlage, die noch jeder Umverteilung von öffentlichen Haushalten in private (Unternehmer-)kassen etwas abgewinnen kann… (ganzer Text bei Zum Blog aktuell).



Cannstatter gegen S 21 (1)
09 09. 16 21:46
„Der BER und Stuttgart21 konkurrieren derzeit medial um die Rolle der Spitzenposition als Pleiten und Pannen-Projekte der Republik. Das ist natürlich eine krasse Verharmlosung der desaströsen Folgen von Stuttgart 21. Steht der BER doch zur Freude seiner Anwohner nur sinnlos am Rande von Berlin in der Landschaft, allerdings nicht ohne jeden Monat über 40 Millionen Euro zu verbrennen. (siehe hierzu auch nette Webseite https://www.flughafen-berlin-kosten.de/, die übersichtlich auflistet, was man mit diesem Geld alles anfangen könnte). Stuttgart 21 hingegen macht den Anwohnern und Nutzern öffentlicher Verkehrsmitteln in Stuttgart das Leben täglich zur Hölle“ (ganzer Text bei Zum Blog aktuell).



Berlin Hbf als Blaupause
08 09. 16 21:17
Seit der Eröffnung des modernen Großbahnhofs HBF Berlin gibt es Ärger mit den Rolltreppen und den Aufzügen, der Bahnhof wird zum Irrgarten: „Zum Geburtstag mal die Wahrheit“ (FAZ). Bei der Ankunft in Berlin Hbf war die Rolltreppe nach unten defekt, auch die nächste zur Ausgangsebene (Foto)

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auch die folgende Rolltreppe nach den Ferngleisen unten, also 3 Rolltreppen in Folge!



Heute vor dem DB-Tower Potsdamer Platz
07 09. 16 16:52

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Aufruf zur Grabsteinlegung
06 09. 16 17:54

Aus der Rede von Norbert Bongartz gestern auf der Montagsdemo, Thema „Grundsteinlegung“ (16.9.2016) : Wir planen daher eine Versammlung am Bahnhof, möglichst nah zur Baustelle, aus der heraus wir unsere „Umstieg“-Botschaft an die Festgäste, mindestens aber an die Medienvertreter herantragen können, die über das Bahn-Desaster in Stuttgart noch nicht so gut informiert sind wie wir. Bei dieser Versammlung oder Demo können wir unseren Unmut los werden über den fortgesetzten, und voraussichtlich unvollendet bleibenden Unsinn. Damit könnten wir etwas tun für Grubes „Stuttgart-Tinnitus“ und ihm damit seine Freude ein wenig verhageln. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn wir uns am übernächsten Freitag recht zahlreich am Bahnhof wiedersehen könnten, so ab 9:30Uhr. Wir könnten dann vor Ort spontan miteinander entscheiden, wohin und wie wir uns noch weiter verteilen wollen. Träger und Trägerinnen von guten Schildern werden uns herzlich willkommen sein. Wie sinnig, geradezu symbolhaft wird diese Veranstaltung werden: Grube, der entflügelte Kefer, die eher schlecht als recht Informierten und ihre desinformierten Sympathisanten werden in der Grube feiern und wir – wir – wir bleiben ......... !“



für morgen Demo Aufsichtsrat Berlin
05 09. 16 21:33

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Foto: W. Sauerborn


...hat Natur und Vernunft gegen sich (Blogmotto)
04 09. 16 20:51
Info von Peter Främke: „Die Nürtinger Zeitung bringt auch die Artikel, die der Chefredakteur Christoph Reisinger von den Stuttgarter Nachrichten schreibt – so auch die Geschichte von den Eidechsen, die Stuttgart 21 in die Kriechspur drängen. Wegen dieser „Kriecher“ und ihren unverschämten Ansprüchen an „Lebensraum“ können Planer ihre Arbeit nicht machen, die sie schon 10 Jahren fertig haben sollten…“ Mehr bei Zum Blog aktuell. Trotz längerer Regenfreiheit bei schönem Sommerwetter: Wassereinbruch in S21-Tunnelröhre. „Um den Wassereinbruch in dem Tunnel zu stoppen, plant die Bahn von der Oberfläche aus Bohrungen. „In diese soll Beton eingebracht werden, um den Wassereintritt zu minimieren.“ Hl. St. Betonius hilf! Frei nach Goethe: „Natur und S 21, sie scheinen sich zu fliehen, hilft da noch redliches Bemühen?“


Heute vor dem DB-Tower Potsdamer Platz
07 09. 16 16:52

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Aufruf zur Grabsteinlegung
06 09. 16 17:54 Aus der Rede von Norbert Bongartz gestern auf der Montagsdemo, Thema „Grundsteinlegung“ (16.9.2016) : Wir planen daher eine Versammlung am Bahnhof, möglichst nah zur Baustelle, aus der heraus wir unsere „Umstieg“-Botschaft an die Festgäste, mindestens aber an die Medienvertreter herantragen können, die über das Bahn-Desaster in Stuttgart noch nicht so gut informiert sind wie wir. Bei dieser Versammlung oder Demo können wir unseren Unmut los werden über den fortgesetzten, und voraussichtlich unvollendet bleibenden Unsinn. Damit könnten wir etwas tun für Grubes „Stuttgart-Tinnitus“ und ihm damit seine Freude ein wenig verhageln. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn wir uns am übernächsten Freitag recht zahlreich am Bahnhof wiedersehen könnten, so ab 9:30Uhr. Wir könnten dann vor Ort spontan miteinander entscheiden, wohin und wie wir uns noch weiter verteilen wollen. Träger und Trägerinnen von guten Schildern werden uns herzlich willkommen sein. Wie sinnig, geradezu symbolhaft wird diese Veranstaltung werden: Grube, der entflügelte Kefer, die eher schlecht als recht Informierten und ihre desinformierten Sympathisanten werden in der Grube feiern und wir – wir – wir bleiben ......... !“





für morgen Demo Aufsichtsrat Berlin
05 09. 16 21:33

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Foto: W. Sauerborn

...hat Natur und Vernunft gegen sich (Blogmotto) 04 09. 16 20:51 Info von Peter Främke: „Die Nürtinger Zeitung bringt auch die Artikel, die der Chefredakteur Christoph Reisinger von den Stuttgarter Nachrichten schreibt – so auch die Geschichte von den Eidechsen, die Stuttgart 21 in die Kriechspur drängen. Wegen dieser „Kriecher“ und ihren unverschämten Ansprüchen an „Lebensraum“ können Planer ihre Arbeit nicht machen, die sie schon 10 Jahren fertig haben sollten…“ Mehr bei Zum Blog aktuell. Trotz längerer Regenfreiheit bei schönem Sommerwetter: Wassereinbruch in S21-Tunnelröhre. „Um den Wassereinbruch in dem Tunnel zu stoppen, plant die Bahn von der Oberfläche aus Bohrungen. „In diese soll Beton eingebracht werden, um den Wassereintritt zu minimieren.“ Hl. St. Betonius hilf! Frei nach Goethe: „Natur und S 21, sie scheinen sich zu fliehen, hilft da noch redliches Bemühen?“


das schmerzt
03 09. 16 23:20
Die Bezirksvorsteherin für Stuttgart-Mitte schreibt im grünen „Stadtblatt“ 2/16 in einem kritischen Artikel „Was bringt Stuttgart wieder aus Grubes Baugruben?“ den merkwürdigen Satz: „Und da kommt das nach wie vor unbeliebte aber vom Volk gewollte S 21 wieder mal ins Spiel.“

Hat die Dame vegessen, dass „das Volk“ erst in der windigen, amtlich ungültigen Volksabstimmung eine Mehrheit für die Finanzierung der Neubaustrecke
(nicht S 21!) bekam?
Zumindest die Stuttgarter waren in der Planungsphase immer eindeutig dagegen.
Aus dem Blogeintrag von 29.7.2009: „- in Meinungsumfragen sprechen sich
stabile 65 Prozent der Stuttgarter gegen "Stuttgart 21" aus.“ (Welt-Online)


zum Thema Lohnschreiber
02 09. 16 11:53
Kommentar zum Artikel in der StZ „Mehr als dunkle Wolken“:
„Mal wieder ganz vornedran, der Paul Peter, dicht gefolgt von Frieder Maier.
Hat die Stuttgarter Zeitung nachgeprüft, ob das Klarnamen sind, wie sie es in ihren Richtlinien einfordert? Sonst besteht der begründete Verdacht, dass Paul Peter, Frieder Maier, Ewald Moses und Andere sogenannte „Lohnschreiber“ im Auftrag einer Werbeagentur oder der Bahn-AG sind.
_____________________________________
Diesen Kommentar habe ich auch per E-Mail an die zuständige Redakteurin geschickt mit der Bitte um Antwort.



Korruption und Abhängigkeiten
01 09. 16 19:30
Aus E-Mail von vorgestern: J.K. meint:
„Wenn man die Fakten von S21 betrachtet und die Propaganda über S21 beiseite schiebt, drängt sich einem der Gedanke auf: Wäre es verwunderlich, wenn man den Eindruck erhielte, bei dem Projekt Stuttgart 21 seien alle Entscheidungsträger  -  Parlamentarier ebenso wie Behördenleiter  -  in einem dichten Netz von Korruption gefangen?“
_________________________________________________
S.B.: Statt Korruption könnte man weniger anklagend sagen, dass die meisten Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft von Anderen abhängig sind, von der Partei oder von Vorgesetzten. Eine abweichende, persönliche Meinung brächte schwere berufliche Nachteile. Beispiele sind der verhängte „Maulkorb“ für Bahnmitarbeiter und in Behörden und die Blockabstimmungen, die zu „Demokratur“ führen.

Blockeintrag von 2.10.2010:
Im Landtag BW lief aktuell etwas schief bei der CDU. Das „Abstimmungsverhalten“ war die Ursache. Denn beileibe nicht stimmt jeder Abgeordnete nach seiner Überzeugung ab, sondern es werden Mehrheiten gesucht und hergestellt durch Blockabstimmungen und Fraktionsdisziplin. Das steht im Widerspruch zur Unabhängigkeit von gewählten Volksvertretern und gibt ein gefälschtes Bild der tatsächlichen Meinungen.
Nur so ist es auch zu erklären, dass alle Stadträte der CDU und SPD für Stuttgart 21 gestimmt haben. Diese 100% sind so verräterisch wie die 99,9% Zustimmung zu den Einheitslisten der DDR. Die „demokratische Legitimation“ von Stuttgart 21 hat diesen großen Schwachpunkt.
Für die Prellbock-Anheber aber wird es zum Totschlagargument gegen den Protest einer Mehrheit in Stadt und Land.



Neue Kommentarpraxis
31 08. 16 11:31
Der Redakteur der StZ zu Stuttgart 21, Christian Milankovic, hat mir freundlicherweise den betreffenden Artikel als Link zur Kenntnis gegeben:
„Daher haben wir entschieden, dass wir künftig jeden Tag eine Auswahl an Texten zum Kommentieren freigeben. Das werden Themen sein, von denen wir glauben, dass sie sich für eine Diskussion eignen, wie beispielsweise Stuttgart 21, eine Analyse zum Spiel des VfB, aber auch verkehrspolitische oder Immobilien-Themen. Diese Texte werden mit einer gelben Sprechblase gekennzeichnet, so dass Sie auf den ersten Blick erkennen können, welche Themen Sie kommentieren können.“



Lachnummer Brandschutz
30 08. 16 11:04
Dipl.Ing. Hans Heydemann von Ingenieure22.de zum Brandschutz gestern auf der Demo:
„Und heute, 6 Jahre später? Wo stehen wir da? Ist nicht diese 18. Planänderung das stille Eingeständnis der Bahn, dass ich recht hatte und nicht der Herr Kefer? Warum denn sonst immer wieder neue Planänderungen, wenn doch die Sicherheit beim Brandschutz angeblich gewährleistet ist? Nein, die Planfeststellung für den Tiefbahnhof hätte so nie erteilt werden dürfen!“
__________________________________________
Ungereimtheiten und Fehler ohne Ende: das „bestgeplante Projekt“ wurde zur Lachnummer.


perverser Fassadismus
29 08. 16 15:11
Stuttgarter Zeitung „Der Pfahlbau zu Stuttgart“:
„Der Bau mit der imposanten, dem Bahnhof zugewandten Fassade steht zu zwei Dritteln seiner Länge auf sogenannten Mikrobohrpfählen. Diese 250 Stützen haben je einen Durchmesser von 40 Zentimetern und reichen zwischen sechs und acht Meter tief ins Erdreich.“ (Keine Kommentarmöglichkeit!)

Der Fassadenerhalt ist schon bereits beim Bonatz-Bahnhof praktiziert, aber noch nicht ganz „entkernt“ wie die Bahndirektion. New York Times: Die Absicht, den von Paul Bonatz entworfenen Bahnhof zu amputieren, sei "ein besonders perverser Auswuchs" von "Fassadismus" - die "bei Stadtplanern und Bürokraten so beliebte Variante der Totalsanierung, bei der das Gebäude platt gemacht wird, die Fassade aber mit hohem technischem und finanziellem Aufwand erhalten bleibt“.

_____________________________________
„Mit hohem technischem und finanziellem Aufwand“: Die Kosten der Fassadenerhaltung der Bahndirektion werden von der Bahn mit 50 Millionen angegeben. Ob die Fassade reine Kulisse bleibt oder der Bau noch eine andere Funktion (Innenleben) bekommt, darüber gibt es (noch) keine Information.




parteiische Stuttgarter Presse
28 08. 16 23:46
E-Mail an die Stuttgarter Zeitung:

Sehr geehrte Redaktion,
gibt es seit Kurzem keine Kommentarfunktion mehr bei der Stuttgarter Zeitung?
Danke für freundliche Antwort und mit
besten Grüßen
Siegfried Busch  
________________________________________
Die Antwort war ein Formbrief zu Leserbriefen, die Nachfrage nach Kommentarfunktion blieb unbeantwortet.
Inzwischen gibt es für ausgewählte Artikel eine zeitlich eingeschränkte Kommentarmöglichkeit. Nachdem die Stuttgarter Nachrichten schon lange keine Kommentarmöglichkeit mehr haben und damit Korrekturen und entlarvende Informationen im Sinne einer Gegendarstellung nicht mehr möglich sind, folgt jetzt die Stuttgarter Zeitung dieser Praxis bei
brisanten Artikeln wie der zur „Grundsteinlegung“. Scheu vor Hohn und Spott oder auch nur vor Aufklärung durch wissende Leser?


organisierte Leserbriefschreiberzunft
27 08. 16 11:06
Aus einer E-Rundmail von gestern:
„Die Kommentare zum Artikel (in der FAZ) sind voll schlimm, da hat die organisierte Leserbriefschreiberzunft ganze Arbeit geleistet.
_____________________________________
Es gibt Kommentarschreiber zu Artikeln über Stuttgart 21, die sich eindeutig als beauftragte Propagandisten und Schönschreiber qualifizieren lassen.

Anmerkung in meinem Blogeintrag vom 3.9.2014:
„Kaum ist ein Bericht über Stuttgart 21 in der StZ oder den StN erschienen, gibt es von einem „Ewald Moses“ Positives zu S21 oder Kritik an den Projektgegnern. Auch bei diesem Artikel ist er mal wieder ganz vornedran. Wird er von einer Werbeagentur beauftragt oder von der DB Projektbau-AG? Im Internet ist Ewald Moses schon gestorben, nämlich „1979 im Alter von 80 Jahren… in Baltimore“. Immer wahrscheinlicher wird, dass es nicht sein Klarname, sondern ein Deckname ist, was die StZ eigentlich vermeiden wollte. Ist er Nachfolger von "Klartext" in Personalunion mit Paul Peter und anderen? Bitte mal nachprüfen, liebe Zeitung, sonst leidet die gemachte Flurbereinigung der Kommentarspalten.“



„aus dem unverantwortlichen Desaster noch jetzt „positiv“ aussteigen“
26 08. 16 20:07
„In meinen dreißig Jahren als Literaturkritiker im Fernsehen habe ich nie eine Prosa gelesen, die so wohltuend war, so sinnvoll wohltätig. Endlich wird da nicht mehr nur Nein gesagt, sondern entstand da eine wunderbare Broschüre, die mit Sorgfalt und mit großer Eisenbahnliebe und Stuttgartliebe reale Vorschläge macht, wie man aus dem unverantwortlichen Desaster noch jetzt „positiv“ aussteigen kann – und muss! – das spart tatsächlich immense Kosten und da bleibt im Herzen der Landeshauptstadt keine dauerhaft blamable BauRuine, sondern es entstehen zahlreiche überaus einleuchtende Lösungen rund um einen tollen Kopfbahnhof! – Danke! Bravo!“
Jürgen Lodemann, Freiburg
(2002 ausgezeichnet als letzter Träger des „Literaturpreises der
Landeshauptstadt Stuttgart“)



Lügner und Betrüger
25 08. 16 19:56
J.K. in einer E-Mail von gestern an mich:

„Ich werde nicht müde, Grube und Kefer als Lügner und Betrüger in Sachen S21 zu bezeichnen  - auch in aller Öffentlichkeit. Aber ich werde nicht vor den Kadi zitiert. Leider. In einer etwaigen Verhandlung würde der Richter sagen: Aber was wollen Sie denn, Herr Grube?  Der Mann hat doch Recht!“

INFO
Liebe Leserschaft meines Blogs,
es gab und gibt Probleme mit dem Hochladen meines täglichen Blogs hier in Bad Gastein.



Schlagzeile
24 08. 16 08:52
Stuttgarter Zeitung: „Am 16. September wird der Grundstein für den neuen Stuttgarter Bahnhof gelegt. Der Ministerpräsident und der Oberbürgermeister glänzen durch Abwesenheit.“
___________________________________________
Bei dieser Showveranstaltung als ehemals erklärter Gegner des “Tiefbahnhofs“ reden zu müssen, nachdem die wichtigsten Vorteile des Projekts (
„21 gute Gründe“ = „falsche Werbesprüche, Halbwahrheiten oder Luftnummern“) abhanden gekommen sind, wäre natürlich peinlich.


zum "Pups im Gebirge" (Blog gestern)
23 08. 16 20:50
Stimme eines Bloglesers zum Eintrag von gestern:

„F.W. zeigt mir mit seinem Schreiben zuerst einmal, dass er sich nicht, oder nicht mehr auskennt, was wir Gegner von S21 weiterhin „tun“. Er ist aber mit sich selbst nicht zufrieden, dass er in dieser Sache nichts oder nichts mehr „tut“. Dies gesteht er sich aber nicht ein. Er braucht aber offensichtlich für sich eine Rechtfertigung für sein Verhalten. Diese scheint er in der pauschal behaupteten Wirkungslosigkeit von uns S21-Gegnern gefunden zu haben.
Da wir wissen, was wir tun, ficht uns das nicht an. Sich mit seinen pauschalen, faktenlosen Behauptungen auseinander zu setzen halte ich für nutzlos. Er muss sein Problem selbst lösen.“

Andere Stimme: „Arg konstruktiv ist er ja nicht, der F.W.“
_______________________________________
S.B. Selbst etwas gegen das Unglücksprojekt S21 „tun“ wäre konstruktiv. Es gibt noch viele Möglichkeiten außerhalb der Kopfbahnhof- „Glaubensgemeinschaft“ mit ihren Demos, Blogs, Capella rebella, Mahnwache usw. Die Aktion „
Umstieg 21“ ist ein besonders konstruktives Tun der letzten Zeit.


einsamer Pups im Gebirge?
22 08. 16 20:39
Zu meinem Blog metropolis21.de schreibt mir F.W.:

„Im Gegensatz zu Dir glaube ich, daß
Dein Blog die politische Wirksamkeit eines einsamen Pups im Gebirge hat. Er ist Ausdruck eines in sich selbst gefangenen, zum Selbstzweck geworden und damit restlos entwerteten ehemaligen Protests. Gelesen ausschließlich von Menschen der eigenen Glaubensgemeinschaft, dient er nur noch der Bestätigung der eigenen, längst zum Dogma gewordenen Überzeugungen.

Und das trifft meines Empfindens nach auch auf die
Montagsdemo zu. Hier findet kein Protest mehr statt. Gebetsformeln, Selbstbeweihräucherung, Dogmen, wieder und wieder und wieder. Die S21 Protestbewegung hat in ihrer jetzigen Form die Ausstrahlung eines Zeugen Jehovas. 0,0 politische Wirkung.

Ich würde mich eben für Dich freuen, wenn du Deine Zeit auf Schönes verwenden würdest. Das ist alles. Und wenn wir das Scheitern von S21 erleben sollten, dann freuen wir uns zusammen.“
___________________________________
Anmerkungen oder Kommentare meiner Leserschaft an post@siegfried-busch.de



Heilsarmee
21 08. 16 19:58
Da singen Gläubige an den Kopfbahnhof zur Gitarre (Video) mitten im Bahnhof wie eine Art Heilsarmee. Eine Kostprobe des Textes:

Des Teufels Werk kam über Nacht,
schon Jahre ist es her
die Quer-Idee, ganz schräg gemacht:
Jetzt geht es gar nicht mehr.

Refrain: Viel Freude kommt jetzt über’s Land –
der Bahnhof wird so schön!
Wir loben uns’ren Widerstand,
weil OBEN wir nun steh’n.

(Mel. „Nehmt Abschied Brüder“)

Es ist sehr einfach, diese „Kopfbahnhofsingers“ mit ihrem Missionsdrang lächerlich zu machen, aber es gehört Mut und viel Engagement dazu mit großem zeitlichen Einsatz für eine wichtige und richtige Sache. Deshalb von mir nur Dank und Anerkennung!



oben bleiben!
20 08. 16 19:50
Zitat: "Eine lächerlich im Ritual erstarrte Gebetsformel.“
____________________________________
Der Demoruf „oben bleiben“ bringt das Anliegen der Kopfbahnhofbefürworter und S21-Gegner auf den Punkt, er ist weder lächerlich noch veraltet.



Nachricht aus Stuttgart
19 08. 16 20:08
„Stuttgart 21 wird noch gebaut!“
____________________________________
Hinter dieser Nachricht (Frotzelei eines S21-Gegners) verbirgt sich die Hoffnung, dass das Katastrophenprojekt noch gestoppt wird zum Umstieg auf eine bessere Lösung mit „oben bleiben“.



Kabarettistisches
18 08. 16 20:36
Stuttgarter Zeitung, Interview mit Thomas Schreckenberger:
„Ich denke, Herr Grube wird bald in einer selbigen am Hauptbahnhof verschwinden.“



Fernbus-Boom und Schienen-Desaster
17 08. 16 20:28
Aus dem heutigen Artikel in kontextwochenzeitung von Winfried Wolf:
„Es ist ein Wahnsinnsgeschäft: Mit wenig Service, Franchise und moderaten Preisen verdient sich das Unternehmen Flixbus eine goldene Nase. Die Bahn kann da längst nicht mehr mithalten. Wenn man genau hinsieht, möchte sie das auch nicht.“
„Die Antwort der Deutschen Bahn AG auf die sich dramatisch veränderten Bedingungen ist halbherzig, kurzatmig und kommt in der Gesamtbilanz einer Kapitulation gleich.“
_____________________________________
Die Bahn setzt viele Milliarden für das unwirtschaftlich Projekt Stuttgart 21 in den Sand, anstatt durch sinnvolle und längst überfällige Investitionen ihre Kundschaft zu halten und neue Bahnkunden zu gewinnen. Ob der Aufsichtsrat am 7. September in Berlin richtige Weichen stellt oder den Bahnvorstand weiter wursteln lässt? Der Bahn-Oberhäuptling Dr. Grube hat längst bewiesen, dass er unfähig ist, das Ruder herum zu reißen.



Kein Vertagen bei Versagen!
16 08. 16 19:11
Der Aufsichtsrat der DB-AG verschiebt das Thema Stuttgart 21 von September auf Dezember. Aber wer gegen die Wand fährt darf das Warnsystem weder ausschalten noch manipulieren. Stuttgart 21 muss richtig auf die Tagesordnung, es ist Teil des DB Problems.


Blogstotterer und EBA zum "Schreckbahnhof"
15 08. 16 17:34
INFO
Liebe Leserschaft meines Blogs,
es gab und gibt Probleme mit dem Hochladen meines täglichen Blogs hier in Bad Gastein im „Kurlaub“.

Ergänzung in Sachen „Regierungskriminalität“ (Blogeintrag gestern) E-Mail von H.R.:
Hallo Herr Busch,

falls Ihnen mal der Blogstoff zum Thema "
öffentlicher Belang" ausgehen sollte:
1. geht's um den Maulkorb, der mittels EX-MP Teufels Anordnung mit der Eingliederung des Denkmalamtes in das Regierungspräsidium (u.a.wegen S21)vollzogen/aufgesetzt wurde.
2. geht's um die zaghafte Antwort aus dem "Landesdenkmalamt" die ich erst nach mehrmaliger Aufforderung seit Januar 2010 am 15.03.2010 erhalten habe.
3. geht's um das verlogene Bekenntnis des öffentlichen Belanges an der Zielerreichung (Leistungsrückbau) des Gesamtprojektes.........genehmigt vom "EBA"als DB "Aufsichts"behörde einschließlich der bahntechnischen flissentlich übersehene Fehler des Schreckbahnhofs für "jedermann". Beamtete Versager (nicht nur im Aufsichtsrat der DB AG) an allen Stell(werks)schrauben im EBA.
_____________________________________
Ergänzung: Ausgliedern des Baugebiets Bahnhof aus dem Heilquellenschutzgebiet, Info in
Geologie 21.


nochmals Dr. Raff
14 08. 16 20:44
„Stuttgart 21 ist ein Fall von Regierungskriminalität“
Quelle: GERHARD RAFF KANN AUCH HOCHDEUTSCH - Landhege-Verlag - Erlös an Kinderhospiz.
________________________________________
Beispiele:
- zurückhalten von Gutachten, die S 21 verhindert hätten
- Regierung Mappus im Vorfeld des „Schwarzen Donnerstags“



Gauner und Profiteure
13 08. 16 09:43
Dr. Gerhard Raff im Interview mit dem Stuttgarter Wochenblatt:

„…seit ich hilflos zusehen muss, wie Habgier und Dummheit sich nach vorne drücken und unsere Stadt und unser Ländle beherrschen, wie Ludwig Erhards segensreiche "soziale Marktwirtschaft" durch einen eiskalten, knallharten Kapitalismus verdrängt wird, wie
eine einzige De-Generation von geschichts- und gewissenlosen Gaunern und Profiteuren unsere fruchtbare Filderebene und das Herz von Stuttgart zerstört hat, habe ich meine "freche Gosch" aufgemacht.
Ganzes Interview bei
Zum Blog aktuell.


Umgekehrt wird ein Schuh draus!
12 08. 16 21:44
Konkretisierung des Blogeintrags von gestern:

Grube: „Wir sind im Auslandsgeschäft sehr erfolgreich… es sind cashgenerierende Geschäfte… wenn wir die Auslandsgeschäfte nicht hätten, könnten wir in Deutschland nicht so investieren…“

Dobrindt: „Das Inlandsgeschäft wird gestärkt durch das Auslandsgeschäft der Bahn, das ist die Idee dahinter…“

Experte Prof. Böttger, Berlin, Minute 39:30 ff: „Aus Kapitalmarktsicht kann man ganz klar sagen, diese Internationalisierung war ein Misserfolg…“ „Die Bahn hat gezeigt, dass sie es finanziell und von ihrem Management her eben nicht hinbekommt, so ein Geschäft zu führen…“


Schönredner zu besichtigen
11 08. 16 20:06
Der ZDF ZOOM-Beitrag "Auf dem Abstellgleis" ist in der Mediathek abrufbar:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/live/1822600/Das-ZDF-im-Livestream#/beitrag/video/2787856/Auf-dem-Abstellgleis
Kommentar aus einer E-Rundmail:
„Schaut euch an, wie Grube und Dobrindt sich ihre Fehleinschätzungen schon wieder schön reden. Sie behaupten tatsächlich, das ihre
Gewinne aus dem globalen Geschäft wichtig sind und dazu dienen, das deutsche Bahnnetz zu sanieren.“
____________________________________
Ab Minute 37:40 beginnt das Schönsprech, um hinterher vom kompetenten Analytiker entlarvt zu werden, Grube und Dobrindt werden quasi als Lügner oder im besten Fall als inkompetent bloßgestellt.


Gerhard Raff 70
10 08. 16 18:29
„Stuttgart 21 dürfen wir nicht ansprechen, sonst zwickt’s mich hier am ohnehin lädierten Herz. Und ich will doch a Weile „oben bleiben . . .“
Nachtrag am 11.8.: „
oi wichtigs  Wörtle fehlt versehentlich (mei Schuld): I will doch !! no !!! a Weile "oben bleiben!"
________________________________
Das Zitat ist aus dem
Interview zu Raffs 70. Geburtstag in den Stuttgarter Nachrichten.
Dr. Gerhard Raff ist einer der profiliertesten Stuttgarter, die von Anfang an ihre gewichtige Stimme gegen Stuttgart 21 erhoben haben. Aus einem Interview in der Stuttgarter Zeitung von 2009 (!):
„Für die qualifizierte Mehrheit im Nesenbachtal ist der Tag, an dem dieses "Jahrhundertprojekt" durchgedrückt wurde, einer der schwärzesten Tage der Stuttgarter Stadtgeschichte.“ Raff ist auch das krasseste Gegenteil von geldzentrierten Investoren, die Stuttgarts Stadtbild schänden (Stichwort Europaviertel).



Kein Wort zur SPD
09 08. 16 22:51
Aus KontextWochenzeitung:
„Herta Däubler-Gmelin hat fast alles gesagt, was zu Stuttgart 21 zu sagen ist. Auf der 333. Montagsdemo. Nur: wo war die SPD in ihrer Rede? Kein Satz, kein Wort zu ihrer Partei. Das ist bemerkenswert, war und ist es doch diese Partei, die in Treue fest zur Bahn und ihren politischen Freunden hält. Die 72-jährige Sozialdemokratin weiß das. Warum also das Schweigen über die Sozis?“
_________________________________________

Der Niedergang der SPD im Ländle hat auch mit Stuttgart 21 zu tun.
„Der SPD hat der Einsatz für Stuttgart 21 sogar extrem geschadet, weil ihre Anhängerschaft extrem gespalten ist bei dem Thema...“ (Politikwissenschaftler Gabriel aus Stuttgart in der Stuttgarter Zeitung.)
Die Parteiführung hat nicht auf die eigenen Mitglieder gehört,
eine Mitgliederbefragung (Veröffentlicht am 30.09.2010) zu einem möglichen Baustopp von Stuttgart 21 ergab folgendes Ergebnis:
Abgegebene Stimmen 483 Wahlbeteiligung: 40,7%
Davon stimmten 68,1% für einen Baustopp.
Für die geplanten Ausführung von S21 stimmten 30,6%.
1,3% Enthielten sich der Stimme.

Mehr dazu im
Blog zur 300. Montagsdemo am 7.12.2015 bei Zum Blog aktuell.


Humankapitalumschlagplätze
08 08. 16 23:19
Timo Brunke bei der 333. Montagsdemo heute:

Riesenstandort

Wie lange wohl werden sie uns noch dulden –
Eh uns der Himmel verschlingt
Unsere djakartaisierten, newyorkisierten, mumbaiisierten Städte
Diese Makro-Metro-Mundo-Humankapitalumschlagplätze

Ganzes Gedicht zur Moderne in einer großen Assoziationskette
hier lesen (bei der Demo etwas gekürzt und kommentiert vorgetragen).


333. Montagsdemo!
07 08. 16 23:26
Morgen, Montag 8. August bzw. heute mit Redebeiträgen von

  •  Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Juristin und Bundesjustizministerin a.D.

  •  Christian Pätzold, Schauspieler (bekannt aus der TV-Serie "SOKO Stuttgart")

  •  Timo Brunke, Wortkünstler

  • Moderation Klaus Hemmerle, Schauspieler und Regisseur


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von der 332. Montagsdemo, die 333. am 8.8.!
06 08. 16 19:32

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fein gesponnen?
05 08. 16 22:31
Bahn-Chef:
Stuttgart 21 bleibt im Finanzierungsrahmen
„Bahnchef Rüdiger Grube hat mögliche Mehrkosten für Stuttgart 21 mit einer Endrechnung von bis zu 10 Milliarden Euro als «absolut nicht nachvollziehbar» zurückgewiesen.“
________________________________________________
Diese Behauptungen sind nicht „fein gesponnen“, sondern grob irreführend und bereits jetzt schon schlüssig widerlegt, also längst „an der Sonnen“. Bahnchef Dr. Grube erinnert mich an die Propaganda vom „Endsieg“, als schon alles verloren war, und er findet naive Zeitgenossen genug, die ihm seine Reden abnehmen.



Leserbrief aktuell
04 08. 16 15:13
Leserbrief v. Loeper zum Grube-Interview in den StN (Blog v. 2.8.16):
„Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte erst Mitte Juni erneut seine Glaubwürdigkeit verspielt, als er für Stuttgart 21 über 600 Millionen Mehrkosten, eine zweijährige Bauverzögerung und einen „Risikopuffer“ von nur noch fünfzehn Millionen Euro für die dann verbleibende restliche Bauzeit von sieben Jahren einräumen musste. Wie aberwitzig das ist, lässt sich daran ablesen, dass die Kostensteigerung der vergangenen sieben Jahre unbestreitbar 3,4 Milliarden Euro betragen hat. Welchen Schneid hat dieser Mann, uns jetzt noch vorzugaukeln, man werde im Finanzrahmen von 6,5 Milliarden Euro bleiben?“
Ganzer Leserbrief bei
Zum Blog aktuell.


Capella-rebella-Rufe...
03 08. 16 12:27
…für die 333.Demo nächsten Montag:

Eins, zwei, drei – Tunnelbau vorbei !
Vier, fünf, sechs – Baustopp jetzt !
Sieb, acht, neun, zehn – Grube kann jetzt gehen !


Propagandasprecher Grube
02 08. 16 20:48
Bahnchef Grube mit Erfolgsgeschichten in den Stuttgarter Nachrichten, Fazit:
„Das alles zeigt doch: Stuttgart 21 ist nicht mehr aufzuhalten.“
_____________________________________
Hallo Herr Grube, wer kann Ihnen noch glauben?



332. Montagsdemo heute
01 08. 16 22:48
Foto S.B.: Das aktuelle Thema…

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Osterhase
31 07. 16 12:20
Leserzuschrift von Marcus Schlüter in Nachrichten:
zu: Bauverzögerung bei Stuttgart 21
„Es ist müßig, jetzt den Rechthaber zu spielen. Der Eröffnungstermin für Stuttgart
21 lässt sich nicht halten und wer glaubt, dass der Kostendeckel hält, der glaubt auch an den Osterhasen. Aber ein anderes Problem ist viel auffälliger: Es drängen sich Zweifel über die Leistungsfähigkeit deutscher Ingenieure und Beamten auf. Zeigt uns doch das Erfolgsmodell Gotthard-Tunnel das Gegenteil. Wenn man will und wenn man kann, dann gelingen auch große Bauvorhaben.
Elbphilharmonie, der Berliner Flughafen, die Rheintalbahn und Stuttgart 21 aber zeigen eine gewisse Unfähigkeit sogenannter Leistungsträger.“
__________________________________
Die „Zweifel“ sind längst der Gewissheit gewichen. Besonders empörend ist,
dass die Bahnvorstände Grube und Kefer "Lügner und Betrüger in Sachen S21" genannt werden dürfen ohne Widerrede (Blog “Don Quichote“ vom 28. 7.).


Umstieg 21 - besser ein Ende ohne Schrecken

30 07. 16 22:50
www.umstieg-21.de


S21 scheitert so vor sich hin...
29 07. 16 23:26
Aus: Informationen zu Stuttgart 21, Juli 2016 Konstanz

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Don Quichote?
27 07. 16 23:53
Jobst Knoblauch Engen, den 26.07.2016
Hexenwegle 9
78234 Engen
Tel. 07733 8627

Diesen Brief erhalten gleichlautend: Angela Merkel, Peter Altmaier, Wolfgang Schäuble, Alexander Dobrindt, Sigmar Gabriel, Rüdiger Grube, Volker Kefer, Ronald Pofalla, Manfred Leger, Winfried Kretschmann, Thomas Strobl, Nicole Razavi, Fritz Kuhn, Nils Schmid, Leni Breymaier

Sehr geehrte Frau Merkel!

Seit Jahren darf ich die Bahnvorstände Grube und Kefer als
"Lügner und Betrüger in Sachen S21" bezeichnen, ohne von ihnen vor den Kadi zitiert zu werden.

Seit Jahren darf man S21
"als den größten Betrugsfall in der Geschichte der deutschen Ingenieurskunst" bezeichnen, ohne Gefahr zu laufen, belangt zu werden.

Seit Jahren sind jedem - auch Ihnen - die Fakten zu S21 bekannt!
Und Sie unterstützen S21 immer noch !?

Haben Sie Angst vor der Wahrheit ?

Mit freundlichen Grüßen
________________________________________

Seit dieser Woche Mozarts „Cosi fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen. Darin wird den beiden Bräuten von der Dienerin als Strategie beim Umgang mit Männern empfohlen „lügen ohne rot zu werden“. Diese Kunst scheinen einige prominente Politiker und Bahnmanager zu beherrschen. Ist der Protest ein Kampf gegen Windmühlenflügel? Wie lange kann sich das Lügenprojekt* noch halten? Der Brief von Jobst Knoblauch ist einer der Tropfen für das Überlauffass…

* Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden:
"
Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“



Leuchtet überhaupt nicht ein, Herr Fundel!
27 07. 16 00:01
Rasche Antwort (bemerkenswert positiv!) von Flughafen-Fundel auf den Offenen Brief von Thomas Felder (Blog gestern):
»Für den Flughafen kommt es darauf an, dass wir aus der Fläche des Landes direkt und schnell angebunden sind. Ein Ulmer muss genauso wenig wie ein Mannheimer ab Stuttgart fliegen. Nur wenn die Anreisezeit stimmt, dann sind wir im Geschäft und die Arbeitsplätze hier. Die Gäubahn und das schöne Panorama spielen da keine wirkliche Rolle.
Ich denke, das leuchtet ein. Dem Flughafen liegt daran, dass S21 so rasch wie möglich in Betrieb geht. Oben bleiben ist vielleicht romantisch, aber keine Alternative für uns, denn sie führt nicht über den Flughafen.«
_________________________________________
Was heißt „Fläche des Landes“? Die Fläche liegt zwischen den ICE-Stationen Ulm und Mannheim.
Die Anreisezeit wird durch seltene ICE-Halte am Flughafen fragwürdig und die Philosophie des „schneller“ ist von gestern; heute gehört an die erste Stelle Zuverlässigkeit und Kundenfreundlichkeit. Die Panoramabahn und „Oben bleiben“ gehören zum Komplex „Heimat“, und der Schutz der Heimat ist ein höheres Gut als die Fluggast-Bilanz Stuttgart-Echterdingen.



Lieber Georg (Fundel)
25 07. 16 22:58
Lieber Georg,
seit unserer Jugendzeit, als wir noch zusammen in der Lauter badeten und täglich im selben Bus zur Schule fuhren, isch an Haufa Wasser da Bach na! (Ganzer Offener Brief
hier.)
_____________________________________________
Aus den Jugendgespielen wurden a) ein Liedermacher mit überregionaler Ausstrahlung und vielfacher Preisträger seines Genres und
profilierter S-21-Gegner und b) ein Professor und Flughafenmanager. Er wird im Lied von den 10 kleinen Negerlein erwähnt, ob zurecht weiß ich nicht. Ein neuer Vers ist inzwischen dazu gekommen:

Zehn kleine Negerlein
die wollten Bahnhof bauen,
Mappus war dann weggewählt,
da waren’s nur noch neun.

Neun kleine Negerlein
waren noch an der Macht,
Schuster trat nicht wieder an,
da waren’s nur noch acht.

Acht kleine Negerlein
hatten Schlichtung getrieben.
Tanja Gönner reiste fort,
da waren’s nur noch sieben.

Sieben kleine Negerlein
planten eifrig was recht’s,
Azer grauste vor dem Plan
da waren’s nur noch sechs.

Sechs kleine Negerlein
ahnten dann bald was schlimm’s.
Dietrich aber wusste es,
da waren’s nur noch fünf.

Fünf kleine Negerlein
tranken zusammen Bier,
Penn wurde es dann zuviel,
da waren’s nur noch vier.

Vier kleine Negerlein
waren noch dabei,
Fundel wollte nicht mehr recht,
da waren’s nur noch drei.

Drei kleine Negerlein,
die planten allerlei,
Vorstand Kefer macht’s nicht mehr,
da waren’s nur noch zwei.
___________________________________
Wer sind die letzten in der absteigenden Leiter? Leider wachsen aus dem S21-Sumpf immer neue Negerlein nach. Wobei „Negerlein“ im Sinne der unschuldigen Kindervers-Tradion gemeint sind.



Aus Stuttgart und Wuppertal
24 07. 16 08:23
Babylonische Sprachverwirrung

Stuttgart:
Antrag von CDU-SPD-FDP auf eine „umfassende Baustellentour“ für das
„großartige Projekt“

Wuppertal (Westdeutsche Zeitung):
„Kosten von 10 Milliarden Euro – das ist die aktuelle Prognose für die Baustelle Stuttgart 21.
Das größte Pannen- und Prestigeprojekt in der Geschichte der Bahn…“


E-Mail an OB Kuhn
23 07. 16 16:34



Betreff:
Umstieg 21
Datum:
Fri, 22 Jul 2016 23:35:28 +0200
Von:
Heinz Sonnberger
An:
Fritz Kuhn Grüne

Offene E-Mail

Lieber Fritz,

in Sachen Stuttgart 21 hast du mich leider mehrfach enttäuscht, deshalb will ich dir nicht ersparen,

unbekannt.png

dass ich dieses Bild gut finde.

Sag´ nicht wieder, es gehe dich nichts an, die Bahn sei der Bauherr.
Die Zukunft Stuttgarts, die Zukunft Deutschlands und der Bahn geht uns alle an! Und jeder soll, jeder muss sich um die bestmögliche Lösung bemühen.

Hast du dich schon mal mit den Umstiegsplänen beschäftigt? Eigentlich wäre es Sache der Betreiber, zu überlegen, wie der Murks gut gemacht werden kann.
http://www.umstieg-21.de/
Die
Arbeitsgruppe Umstieg 21 des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 hat einen hervorragenden Plan vorgelegt, den du unterstützen könntest.
Sag´ nicht das gehe nicht. Nach den Kostensteigerungen hast du Möglichkeiten aus dem Vertrag auszusteigen. Zumindest könntest du mal deine Stimme erheben.

Nichts für ungut
Heinz



Grundstein-Verlegung
22 07. 16 12:10
Aus einer E-Mail von heute zur verschobenen Grundsteinlegung, Bericht in den Stuttgarter Nachrichten:
„…beim beschdgeplanten Projekt der Menschheitsgeschichte will wohl auch die Grundsteinlegung gut geplant sein :-). Vielleicht wollen Sie das Murksprojekt nicht gleich nach der Grundsteinlegung in die Tonne treten.“
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Der Termin soll jetzt im September nach den Schulferien und vor dem Cannstatter Volksfest sein, jedenfalls nach der Aufsichtsratssitzung Anfang September. Entweder wird das Projekt aufgegeben oder der Weiterbau wird wie beim Skandalbeschluss 2013 mit verlogenen Mehrkosten beim Ausstieg oder mit Verträgen oder anderen falschen Behauptungen gerechtfertigt (dazu mehr bei
Zum Blog aktuell).


plusminus
21 07. 16 23:12
Video: Höhere Kosten, kaum Kontrolle - Milliardengrab Stuttgart 21, gestern in der ARD.


S21 in der Fußballfalle
20 07. 16 20:48

Aus Kontext:Wochenzeitung von heute:
„Der Tiefbahnhof im Bundestag, es geht um milliardenschwere Kostenexplosionen und gefährliche Sicherheitsmängel. Ein drängendes Thema, ein schlechter Zeitpunkt: Denn um 21 Uhr liefen Jogis Jungs zum Halbfinale auf. Im Schatten eines Länderspiels wurde schon so manche Abstimmung zügig durchgewinkt. Für S 21 blieben 25 Minuten.
Die Debattierlust vieler Bundestagsabgeordneten hielt sich schon im Vorfeld in Grenzen. "Stuttgart-21-Debatte am Donnerstagabend!? Da hatte ich eigentlich etwas anderes vor", twitterte Steffen Bilger am 5. Juli. Damit meinte der CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Ludwigsburg zweifellos das EM-Halbfinale Deutschland gegen Frankreich. Der Kick war am selben Abend in Marseille terminiert. Bilgers Tweet verrät, auf was der 37-jährige Politiker, der seit 2009 für die CDU im Bundestag und in dessen Verkehrsausschuss sitzt, mehr Bock hatte: lieber beim Länderspiel mitfiebern als mit Linken und Grünen mal wieder darüber zu streiten, welchen Sinn die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs überhaupt hat.
=========
Der CDU-Abgeordnete Steffen Bilger sparte sich seinen Redeauftritt gar, wohl um nicht zu spät vorm Fernseher zu sitzen. Er gab, ebenso wie sein Parteikollege Alexander Funk, seinen Debattenbeitrag zu Protokoll. Wer sich die Mühe macht, Bilgers Rede im elektronischen Archiv des Bundestags herauszufischen, erfährt Aufschlussreiches.
„Zuletzt bemüht Bilger in seiner Rede ein Uralt-Argument der S-21-Befürworter, das längst widerlegt ist:
Durch den Tiefbahnhof würden 109 Hektar nicht mehr benötigte Gleisflächen mitten in der Innenstadt frei, auf denen 11 000 Menschen Wohnraum finden und 24 000 Arbeitsplätze entstehen würden.* Tatsächlich sind es nur rund 20 Hektar, die durch Stuttgart 21 zusätzlich verfügbar werden. Alle anderen Flächen wie das Europaviertel sind bereits frei und neu bebaut oder könnten auch bei Erhalt des Kopfbahnhofs freigemacht werden.“
_________________________________________________
*Bilgers Zahlen stehen schon in der Rahmenvereinbarung von 1995: “mindestens 11000 Einwohner und mindestens 24000Arbeitsplätze“, i
st also 21 Jahre her! (Quelle SZ „…der unheilbare Mangel“). Der Verkehrsexperte aus Ludwigsburg Bilger hat sich offensichtlich auf alte Werbesprüche verlassen oder setzt auf dreiste Behauptungen wie bei den Projektsprechern gewohnt, zuletzt Brunnhuber: „Wir werden 2021 fertig – und wir werden im Kostenrahmen bleiben.“ (Schwäbische Post)



grotesker Schildbürgerstreich
19 07. 16 10:17
Dr. Angelika Linckh in ihrer Moderation bei der Großdemo vor drei Tagen auf dem Schlossplatz:
„Wir wollen zeigen: wir geben unsere Stadt nicht auf!
Endlich sagen es nicht nur wir, sondern auch der Bundesrechnungshof: 10 Milliarden Euro mindestens wird uns dieser Keller-Haltepunkt kosten, und das wird längst nicht das Ende der Fahnenstange sein! Was für ein grotesker Schildbürgerstreich! Damit finden wir uns nicht ab!
Prof. Roland Ostertag, Peter Kappes und Peter Grohmann haben schon vor 2 Jahren eine Kosten-Studie veröffentlicht und Gesamtkosten von mindestens 11,8 Milliarden ermittelt. Peter Grohmann wird dazu auf der kommenden Montagsdemo ausführlich sprechen, und in seinem letzten Bürgerbrief hat er schon mal zusammengezählt:
„Für dieses Geld bekommen wir deutlich weniger Züge, mehr Reise-Risiken, eine zerstörte Stadt, einen zerstörten Park, dicht gemachte Frischluftschneisen, große Risiken für die Mineralquellen, die weitere Verdrängung der Bevölkerung an die Peripherie, eine kaputte SPD und Grüne, denen man nicht mehr so recht über den Weg traut und das schwindende Vertrauen vieler Menschen in die demokratischen Institutionen.“
Wir finden uns nicht ab damit, dass ein unsinniges und zerstörerisches Projekt nur deshalb weitergebaut wird, weil man vor ein paar Jahren zu bauen begonnen hat
.“


Aus Widerstand wird "Werbung"
18 07. 16 18:24
Foto Frank Walka

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Diese armselige Werbung spiegelt das ganze Elend des „großartigen“ (CDU) Projekts. Die „21 guten Gründe für Stuttgart 21“ sind schon Ende 2013 verschwunden, 5. Auflage im Pixiformat. Aber das Netz hat sie nicht vergessen!
Das nachfolgende
Schwindelplakat ist - wenn überhaupt - in eine Ecke des Turmforums verbannt. Die Argumente gegen das Murksprojekt dagegen vermehren sich laufend, zuletzt die Verlautbarung des Bundesrechnungshofs über milliardenschwere Kostensteigerung. Wie lang kann das Lügengebäude noch stehen?


charmante Idee - nicht für die Bahn AG
17 07. 16 21:49
Prof. Dr. Ferdinand Rohrhirsch in seinem Statement zum Umstieg:
„Es ist nicht nur eine charmante Idee, die Ebene unter den Kopfbahnhofgleisen als einen Busbahnhof zu nutzen, der seinesgleichen sucht, und der dem Grundsatz „Verkehr zu Verkehr“ folgt. Mit dem Zug zum Bus. Mit dem Bus zum Zug.“ (Ganzes Statement bei
Zum Blog aktuell)
_________________________
S.B. Die bestechende Idee, beim Umstieg den Busbahnhof in der Baugrube unterzubringen, wird „der Bahn“ gar nicht gefallen. Sie wird froh sein, die lästige und sogar bedrohliche Fernbus-Konkurrenz weit weg vom Hauptbahnhof verbannt zu haben, nämlich zum Flughafen und derzeit noch Zuffenhausen. Denn der Bahnführung geht es leider nicht vor allem um die Bahn- und Buskundschaft, sondern um die Bilanzen, profan um den Profit, der aufgrund verfehlter Bahnpolitik in den roten Zahlen angelangt ist.



Der Dichter spricht (44)
16 07. 16 22:45

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J.W.v.Goethe Werke Bd. 37 zu den Briefen Winckelmanns, hier zu dessen Konversion zur Röm.-Kath.Kirche beim Aufenthalt in Rom.
Interpretation im Hinblick auf die Situation der Politiker, die am Projekt S21 festhalten:
Wer von ihnen am Glauben an Stuttgart 21 abfällt, wird „mit einer Art von Makel bespritzt“, der ihm dann anhaftet.
Sie beharren unbedingt auf ihrer Position zu S21, weil sie Parteien angehören und vor allem ihr eigenes Wohl „beständig im Auge“ haben mit Ausschluss von Gefühl und eigener Überzeugung. Sie sind mit Stuttgart 21 schicksalhaft verbunden und sollen „ausdauern“.



Ausstieg... Umstieg...
15 07. 16 23:51

1. „Ausstieg? Die bauen doch schon!“
Heute ein überfüllter Saal mit Vorstellung von Alternativen zu S21

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Die Theorie der „Sunk Cost“ oder wer auf dem Holzweg ist, …
Der Ausstieg – ein Gewinn.
Die Strategie des Faktenschaffens
Beispiele abgebrochener Großprojekte.
EXKURS: Franz Alt zum Ausstieg aus dem bereits fertig gestellten AKW Zwentendorf

2. Der Umstieg ist möglich
Verträge stehen Ausstieg bzw. Umstieg nicht entgegen
Umstieg auch mit Neubaustrecke sinnvoll
Wirtschaftinteressen und der Mythos der Unumkehrbarkeit

Mehr bei
www.umstieg-21.de


"qualifizierte Mehrheit"
14 07. 16 23:00
Aus dem (über-)vollen Terminkalender von Dr. Gerhard Raff für den Tag der Großdemo am Samstag:

16.7. bauresprechstond 10-13 h / stuegert demo 13.30 h /
esslenge 18 h schwätzer beim 80. geburtstag vom wolfgang von zeppelin


Blogeintrag vom 31. Dezember 2009:
Gerhard Raff („Herr, schmeiß Hirn ra“) Interview in der StZ:

„Für die qualifizierte Mehrheit im Nesenbachtal ist der Tag, an dem dieses "Jahrhundertprojekt" durchgedrückt wurde, einer der schwärzesten Tage der Stuttgarter Stadtgeschichte.

Unsere hochwohlweisen Volksvertreter wollen uns tatsächlich schon zu Lebzeiten unter den Boden bringen, den Bahnhof demolieren und den Schlossgarten zerstören.“



Der Dichter spricht (43)
13 07. 16 22:36

Manches Herrliche der Welt
ist in Krieg und Streit zerronnen.
Wer beschützet und erhält,
hat das schönste Los gewonnen.
Quelle: Zu Kunst und Bildern, Beschildeter Arm (J.W.v. Goethe)

Umstieg 21 – Baustellen umnutzen!



Schwindelhuber
12 07. 16 15:13
Kostet das Bahnprojekt Stuttgart 21 jetzt doch zehn Milliarden Euro? Georg Brunnhuber widerspricht energisch: „Wir werden 2021 fertig – und wir werden im Kostenrahmen bleiben.“ (Schwäbische Post)


verantwortunglose Verantwortliche
11 07. 16 17:26
Dr. Werner Sauerborn in seiner heutigen Rundmail ( ganzer Schriftsatz bei Zum Blog Aktuell):
„…Hat jeder Einzelne der Verantwortlichen Angst vor der Verantwortung, oder ist es ein abgekartetes Spiel, um das Projekt irgendwie weiter machen zu können? Nennt man das Hütchenspiel, Schwarzer-Peter-Spiel, Kopf in den Sand stecken oder Mikado (wer sich zuerst bewegt, verliert) oder Sankt-Florians-Prinzip?“

Prof. Dr.Ing. Manfred Fischer in einer heutigen E-Mail:
„Man kann es kaum glauben, dass sich diese Leute nicht schämen, so zu tun, als wäre in den vergangenen Jahren gar nichts geschehen.“



Antrags-Update
10 07. 16 17:27
Die Befürworter-Parteien im Rathaus Stuttgart CDU-SPD-FDP haben einen Antrag auf eine „umfassende Baustellentour“ für das „großartige Projekt“ gestellt. Clarissa Seiz hat es für das Stadtblatt der Grünen bearbeitet und upgedatet. Es liest sich lustig und dabei wird wieder deutlich, wie abgehoben von der Realität diese parteiischen Menschen im Rathaus sind, nachlesen als .pdf bei Zum Blog aktuell (vergrößern).


Kommentare
09 07. 16 23:05
Zum gestrigen Artikel in der Waiblingen Kreiszeitung kommen zahlreiche Leserkommentare, die meisten davon widersprechen den parteiischen Befürwortern von der CDU/SPD. Zitat aus der Zuschrift von Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischer:
„Jene entscheiden, die nicht das Volkswohl im Auge haben, sondern nur ihre weitgehend persönlich gefärbten Zwänge, die sie jedoch dreist als unumkehrbare Gründe tarnen. Für diese Leute gilt das Motto: "Ist der Weg auch falsch und steinig, Hauptsache, wir sind uns einig." Wir benötigen eine menschenfreundliche, leistungsfähige und wirtschaftliche Lösung für Stuttgart und Baden-Württemberg, die keine hohen Kosten für die spätere Unterhaltung (von z.B. von 60 km Tunnel) erfordert.“



Das Gesülze von CDU- und SPD-Granden
08 07. 16 21:52
Waiblingen Kreiszeitung, Artikel „Stuttgart 21: Aussteigen oder weiterbauen?“

Andreas Hesky, Oberbürgermeister der Stadt Waiblingen, Kreis- und Regionalrat der Freien Wähler:
„Ich stehe nach wie vor zu Stuttgart 21, weil es ein Infrastrukturprojekt ist, das uns weit mehr volkswirtschaftlichen Schaden kosten kann, wenn man es nicht umsetzen würde, da die Region Stuttgart von den großen Bahnachsen abgehängt würde…“

Harald Raß, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Regionalvertretung, aus Fellbach:
„Alle Beteiligten gehen davon aus, dass Stuttgart 21 fertig gebaut wird. Ich auch. Das Projekt jetzt abzubrechen, würde einen jahrzehntelangen Stillstand beim Ausbau der Schieneninfrastruktur in der Region Stuttgart bedeuten…“

Christoph Palm, Oberbürgermeister der Stadt Fellbach:
Doch ich halte den „point of no return“ in Sachen S
21 für längst überschritten und betrachte die scheinbare Alternative „Aussteigen oder weiterbauen?“ weder als zielführend noch als den sachlichen Notwendigkeiten gerecht werdend…“

Reinhold Sczuka, Bürgermeister in Althütte und CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag: „Bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt nicht nur für Stuttgart, sondern für die Region und das ganze Land, gibt es nur eine klare Aussage: zügig weiterbauen und fertigstellen…“

Claus Paal, CDU-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Schorndorf und Präsident der IHK-Bezirkskammer: „Das Projekt Stuttgart 21 und die Neubaustrecke nach Ulm waren und sind der richtige Schritt in die Zukunft des Schienenverkehrs in Süddeutschland…“
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Schmähprosa von S.B.:
Hallo, haben Sie nicht mitbekommen, dass Stuttgart 21 bereits jetzt hoffnungslos gescheitert ist, gemessen an den Kosten, der Umsetzung (Bauzeit), der Leistung (Rückbau) usw? Dass die Projektbetreiber von Anfang an getäuscht und getrickst haben? Dass einige Projektverantwortliche vorzeitig vom Acker gegangen sind, zuerst der hochgelobte Hany Azer (120 Risiken und 1 Chance), zuletzt Bahnvorstand Dr. Kefer? Dass Frei Otto, der Schöpfer der „Lichtaugen“
ausgestiegen ist und gewarnt hat? Dass die „guten Gründe“ für Stuttgart 21 klammheimlich aus dem Verkehr gezogen wurden wie auch die großspurige Behauptung von der „doppelten Leistungsfähigkeit“? Sie, sehr geehrte Politiker, haben sich offenbar von der Realität abgekoppelt oder können Ihre fundamentalen Irrtümer nicht zugeben. Ihre Parteien sind auf der Talfahrt, denn die informierte Bevölkerung lässt sich nicht so selbstherrlich und dreist überfahren.

Wer wettet dagegen?
07 07. 16 12:02

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Wettbüro Peter Grohmann peter-grohmann@die-anstifter.de
(Soweit soll es aber nicht kommen; raus aus der Grube!)


Bundesrechnungshof und die "Zufälle"
06 07. 16 07:23
SWR.de: Bundesrechnungshof befürchtet Kostensteigerungen
Zehn Milliarden Euro für Stuttgart 21
Nach Ansicht des Bundesrechnungshofes könnte Stuttgart 21 noch teurer werden als bisher von den Projektpartnern angenommen. Die Bundesbehörde rechnet nach Auswertung vertraulicher Bahndokumente mit bis zu zehn Milliarden Euro.

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Auftrieb für S21-Gegner: Bahnprojekt könnte 10 Milliarden Euro kosten (Archivbild)

Offiziell veranschlagt sind bisher 6,5 Milliarden Euro. Nach Informationen von
Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten (Mittwochsausgabe) geht die Behörde nach mehr als dreijährigen Prüfungen von Kosten bis zu zehn Milliarden Euro für Stuttgart 21 aus. Dabei seien auch viele vertrauliche DB-Unterlagen gesichtet worden. Die Kontrollbehörde habe die Bundesregierung bereits gewarnt, dass die Finanzierung der Mehrkosten in Milliardenhöhe völlig ungeklärt sei.
________________________________________________________
S.B.: Da darf man gespannt sein, welche Klimmzüge die Projektverantwortlichen wieder machen, um drei Milliarden Mehrkosten abzutun. Und welche Winkelzüge hinter „Zufällen“ stecken: 
„Überraschenderweise NACH dem letzten sog. Lenkungskreis, vernimmt man vom Bundesrechnungshof (nach immerhin angeblich drei Jahren Prüfung teils geheimer Unterlagen der sog. Deutschen Bahn), dass die Kosten des Immobilienprojektes an die 10 .000.000.000 Euro kommen könnten. (Welch weiterer Zufall: Natürlich NICHT höher als die bisherigen Berechnungen der Gegner.)“ Quelle Cams21 
Oder: steht der Bahn das Wasser so bis zum Hals, dass der Bericht des Bundesrechnungshofes ein verkappter Hilfeschrei ist zum Beenden von Stuttgart 21?



Ingenieure 22
05 07. 16 07:09
Aus der Mängelliste der Ingenieure 22:
-Heute wissen wir: 40% Leistungsminderung(!) gegenüber dem Kopfbahnhof,
- keine Reserven für die S-Bahn, in Spitzenlastzeiten ist ein Chaos unausweichlich.
-Das Projekt Stuttgart 21 wurde jahrelang massiv mit der doppelten Leistungsfähigkeit beworben.
Diese Aussage wurde sogar in den Antrag auf Förderung durch die Europäische Kommission übernommen und war offizielle Verlautbarung zur Zeit des Finanzierungsvertrags (2009), der Schlichtung (2010) und der Volksabstimmung (2011). Erst 2013 wurden diese unhaltbaren Versprechen stillschweigend zurückgezogen.
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Auch die
„21 guten Gründe für Stuttgart 21“ sind „stillschweigend“ Ende 2013 aus dem Verkehr gezogen worden.


328.Demo heute
04 07. 16 21:54
Foto S.B.
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längst gescheitert
03 07. 16 22:27
Aus Kommentare Dr. Eisenhart von Loeper, Sprecher des Aktionsbündnisses zum mageren Ergebnis des Lenkungskreises:
„Die DB hat doch längst jede Glaubwürdigkeit bei S21 verspielt. Stadt und Land machen sich immer mehr zu Gehilfen eines längst gescheiterten Projekts.“


belustigtes Lachen
02 07. 16 00:22
Venedig 21 = Venezia Ventuno (V21)
Hochgeschwindigkeitsprojekt nach Plänen von Prof. G. Heimerl und U. Martin, Univ. Stuttgart
Die guten Argumente überwiegen:
1. Signifikant höhere Lebensqualität durch 90°-Drehung des Canal Grande
2. 28,3 Sekunden Zeitgewinn auf der Magistrale Rialto-S. Marco
3. CO2-neutrale Fahrpläne, komfortable Umsteigezeiten von ca. 6,5 Sekunden
4. Bis zu 49 vertaktete Langboote in der Spitzenstunde
5. Optional möglicher Einsatz von sog. "Leichten Güterbooten"
6. Barrierefreier Zugang durch Absenkung des Grundwasserspiegels
7. Intelligente Verkehrsverknüpfung + Anbindung an die Messe (S. Croce / röm.-kath.)
8. Nachhaltige Reduktion von Feinstaub durch adhäsiven Schmierölfilm (Patent J. Schmalzl)
9. Innovatives Brandschutzkonzept: alle Schiffe fahren in der Löschflüssigkeit
10. Bis zu 9 neue Arbeitsplätze (Rettungsschwimmer, Hütchenspieler etc.)
11. Attraktive Shopping-Malls (nach Einsturz der Ca' d'Oro)
12. Öko-zertifiziertes Pilot-Projekt: Grün-Rot lackierte Haltestellen.
———————————————————
Stuttgart 21 ist ein so verqueres Projekt und die Parole von Bahnvorstand Dr. Kefer
„Dieses Projekt wird zu Ende gebaut“ komisch genug. Die Filmrolle von Walter Steiger ist unglaublich interessant und umfangreich.


Sehr "sportlich", Dr. Kefer!
01 07. 16 20:23
Aktuell von Bahnvorstand Dr. Volker Kefer aus den Stuttgarter Nachrichten:

Kefer: „Dieses Projekt wird zu Ende gebaut“
Die
Kosten- und Risikoentwicklung sei tatsächlich nicht wirklich überraschend, sagte Bahn-Vorstand Volker Kefer. Man wolle die Risiken „aussteuern“, eine halbe Milliarde Euro einsparen. Der Fertigstellungstermin 2021 sei aber ein „sehr sportliches Unterfangen“.
Kefer hatte vor der Aufsichtsratssitzung angekündigt, seinen im September 2017 endenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Dafür gebe es „persönliche Gründe“, so der Vorstand.
Stuttgart 21 sei nicht entscheidend gewesen.

______________________________________________


Dazu der
Offene Brief an Minister Hermann und OB Kuhn von Dorothea Graf

„Das Projekt dümpelt weiter vor sich hin, die Kosten steigen, und selbst der glühendste S21-Fan glaubt nicht mehr an die Fertigstellung von S21 im Jahr 2021. Und Sie lassen sich immer noch von den sanften Worten von Herrn Kefer einlullen, der just einen Tag nach Bekanntwerden der Verzögerung seinen Rücktritt eingereicht hat.
Und auf einmal hat dieser Rücktritt angeblich nichts mehr mit S21 zu tun.“


Bahnhof Reutlingen gestern
30 06. 16 15:13
Der einzige Aufzug zum Gleis 2/3 (alle Züge Stuttgart-Tübingen) ist „defekt“. Schon monatelang!

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Kommentare der Bahnkundschaft
„5.2. (Februar!) 4. Woche“ (also etwa ein halbes Jahr insgesamt „defekt“)
„Wie lange?“
„St.Nimmerlein?“
„Schon … mit Wackelkontakt“
____________________________________________
Wer kann für einen so skandalös langen Totalausfall „Verständnis“ aufbringen? Milliarden werden unnötig für Stuttgart 21 versenkt, ein Bruchteil davon würde für eine schnelle Reparaturtruppe für Aufzüge und Rolltreppen ausreichen. Es geht jedoch wie immer bei der Bahn nicht in erster Linie um Kundenfreundlichkeit, sondern im Profite.



"Im Nebel verschwunden"
29 06. 16 05:05
KONTEXT:Wochenzeitung
Heute schreibt Edzard Reuter vom „Scherbenhaufen“ Stuttgart 21:
„Wo sind sie geblieben, die Heizer auf der S-21-Lok?“

LGPCK
28 06. 16 23:19
Gesehen auf den letzten Montagsdemos: (Foto S.B.)

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(gestern war aus technischen Gründen kein Blogeintrag möglich)

Raus aus der Grube!
26 06. 16 18:35
am 16. Juli, Samstag, 13:30 auf dem Schlossplatz. Wer irgend kann soll Flagge zeigen. Ich kann leider nicht wg. Familientag in Tübingen, denn „es gibt ein Leben außerhalb Stuttgart 21“. Mehr zur Demo hier.

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Grexit - Brexit - Stuxit21
25 06. 16 22:16
Aus der Frankfurter Rundschau, Artikel „Starrsinn vor Vernunft“ (Ausweg = Umstieg):
„Nun droht auch dieser Ausweg an den wirtschaftlichen Interessen hinter Stuttgart 21 und vor allem am Starrsinn jener zu scheitern, die das Großprojekt einfach durchziehen wollen, weil bereits damit begonnen wurde. Ihnen sei der Satz des Dramatikers Bertolt Brecht in Erinnerung gerufen:

Wer „A“ gesagt hat, muss nicht „B“ sagen, wenn „A" falsch war.



Groteske aus Absurdistan
24 06. 16 11:33
Ein „Paukenschlag“ der neuen „Kesseltöne“ mit viel Witz und Hintergrundwissen:
„Eine Kolonne von E-Limousinen, angeführt vom Wagen des Bundespräsidenten Winfried Kretschmann, schob sich am vergangenen Sonntag die Neckarstraße vom
Hauptbahnhof Stuttgart-Bad Cannstatt Stoßstange an Stoßstange bis hin zum Mittleren Schlossgarten anlässlich der feierlichen Eröffnung der Stuttgarter Schlossgartenphilharmonie…“


falsche Arie!
23 06. 16 11:19
Arie aus Tosca: „Wie sich die Bilder gleichen“

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Der „Solitär“ in der Werbung auf dem „Schwindel-Plakat“ von 2014

Aktuelle Fotos: Die Stadtbibliothek wächst vollends zu:

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nicht nur rumeiern!
22 06. 16 11:52
Zitat aus der Stuttgarter Zeitung: Mit Stuttgart 21 sei die Eisenbahn-Infrastruktur für die Stadt „nicht gut aufgestellt“, so Stopper.
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Hallo Herr Baubürgermeister Stopper* und Ihr um Posten und Karrière besorgten Politiker, kommt mal deutlicher heraus mit Eurem Wissen und Eurer wirklichen Meinung. Nicht nur so rumeiern wie „nicht gut aufgestellt“. Das heißt doch in Vulgärsprache „Stuttgart 21 ist Scheiße!“. Sagt wenigstens formal korrekt  „Stuttgart 21 ist schlecht für Stuttgart“ und begleitet nicht nur kritisch, sondern verhindert nach Kräften das Scheitern auf Raten.

*
Error: Jochen Stopper ist Stadtrat, Baubürgermeister ist Peter Pätzold


"Vernunft" bei Gauck, Richling und Busch
21 06. 16 10:15
(Links inzwischen z.T. inaktiv)
Gauck:
Heute wurde in den SWR-Nachrichten aus seiner
Rede in Rumänien zitiert:Und ich glaube, dass wir gegen diese Affekte nichts so sehr brauchen wie Vernunft. Und zudem brauchen wir Leidenschaft für Vernunft.“

Der Bundespräsident auf seiner Website zu Stuttgart 21: „Ganz nach dem Motto „wer A sagt muss auch B sagen“ fordert Joachim Gauck im September 2010 den Weiterbau von Stuttgart 21. Das Bauvorhaben ist schon viel zu weit fortgeschritten, ein Stopp entzieht sich jeglicher Vernunft. Joachim Gauck vertritt die Meinung, jeder Politiker der seine Arbeit und sich selbst ernst nimmt, kann nicht für einen Baustopp sein.“

Richling:
„Bei Stuttgart 21 steht die
Vernunft leider ganz hinten in der Warteschlange." (Interview 2009 in den Stuttgarter Nachrichten)

Busch:
Das Projekt ist einfach zu schlecht und hat Natur und Vernunft gegen sich (Blogmotto).


Polit-Alphatiere geschont!
20 06. 16 17:20
Das Reutlinger Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 informiert zum Rücktritt von Bahnvorstand Kefer in einer Pressemitteilung (Zum Blog aktuell):

Der GEA (Reutlinger Generalanzeiger) hat auf unsere Pressemitteilung   1. überhaupt  und  2. mit für seine Verhältnisse turboartiger Geschwindigkeit reagiert.
Im GEA-Artikel ist allerdings diese Passage der Pressemitteilung  - wohl mit Rücksicht auf die örtliche Prominenz - fast komplett übergangen worden:
"Im November 2011 haben sich unsere Reutlinger Größen der Kommunal- und Landespolitik kurz vor der Volksabstimmung vor die Plakate „JA zu Stuttgart 21“ gestellt, von OB Bosch über Landrat Reumann bis Minister Nils Schmid (der später dazu kam). Wir haben sie alle angeschrieben vor der Volkabstimmung und mit den Fakten konfrontiert. Die Mehrzahl ging auf Tauchstation (8 von 12). Die damals von uns nachgefragten, für Reutlingen besonders relevanten Probleme sind bis heute nicht gelöst."
Immerhin wurde der letzte Halbsatz als Headline übernommen.
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Oberbürgermeisterin, Landrat und Minister a.D. werden von der Lokalpresse geschont, warum eigentlich?



angemodert
19 06. 16 12:23
Kommentar in der Stuttgarter Zeitung zur „Bürgerbeteiligung“:
„Chance nutzen und aussteigen: Dieses fanatische Festhalten an einem Projekt aus dem letzten Jahrhundert gar Jahrtausend erschließt sich mir nicht ganz. Anstatt jetzt, nachdem klar ist, daß bei Stuttgart 21ein Desaster droht die Chance zu ergreifen einen zeitgemäßen städtbaulichen Ansatz zu wählen, der die gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen berücksichtigt wird an diesem angemoderten Ansatz einen funktionierenden Bahnhof in einen unterirdischen Haltepunkt rückzubauen fanatisch festgehalten.“
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Leserkommentare stammen von engagierten Bürgern (oder sog. Lohnschreibern mit Namen wie Dr. Horst Kevin, der sich im Internet von mir nicht ausmachen lässt, aber lustig beschrieben wird: “Horst-Kevin" ist der Name von Menschen die in Sachen Tollpatschigkeit und Trottelhaftigkeit kaum zu überbieten sind.“ Schon komisch, wie man so ein Pseudonym - meine Vermutung - wählen kann).



geschmacklos?
18 06. 16 11:34
Bildvariante aus E-Mail

ajacghhj

Nicht im Bild: Grube, Pofalla und andere Berufsreiter. Kefer ist abgestiegen.



Südwestpresse bleibt auf Linie
17 06. 16 21:55
Leitartikel heute: „Chance auf Neustart“
Zwischentitel: „Ein Zurück zum Kopfbahnhof ist unmöglich.“

Begründung im Text: „Dafür sind die Bauarbeiten zu weit vorangeschritten.“ _________________________________________________________________ So tönte es schon immer, aber: „Unumkehrbar und alternativlos, das sind die zwei Grundlügen..." Mein Statement steht nicht mehr in der ARD-Mediathek, ist aber hier in einem nicht gelisteten Mitschnitt dokumentiert.


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In diesem Blog steht seit 01.09.2009 täglich eine

  • Information,

  • Glosse,

  • Satire,

  • Karikatur,

  • Foto

  • Zitat

als Kritik an Stuttgart 21 oder
Argument für den Erhalt des Kopfbahnhofs.
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Doppelblog Bild und Wort
16 06. 16 13:27

Zwei Kommentare aus vergangenen Blogeinträgen:

1. Bild: „reitet für Deutschland“ (Autor unbekannt)

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Das Stuttgart-21-Pferd ist zwar noch nicht tot, aber krank und lahmt ganz gewaltig bei übermäßigem Futterverbrauch.

2. Wort, vom August 2013:

Mathias Richling in den Stuttgarter Nachrichten: „Ich finde es unglaublich, was  passiert. Andauernd werden die Pannen des Großprojekts aufgedeckt. Egal, ob Kostensteigerung, fehlender Brandschutz, gefährliche Bahnsteige. Die Leute, die S 21 betreiben, machen ungerührt weiter, der gesunde Menschenverstand spielt überhaupt keine Rolle mehr. Wozu braucht eine Stadt wie Stuttgart ein Bahnhofsprojekt, das zehnmal so teuer ist wie der neue Berliner Bahnhof? Ein Projekt, für das man 60 Kilometer Tunnel graben muss, ein Eingriff, der die ganze Stadt verändert. Das zeugt von einer unfassbaren Hybris der Verantwortlichen.“


endlich wahr geworden
15 06. 16 09:41
Foto http://www.schaeferweltweit.de

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Demoplakat von der 150.Montagsdemo im November 2012



Doku über die Leistungsfähigkeit des S21-Bahnhofs
14 06. 16 20:19
Ganz sachlich wird von Stefan Otto die Leistungsfähigkeit des geplanten S21-Bahnhofs in einem Video (Länge 7:34) kommentiert. Es handelt sich um eine lückenlose Auflistung der amtlichen Dokumente zur Leistungsfähigkeit des "Jahrhundertprojekts". Ergebnis: Stuttgart 21 ist ein deutlicher Rückbau im Vergleich mit dem heutigen Kopfbahnhof. Werbeaussagen der DB Bahn über die doppelte Leistungsfähigkeit siehe Zum Blog aktuell.



Stuttgart 21: Das Untier liegt darnieder, doch röchelt noch …
13 06. 16 20:41
Schlagzeile aus Kopfbahnhof-21.de. Dort auch bildkräftige Vorschläge zum Umstieg:

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Kaffeesatz lesen
12 06. 16 16:04
Unter der Überschrift „Stuttgart 21 in den letzten Zügen?“ schreibt Peter Främke einen Leserbrief in der Nürtingen Zeitung
„Es war schon lange zu erwarten, aber jetzt liegt „Stuttgart 21“ wohl endgültig in den „letzten Zügen“. In der Tat: Es ist spannend zu lesen, wie die Bahn immer noch krampfhaft versucht, die S21-Katastrophe zu verhindern. Aber die explodierten Kosten, unhaltbaren Termine und die vielen ungelösten technischen Probleme können einfach nicht mehr verschleiert oder weggelächelt werden… Es ist wirklich spannend mit dem Ende von Stuttgart 21 und der Zukunft mit der „Bahn für alle“ (ganzer Leserbrief auch bei
Zum Blog aktuell).
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Die aktuellen Meldungen zur Krankheit Stuttgart 21 verleiten zu solchen Folgerungen. Aber Totgesagte leben länger…



peinlich - peinlicher - Desaster
11 06. 16 10:53
Aus dem Leitartikel „Vertrauenskrise“ im Südkurier von Gabriele Renz, Stuttgart:

„Stuttgart 21 wird teurer und später fertig – wer hätte das gedacht! Die Nachricht überrascht niemand, sie macht vielmehr wütend. Denn dieses späte Eingeständnis zeigt einmal mehr, wie bei diesem Milliardenprojekt der Bahn gelogen wurde, dass sich die Balken biegen….

… die Dreistigkeit, wie die Bahn AG, gestützt durch willfährige Politiker, die Öffentlichkeit bis heute an der Nase herumführt, spottet jeder Beschreibung.

…Noch wäre Aufgabe wahrscheinlich billiger als Weiterbauen. Doch kaum jemand rechnet damit. Das Projekt ist zu einem Viertel realisiert. Die Rückabwicklung wäre unendlich peinlich. Sie bedeutete mithin das Eingeständnis, dass Fehler gemacht wurden…“
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Dr. Martin Vieregg im Kontext-Interview von vorgestern:
„Fakt ist, dass bis dato für Stuttgart 21 erst rund 15 Prozent der Bauleistung erbracht ist. Und "nur" etwa 1,5 Milliarden Euro sind bislang ausgegeben.“

Die „Rückabwicklung“ wäre tatsächlich „unendlich peinlich“, der Weiterbau könnte aber noch viel peinlicher werden und im völligen Desaster enden. Wenn die gemachten Fehler so offensichtlich sind, ist das Eingeständnis der Verantwortlichen zu erwarten, das Verschweigen, Ableugnen oder Verdrängen nur charakterlos und schäbig. Die Bahnvorstände Grube und Kefer absetzen wären Bauernopfer, das Problem ist Stuttgart 21 selbst als unheilbares Fehlprojekt!



Der Dichter spricht (42)
10 06. 16 10:41
„Um der Zukunft willen setzt man das Gegenwärtige hinten und verliert es.“ (Goethe)


Aha!
09 06. 16 00:03
„Die Deutsche Bahn sieht im neuen Durchgangsbahnhof keinen Neubau des Bahnknotens Stuttgart, sondern einen Umbau.“ (Stuttgarter Zeitung)


Ausstieg jetzt!
08 06. 16 12:14
Dr. Martin Vieregg im Kontext-Interview von heute:
„Stuttgart 21 bietet kaum verkehrlichen Nutzen, und hat somit keinen "Point of no Return". Es ist eine politische Entscheidung, ob man jetzt aus dem Tiefbahnhof aussteigt oder lieber weitere Milliarden hinterher schießt…
Fakt ist, dass bis dato für Stuttgart 21 erst rund 15 Prozent der Bauleistung erbracht ist. Und "nur" etwa 1,5 Milliarden Euro sind bislang ausgegeben.“



Salamischeibchen für Presse und Aufsichtsrat
07 06. 16 23:00
Aus der letzten Rundmail von Werner Sauerborn: „Etwa ein Sechstel der längst offenkundigen Kostensteigerung auf 10 Mrd. € wird zugegeben, in der Hoffnung, dass keiner fragt, was mit den weiter unterschlagenen 5/6 ist.“


warum "muss"?
06 06. 16 13:47
Wieder die Ausflucht, ein Stopp von S21 sei jetzt nicht mehr möglich:
„2013 wäre ein Stopp des Projekts noch möglich gewesen, nun muss zu Ende gebaut werden“, sagt ein Aufseher (Artikel von heute in den Stuttgarter Nachrichten).
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„Unumkehrbar und alternativlos, das sind die zwei Grundlügen..." Das Video von 2011 mit meinem Statement ist nicht mehr in der ARD-Mediathek abrufbar, aber hier in einem nicht gelisteten Mitschnitt dokumentiert.


wieder im Gespräch
05 06. 16 23:24
Wär hätte es gedacht. Stuttgart 21 wird später fertig und kostet mehr. Großer Medienauftrieb, siehe Zum Blog aktuell.


noch so ein Gesülze…
Saturday 04. June 14:05
…aus der Website der Stadt Stuttgart zu Stuttgart 21:

„Teilprojekt Neubaustrecke Wendlingen - Ulm

Die Neubaustrecke von Wendlingen (Neckar) nach Ulm ist die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke entlang der Autobahn A8. Sie bietet einen schnellen und komfortablen Weg über die Schwäbische Alb. Regionale, nationale und internationale Reisezeiten werden deutlich verkürzt. Und Baden-Württemberg wird dauerhaft an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz - die Magistrale zwischen Paris und Bratislava/Budapest -angeschlossen.“ _________________________________________
Zur Neubaustrecke das
Memorandum Bodack aus meinem Archiv und die entlarvende Grafik von Klaus Gebhard: vergleich-nbs-neat-vertikal-1620



schön wär's
Friday 03. June 23:45
„Insgesamt 60 Kilometer neue Bahnstrecke und drei neue Bahnhöfe (Hauptbahnhof Stuttgart, Bahnhof Flughafen/Messe sowie die S-Bahnstation Mittnachtstraße am neuen Rosensteinviertel) sorgen dafür, dass der Bahnknoten Stuttgart leistungsfähiger wird“ (aus der Website der Stadt Stuttgart zu Stuttgart 21).
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Eine Revision alter Werbetexte ist überfällig!



Schlagzeile DIE ZEIT
Thursday 02. June 21:53
Ausgabe Nr. 24 von heute, 2.Juni 2016:

Wenige entscheiden, viele leiden

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Gemeint sind VW. Mercedes & Co. Auch bei Stuttgart 21?



Umstiegsszenario (1) "plötzlich 85 Hektar"
Wednesday 01. June 18:15
OB Kuhn sagte im Interview mit der SWP Ulm vom 28.5.2016:Ich habe große Freude daran, das jetzt anzupacken. Es ist ja eine einmalige Chance, wenn in einer im Kessel ansonsten zugebauten Stadt plötzlich 85 Hektar Fläche frei werden.“
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Aha, nicht mehr 100 Hektar, wie noch überall zu lesen ist? Und OB Kuhn sagt natürlich nicht, wieviel Fläche auch beim Umstieg statt Weiterbau frei würden, nämlich rund 2/3, siehe „
Jahrhundertchance“.

In der geplanten Broschüre des Aktionsbündnisses gegen S21 zum möglichen Umstieg sollte die grafische Gegenüberstellung der frei werdenden Flächen Durchgangsbahnhof-Kopfbahnhof nicht fehlen!



Fragen aktuell
Tuesday 31. May 16:43
Aus Rundmail von C.F.-K.:“Dieses Unwetter erinnert mich an 1972, als in Stuttgart die Unterführungen der B27/B14 in Sekunden zu Wasserfallen für Autofahrer wurden. Im Kessel unserer Stadt wird für eine Bahn-Haltestelle ein "Staudamm" quer zum Grundwasserverlauf gebaut. Wer gibt uns die Garantie, dass es hier niemals mehr regnet, als in den letzten Tagen? Wie sieht das heute in Stuttgarts Gefahrenzonen aus? Wie verhält sich das sonst mit dem Nesenbach? Was passiert mit den Tunnel-Unterquerungen unter’m Neckar? Kann uns das ein Fachmann mal ganz genau erklären? Ich habe gehört, dass diese Tunnelabschnitte bei Stark-Regen und hoher Fließgeschwindigkeit des Neckars geflutet werden müssen, damit sie sich bei extremer Grundwassermenge nicht verschieben können ???? Stimmt diese Behauptung? Kann dazu jemand Genaueres berichten? Wer nimmt Stellung zu meinen Fragen?“
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Auch Stuttgart war mal
Braunsbach: Wolkenbruch im Heslacher Tal, Stadtmauer eingerissen, auf dem Marktplatz stand das Wasser fast 2,30 Meter hoch (Quelle: Buch in der Stadtbibliothek), das war am 31.7.1508. Aus dem Jahresbericht 2015 der EWS (Elektrizitätswerke Schönau): „Der Klimawandel verändert unsere Welt schon heute. Es gibt immer mehr extreme Wetterereignisse, Überschwemmungen…“


"Lügenpack"

Monday 30. May 15:40
Aus einem Artikel von heute in der Stuttgarter Zeitung:
„Zudem warfen die Experten der DB vor, den Aufsichtsrat
zu spät, unzureichend und falsch informiert zu haben.“
___________________________________
Aus meiner Büttenrede am Rosenmontag 2014 auf dem Schlossplatz:
„Wir haben Anlass zu der Vermutung, dass die Projektbetreiber die Parlamente und die Öffentlichkeit
nicht rechtzeitig, nicht vollständig und nicht korrekt informiert haben!“


"ein Desaster für die Bahnindustrie"
Sunday 29. May 15:39
Tuttlingen sz Vollmundig waren die Versprechen. Fahrgäste zwischen Stuttgart und Zürich sollten bequemer reisen: in neuen Zügen, schneller und auch direkt zum Flughafen Stuttgart. Aus den Ankündigungen der Politiker und diverser Bahnchefs wird zunächst nichts…. Auch der Direktanschluss an den Stuttgarter Flughafen kommt später.“
___________________________________________________

Das Desaster betrifft vor allem die DB Bahn mit ihrer faulen Ankündigungspraxis. Auch die Versprechungen im Hinblick auf Stuttgart 21 sind zum größten Teil heute schon als unerfüllbar entlarvt wie bei den Kosten, dem Reisekomfort, der Fahrzeitersparnis, der Sicherheit, der Parkerweiterung usw. Siehe „
21 gute Gründe für Stuttgart 21“.


Der Dichter spricht (41)
Saturday 28. May 08:19
W.v.Goethe, aus der Ballade vom Zauberlehrling:

Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.


Aus einer Rundmail von gestern:
„…Das Projekt führt sich selbst ad absurdum, und die Betreiber würden lieber heute als morgen aussteigen, hätten sie nur einen Anlass, der ihnen erlaubte das Gesicht zu wahren. Ein Umstieg dieses oder nächstes Jahr wäre immer noch um viele Milliarden billiger als der Weiterbau…“



öffentlicher Belang
Friday 27. May 10:24
Ergänzung zum Blog von gestern, wie Naturschutz, Denkmalschutz ausgehebelt und Enteignungen begründet wurden und werden. Das ist natürlich nicht neu, sollte aber immer wieder klar gemacht werden.

Hier ist die amtliche Quelle (aus PFB1.5) mit der Rechtfertigung für die großen Eingriffe in den Rosensteinpark:

(S. 346) „Die Errichtung des Tunnelportals in offener Bauweise über eine Länge von 60 m am östlichen Rand des Rosensteinparks,
- die Herstellung des Rettungsschachtes im Rosensteinpark,
- die bauzeitliche Verlegung der Ehmannstraße in den Rosensteinpark,
- die Errichtung von Baustelleneinrichtungen und Baustraßen
- und die Rodung von Bäumen
sind Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet „Rosensteinpark“ und damit Handlungen, die dem Schutzzweck des Gebiets zuwiderlaufen. Jedoch kann gem. § 7 der Verordnung eine Befreiung nach § 78 NatSchG erteilt werden, wenn
überwiegende öffentliche Belange die Befreiung erfordern. Dies ist hier der Fall. Zum einen wird durch die vorgesehenen Gestaltungs-, Schutz- und Ersatzmaßnahmen zumindest nachträglich der Eingriff in Natur und Landschaft insgesamt wieder ausgeglichen. Insbesondere spricht aber die überragende Verkehrsbedeutung des Vorhabens als überwiegender öffentlicher Belang hier für eine Befreiung. Als Teil der Neubaustrecke Stuttgart - Ulm - Augsburg dient dieser Streckenabschnitt auch der Schaffung einer leistungsfähigen Bahnverbindung zur Einbindung der Region Stuttgart in das innerdeutsche und internationale Schienennetz. Gegenüber dieser überragenden Verkehrsbedeutung haben die Schutzinteressen, die mit dem Landschaftsschutzgebiet verfolgt werden, zurückzutreten.“
__________________________________________________________________
Frage: Wenn sich nun erwiesen hat, dass die Verkehrsbedeutung marginal, sogar negativ ist (Rückbau der Schiene), womit lassen sich dann die starken Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet Rosensteinpark und den Denkmalschutz rechtfertigen? Politik aufwachen, Notbremse ziehen und die fundamentalen Fehler des Projekts nicht länger decken!


Versager?
Thursday 26. May 23:12
Aus einer aktuellen E-Mail zum Thema Planrechtfertigung wegen „öffentlichem Belang“ der „überragenden Verkehrsbedeutung des Vorhabens“ (aus PFB1.5):
„Beamtete Versager (nicht nur im Aufsichtsrat der DB AG) an allen Stell(werks)schrauben im EBA.“
___________________________________________________
Beamte können nicht immer souverän entscheiden, sie unterliegen möglicherweise der Haltung oder Weisung von Dienstvorgesetzten. Beim EBA (Eisenbahn Bundesamt) sind die Vorgesetzten nicht nur sachlich, sondern auch politisch motiviert und die Machtstrukturen gehen bis in die Bundesregierung hinein, zum Verkehrsministerium und Bundeskanzleramt, oder nicht?


Hauk und Hermann im Clinch (2)
Wednesday 25. May 22:40
2+LEIF "Entgleist - Der Machtkampf um Stuttgart 21" Sendung in SWR2 am 21.11.2011, Minute 3:30
Hauk: „Der Zug wird attraktiver, wir holen die Menschen von den Flugzeugen runter in die Züge, wir holen sie aus den Autos raus in die Züge hinein, das ist doch die Zielsetzung…“
Hermann: „Das ist ein ganz schlechtes Projekt und es überzeugt am Ende nix…“



musste draußen bleiben
Tuesday 24. May 16:28
Ich war damals bei der Zurückweisung in nächster Nähe dabei…

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Kretschmann: „Also ich frag Sie nochmal: Sie wollen einem Mitglied eines Verfassungsorgans, das für die Finanzierung dieses Projekts mit verantwortlich ist, den Zutritt hier verweigern?“ Sicherheitskontrolleur: „Jawohl“. Kretschmann: „Das muss ich zur Kenntnis nehmen, ja das ist ungeheuerlich.“ Bericht im ZDF vom Baubeginn, Minute 08:20 („Prellbockanhebung“ am 2.2.2010). _______________________________________________________________ ZDF frontal21 mit neuem Bericht heute Abend 21.00 „Der Schreckbahnhof…Schrägbahnhof“

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unumkehrbar??
Monday 23. May 15:52
„Der Ausstieg ist nötig und möglich!“
Das ist Thema einer INFO-Veranstaltung heute Abend
(nach der Demo 19.30h Forum 3 Tanzsaal). Dazu Werner Sauerborn: „ Bleibt ein dicker Brocken aus dem Weg zu räumen: das Argument der Unumkehrbarkeit, der tief wurzelnde Eindruck, bei all dem Baugeschehen und den vielen Zerstörungen sei es zu spät für ein Zurück. Die Suppe müsse jetzt ausgelöffelt werden. Gerät das Projekt erneut in eine Existenzkrise, wird alles davon abhängen, ob ein Ausstieg überhaupt vorstellbar und denkbar gemacht werden kann gegen die Übermacht der allgegenwärtigen Alltagsbilder.“
„Unumkehrbar und alternativlos, das sind die zwei Grundlügen..." Das Video mit meinem Statement ist nicht mehr in der ARD-Mediathek abrufbar, aber hier in einem nicht gelisteten Mitschnitt dokumentiert.


einst und heute
Sunday 22. May 21:33
SPD 2009: Stuttgart 21 ist gut investiertes Geld und wirtschaftlich sinnvoll

Der Dichter spricht
(2) Blog vom 31. Mai 2009:
„Sieh deine Ansichten und sieh: sie sind alt
Erinnere dich, wie gut sie einst waren!
Jetzt betrachte sie nicht mit deinem Herzen, sondern kalt
Und sage: sie sind alt.“ (B. Brecht)



"ungefähr 2025"
Saturday 21. May 17:12
Text zum Bild bei RP Online: „Ein ICE in einer Computersimulation des unterirdischen Bahnhofs Stuttgart 21, der ungefähr im Jahr 2025 in Betrieb gehen soll.“
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Korrektur: Deutsche Bahn-AG Fertigstellung 2021. Meine Prognose siehe Blogmotto oben vom „Wurmbau zu Babel“.



Technik im Bahnhof Mössingen
Friday 20. May 22:09
Foto S.B. 2016

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Was hat das mit Stuttgart 21 zu tun?


Ärgernis
Thursday 19. May 20:08
Bild Peter Gierhardt 2012

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Den Befürwortern ein Ärgernis…. und ein Eklat! Mehr bei „zum Blog aktuell“.


keine Ahnung!
Wednesday 18. May 20:02

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Wer diese Bäume in die Visualisierung der künftigen U-Bahnhaltestelle Staatsgalerie platziert hat, weiß wohl nicht, dass darunter die Fernbahnhaltestelle S21 ist, zumindest der Zulauf. Oder glaubt er an sogenannte „Betonflachwurzler“?


CDU-Propaganda
Tuesday 17. May 20:47
„Dennoch haben wir den Eindruck, dass vieles gut klappt und alle Herausforderungen dieses einzigartigen Zukunftsprojekts gemeistert werden können.“ Ganzes Schreiben der CDU bei zum Blog aktuell.


dehnbarer Kostendeckel
Monday 16. May 15:52
Aus der aktuellen Rundmail von Werner Sauerborn:
Aus dem definitiven No-Go des alten Koalitionsvertrags („Überschreiten die Kosten des Projektes Stuttgart 21, … den vereinbarten Kostendeckel von 4,5 Mrd. Euro, so beteiligt sich das Land an den Mehrkosten nicht“) wird eine dehnbare Goodwill- Erklärung: “Das Land hält am Ziel fest …“ Doku hier.


Verarmung?
Sunday 15. May 21:33
Foto S.B. vom vergammelten Aufgang HH Staatsgalerie am Einstieg alte Gleise für Oldtimer-Straßenbahnen. Es gab an der ganzen Haltestelle schon lang keinen behindertengerechten Aufgang mehr, ich bin dann mit Klapprad und viel Gepäck zum Charlottenplatz weiter gefahren.

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Am Dienstag wird die ganze HH Staatsgalerie für lange Zeit geschlossen, und nach Eröffnung der neuen Station fällt die alte Spur ganz weg, Nostalgiefahrten mit alten Straßenbahnen kann es künftig nicht mehr geben. Zur Sperrung usw. INFOs bei unsere-stadtbahn.


OB Kuhn hatte den Ausstieg versucht!
Saturday 14. May 19:56
Aus der Untersuchung zur Haltung des Aufsichtsrats und der Bundesregierung:
„Der Aufsichtsrat stimmte für den Weiterbau wegen eines vermeintlichen
Kostenvorteils von 77 Mio. Euro. Dies geschah trotz eines kritischen „Dossiers“ aus dem Kreis der Staatssekretäre im Aufsichtsrat der DB AG sowie entgegen der Aufklärung durch Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn über mindestens 210 Mio. Euro günstigere Ausstiegskosten. Dem Aufsichtsrat lagen am 05.03.2013 aber insbesondere die Informationen vor, dass S21 um weitere Milliarden teurer werden wird. Somit hatten sich die 77 Mio. Euro Vorteil schon weit in einen vielfach so hohen Nachteil verkehrt,…“
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Das ist nicht „Schnee von gestern“, sondern bleibt ein Verdienst von OB Kuhn, an entscheidendem Zeitpunkt den Ausstieg aus S21 zu ermöglichen. Warum dann hinterher Kuhn den Aufstand nicht gewagt hat, bleibt im Dunkel. Wie sehr ist er mit dem Projekt und der CDU im Gemeinderat verstrickt, um aktuell auch die jahrelange und skandalöse Stadtbahnunterbrechung geschehen zu lassen? Kuhn-Zitate zur U-Bahn-Misere sind aufgelistet und kommentiert auf der neuen
Website „Unsere Stadtbahn“.


S21-Titanic
Friday 13. May 10:03
Aus meinem Blog vom 7.11.2012:
„Die SPD lässt eine Gelegenheit nach der andern aus, die Titanic21 vor dem langsamen Untergang zu bewahren. SPD-Kapitän Schmiedel will an Bord bleiben, auch wenn er schon lange die Bordkapelle allzu schräge Weisen spielen hört. Kann er noch an das Projekt glauben, wenn ein Zug innerhalb von zwei Monaten dreimal an derselben für Stuttgart 21 neugebauten Weiche entgleist? Der Untergang der SPD in Stuttgart und im Land geht wohl weiter.“
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Inzwischen, 3 1/2 Jahre später, sind die Baufortschritte von Stuttgart 21 unübersehbar, aber die Probleme gehen in Richtung Titanic21. Kapitän Schmiedel ist vom Bord, der Untergang der SPD war ein Debakel bei den Landtagswahlen, auch die CDU hat ein Leck bekommen. Der hör- und sichtbare Protest gegen S 21 dauert an, aktuell mit der
319. Montagsdemo.


Hauk und Hermann im Clinch (1)
Thursday 12. May 16:08
2+LEIF "Entgleist - Der Machtkampf um Stuttgart 21" Sendung in SWR2 am 21.11.2011, Minute 1.28:

Frage Leif:
„Herr Hauk, wenn Sie einer Bäuerin auf der Schwäbischen Alb erklären müssten, mit zwei Sätzen, warum Sie ein Anhänger von Stuttgart 21 sind.“

Hauk:
„Ja weil auch mittlerweile die weltläufige schwäbisch Bäuerin von der Alb reist… und weil sie einfach viel schneller dort ist, wo sie hin will.“
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Umgekehrt wird ein Schuh draus: K21 (Kopfbahnhofkonzept) schneidet bei den Reisezeiten gut ab: „Auf Abschnitten mit hohem Passagieraufkommen liegt die durchschnittliche Reisezeitverkürzung bei Stuttgart 21 bei 30 Sekunden pro Stunde. Bei Realisierung des Konzepts K21 würden die Fahrgäste im Schnitt dagegen 90 Sekunden pro Stunde schneller ans Ziel kommen.“ (Brisante Studie der SMA: K21 schneidet bei den Reisezeiten gut ab:
Stuttgarter Zeitung) Die Werbung „schneller“ stimmt also nicht und ist eher eine „Luftnummer“.


einst und jetzt
Wednesday 11. May 16:33
So schrieb Jean-Henri Maubert de Gouvest (1721-1767) anno 1765, zitiert nach Dr. Gerhard Raff:
"Stutgard, wird vor die Hauptstadt des ganzen Herzogthums gehalten. Sie ist seit undenklichen Zeiten als die allerhäßlichste, schmutzigste und unbequemste Stadt in Teutschland bekannt.“

Kommentar E.Sch.: „…und jetzt, heute, nach 250 Jahren, dank Profilierungssucht und Größenwahn in Stadt und Land, "unter der Regierung" von Späth, Teufel, Öttinger, Mappus, Rommel, Schuster und beratungsresistenten Planern nun die Wiederkunft der "allerhäßlichsten, schmutzigsten …."
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Glücklicherweise gilt das nur für die Verschlimmbesserungen durch Stuttgart 21 rund um den Hauptbahnhof und auch nicht für immer.



Eine Fundgrube seit August 2010
Tuesday 10. May 23:00
Der Filmer und Blogger Volker Teichert schreibt auf der Startseite seiner Website:
Diese Webseite ist in erster Linie politisch. Sie ist eine logische Folge des unnützen Projekts Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm. Den Irrsinn der politischen Kräfte, die diese Projekte betreiben, können wir nicht verhindern. Dazu haben wir keine Macht. Wir können nur warnen und unseren Finger auf die Wunde legen… Der Inhalt bezieht sich hauptsächlich auf den Widerstand gegen das Projekt S21.“
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Seit August 2010 dokumentiert Volker Teichert den Widerstand, vor allem durch seine Filme von den Montagsdemos. Seitdem können die Einträge aller Monate im Archiv der Website leicht abgerufen werden.




Dreimal von der Demo heute
Monday 09. May 23:38
1. Flyer: BürgerInnenbrief 287 von Peter Grohmann, „Der Scheck heiligt die Mittel.“
2. Demorede von Stadtrat Tom Adler: „Tunnelbahnhofs-Leistungsrückbau-Murksprojekt“
3. Demoposter

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Abstieg in Stuttgart
Sunday 08. May 23:14
Der VFB Stuttgart steigt vermutlich aus der 1.Liga der großen Fußballvereine ab.
Der Stuttgarter Hauptbahnhof steigt aus der Liga der repräsentativen, übersichtlichen und kundenfreundlichen Kopfbahnhöfe ab. Leipzig, München und Frankfurt bleiben erstklassig, Stuttgart steigt ab, wird zum chaotischen Haltepunkt.
Gangolf Stocker heute in der StZ: „Das dicke Ende kommt noch, und man wird feststellen, dass der Bahnhof nix taugt.“



Capella rebella in Paris!
Saturday 07. May 20:50

Les Fanfares s’en mêlent
(die Fanfaren mischen sich ein)

Capella rebella, vor der Demo am 2. Mai 2016 Schlossplatz Stuttgart

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In Paris trafen sich Ende April Musiker aus vielen europäischen und amerikanischen Ländern, die in verschiedenen Widerstandsbewegungen aktiv sind. Aus Deutschland nahm der Widerstand gegen Stuttgart 21 teil, vertreten durch die Capella rebella. Im Abendprogramm des zweiten Tags, am 29. April 2016, spielte die Capella das Abschlussprogramm (auf dem Video von Volker Teichert ab Minute 41:40). Dazu der Filmer Volker Teichert: „Ich bin im Laufe der Aufnahme nach hinten gegangen, um die begeisterten jungen Leute im Vordergrund zu haben.“


Lügen
Friday 06. May 20:53
Startseite Website Volker Teichert

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Leider schon längere Zeit nicht mehr ergänzt: „
Die Stuttgart-21-Lügen


money money
Thursday 05. May 23:45
Foto aus dem Zug vom 19.4.16 S.B.

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Realität im „Europaviertel“ Stuttgart. Im Baukomplex „Pariser Höfe“ (ganz links) werden für 80 qm Wohnraum über 2.000 € Miete verlangt. „Eingezogen sind fast ausschließlich Singles und Paare zwischen 25 und 45 Jahren“ (StZ). Der „Solitär“ Stadtbibliothek wird gerade zugebaut. Rechts das „Milano - das neue Shopping-Highlight in Stuttgart“. Im Hochhaus dahinter namens „Cloud Nr. 7“ kostet der Quadratmeter zwischen 8500 und 15.400 Euro. Money money money ABBA


Kommentar zum Blog von gestern
Wednesday 04. May 21:52
„Diese Skizzen dienen - für mich jedenfalls- als Musterbeispiel, wie das Projekt S21 durch die DB AG berechnet! bzw. gerechnet wurde und wird. 
Alle Entscheidungsträger hatten bei der Schlichtung zugehört, und Dr.Kefer hat es für die DB AG verstanden, grinsend die Politik mit seinen Doppelkreiseskizzen zu begeistern.
Dabei hatte er nur die Strecke Ulm-Wendlingen mit Ingoldstadt -Nürnberg verglichen, niemand "durfte"  Einwände erheben, obwohl das Schlichtungsthema der Bahnknoten Stuttgart war.“


Olle Kamelle?
Tuesday 03. May 22:17
Kefer zum bestgerechneten Projekt (Schlichtung).
Kommentare erwünscht für den Blog morgen…

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Demoposter heute
Monday 02. May 22:30

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Foto S.B.


Nanu, das Lachen vergangen?
Sunday 01. May 22:18
Ungewohnt ernst gucken die Protagonisten von Stuttgart 21 auf der heutigen Stuttgart-21-Seite der Stuttgarter Zeitung. Die Leserkommentare (111/49) rücken manches zurecht, was in den Berichten widersprüchlich oder falsch ist.

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Kostenübernahme
Land zahlt nicht zusätzlich für S 21
Bei der Kostenübernahme für das Bahnprojekt Stuttgart 21 muss auch das Land den Geldbeutel zücken. Wegen eines möglichen Kostendeckels hatte es in der neuen Landesregierung Streit gegeben. Nun muss der Kompromiss abgesegnet werden. [111]

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Stuttgart
S-21-Lenkungskreis auf Juni verschoben
Das oberste Beschlussgremium zum Bahnprojekt Stuttgart 21 verschiebt seine für den 9. Mai terminierte Sitzung auf Anfang Juni. [49]



"Oben bleiben, Sackbahnhof!"
Saturday 30. April 21:46
Zwischen-Parole beim betanzten Auftritt der Capella rebella gestern in Paris im Treffen politisch engagierter Bands.


Jetzt kommt die Katze aus dem Sack.
Friday 29. April 22:48
Landesschau Baden-Württemberg heute: „Es ist das größte Verkehrsprojekt in Baden-Württemberg, doch viele Experten meinen inzwischen, dass Stuttgart21 zu klein geplant ist. Die Gleisanlagen müssten erweitert werden, um den Verkehr der Zukunft zu bewältigen.“
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„inzwischen“ ist irreführend: die Kritiker von Stuttgart 21 haben das schon vor Jahren deutlich gesagt. Geworben wurde lange mit der „doppelten Leistungsfähigkeit“, jetzt endlich wird die Minderleistung zugegeben.

Blog vom 20. Juni 2010:
Prof. Dr.-Ing. em. Manfred Fischer findet auch, dass sich die Befürworter von den bereits vielfach zitierten Falschargumenten noch nicht verabschiedet haben. Sein Leserkommentar ist als Memory 13 hier ganz zu lesen. Zitat:

Dazu gehört z.B. die Behauptung, der jetzige Bahnhof wäre ein „Flaschenhals oder gar ein „Gordischer Knoten“ und der neue Bahnhof hätte die doppelte Leistung des jetzigen Kopfbahnhofes. Tatsache ist, dass der neue Bahnhof nur 8 Gleise und so gut wie keinen Erweiterungsmöglichkeiten unter der Erde hat und somit zum Flaschenhals werden wird. Auch die S-Bahntrasse auf den Fildern, auf der neuerdings auch die ICEs und Regionalverkehrszüge fahren sollen, wird bei Störungen zum Nadelöhr werden, weil die Gäubahntrasse bei S21 still gelegt wird. Zukunftsweisende Verkehrslösungen sehen anders aus. Selbst der Verkehrsminister gibt für letztere Lösung nur eine Halbwertzeit von 25 Jahren an. Hier gilt wohl das Motto: „Meister, die Arbeit ist fertig. Soll ich sie gleich flicken?“


Statistik Blog metropolis21.de
Thursday 28. April 22:48

unbekannt

Dabei sind natürlich auch Anfragen von Suchmaschinen…


Es ging nicht nur um die Bäume!
Wednesday 27. April 17:11
Ergänzung zum gestrigen Blog:

Bei der Gerichtsverhandlung vor dem Verwaltungsgericht war von Bedeutung, dass der Protest im Park einem noch höheren Ziel als "nur" dem Absägen der Bäume gegolten hat (was manchem natürlich auch genügt hätte) . Der Richter Nagel wies z.B. darauf hin, dass im Park auch Schilder hochgehalten wurden mit der Aufschrift "Kein Stuttgart 21". Somit galt die widerständige Demo nicht als eine Blockade für Einzelinteressen sondern als eine Demonstration im Sinne des Grundgesetzes.   Dies wurde im Urteil so formuliert: "Die Menschenansammlung im Stuttgarter Schlossgarten am 30.09.2010 war eine verfassungsrechtlich geschützte Versammlung. Denn bei der Verhinderung der Baumfällarbeiten und der Errichtung des Grundwassermanagements handelte es sich lediglich um ein Nahziel zur Erreichung des Fernziels der Verhinderung des Umbaus des Bahnknotens Stuttgart."



immer wieder anprangern
Tuesday 26. April 21:47
„Die Bürger-Demonstranten wollten mehrheitlich mit ihrem Protest darauf hinzuweisen, dass es sich beim Murksprojekt S21 um ein ein völlig unwirtschaftliches, leistungsminderndes Verkehrsprojekt handelt, das mit falschen Zahlen durch die abstimmenden Gremien geschleust wurde.“ (Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischer in einem weiteren Schreiben an das Innenministerium vom 24.4.2016.)
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Der Protest am Schwarzen Donnerstag richtete sich allerdings zuerst gegen die Parkzerstörung.



zu wenig Beteiligung
Monday 25. April 23:33

durch-sicht21-logo

Die Idee des medienkritischen Blogs http://www.durch-sicht21.de entstand beim „Großen Ratschlag“ im März 2012. Letzter Eintrag Mai 2013, deshalb wird diese Website demnächst eingestellt. Der letzte Beitrag prangert das Lügenbild „Lichtauge“ an, das im aktuellen Prospekt des Bahnprojekts Stuttgart 21 immer noch zu finden ist (Stand März 2016, S.21).


Hurra wir verblöden!

Sunday 24. April 19:59
Aus der Demorede von Dr. Engelhardt bei der 318.Montagsdemo:
„Liebe Bahn, liebe Politik… Ja – beleidigt unseren Intellekt, tretet die Logik mit Füßen, verspottet Adam Riese und vergesst das Land der Dichter und Denker… Hurra wir verblöden…!“


ironissimo
Saturday 23. April 22:38
Schluss der Demorede von Dr. Engelhardt bei der 318.Montagsdemo am 20. April 2016:
Liebe Kanzlerin Merkel, lassen Sie uns Stuttgart 21 zu Ende bauen und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands beweisen. Wir schaffen das! Wir können uns die dümmsten Entscheider leisten und Milliarden verbrennen für die Gesichtswahrung der Politik. Das ist zwar die denkbar teuerste Kosmetik, aber unser Land hält das aus! Wir haben es ja. Das ist echte Zukunftsfähigkeit! – Schwerkraft, das ist etwas für die Anderen!“


Bauzaun Schillerstaße
Friday 22. April 22:58
mutige Bürger am Werk

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Foto S.B. April 2016


Sarkasmus
Thursday 21. April 21:59
Hier eine Widerrede zum Blog von gestern „magische Zahl 100“ (E-Mail):
„Natürlich stimmt die ha- Zahl. Die DB AG-Propagandisten haben immer recht! Auf 2 Geschosse verteilt, unten Restbahntunnel oben Besiedlung kommt man schon auf 100 ha. Das entspricht nach Grube's Interview vor 3 oder 4 Jahren der halben Fläche Stuttgarts.“


"magische Zahl"
Wednesday 20. April 10:38
Hier ist sie immer noch, die magische Zahl 100 Hektar:

Foto S.B. April 2016
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Beginn des Textes auf der Werbetafel auf der Überführung Baufeld (oben links Baufeld, rechts Biergarten): „Durch Stuttgart 21 werden insgesamt 100 Hektar Gleisfläche für den Städtebau frei.“ ____________________________________________________
Die sogenannte „Jahrhundertchance“ ist längst als haltlose Propaganda entlarvt:
„100 - eine magische Zahl schrumpft zur Drittelwahrheit“. Eine Analyse und Kommentierung des Werbetextes von 2010 (seit Dezember 2013 nicht mehr erhältlich!) in „21 gute Gründe für Stuttgart 21“, Grund Nr. 13 „Jahrhundertchance“ zeigt von verschiedenen Seiten die Verbogenheit und Falschheit der Stuttgart21-Werbung. Immer wieder ist in diesem Blog das verbliebene Hauptargument „Stadtentwicklung“ in Frage gestellt gestellt worden, wenn es aktuell wieder aufgetaucht ist. Aus meinem Redebeitrag am letzten Tag der Anhörung zum Filderbahnhof am 7.10.2014: „ Zehn Jahre später, im Jahr 2007, muss ich mir als Stuttgarter von der Bahn anhören:  „Wer den Schlossgarten aufwerten will - der sollte für Stuttgart 21 sein.“ Meine Herren von der Bahnseite, noch gestern sprach jemand von Ihnen von den „100 Hektar“ durch Stuttgart 21, was hinten und vorn nicht stimmt! Es sind nur etwa 1/3 von 100 Hektar die durch S21 frei werden!“



simsalabim
Tuesday 19. April 16:41
„Und als ein Jahr vergangen war,
simsalabimbambaseladuseladim,..

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…da war’n nur noch Baumstümpfe da.“



Vor einem Jahr...
Monday 18. April 22:59
…am 21. April 2015

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Bäume neben Leitnersteg und hinten zum Versetzen vorbereitet. Fortsetzung morgen.



Predigt
Sunday 17.April 15:50
„Es ist schon eine gewaltige Wucht, mit der die S21-Betreiber scheinbar unaufhaltsam ihren Weg vorangehen. Mit welcher Rücksichtslosigkeit sie zerstören! Mit welcher Leichtigkeit sie Lügen verbreiten und Gesetze bis zum Zerbrechen biegen zu ihrem Vorteil! Mit welcher Beharrlichkeit so viele Menschen, die es besser wissen könnten und vermutlich auch besser wissen – mit welcher Beharrlichkeit sie ihresgleichen unterstützen, decken, verteidigen!“ (Parkgebet, 14.4.2016, Martin Poguntke)


Murks überall!
Saturday 16. April 23:38
Dipl.-Ing. Frank Distel bei der letzten Montagsdemo: „Wir wollen hier keinen gnadenlos überteuerten, für Leib und Leben gefährlichen, unterdimensionierten Haltepunkt der Kategorie Vorstadtbahnhof. Die endlosen Mängellisten… beschränken sich ja keineswegs nur auf den Schiefbahnhof, sondern umfassen auch auf die gefährlich langen Tunnelstrecken und den Filderabschnitt. Murks, wohin man bei diesem Fehlprojekt auch schauen mag. Murks ohne jegliche Zukunftssicherheit, falls die Nachfrage nach mehr Bahninfrastruktur in der Zukunft unweigerlich steigen wird. Ja, liebe Zuhörer, steigen MUSS, um vom umweltschädlichen Auto- und LKW-Moloch nachhaltig wegzukommen. Murks, für den hier laut unserem Gutachter Dr. Martin Vieregg fast 10 Milliarden Euro vergeudet werden!“


GröFaZ und DurBaZ

Friday 15. April 09:54

GröFaZ: „größter Feldherr aller Zeiten“
DurBaZ: „durchgeklügelstes Bauprojekt aller Zeiten“

Berufsjubler „Ewald Moses“, Leserkommentar in der Stuttgarter Zeitung:

„So ist halt die Wahrheit. S21 ist und bleibt das durchgeklügelste Bauprojekt aller Zeiten.“


Montagsdemos (2)
Thursday, 14.April 21:25
Tom Adler als Moderator bei der letzten, 317.Montagsdemo: „Auch deshalb hören wir nicht auf, hier zu protestieren, weil wir diese Täuschungen der Öffentlichkeit in unsrer Stadt nicht durchgehen lassen! Den Projektbetreibern nicht. Und seinen ehemals kritischen Begleitern auch nicht. Sie kennen das sicher auch aus ihrer persönlichen Umgebung: Leute, die genervt sind, weil wir immer noch nicht die Klappe halten und den Finger in die Wunde legen, Oder Leute, die zwar eigentlich nicht für S21 sind, aber finden daß unsere Montagsdemos ‚kontraproduktiv‘ wären – die aber die Antwort auf die Frage schuldig bleiben, was denn produktiv und wirkungsvoller für einen Projektstop wäre? Liebe FreundInnen, nein, wir nerven nicht, weil wir das falsche Ziel hätten. Nicht, weil wir es mit den falschen Mitteln verfolgen würden. Wir nerven höchstens, weil wir ständig der Gesellschaft den Spiegel vorhalten, denen die uns täuschen - und auch denen, die sich zurückgezogen haben, denen die sich inzwischen lieber täuschen lassen und den Protest für gescheitert erklären. Das ist emotional und geistig bequem.“


Blog-Lücke
Tuesday 13. April 23:10
Vom 7.-13. war mein Laptop nicht verfügbar. Fortsetzung des täglichen Blogs ab morgen.


Der Projektleiter spricht.
Thursday, o7. April 23:30
„Wir bauen dieses ikonische Bahnhofsbauwerk“ Interview in der Stuttgarter Zeitung


Montagsdemos (1)
Wednesday 06. April 23:48
Stimme aus einer E-Mail: „Das Ergebnis endloser Wiederholungen, wie dies die Montagsdemos nun einmal geworden sind, ist halt einfach so lähmend und der Sache nicht mehr zuträglich. Im Gegenteil, auch bei einstigen Symphatisanten regt sich eher Unwillen.“
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Die letzte (316.!) Montagsdemo war sehr lebendig, hatte viel Neues zu bieten und viele Teilnehmer.
Video von Volker Teichert.

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Foto S.B.


2.Platz
Tuesday 05. April 23:10
Thüringer Allgemeine: „Auf Platz 2 steht der neue Bahnhof Stuttgart 21. Die Idee stammt aus den 1980er-Jahren, im Jahr 2008 sollte er fertig sein. 2010 war dann Baubeginn. Und die Kosten? Stiegen von 2,5 auf rund 6 Milliarden Euro. Vorerst.“ ___________________________________________
Rangfolge BER - S21 - Elbphilharmonie




positive Nachricht Stuttgart 21
Monday, 04.April 22:28
SÜDKURIER Online: ... Frühlingswochenende Hoch „Leo“: Das sorgte dafür, dass etwa am späten Sonntagnachmittag laut DWD bei Stuttgart 21 Grad gemessen wurden.




sinniges Repertoire

Sunday 03.April 23:19
Heute Abend hat die
Capella rebella für die Demobühne morgen ab 17:40 folgende Stücke geprobt:
Tango Corrupti
Money, Money
Der Pate
Train 7:40 Uhr 
Kriminal Tango

Kommentar überflüssig…



kein Aprilscherz
Saturday 02. April 22:38
Am 1. April war im Kommentar auf der Titelseite der Südwestpresse zum Thema Bahn zu lesen:
„Offenbar ist die Bahn unfähig, ihre Baustellen vernünftig zu managen und nötige Bauarbeiten frühzeitig zu koordinieren. Dabei hatte Bahnchef Rüdiger Grube gerade erst stolz verkündet, dass er vom Bund mehr Geld für die Instandhaltung des Schienennetzes bekommt. Doch das bringt nichts ohne die nötigen Mitarbeiter für die Planung. Gestern war weder von ihm noch von einem anderen Spitzenmanager etwas zu hören. Ein katastrophales Krisenmanagement, das Konsequenzen haben muss.“ DIETER KELLER
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Die Großbaustelle Stuttgart 21 krankt nicht nur an Fehlplanungen, die sich in den laufenden Planänderungen und häufigen Belästigungen dokumentiert, sondern dazu an fehlender Sinnhaftigkeit und Verschlechterung des Bahnknotens Stuttgart. Wer zieht die Konsequenzen aus diesem Katastrophenprojekt?



im Fall des Falles
Friday 01. April 23:24
Schwäbisches Tagblatt Tübingen (SWP Ulm) heute zu den Koalitionsverhandlungen:
„Bei Stuttgart 21 wird es um den Kostendeckel gehen, der im grünen Wahlprogramm steht, während bei der CDU die Meinung vorherrscht, sich im Fall des Falles gegenüber dem Bauherrn Bahn lieber gesprächsbereit zu zeigen.“
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Der Kostendeckel wankt; dahin sind schon die Versprechungen zu Leistung, Bauzeit, Komfort, Brandschutz, Schnelligkeit, Ökologie, Stadtbild… Trotzdem den „Wurmbau“ bis zum Scheitern fortsetzen? Bei den Koalitionsgesprächen sollten endlich die heutigen Fakten diskutiert und mutige Konsequenz gezeigt werden!



merkwürdige Hausbesitzer
Thursday 31. March 22:14
„Diese merkwürdigen Bürger wollen einfach nicht glauben, dass alles nur zu ihrem Besten ist und überhaupt keine Gefahren für Haus und Hof besteht“:
Bericht über neue Pläne im Kernerviertel. in der Stuttgarter Zeitung von gestern.


Der Dichter spricht (40)
Wednesday 30. March 21:30
„Der Dichter spricht“ ist ein Klavierstück von Robert Schumann, in meiner Blogserie dieses Titels geht es um Dichterworte, die Stuttgart 21 beleuchten oder kommentieren können. Aktuell gibt es wieder das Pokern, genannt Koalitionsgespräche, wo Überzeugungen und Versprechungen der „Macht“ zuliebe aufgegeben werden wie damals Grüne/SPD bei Stuttgart 21.

Dieses ewige pro-domo-reden -
wie entbehrt es jeder Scham,
und wie sagt es klar für jeden,
wie die Macht herunterkam.

Kann man es gültiger sagen als Christian Morgenstern?


heute vor 7 Jahren
Tuesday 29. March 21:10
Blog vom 29.3.2009., alle Links sind noch aktiv!
Die Süddeutsche Zeitung bringt derzeit jeden Tag ein bis zwei
Artikel und Kommentare über die Bahn und Bahnchef Mehdorn.Ob er seinen Füller zur Unterschrift für Stuttgart 21 (im Beisein von Tiefensee) noch führen kann? Die Bahn ist, sagt Mehdorn, gut aufgestellt. Das Schreiben guter Zahlen in der Bilanz könnte auch aus den unglaublichen Staatsgeschenken herrühren wie die Überlassung von großen Flächen ehemaliger Güterbahnhöfe in besten Großstadtlagen zur optimalen Vermarktung (wer denkt da nicht an Stuttgart?) bei gleichzeitiger Vernachlässigung der Erhaltung und Ertüchtigung des Schienennetzes und der Infrastruktur (wer denkt da nicht an Stuttgart?). Die horrenden Ticketpreise (Normalpreis 2. Klasse Stuttgart nach Berlin für eine Rückfahrkarte 252.-Euro) bei guter Auslastung bis Überlastung der ICEs unterstützen die Bilanz.
Darf man den sterbenden Löwen noch treten und fragen wie denn das rollende Material „aufgestellt“ ist? Auf welche Achsen und Räder die ICEs gestellt sind? Warum so verlotterte Kisten durchs Ländle rütteln, z.B.
Silberlinge der Baujahre ab 1961 (inzwischen rot umgespritzt aber dadurch auch nicht jünger geworden) oder die Regionalzüge nach Schwäbisch Hall - Hessental (mit WCs für Gleisdüngung). Wie steht es mit der Pünktlichkeit der Bahn, Stichwort Verspätungen und Anschlüsse? Wie sind die Bahnhöfe im Land inzwischen „aufgestellt“?
Nein, Herr Mehdorn, meine
Arie „...Ihr Produkt ist schlecht“ ist noch immer aktuell.
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Inzwischen kann der Bahnchef (Grube) nicht mehr behaupten, die Bahn sei „gut aufgestellt“. Das war sie allerdings auch nicht unter Mehdorn, der zuletzt das Desaster BER verantwortet hat. Die Bahnführung,
Vorstand und Aufsichtsrat, hat gründlich versagt und mit Stuttgart 21 vergrößert sich das Milliarden-Defizit um weitere Milliarden. Wo bleibt eine Politik, die das Ruder herum reißt?


Der Dichter spricht (39)
Monday 28. March 19:00
Berthold Brecht, aus der „BALLADE VON DER UNZULÄNGLICHKEIT MENSCHLICHEN PLANENS“:

„Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch’nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlecht genug.
Doch sein höhres Streben
Ist ein schöner Zug.“

Was heißt hier „noch’nen zweiten Plan“; für den S21-Bahnhof gibt es inzwischen 13 Planänderungen = Pläne. „…Und mach dann noch’nen vierzehnten Plan / Gehn tun se alle nicht“…

Das Brecht-Zitat wird oft angeführt, zum Beispiel im
Artikel „Ja, mach nur keinen Plan“ von Prof. Arno Lederer, einstens in der Jury pro Ingenhoven-Bahnhof.


Der Dichter spricht (38)
Sunday 27. March 21:34
Manfred Rommel war vor Jahren der meistgelesene „Dichter“ im Lande, seine Gedichte treffen oft genau ins Schwarze.
„Manches ist so ernst, dass es sich nur im Spass sagen lässt.“ (
Video Minute 8:00)

Lob des Streites

Wo gestritten wird und diskutiert,
wird wenigstens nichts durchgeführt.
Bei manchem, was man vorwärts treibt,
wär’s gut, wenn’s gänzlich unterbleibt.

(Manfred Rommels gesammelte Gedichte, Engelhorn-Verlag Stuttart, 3. Auflage 1994 S. 42)



Beitrag zur Feinstaubhauptstadt
Saturday 26. March 22:53

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Der Dichter spricht (37)
Friday 25. March 23:29
im Goethehaus am Frauenplan in Weimar

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Ja, wenn Stuttgart 21 nur Mittelmäßigkeit zu Folge hätte… Kommentar meiner Frau: „Mittelmäßig war ja no recht, wenn’s net saumäßig isch.“

hoffnungslose Fehlplanung
Thursday 24. March 22:16
SZ Seite Drei zum Thema Stuttgart 21 (Blog vom 10. März): Den Werbesprüchen des Bauleiters von S21 wie „Super-Verkehrssystem“ folgte gestern ein Kommentar von Prof. Wolfgang Hesse mit kritischen Fragen, die bislang offen blieben. Siehe „Zum Blog aktuell“.


Sparpreissystem zum Wundern
Wednesday 23. March 22:52
Heute Mössingen - Weimar, vor Wochen gebuchter Sparpreis 29.-€ statt regulär „Flexpreis“ 104.-€
Sparpreis heute erst gebucht wäre 77.-€ gewesen, morgen (jetzt gebucht um 22:00 Uhr) dieselbe Zugfolge 59.-€
Fahrpreise für dieselben Züge also € 29 - 59 - 77 - 104. Kommentar überflüssig.
Die Sparpreise bedingen den RE Stuttgart - Würzburg, ein rot umgespritzter ehemaliger „Silberling“ (Bauj.1959ff) mit nostalgischem Plumpsklo und dauert etwas länger. Der „Flexpreis“ 104.-€ gewährt freie Zugwahl mit ICE und IC, wo vorhanden.



Doppel-Blog wg. WLAN-Störung
Tuesday 22. March 09:10
Links blinken, rechts abbiegen:
„Seit Sommer 2015 spricht Grube von einem Konzernumbau.
Hinter dem »Umbau« verbirgt sich allerdings ein weiterer Abbau von Schienenverkehr.“ (Bahn-für-Alle)

Gestern auf der Demobühne von Schauspieler Christian Pätzold rezitiert und am Beginn des Demozugs von der Capella Rebella intoniert:

Ballade von Macky Grube
 
Und der Haifisch, der hat Zähne
Und die trägt er im Gesicht,
Und der Grube gräbt ne Grube,
Und der ist wohl nicht ganz dicht.
 
Und an jedem neuen Montag
Ziehen Leute durch die Stadt,
Und die wollen keine Grube,
Denn die macht nur Stuttgart platt.
 
Und den Grünen und den Sozis
Und den Banken und der Bahn,
Denen ist das alles schnuppe:
Auf den Zaster nur kommt’s an.
 
Und die Gangster und Baulöwen,
Immobilienhaie auch,
Werden fett von Steuergeldern;
Noch ist das bei uns so Brauch.
 
Diesen Brauch kann keiner brauchen,
Die Vernunft, die sagt uns doch:
Es ist besser „oben bleiben“
Als ein Milliardenloch.

S.B.:
Und Herr Grube spricht von Umbau,

doch hat Abbau er im Sinn,
auch der Bahnhof ist in Stuttgart
nicht verbessert, eher hin.



dumpfbackig?
Sunday 20. March 21:17
E-Mail von gestern:
„…die Montagsdemos fehlen mir persönlich gar nicht. Ich war letzten Montag dort und war entsetzt, was daraus geworden ist. Wer klug ist, sollte wissen, wann seine Zeit zu Ende ist. Ich finde es schade, dass eine wirklich interessante und vielseitige Bürgerbewegung zu einem derart dumpfbackigen Zusammentreffen geworden ist. Damit werden nur kostbare Resourcen verbraucht. Wie bei einer Autobatterie, die bei ewigen Rumjängeln irgendwann leer ist.“
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Mail heute:
„…Während dessen staune ich:
…ich kenne kein anderes Bauprojekt, das ähnlich destruktiv, umweltschädlich, nutzlos und unwirtschaftlich ist, wie dieses Stuttgart 21; und ich kenne kein Projekt, gegen das es einen ähnlich kreativen, langanhaltenden und zähen Protest gegeben hat; und doch ist es uns noch nicht gelungen, den "Tunnelmoloch" zu stoppen. Wir könnten die Hoffnung verlieren und auf die Idee kommen, dass wir einfach nichts erreichen und nichts beeinflussen können. Und vielleicht ist es genau dies, was die machtorientierten Politiker erreichen möchten: dass wir klein beigeben werden. Aber sie werden uns nicht loswerden!“
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Kommentar S.B.:
Der erste Mailschreiber war früher sehr engagiert, auch auf der Demobühne. Der andere ist immer noch auf der Demo anzutreffen. Der Widerstand sollte sichtbar bleiben, an der Mahnwache, bei den Demos, im Internet und bei politischen Zusammenkünften - bis das Murksprojekt aufgegeben wird. Was meinst Du/Sie? Freue mich über Zuschriften zu dieser wichtigen Frage an post@siegfried-busch.de



böser Verdacht
Saturday 19. March 21:58
Demoposter von C.D.

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stolzer Bonatz-Bahnhof ade!
Friday 18. March 21:39
Dem EBA liege keine „vertiefte Planung vor“. Und eine solche müsse derzeit auch nicht vorliegen. Außerdem handle es sich in Stuttgart „mehr um einen Haltepunkt als um einen Bahnhof“. Ein DB-Vertreter merkte im Anschluss an die Anhörung an, es werde praktisch nicht mehr als ein S-Bahn-Haltepunkt gebaut werden.“ Quelle


optische Überraschung
Thursday 17. March 14:13
Direkt an der Neckarstraße am Zugang zur U-Bahn-Haltestelle Staatsgalerie ist ein S-21-Bauwerk geplant. „Die Stadt wird schöner!“ (Nr. 13 der Werbung, 5. Auflage der „21 guten Gründe für Stuttgart 21“.)

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Parkschützer Klaus Gebhard hat einen ätzenden Kommentar zur geplanten „Innenstadt Großskulptur“ verfasst. (hier lesen)


zum "Lügenpack"
Wednesday 16. March 11:02
Heute Aufsichtsratsatzung der DB Bahn in Berlin. Den Aufsichtsrat von 2014 hatte ich gestern zum „Lügenpack“ einsortiert. Der verstorbene prominente S-21-Gegner Peter Conradi hatte immer Höflichkeit und Fairness im Umgang mit den S-21-Befürwortern eingefordert. Aus meiner Büttenrede am Rosenmontag 2013 auf dem Schlossplatz: „Bei der Grundwasser-Anhörung auf der Messe am 12. Dezember sagte ein Herr aus Stuttgart-Vaihingen zum L-Wort: Dieser Ausdruck ist unstreitig aggressiv und gehört einer unteren Sprachebene an, ist also nicht salonfähig, aber dem Inhalt nach ich betone: nicht der Form, sondern der Sache nach ist er voll gerechtfertigt.“ Wer nicht nur schwindelt, sondern damit auch Milliarden veruntreut, muss im Streit auch mal drastische Formulierungen aushalten.


Aufsichtsrat morgen auch?
Tuesday 15. March 18:46

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Morgen tagt der Aufsichtsrat der DB Bahn in Berlin. Im letzten Jahr gehörte er nachgewiesen zum „Lügenpack“:

„Der Aufsichtsrat stimmte für den Weiterbau wegen eines vermeintlichen Kostenvorteils von 77 Mio. Euro. Dies geschah trotz eines kritischen „Dossiers“ aus dem Kreis der Staatssekretäre im Aufsichtsrat der DB AG sowie entgegen der Aufklärung durch Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn über mindestens 210 Mio. Euro günstigere Ausstiegskosten. Dem Aufsichtsrat lagen am 05.03.2013 aber insbesondere die Informationen vor, dass S21 um weitere Milliarden teurer werden wird. Somit hatten sich die 77 Mio. Euro Vorteil schon weit in einen vielfach so hohen Nachteil verkehrt,…“
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Ob sich der Aufsichtsrat zu einem Befreiungsschlag wg. Stuttgart 21 aufraffen kann angesichts der desolaten Lage des Konzerns (
Bericht in der StZ von heute)? Natürlich nicht, nach der Devise „nach mir die Sintflut“…


das "Volk"

Monday 14. March 15:45
Fragen an den Wahlsieger Kretschmann:

War Ihre Haltung zu S21 vom Koalitionspartner SPD bestimmt?
Einen Tag vor der Wahl meinten Sie, das Volk möchte S21. Glauben Sie das selbst?
Und sind gut 20% (Korrektur: 28%) der Menschen von BW „das Volk“?
Ist die Beurteilung von Werner Sauerborn falsch oder eher zutreffend?

„Tief verfilzte politische und ökonomische Interessen haben es bisher geschafft, ein völlig absurdes Projekt mit Manipulationen und handfesten Lügen über die rechtliche, parlamentarische und mediale Hürden zu hieven, eine Volksabstimmung auf erstunkener und erlogener Geschäftsgrundlage inbegriffen."


multiple choice
Sunday 13. March 22:56
Was sagt uns dieses Luftbildfoto von Manfred Grohe von gestern Nachmittag?

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  • der einsame Rufer in der Wüste

  • die Deutsche Bahn - von Daimler genasführt

  • von allen guten Geistern verlassen

  • Pfahl im Fleisch der Grünen (auch nach der heutigen Landtagswahl!)

  • der Wurmbau zu Babel im Werden

  • „die Stadt wird schöner“

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mehrere Antworten sind möglich



Dauerbrenner:

„Wie sollte es denn überhaupt möglich sein,
nicht gegen dieses Irrsinnsprojekt zu sein?“
(Prof.Dr.Rohrhirsch bei der 302. Montagsdemo am 14.Dez. 2015)

Mein Stuttgart - wohin denn du?“
Parodie nach Hölderlin (2008 / 2013)


war mal!
Saturday 12. March 09:15

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Prof. Bodack an K-21-Menschen
Friday 11. March 21:26
…war guter Hoffnung, dass in den vergangenen Wochen oder heute der „stern“ mit einer tiefgreifenden Analyse der katastrophalen Unternehmensbilanz der DB AG erscheint, zu der ich der Redaktion Daten und Fakten über Neubaustrecken und Fahrzeiten gesandt hatte: 
Leider ist auch der heutige „stern" leer! 
Wir müssen davon ausgehen, dass kritische Veröffentlichungen verhindert werden, indem per Anzeigen, Beauftragungen für Publikationen ("DB mobil“ erscheint im Verlag des „stern“) in den Redaktionen Sorgen um Auftragsverluste und zudeckendes Wohlwollen entstehen, so wie es seit Jahren beim babylonischen S21-Desaster geschieht? Nach der „Seite 3 der „Süddeutschen", die lockere Unterhaltung über dieses Desaster-Projekt bot, frage ich: Wo finden wir noch mutige Journalisten und Medien in unserem Lande??“


Super Verkehrssystem
Thursday 10. March 09:33
Die ganze „Seite Drei“ der Süd. Zeitung von gestern ist Stuttgart 21 „Tief entspannt“ gewidmet. Reportage mit Projektleiter Leger: „Ein Ortstermin im Untergrund, wo vieles schneller geht als geplant.“ Wenn dann vom Fahrplanwechsel „12/2021“ geschrieben wird und Leger zu seinem „Ziel“ zitiert wird „Kostenrahmen einhalten, Zeitplan einhalten, gute Bauwerke schaffen „für ein Super-Verkehrssystem“, dann liegt er wie üblich auf der Linie des Schönredens. Ob er selbst daran glaubt?
Erfreulicherweise wird auch Hannes Rockenbauch interviewt, der vom „Schildbürgerstreich“ spricht.



selbsterklärend
Wednesday 09. March 17:00

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kurz und knapp
Tuesday 08. March 14:44
Stuttgart 21: Richtig oder falsch?
KÜBEK: Richtig. Weil es für die ganze Region von Vorteil ist.

Hallo Herr
Kuebek, wo liegen die Vorteile? Möchte sie unter Ihrem Namen in meinem Blog veröffentlichen metropolis21.de.
(Diesen Blogeintrag habe ich ihm gemailt, seine Antwort wird unzensiert im Blog veröffentlicht.)



der große Bluff
Monday 07. March 15:12
"Der große Faktencheck-Bluff: Politik und Bahn kneifen zur S21-Leistungsfähigkeit!"
„Statt dem versprochenen Faktencheck zur Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21 wollten SPD und Grüne im Gemeinderat wie auch die Bahn nur eine reine politische Showveranstaltung anbieten.“ (Mo-Demo-Rede heute Abend Wikireal).
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Kommentar S.B.: Bahn und Politik fürchten den Nachweis des Rückbaus der Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21. Denn das wäre da Ende des Projekts und die vorgezogene Blamage aktueller Entscheider mit ihrer allzu menschlichen Haltung „Kopf in den Sand“ und „nach mir die Sintflut!“



hat sich was geändert?
Sunday 06. March 20:03
"Die Betreiber von Stuttgart 21 sind Betrüger"
Der Grüne Winfried Hermann erhebt auf WELT ONLINE schwere Vorwürfe. Ein Gutachten spricht von einer Kostenexplosion beim Prestigeprojekt.
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Das stand als Schlagzeile und Untertitel in
DIE WELT online am 08.09.10, kurz vor dem Schwarzen Donnerstag.
Der Rückblick ist interessant, weil sich damalige Prognosen als richtig erwiesen haben. Ist die Frage erlaubt, ob der jetzige Verkehrsminister bei dem Betrug inzwischen selbst mitmacht? Beim politischen Machtspiel ist er jedenfalls dabei und so markige Sätze wie „…man kann ein von Grund auf miserables Projekt nicht schönreden“ sind von ihm nicht mehr zuhören…



niemals wie geplant
Saturday 05. March 23:08
Aus der Rede von Volker Lösch beim Jahresempfang SÖS/LINKE im Stuttgarter Rathaus am 29.02.2016

„Und das spannendste am Stuttgarter Widerstand ist : Wir haben den größten Erfolg noch vor uns! Ich bleibe dabei : "Stuttgart21", das immer noch dümmste deutsche Bau- und Immobilienprojekt, wird in seiner geplanten Form niemals in Betrieb gehen!“



Stand 03.02.2016!!
Friday 04. March 10:56

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„Die Bahn baut auf Sicht ohne fertiges Konzept.“
Aus der “
Mängelliste der Ingenieure 22


ausweglose Ecke
Thursday 03. March 21:57
Die fast verzweifelt wirkende Reaktion der Bahn auf das Gutachten der Vieregg-Rössler GmbH zu den Ausstiegskosten fiel aus, wie erwartet: voreilig, hilflos und manipulativ. Ein Beleg, wie sehr sich die DB AG inzwischen bei Stuttgart 21 in eine ausweglose Ecke gedrängt fühlt.“ Quelle


bei schönem Wetter...
Wednesday 02. March 23:26
Foto aus Google Earth

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Neue Ansage (vorgesehen bei der Stadtbahnunterbrechung für Jahre!) an der Haltestelle Neckartor:
„Zu den Fernzügen ab Hauptbahnhof bitte hier umsteigen und dem kurzen Fußweg durch den Schlossgarten folgen.“
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Tatsächlich ist der Umweg nicht sehr lang, geschätzt 500 Meter. An einem lauen Frühlingstag sogar ein schöner Spaziergang durch den noch intakten Park und dann hinter dem Biergarten eine lange Rampe hoch zum Querbahnsteig, zumutbar für Bahnreisende, die gut zu Fuß sind und wenig Gepäck haben. Was ist aber mit den Anderen, mit Alten und Gehbehinderten und bei schlechtem Wetter, im Winter? Immerhin ist die Haltestelle Neckartor noch zwei U-Bahnstationen vor der HH Hauptbahnhof. (Aber auch dort ist es bis zu den Bahnsteigen noch ziemlich weit, wenigstens gibt es Aufzüge und Rolltreppen und es ist trocken.)



MurkS21
Tuesday 01. March 22:01

Pasted Graphic 1
Aus der Website Schutzgemeinschaft Filder, Presseerklärung vom 30.1.2016



zwei Kommentierungen
Monday 29. February 21:41
Kommentierung der Reden der Befürworterparteien im Bundestag durch Werner Sauerborn:
„Dumpf, uninformiert, realitätsverweigernd – die Reden von CDU (Norbert Bartle) und SPD (Annette Sawade). Aktive Beiträge zur Förderung von Politikverdrossenheit!“

Meine Kommentierung:
„Imponierend eloquent, scheinbar überlegen und staatstragend, aber leider sehr fehlerhaft in Verkennung der Realität“. 
Denn der angeblich „riesige Verlust“ der Bahn-AG wäre ein Milliardengewinn mit einem besseren Bahnhof, zumindest für den Steuerzahler. Die beschworene Blamage eines Abbruchs wäre geringer als
das vorhergesagte Desaster des vergeblichen Weiterbaus.


routiniert abgeschmettert
Sunday 28. February 21:45
Deutscher Bundestag, aus dem Antrag Linke/Grüne vom 17.02.2016:
II. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,
1. in ihrer Rolle als Vertreterin des Alleineigentümers der Deutschen Bahn AG
darauf hinzuwirken, dass diese einen sofortigen Stopp und den Ausstieg aus
dem Projekt Stuttgart 21 beschließt und auch schnellstmöglich volllzieht, um
wirtchaftlichen Schaden vom Unternehmen abzuwenden…

Ablehnung des Antrags mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.



Volksabstimmung
Saturday 27. February 23:31
Bei der spärlich besetzten 158. Plenarsitzung des Bundestags vom 25.02.2016 zum TOP 12 Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 wurde von CDU und SPD sowie einem Staatssekretär mit der Volksabstimmung zugunsten von Stuttgart 21 argumentiert. Hörte sich demokratisch und sinnvoll an. 

Aber „damals hat sich die Mehrheit der Abstimmenden für einen Bahnhof entschieden, der maximal 4,5 Milliarden kostet und 49 Züge in der Spitzenstunde unter Stress bewältigt. Beides hat sich inzwischen als unhaltbar erwiesen. Zudem hatte die Abstimmung nicht das gesetzlich vorgeschriebene Quorum von 1/3 der Stimmen erreicht. Es hatten nur 28 % der Wahlberechtigten mit Nein gestimmt. Laut Landeswahlleitung gilt damit der Rechtszustand von vor der Abstimmung unverändert.“ (Textbaustein vom „
Weckruf“, Blog gestern)


Weckruf, final
Friday 26. February 22:31

„Das Projekt hängt nur noch an einem seidenen Faden.“

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Auf welchen realen Beobachtungen und Fakten diese Schlagzeile basiert, steht bei „Zum Blog aktuell“.



immer wieder (6)

Thursday 25. February 20:49
Ein Kommentar von mir zur Sperrung der Stadtbahn, Artikel in der Stuttgarter Zeitung:

schlechtest geplant
„Rund 4 Jahre Sperrung statt 14 Tage (in den Ferien!) wie ursprünglich geplant, das ist etwa 100 Mal schlechter. Aber das geduldige Volk wird auch das hinnehmen: „Und auf vorgeschriebnen Bahnen / Zieht die Menge durch die Flur; / Den entrollten Lügenfahnen / Folgen alle. – Schafsnatur!“ (Goethe) Die "
21 guten Gründe für Stuttgart 21", jahrelang in mehreren Auflagen verbreitet, sind schon lang in der Versenkung verschwunden, es war eine "Sammlung von falschen Werbesprüchen, Halbwahrheiten und Luftnummern", Lügenfahnen eben (mehr bei metropolis21.de). Prof. Ostertag spricht von bis zu 20 Milliarden Kosten und Fertigstellung nicht vor 2030 und liegt damit wohl richtiger als geplant (2007) mit 2,5 Mrd. und Fertigstellung 2008. Das Desaster ist unausweichlich.“
________________________________________________
(Andreas Keller zitiert Bertold Brecht zu Beginn seiner großartigen Rede auf der Montagsdemo vor dem Nordflügel am 2.8.2010): „Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!“


Unaufrichtigkeiten vulgo Lügen
Wednesday 24. February 23:11

schlichtung-verantwortliche

Bei der Grundwasser-Anhörung auf der Messe am 12. Dezember 2013 sagte ein Herr aus Stuttgart-Vaihingen zum Demoruf „Lügenpack“:
„Dieser Ausdruck ist unstreitig aggressiv und gehört einer unteren Sprachebene an, ist also nicht salonfähig, aber dem Inhalt nach – ich betone: nicht der Form, sondern der Sache nach – ist er voll gerechtfertigt.“ (Mehr dazu in der
Büttenrede 2014)


Werbelüge
Tuesday 23. February 23:50
Zum Blog „immer wieder (5)“ vom 20.02. eine Mail aus Belgien von heute:

„Wo gibt es einen grösseren Engpass als die Geislinger Steige?  Gestern morgen  musste der Zug mehrere Mal auf dem Weg zum Nordbahnhof und im Tunnel vor dem Südbahnhof warten, bis er Weiterfahrt bekam.“
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Die Rede ist von den Fernbahnhöfen Brüssel Nord und Brüssel Süd (dem größten Bahnhof Belgiens), dazwischen der Tiefbahnhof Brüssel-Centraal. Ich bin vor Jahren selbst im Tunnel gesteckt! Die Werbung mit der Geislinger Steige als „dem größten Engpass des europäischen Schienennetzes“ ist eine unbelegte und falsche Behauptung.



Historische Fehlentscheidungen
Monday 22. February 15:30
Verdun 1916: Warum musste das sinnlose Gemetzel 10 Monate dauern? Hatte man nicht schon spätestens nach Wochen gemerkt, dass es eine Fehlstrategie war, an dieser Stelle anzugreifen? Das Desaster war unausweichlich.

Stuttgart 2009: Warum muss man auf Biegen und Brechen Stuttgart 21 immer weiterbauen? Hat man nicht schon nach wenigen Jahren gemerkt, das es eine Fehlplanung war, an dieser Stelle einen Durchgangsbahnhof zu bauen?
Das Desaster ist unausweichlich!


um was es wirklich geht
Sunday 21. February 09:44
Hannes Rockenbauch, prominenter Gegner von S21 und Kandidat für die Landtagswahl:
“Stuttgart 21 war noch nie ein Bahnprojekt. Um was es wirklich geht, sieht man am besten direkt hinterm Bahnhof. Die Realität im neuen Stuttgart. Im Baukomplex „Pariser Höfe“ werden für 80 qm Wohnraum über 2.000 € Miete verlangt. 61 Meter ist die Spitze der Spekulation. Im Hochhaus namens „Cloud Nr. 7“ wird um das ganz große Geld gezockt. 14.000 € kostet zur Zeit hier der Quadratmeter.“



immer wieder (5)
Saturday 20. February 18:32
Immer wieder müssen die angeblich „guten Gründe“ für Stuttgart 21“ entlarvt werden. Inzwischen sind sie als Werbung aus dem Verkehr gezogen worden.
Auch ohne gute Gründe wird weiter gebaut, obwohl „alle wissen, dass Stuttgart 21 in einem Desaster enden wird“ (
die ZEIT am 28. Februar 2013
http://www.zeit.de/2013/10/Bahnhof-Stuttgart-21)
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Aus „
21 gute Gründe für Stuttgart 21“:

„Die Züge müssen an der Geislinger Steige, dem größten Engpass des europäischen Schienennetzes, nicht mehr herunterbremsen.“

„Zu behaupten, die Geislinger Steige stelle den „grössten Engpass des europäischen Schienennetzes“ dar, kann man einem schwäbischen Erstklässler wohlwollend verzeihen, darf aber einem Projektsprecher nicht nachgesehen werden.“ (T.R., Belgien)

Und die Geislinger Steige ist für den ICE ziemlich belanglos: Am 28.7.14 selbst abgestoppt: 04:55,52 dauerte die Fahrt mit dem gut besetzten EC die Geislinger Steige hoch vom Bahnhof Geislingen bis Bahnhof Amstetten.


Märchen Rosenstein
Friday 19. February 20:07
Kommentar aus einer heutigen E-Mail zum Blog vom 11.2.2016
Stellenausschreibung Stadtplanung Stuttgart:
„So bleibt es nach wie vor spannend: was bleibt vom Märchen Rosenstein, von den 60 ha (
100 ha) abzüglich der oberirdischen Restgleisflächen übrig, die erstaunlicherweise Verkehrsminister Hermann höchstpersönlich am 18.01.in der Hospitalrunde mit und von Dr. Geißler erwähnt hat: nicht wörtlich, aber inhaltlich entsprechend: ....."mein Ministerium prüft zur Zeit (5 Jahre danach) wieviel Gleise zum Leistungsnachweis oberirdisch noch benötigt werden…“
_______________________________________
S.B. Es gibt ein Video vom Hospitalhof, wo das Originalzitat zu hören sein müsste. Wäre für Link und Minute dankbar, dann trage ich es nach.


immer wieder (4)

Thursday 18. February 20:39

Werbung 2009
4. Vernunft siegt – deutlich mehr Züge auf halb so vielen Gleisen
(21 gute Gründe, hier lesen)

Stand 2012:
Unvernunft! - deutlich weniger Züge auf halb so vielen Gleisen ________________________________________________________________ Matthias Richling: „Bei Stuttgart 21 steht die Vernunft ganz hinten in der Warteschlange.“


immer wieder (3)
Wednesday 17. February 20:01
"Ein Neuanfang ist unumgänglich.“
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Derzeit kommt der Ausstieg aus Stuttgart 21 wieder vermehrt aufs Tapet. Bereits vor fünf Jahren forderte der Mit-Architekt Frei Otto eine Neuplanung (
Artikel in den Stuttgarter Nachrichten) und ist aus dem Projekt S21 ausgestiegen.


Betrugsprojekt
Tuesday 16. February 23:28
„Zum vierten Mal jährt sich nun die vollständige Zerstörung des Mittleren Schlossgartens:
Vier Jahre, in denen die Bahn unter den Augen von Grün-Rot ein einziges Schlachtfeld angerichtet hat aus baulichem und planerischem Desaster.
Wir fordern die Landesregierung und die Stadt Stuttgart auf, die Realitätsverleugnung der Bahn zu stoppen. Der Aus-und Umstieg aus dem Betrugsprojekt Stuttgart 21 ist nach dem neuen Gutachten von Vieregg und Rössler möglich und wäre finanziell sinnvoll.“ (Aus der Demorede gestern von Nina Picasso zur Parkzerstörung.)



demokratische Fassade
Monday 15. February 22:03

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Stuttgart 21 ist demokratisch beschlossen mit jeweils 75% der Abgeordneten in Stadt und Land. Das „System“ heißt Blockabstimmungen, wer nicht mitmacht, kann seine Karriere in der Partei aufgeben…



Alptraum - Traum
Sunday 14. February 22:57
Leserbrief von Peter Främke an die Nürtinger Zeitung (gekürzt):
„Der Alptraum „Stuttgart 21“ nähert sich dem Ende: Der Kopfbahnhof kann architektonisch ansprechend mit einem großzügigen Bahnhofsdach und Vorplatz ohne Verkehr saniert werden. Die Schillerstraße wird in die S21-Baugrube verlegt mit Zentralem Omnibus Bahnhof und Parkplätzen, und das ZOB-Provisorium am Flughafen kann entfallen. „Mehr Verkehr auf die Schiene“ wird erreicht mit einer Kopfbahnhof- Kapazität von 72 Zügen - S21 kann nur 32 Züge! Stadt und Land bleibt ein weiterhin jahrelanges Bauchaos für einen irrsinnig teuren, viel zu kleinen und gefährlichen Tunnelbahnhof erspart. Und was kostet das alles? Gar nichts – im Gegenteil: Es werden sogar 5,9 Milliarden Steuergeld gespart! Dieser Traum wird möglich mit dem Ausstieg aus S21!“ Faktengrundlage:
Pressekonferenz am 12.2.2016.
_________________________________________________
S.B.: Auch wenn der Ausstieg teurer wäre, die Verlegung des Autoverkehrs in die Baugrube und der Wiederaufbau des Bahnhofs (Seitenflügel) viel mehr kosten würde, blieb vermutlich noch eine Milliardenersparnis mit dem Vorteil eines besseren und bequemeren Bahnhofs.



Stuttgart 21: too big to fail?
Saturday 13. February 23:12
6 Mrd. € Einsparung bei Ausstieg aus Stuttgart 21 (aus der Pressemitteilung des Aktionsbündnisses)


kein Schelm!
Friday 12. February 22:36
Es gibt „ein aktuelles Schreiben des Bundesrechnungshofes (BRH), in welchem er bestätigt, dass dessen seit langem erwartete neue Stellungnahme zu den Kostensteigerungen beim Großprojekt Stuttgart 21 seit Dezember 2014 vorliegt. Die Veröffentlichung dieser Stellungnahme wird seitdem vor allem seitens der Deutschen Bahn AG und den beteiligten Bundesministerien für Verkehr bzw. Finanzen hinausgezögert.“ Quelle: Pressemitteilung der Linken, MdB Sabine Leidig
__________________________________________________________
Kein Schelm, wer Böses dabei denkt…


unglaubliche Irreführung!
Thursday 11. February 10:05
Aus einer aktuellen Stellenausschreibung Stadtplanung Stuttgart:

"Durch die Neuordnung des Bahnknotens werden etwa 100 ha Gleisflächen frei, die für eine nachhaltig städtebauliche Entwicklung zur Verfügung stehen."
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Die Werbeformel „100 ha“ durch Stuttgart 21 ist eine „Drittelwahrheit“, trotzdem ist sie nicht auszurotten. Schon seit 2010 ist die angebliche „Jahrhundertchance“ entlarvt.
(Dieser Blogeintrag wird dem Amt für Stadtplanung zugeleitet mit der Bitte um Antwort.)



Leitbild der weichen Faktoren
Wednesday 10. February 23:13
In einem Memorandum (Memory 45 „Die halbierte Stadt“) stellt Prof. Roland Ostertag den „harten Faktoren“ des Faktenchecks eine andere, für den Menschen wesentlichere Welt gegenüber:

„Das andere Leitbild der weichen, der qualitativen Kräfte beinhaltet nicht nur die städtebaulichen Aspekte im engeren Sinne, es umfasst die stadtplanerischen, die räumlichen,
die sozialen, die kulturellen, die historischen, die atmosphärischen, die emotionalen, die menschlichen Aspekte, die Themen Denkmalschutz, Nutzung, geistig-räumliche Mobilität/Vitalität, Gedächtnis der Stadt, (Bewusstseins-)Landschaft, Zukunfts-Perspektive. Bis hin zu den Fragen nach der Bedeutung, nach dem Sinn der Dinge, der Stadt, der Welt, dessen was wir denken und tun.“


Rosenmontags-Regendemo gestern
Tuesday 09. February 13:36

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Wolfgang Rüter, Fotoserie: „Von Regen lässt sich die Stuttgarter Bewegung nicht beeindrucken und nicht abschrecken. Das Wetter erfordert halt die richtige Bekleidung und die war heute am Rosenmontag bunt, und wie immer, ideenreich.“


immer wieder (2)
Monday 08. February 18:14

Mein Redebeitrag am letzten Tag der Anhörung am 7.10.2014 in der Filderhalle (Tondokument auf Anfrage übermittelbar).
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„Ich bin heute zum 6. Mal bei der Erörterung und bin beeindruckt von der fairen und geduldigen Verhandlungsführung von Frau Bühler und Herrn Trippen.

• Herr RA Dr. Peter Schütz sprach heute von einem „absehbaren Bedarf“ und von „künftigen Bedarfen“ also von Zukunftsprojektionen.  Die
Projektbau GmbH der Bahn stellte 1997 fest: „Stuttgart braucht in jedem Fall eine grundlegende Verbesserung seiner Bahnverkehrsanbindung. Der jetzige Hauptbahnhof kann das Fahrgastaufkommen des Jahres 2010 in keiner Weise mehr bewältigen.“  Im Jahr 2010 war der Hauptbahnhof dann der pünktlichste Großstadtbahnhof Deutschlands, oder zumindest der Zweitpünktlichste. Der Bahnverkehr wurde spielend bewältigt und die Prognose der Bahn war nicht nur unzutreffend, sondern erwies sich als grotesk falsch! Das bezog sich auf die „Null-Variante“.

 In derselben Schrift der Projektbau Bahn heißt es auch, Zitat: 
 „50 Prozent mehr Leistung im Fernverkehr“. Das ist wohl reines Wunschdenken, wie die Verkehrsentwicklung gezeigt hat.  Herr Dr. Schütz, Verzeihung, aber Prognosen von Seiten der Bahn kann ich nicht mehr ernst nehmen. Wenn die Prognosen zu Beginn des Projekts falsch waren, ist doch auch die Planrechtfertigung falsch, von der wir heute reden.                                                               
                                                                                             
• Zehn Jahre später, im Jahr 2007, muss ich mir als Stuttgarter von der Bahn anhören:  
„Wer den Schlossgarten aufwerten will - der sollte für Stuttgart 21 sein.“ Meine Herren von der Bahnseite, noch gestern sprach jemand von Ihnen von den „100 Hektar“ durch Stuttgart 21, was hinten und vorn nicht stimmt! Es sind nur etwa 1/3 von 100 Hektar die durch S21 frei werden!    
                                                                           
• Als letztes möchte ich die
 „21 guten Gründe für Stuttgart 21 nennen, die für das Projekt werben sollten. Es gab 5 Auflagen von 2009 bis Ende 2013. Seit diesem Jahr sind sie weder im Rathaus noch am Turmforum zu finden und es gibt auch keine Nachfolgeschrift. Warum wohl?

Meine Beurteilung dieser Werbeschrift habe ich in meiner
Büttenrede am Rosenmontag auf dem Schlossplatz gezogen: "Die „21 guten Gründe für Stuttgart 21“ sind eine Sammlung von falschen Werbesprüchen, Halbwahrheiten und Luftnummern! Die Menschen aus dem Land und besonders die Stuttgarter werden zum Narren gehalten! Deshalb sind wir ja so narret!"

Mein Eindruck von den vielen hier verbrachten Stunden ist: Meine Herren von der Bahn  (ich sehe keine Frau) und speziell die Bahn-Anwälte Schütz und Kirchberg, an die Stelle der Sinnhaftigkeit, der Qualität des Projekts setzen Sie jetzt die vorhandenen Verträge, EU-Recht, Finanzierungsvereinbarung usw. und den bereits erfolgten Baufortschritt. Damit lassen wir Bürger uns aber nicht abspeisen!“
_____________________________________________________________
Die Anhörung wurde bald darauf überraschend abgebrochen, obwohl 2 weitere Termine in Planung waren. Zur entscheidenden Frage der Planrechtfertigung/Sinnhaftigkeit von S21 gab es weder eine Antwort noch eine Diskussion. Ebenfalls wurde der Vortrag von Dr. Engelhardt zur Leistungsfähigkeit S21 abgewürgt.



immer wieder!
Sunday 07. February 12:07
(Andreas Keller zitiert Bertold Brecht zu Beginn seiner großartigen Rede auf der Montagsdemo vor dem Nordflügel am 2.8.2010):

„Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde! Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!“

In diesem Sinne sind die Montagsdemos kein unnützes „Hamsterrad“ mit immer denselben Inhalten, sind die Kommentare gegen Stuttgart 21 in der Presse und in den rund 190 Websites „Alle gegen S21“, die beeindruckende Serie Tunnelblick und auch mein Blog mit Dokumentationen wichtige Beiträge einer unverzichtbaren Gegenöffentlichkeit.


wer's glaubt wird selig
Saturday 06. February 23:46
STUTTGART KANN DURCHATMEN
(Prognose im
Projektmagazin von 1997)


Absage
Friday 05. February 23:28
Das Aktionsbündnis gegen S 21 beteiligt sich nicht am Vorhaben Bürgerbeteiligung zum Rosensteinquartier.
Post an OB Kuhn: „Wir setzen uns für den Ausstieg aus dem Projekt ein und können und wollen uns daher nicht an dessen Ausgestaltung beteiligen. Die Gründe können sie nicht zuletzt der beiliegenden
Pressemitteilung entnehmen.“


Das Große Halleluja ist lange vorbei…
Thursday 04. February 16:38
Magere Erklärung vom SPD-Parteitag:
„Stuttgart 21 und den Bau der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm unterstützen wir weiterhin.“

Ein Teilnehmer berichtet: „Dazu habe ich mich zu Wort gemeldet und - fast am Ende des nicht mehr vollzähligen Kongresses - gesagt: „Aus einem ehemals glühenden Bekenntnis zu einem angeblichen Vorzeigeprojekt ist ein bloßes Mantra geworden, an das viele auch gar nicht mehr glauben. Ich hoffe nur, dass dieses Mantra nicht bedeutet: „Wir ignorieren alle Bedenken und Erkenntnisse in Bezug auf Leistungsfähigkeit, Kostenexplosion, Brandschutz, Gleisneigung, Mineralwasser und den Sinn des Ganzen und unterstützen Stuttgart 21 vorbehaltlos auch weiterhin.“

Die Befürworter können einem fast leid tun, wie sie im Projekt S21 verstrickt sind. Wo ist das große Halleluja geblieben? Zur Umkehr sind sie nicht fähig und so nimmt das Desaster seinen Lauf.  DIE ZEIT am 28. Februar 2013: „Alle wissen, dass Stuttgart 21 in einem Desaster enden wird.“



Bei Umkehr schönere Zukunft!
Wednesday 03. February 13:24
Auffallend, dass gestern bei der öffentlichen Sitzung des Verkehrsausschusses kaum etwas zum Lob von S21 zu hören war. Es fiel das Wort „iCE“ - warum, habe ich nicht mitbekommen. Es ist ja auch sehr wenig übrig geblieben von den großartigen Werbeversprechen („21 gute Gründe für Stuttgart 21“). Welche Chancen ein Projektabbruch bieten würde, steht in der Presseerklärung des Aktionsbündnisses, z.B.

„Zum Beispiel könne die Tiefbahnhofsgrube als Mobilitätszentrum für Fernbusse, car-sharer, für Mietwagenstellplätze und Radabstellanlagen genutzt werden.“



ehrenwert
Tuesday 02. February 23:43
Ein Ziel, so wurde heute morgen im Rathaus zum Sinn der Bürgerbeteiligung Rosenstein vorgetragen, sei das

Zusammenfinden der Stadtgesellschaft.“

Ob das gelingen kann Angesichts der zunehmenden Zerstörungen und dem Leidensdruck der Bevölkerung im Straßen- und Schienenverkehr durch Stuttgart 21?



Schall und Rauch?
Monday 01. February 21:57
„Rosenstein-Quartier“ klingt doch gut, oder? Natürlich schöngefärbt wie immer, nicht etwa „Rosensteinviertel“ wie Bohnenviertel oder Heusteigviertel. Wie wäre künftig Bohnen-Quartier und Heusteig-Quartier?
Vorhang auf zur großen Rosensteinshow! Hereinspaziert in den Ausschuss für Umwelt und Technik morgen am 2. Februar im Stuttgarter Rathaus, wo ab 8.30h das Stück namens „informelle Beteiligung Rosenstein“ in öffentlicher Sitzung vorgestellt wird; Ablenkung mit Wolkenkuckucksheim vom Elend Stuttgart 21 ist angesagt!



Kurzpost an pro S21-Bürger
Sunday 31. January 20:38
Im „Projektmagazin“ sagt Thomas Esche von den „Bürgern für S21“ in seinem Kommentar u.a.:
„Stuttgart 21 und die Neubaustrecke sind ein Ökoprojekt.“

Sehr geehrte Bürger für S21,

vielleicht verschließen Sie besser nicht Ihre Augen vor der Realität.
Siehe letzte 3 Blogs bei
metropolis21.de

Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Busch



zum Thema
Saturday 30. January 10:56
Gastblog Andreas Keller (vom 20.06.2013!)

Im Zuge der unentwegt euphorischen Pro-Berichterstattung "unserer" Stuttgarter Nachrichten bin ich auch auf den Artikel über den Erdaushub des Fildertunnels gestoßen (Ausgabe vom 14.06. / "Gestein aus Fildertunnel nach Oberndorf" / Konstantin Schwarz) mit der vordergründig nachvollziehbaren Euphorie des Oberndorfer Stadtkämmerers und des dortigen Unternehmers Bantle, dass sie "in den Genuss" von 500.000 und 650.000 Tonnen Erdaushub aus dem Fildertunnel kommen werden.
Keinen Kommentar oder "kritische" Begleitung habe ich zu dieser Notiz bislang gefunden, dass diese 1,15 Mio Tonnen im LKW vom Bohrloch nach Oberndorf über die B27 / A81 verbracht werden. Man möge mit mir rechnen:
1.150.000 Tonnen in LKW à 25 Tonnen erfordert 46.000 Fahrten.
Der Weg  via B27 bis Auffahrt Bondorf / A81 nach Oberndorf beträgt lt. Google Maps Routenplaner 86,2 km. So werden 46.000 * 86,2 * 2 = 7.930.400 LKW-km gebraucht, die Hälfte davon (3,96 Mio km) voll beladen, um das, was die Herrenknechtsche Bohrmaschine zu Tage fördert, zu entsorgen. Was sagt das Umweltministerium des Landes dazu? Oder rechnen die lieber gar nicht?
_____________________________________________________________
S.B.: Vor den Wahlen werden unangenehme Dinge (Blogs der letzten zwei Tage) unterdrückt. In der Regierungszeit mit der Pro-S21-SPD war es ähnlich, denn an erster Stelle steht bei der Politik der Machterhalt und nicht die Umwelt, besonders bitter für die Anhänger einer Umweltpartei, die sich den Maulkorb umgehängt hat.



Klimakiller S 21
Friday 29. January 21:57
In KONTEXT:Wochenzeitung unter „Klimakiller Tiefbahnhof“
„Die Betonierung der neuen Bahnsteighalle und der Zulauftunnel im Norden Stuttgarts belastet das Klima mit rund 324 000 Tonnen Schadgasen.“

(auch zum Blog von gestern)

Spiegel Online: Kohlendioxid ist das wichtigste Treib­hausgas: Seine hohe Kon­zentration in der Atmosphäre lässt die Tempera­turen auf der Erde steigen. Trotz einer Reihe von inter­nationalen Kon­fe­ren­zen ist es der Welt­gemeinschaft bisher nicht gelungen, den Kohlen­dioxid-Ausstoß wirksam zu begren­zen.


Beton21
Thursday 28. January 21:33
Überschlagsrechnung der Ingenieure 22:
„In Summe kommt man also auf rd. 11,35 Mio. to Beton entspr. etwa 2,2 Mio. to Zement sowie etwa 1,12 Mio to Stahl , was eine Freisetzung von rd. 2,95 Mio. to CO2 allein durch den Zement- und Stahl-Verbrauch beim S-21-Vorhaben zur Folge hat, den Einsatz der Baumaschinen und der LKW-Transporte nicht mitgerechnet!
Werden diese mitberücksichtigt, würde das eine Gesamt-CO2-Freisetzung von etwa 6 Mio. to durch den Bau von S-21 bedeuten! Daraus folgt: Auch in Bezug auf den Klimawandel ist S-21 nicht zu verantworten!“


abgewürgt!
Wednesday 27. January 16:17
Ein Kommentar von mir in der StZ zur Genehmigung Filderbahnhof durch das Regierungspräsidium:
„Von wegen "Anhörungsverfahren abgeschlossen". Ich war auch am letzten Tag der Anhörung zum Flughafenbahnhof dabei. Obwohl 2 weitere Termine eingeplant waren, wurde die Anhörung völlig überraschend beendet, die (fehlende) Sinnhaftigkeit von S21 kam nicht mehr zur Sprache, denn das hätte das Ende von S21 sein können. Statt "abgeschlossen" ist also richtiger "abgewürgt".
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Typisch unqualifizierte Ablenkung als Antwort:
Abgewürgt: Und auch die Puffer der Speisewagen kamen nicht mehr zur Sprache, obwohl man dafür locker nochmal 4 Wochen Erörterung hätte dranhängen können. Ein Skandal. Frieder Maier zu Siegfried Busch.



Widerstand, was sonst?
Tuesday 26. January 23:47
Aus BAA

romo_2016



höflich

Monday 25. January 14:48
Schluss des Briefes vom Aktionsbündnis gegen S21 (v.Loeper) an Bahnchef Grube und Vorstand Kefer:
„Ihr Herr Dr. Leger, DB Projektbau, hat mehr Transparenz und Aufklärung versprochen. Umso mehr fordern wir Sie höflich auf, diesen guten Worten Taten folgen zu lassen und die mitgeteilten krassen Widersprüche des behaupteten Termins der Fertigstellung von S 21 realitätsnah zu bereinigen.“
Ganzer Brief bei
Zum Blog aktuell.


Rennfahrer Biberle
Sunday 24. January 19:13
Ein Erwin Biberle, sehr aktiver Lohnschreiber für S21, antwortete mir auf meinen Kommentar von gestern. Auszug: „Ihre verlinkte Internetseite ist ein übler Versuch, Menschen für blöd zu verkaufen… Fazit: Solch Mummenschanz wird Ihnen vielleicht montagabends von einer willigen Rest-Gefolgschaft abgenommen. Hier machen Sie sich lächerlich, Herr Busch.“ Kommentare
Meine Reaktion war ganz sachlich, ich unterließ den Abzählreim als scherzhafte Retour auf "Mummenschanz" und andere Schmeicheleien: "Rennfahrer Biberle hat em Arsch a Zwiebale... un du bisch drauß!"



Werbeschwindel aktuell
Saturday 23. January 22:51
Mein Leserkommentar zum heutigen Artikel in der Stuttgarter Zeitung „Nutzung von S-21-Flächen“:

Untertitel des Artikels: „Durch den Stuttgart-21-Tiefbahnhof können in der City über 100 Hektar bisherige Gleisanlagen für die Stadtentwicklung genutzt werden.“ red/dpa ist schlecht informiert. Die sogenannte „Jahrhundertchance“ durch „über 100 Hektar“ ist ein Werbeschwindel von der Art der „doppelten Leistungsfähigkeit“ des Tiefbahnhofs. Etwa 2/3 der Flächen S21 ist nämlich schon heute frei, völlig unabhängig von S21, siehe www.siegfried-busch.de/page18/page46/page46.html. 100 - eine magische Zahl schrumpft zur Drittelwahrheit.



nicht vergessen!
Friday 22. January 18:57
Aus einem „Projektmagazin“ von heute:
„Wir dürfen in Deutschland jedoch nicht vergessen,
welchen wirtschaftlichen, ökologischen und verkehrlichen Nutzen solche Projekte für ein Land darstellen, das seine Spitzenposition immer wieder und jeden Tag aufs Neue verteidigen muss und durch Infrastrukturprojekte einen wichtigen Schub erhält.“
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Also bitte nicht vergessen:

Stuttgart 21 und die Neubaustrecke sind
unwirtschaftlich
S21 ist unökologisch
der verkehrliche Nutzen ist
negativ

Gegenteilige Aussagen der Projektbetreiber sind unlautere Propaganda.


Mappus retro (1)
Thursday 21. January 20:29
Aktueller Streit um Mappus nach der Anhörung im 2. Untersuchungsausschuss. War er die treibende Kraft zum „Schwarzen Donnerstag“? Bericht in der kontert-wochenzeitung „Marionettentheater“. MP Mappus tritt Ende 2010 vor die Kameras (Spiegel-tv bei Minute 7.30) und rechtfertigt das brutale Vorgehen der Polizei mit Sprechblasen wie „einmalige Chance“, die alle durch die Schlichtung höchst anfechtbar geworden sind.


"Sind Sie noch ganz bei Trost?"
Wednesday 20. January 21:37
Herr Geißler zu einem Redner aus dem Publikum am Saalmikrofon. Aber er entschuldigte sich später dafür. Auf jeden Fall: Geißler ist mit seinen 86 Jahren absolut noch bei Trost!
Stimmen aus dem Publikum ab Minute 1:45.


Ansturm
Tuesday 19. January 20:56
Foto S.B.

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Riesenandrang gestern vor dem Eingang Hospitalhof. Viele wurden nicht mehr eingelassen, der Saal mit 850 Plätzen war proppenvoll. Die von mir für die Demomusikgruppen Capella Rebella und Lokomotive Stuttgart (Lok) reservierten Plätze blieben aber zum Teil frei, weil die Musiker nicht mehr eingelassen wurden.
Aber Flügel-tv hat die Veranstalt